Adventmenü 2019

Es gab etwas vom Wild – Wildschwein und Wildente und es gab etwas, der herbstlichen Jahreszeit angemessen Wärmendes – Maroni. Es gab französisch Traditionelles – Paté en croûte und es gab kulinarisch Modernes – Espumas. Und es gab nicht nur heimisches Fleisch, es gab auch ebensolchen Fisch – Forelle. Es gab Sauce und es gab Blättriges, es gab eine kleine Gaumenfreude als Einklang – Blätterteig-Pastetchen mit Forellenschaum und zum Ausklang Dessert – Warme Schokokuchen mit Tonkabohnen-Schaum. So gab es von vielem ein bisschen und nicht ein bisschen zu viel.

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Faschierter Braten mit Erdäpfel-Selleriepüree und Erbsengemüse

Man denkt oft nicht daran, die einfachsten Sachen zu kochen. Im Gespräch mit einem Freund kam ich drauf, dass auch ich gerne einen faschierten Braten habe, mit einem gekochten Ei mittendrin. Ursprünglich ein Arme-Leute-Essen ist dieses Gericht mittlerweile in Vergessenheit geraten. Dabei war das mal ein Festessen.

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Wiener Backhendl mit Erdäpfel-Vogerlsalat

Wir sind, was wir essen. Das Backhendl ist so typisch für das Land, in dem ich lebe, es ist nicht daraus wegzudenken. Es wird einfach serviert ohne viel Schnickschnack, das aber gut. Das ist Wiener Küche: das Wesentliche steht im Mittelpunkt. Für die gediegene Esskultur muss nur ein weißes Tischtuch her, das genügt als Aufputz. Ein mit einem weißen Tischduch gedeckter Tisch, darauf ein schlichter Teller mit einem Backhendl und einem Erdäpfel-Vogerlsalat, angemacht mit Kürbiskernöl, mehr braucht es nicht. Wir haben das Hendl nicht ausgelöst, sondern das Fleisch am Knochen gelassen. So hat man auch noch etwas zum Abnagen.


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Erdäpfel-Vogerlsalat Festkochende Erdäpfeln in Salzwasser bissfest kochen. Noch heiß schälen und in Scheiben schneiden und in eine mit einer Knoblauchzehe innen ausgeschmierte Schüssel geben und mit heißer Rinderbrühe verrühren. Hesperidenessig, Traubenkernöl, Senf, Salz und Pfeffer glattrühren, zu den Erdäpfeln geben, gründlich mischen und ziehen lassen. Eine in fein gehackte rote Zwiebel unter den Salat mischen und abschmecken. Für den Vogerlsalat die Marinade vorbereiten, aus Kürbiskernöl, Apfelessig und Salz. Backhendl das Wildhuhn zerlegen, die Ober- und Unterschenkel, Brust und Flügerl panieren, in Öl ausbacken, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Anrichten Erdäpfel- und Vogerlsalat auf einen Teller legen. Mit der Kürbiskernölmarinade beträufeln und das Backhenderl dazu reichen.


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Ungarischer Traum: Gulaschsuppe mit Hafergebäck

Diese Gulaschsuppe wurde so wie bei der ungarischen Küchenfee-Mama gemacht, nur dass auch noch Debreciner Würste hineinkamen.  Dazu ein glutenfreies, mit Käse überbackenes Hafergebäck. Glück ist etwas mit Käse Überbackenes.  Über diesen schönen Satz aus Terézia Moras neuen Roman „Auf dem Seil“ bin ich neulich gestolpert.

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Pilz-Stroganoff

Dieses Gericht erinnerte uns an ein Boeuf Stroganoff, dieses berühmte Gericht russischer Herkunft mit Filetspitzen in einer Sauerahm-Sauce. Säuerlich schmeckt es von den Essiggurkerln, die in die Sauce hineingeschnitten wurden und vom Senf. Statt Sauerrahm für die Sauce verwendeten wir Frischkäse.

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Brokkolisuppe mit Ingwer und Kurkuma und …

Brokkoli! Wahrscheinlich stöhnen bei diesem Wort ein paar auf. Aber mit Jalapeno-Chili? Und mit Ingwer und Kurkuma ist diese Suppe vielleicht doch eine Überlegung wert… Die Sprossen obenauf behübschen nicht nur, die schmecken auch gut. Statt Obers kommt Frischkäse hinein, machts bekömmlicher für Leute mit Laktoseintoleranz.

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Waldviertler Martini-Gansl wie früher

Früher leistete man sich etwas, wenn man zu Martini bei einem Ganslessen dabei war. Als es noch keine TK-Gans im Supermarkt gab, hat man sich ein Jahr lang darauf gefreut – und fleißig gespart, um sich ein Ganslessen leisten zu können. Zu diesem Zweck ist man im örtlichen Wirtshaus einem Sparverein beigetreten. Die Verwaltung der Gelder wurde einer vertrauenswürdigen Person, dem Kassier, übertragen, sodass dieses übers Jahr oft vom Mund abgesparte Geld auch tatsächlich am Ende des Jahres, am Auszahltag, meist im November Dezember in der Martiniganslzeit, zur Verfügung stand. „Das Gansl ist da!“ war Ausdruck höchster Glückseligkeit und Bestätigung für die reibungslose Funktion einer Institution, die es heutzutage nur noch selten gibt. Der Sparverein ist eine für unsere Lebensart wie sonst nur das Schweinsschnitzel und der Veltliner stehende Institution, die längst ausgestorben ist. Nur am Land, vereinzelt in irgendwelchen Herrgottswinkeln, trifft man sie noch an. Aber wofür sollte man auch sein Erspartes in einem Sparverein anlegen, wenn doch alles und jedes Erdenkliche an jedem Eck zur Verfügung steht? Und das zu enorm tiefen Preisen. Heutzutage kann man sich ohne weiteres mehrmals im Jahr ein Ganslessen leisten. Eine Gans aus der TK-Truhe kostet nur einen Bruchteil, etwa ein Viertel, von einer Gans, die wie früher aufgezogen wurde. Nur schmeckt es halt nicht so gut wie eine Gans, die sich das Jahr über die Füße auf der Weide vertreten hat und die gemütlich durch den Teich geschwommen ist. Die über den Hof gewatschelt ist und sich von Gras und Kräutern ernährt hat, in echt und nicht nur in der Werbung. Wir hatten eine Martinigans aus dem Waldviertel, die so, wie es früher einmal war, auf der Weide gehalten wurde. Mit Knödel von Erdäpfeln aus dem Waldviertel und natürlich Rotkraut.

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Grünes Hähnchen-Curry

Sprossen sind in der kalten Jahreszeit ein guter Ersatz für frisches Gemüse. Sie sind frisch und knackig und ein Vitaminlieferant. Man kann sie aber auch einfach zusätzlich über Gemüse streuen, so wie wir das taten bei diesem Hähnchen-Curry mit Brokkoli, Schwarzkohl, Zuckerschoten und Chinakohl. Umso mehr wird das Knackige betont.

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Kohl-Reis-Auflauf mit Rindsfaschiertem

Ein schneller Auflauf für Zwischendurch, der mit Sauerrahm schon als Kind gern gegessen wurde.

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Weiße Quinoa-Puffer mit Salat

Ein Gericht so frisch wie der Frühling. Der Salat, nussig und knackig, wird mit einer Kefir-Sauce, frisch und sahnig, beträufelt. Dazu kommt der aus weißem Quinoa, Haferflocken und Zucchini bestehende Fladen fürs Herzhafte und dennoch Leichte.

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