Wacholder, Blaubeeren und Blaukraut. Das ist die Basis dieses Gerichts. Ein Senf, der nicht ausschaut wie ein Senf, aber dann doch unverkennbar nach Senf schmeckt, Blaubeer-Senf, so cremig. Dazu gibt es ein Blaukraut, das eingelegt ist in einer Rotweinessigmischung mit Sternanis und Wacholder, dass es kracht und knirscht. Sowie luftiger Käsekuchen mit Wacholdergeschmack wie ein Soufflée. Ziemlich ungewohnt das alles. Aber diese Kombination ist so schlüssig und genau, dass sich alles ineinander fügt, als ob es nur so denkbar wäre und es immer schon so gemacht worden wäre. So ist Kochkunst nach Tanja Grandits.

Wacholderkuchen mit Blaukraut-Pickles und Blaubeer-Senf (1).png

Rezept Ziegenkäse-Wacholderkuchen mit Blaukraut Pickles

Sahne mit zerstoßenem Wacholder und Pfeffer aufkochen, vom Herd ziehen, Ziegenfrischkäse hineingeben und schmelzen lassen. Salzen. Eier unterrühren. Durch ein Sieb streichen.

In Förmchen gießen, mit Pecorino bestreuen, im Wasserbad backen bei 200 Grad zirka 20 Minuten. Abkühlen lassen.

Wacholderkuchen mit Blaukraut-Pickles und Blaubeer-Senf (2)

Blaukraut-Pickles

Rotweinessig, Wasser, Honig, Salz, Sternanis, Koriander, Pfeffer, Wacholder aufkochen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Abseihen. Über das fein geschnittene Blaukraut gießen.

Blaubeer-Senf

Senfpulver, Dijonsenf, Himbeeressig verrühren. Honig erwärmen und köcheln lassen, bis er eine dünklere Farbe bekommt. Blaubeeren und Himbeeressig dazu geben, Viertelstunde köcheln lassen. Mixen und unter die Senfmischung rühren. Durch ein Sieb streichen.


Nach Tanja Grandits „gewürze – fünfzig gewürze und hundertfünfzig rezepte“, AT Verlag Aarau und München, 2013, S. 244

Wacholderkuchen mit Blaukraut-Pickles und Blaubeer-Senf (3)Wacholderkuchen mit Blaukraut-Pickles und Blaubeer-Senf (4)Wacholderkuchen mit Blaukraut-Pickles und Blaubeer-Senf (6)Wacholderkuchen mit Blaukraut-Pickles und Blaubeer-Senf (7)

 

10 Comments

      1. Ich bin sicher Frau Grandits ist mit dieser Umsetzung glücklich! Als nur Nachkochen würde ich Euer Engagement nicht sehen wollen, dafür ist es einfach zu gut. Heutzutage fühlen sich viele berufen, ein Buch zu schreiben und haben sich nicht so lange vorbereitet, auch wenn ich natürlich niemanden da etwas absprechen möchte. Alles kann – nichts muss. Mein Kommentar bezieht sich auf mein Empfinden, wenn ich bei Euch mitlese und alles was ich sonst so lese. Der Kopf vergleicht, er bewertet auch, ohne andere in den Schatten stellen zu wollen, das ist einfach ein Reflex, wenn man tiefer in eine Materie eintaucht und mein ganz persönlicher Eindruck.

        1. Man soll niemals nie sagen. Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber wer weiß, was noch alles passieren wird. Derweil machen wir hier fröhlich weiter. Besser gesagt, wir legen eine kurze Pause ein. Eh nur bis zum Wochenende.

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