Hereinspaziert ins Neue Jahr

So hat es schon vor 50 Jahren in einer Fernsehsendung geheißen, mit Heinz Conrads. Und so heißt es heute noch, denn am Neujahrstag wird das Neujahrskonzert aus dem Großen Saal des Musikvereins geschaut wie immer, mit 50 Millionen anderen.

Hereinspaziert ins Neue Jahr (1)

Das Neujahrskonzert wurde zum ersten Mal vor 60 Jahren übertragen. Am Anfang waren es 8 bis 10 Länder, mittlerweile wird es in fast 100 Ländern auf 5 Kontinenten live übertragen, in der gesamten EU mit Ausnahme von Malta und Luxemburg. Technische Neuerungen wurden beim Neujahrskonzert erprobt bzw. eingeführt, Farbfernsehen und HD. Dieses Mal wird es vom NHK, dem Japanischen Fernsehen, parallel zum ORF in 8K aufgenommen. Die Sommerolympiade soll in 8K übertragen werden, wenn sie 2020 in Tokio abgehalten wird. Das Neujahrskonzert war da ein bisschen ein „Versuchskaninchen“. Zum ersten Mal hat Christian Thielemann das Neujahrskonzert dirigiert, dabei konnte er die Tiefen des Wiener Walzers ausloten. Die spielen ja gar nicht das, was in den Noten steht, stellte er fest. Das erinnert mich an die Geschichte, die Otto Schenk in „Humor nach Noten“ zum besten gab. Ein österreichischer Dirigent bringt einem nicht Wiener Orchester bei, wie man einen Wiener Walzer spielt, also nicht One! Two, three. One! Two, three. Da fehlt der Schwung, die Aufforderung zum Tanz. Ein Wiener Walzer geht so: One, two, … and: perhaps three!

Anbei das Wiener Neujahrskonzert in einer Aufnahme von 1974, ohne HD und 8K, dafür mit Willy Boskovsky, den Christian Thielemann wegen seiner „normalen“ Art beeindruckt hat, „ohne den großen Effekt und das macht den großen Effekt“.

https://www.youtube.com/watch?v=vfgvqWEFa54

Wir haben das Neue Jahr standesgemäß begonnen mit ein paar original Sacherwürstel, von Windisch, jener Firma, die das Hotel Sacher beliefert, Debreziner durften nicht fehlen. Dazu Sekt von Szigeti, schon der Name so klangvoll wie Sekt, bürgt für Qualität. Handgemachte Semmeln von JosephBrot. Handgeriebener Kren.

Prosit 2019!

Hereinspaziert ins Neue Jahr (3)

11 Kommentare

  1. Ach ja, der Neujahrswalzer, an den denke ich gern, und nach dem wunderbaren, frischen Kren oder wenigstens geraspelt aus der Kühlung sehne ich schon seit Tagen.. Hier bekommt man den man nur irgendwelchen schrecklichen Batz im Glas.
    Ein schönes neues Jahr!

    Gefällt 1 Person

    1. Eine ganze Krenwurzel gibt es auch hierzulande kaum zu kaufen, wir haben diese beim Metro gekauft. Kren ist nicht wegzudenken aus der Wiener Küche, man denke nur an den Tafelspitz und das Krenfleisch und Würstel mit Senf natürlich auch. Ich muss mal mit Kren experimentieren.
      Proisit Neujahr!

      Gefällt 1 Person

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