Risotto mit Schwarzkohl und Lachsschnitte

Heute zu Mittag habe ich in der Firma Risotto gegessen. Mit Lachsstücken. Hier kommt nun unser Risotto mit Lachs. Da waren: Zwiebel von Stekovics, Butter von österreichischen Bio-Weidebauern, Schwarzkohl frisch von Basic, Carnaroli-Reis aus Italien von Magisa, zwölf Monate gereifter Parmesan, eine hausgemachte Rinderbrühe, königlich-spanisches Olivenöl. Und der Lachs? Kam frisch von Eishken Estate/ Inzersdorf. Nun wird verständlich, daß das Risotto in der Firma damit natürlich nicht mithalten kann. Mal ganz abgesehen von den herausragenden Kochkünsten der Küchenchefin.

Rezept Risotto mit Schwarzkohl und Lachsschnitte

Grünkohl einen kleinen Zwiebel klein hacken, in einem Eßlöffel Olivenöl und in einem Eßlöffel Butter die gehackten Zwiebelstücke anschwitzen. In der Zwischenzeit den Grünkohl vom Stiel einfach mit der Hand abziehen, waschen, etc. und dann in feine Schnitten schneiden. Zu den Zwiebeln geben. Kurz mitschwitzen lassen.  Und dann mit zwei Schöpflöffeln Rinderbrühe aufgießen.  Zugedeckt zirka eine Viertelstunde köcheln lassen. Risotto eine kleine, fein gehackte Zwiebel in Olivenöl anschwitzen. Den Risottoreis dazu geben, solange mitschwitzen, bis der Reis Farbe annimmt. Mit einem Schuß Weißwein ablöschen und nach und nach mit Rinderbrühe aufgießen, unter ständigem Rühren, bis der Risotto bißfest ist. Zum Schluß den Risotto vom Herd nehmen. Drei vier Eßlöffel vom Schwarzkohl unter den Risotto mischen. Butter und frisch geriebenen Parmesan einrühren. Lachs  auf der Hautseite knusprig anbraten. Fertig.


Waldviertler Saumaisen

Generationen von Köchinnen und Köchen, von der Küchenmagd bis zur Mamsell, vom Schani bis zum Haubenkoch, landauf landab, von Niederösterreich bis Kärnten, von Zwettl bis Hermagor haben sich schon gefragt, was eine Saumoasn (Maise vom Schwein), im kärtnerischen Maischalan genannt, ist. Gottseidank gibt es eine Autorität, die das per „Kurzdarstellung und Behauptung“, ex lege quasi, festlegt. Das Landwirtschaftsministerium klärt auf: Saumeisen sind eine Art Netzlaibchen… an dieser Stelle konnte ich nicht mehr weiterlesen, da vor meinem geistigen Auge ein Freddie-Mercury-Typ im Netzleiberl erschien, mit Trainingshose und weißem Schweißband am Armgelenk. Auch hatte sich bei der „Behauptung“ ein Singvogel, Meise mit e, eingeschlichen, von dem vorher keine Rede war. Probieren wir es also mit einem online verfügbaren, österreichisch-deutschen Wörterbuch. Was ist eine Saumaise: Knödel aus feingehacktem Pökelfleisch eingewickelt in Schweinenetz. //Im Prinzip handelt es sich bei der Maisen um eine Wurst. Und Wurst diente früher der Resteverwertung, weil nämlich alles „verwurstet“ und nichts weggeworfen wurde. Daher auch die Redewendung „das ist für die Würst“. Wieder einmal ein Beleg für das Nose to tail Konzept und die Sparsamkeit früherer Zeiten. Deshalb wurden Maisen in Fleischereien hergestellt, ein Schwein besteht halt nicht nur aus Kotelett und Schinken. Wenn man das heute noch so machen würde, bekäme man bestimmt ein Nachhaltigkeitssiegel und den großen grünen Verdienstorden für die Umwelt. Doch weit gefehlt: In der Fleischerei Ringl macht man es tatsächlich unverändert seit Jahrzehnten noch heute so und kein Orden. Wie früher kann man dort Maisen vorbestellen und daher kommt jetzt ein Saumaisengericht nach Waldviertler Tradition. Auch meiner Mutter hat es geschmeckt!

Rezept Saumaisen mit Kraut und Knödel (Ein traditionelles Waldviertler Gericht)

Ein halbes Kilo Kartoffel in der Schale weich kochen, noch heiß schälen, durch die Kartoffelpresse drücken. Kurz ausdampfen lassen, zwei Dotter, 50 Gramm flüssige Butter, 200 Gramm griffiges Mehl, Salz, Muskatnuß schnell mit dem Kartoffelpüree vermischen. Mit naßen Händen Knödel formen. Salzwasser aufkochen, die Knödel in das Wasser legen, sofort zurückdrehen, im simmernden Wasser 20 Minuten ziehen lassen. Vier Saumaisen in eine Bratpfanne geben, bei 180 Grad im Backrohr zirka 30 Minuten braten. Dazu Sauerkraut: abspülen, ausdrücken, ein Stück Mangalitzaspeck in einem Topf auslassen und das Sauerkraut dazu geben, zirka fünf Minuten erwärmen, mit Weißwein ablöschen, einköcheln und mit Rindsuppe aufgießen, zwanzig Minuten köcheln.

Vorher gab es noch eine Kürbissuppe mit gebratenem Speck und frittiertem Salbei wie hier jedoch nur auf Rindsuppenbasis.


Die Kartoffeln sind von einem Weinviertler Bauernhof eines guten Freundes. Aufgrund des Hagels im Frühsommer mit faustdicken Hagelkörnern fiel die Ernte recht karg aus, und die Kartoffeln sind vielleicht nicht ganz so stromlinienförmig wie sonst, schmecken tun sie aber!

Schweinsripperl mit Sturm und Kraut

Sturm nach Wien zu führen, ist ja schon ein bißerl wie Eulen nach Athen tragen. Trotzdem haben wir einen „Roten Sauser“ (teilweise gegorener Traubenmost) und einen „Rheinischen Federweißen“ (Deutscher Rheinischer Landwein) in der handlichen Einliterflasche mitgenommen. Nicht liegend lagern, nicht verschließen, all diese Vorsichtsmaßnahmen sind uns wohlbekannt. Wir wußten, was auf uns zukommt und wurden nicht enttäuscht: der deutsche Sturm hat gemundet. Mahlzeit, bei uns sagt man Mahlzeit, wenn man Sturm trinkt. Prost nur bei Wein, wenn er getauft ist. Die Schweinsripperl mit Spitzkrautsalat und Kartofferln haben wir mit dem „Roten Sauser“ gegessen. Die Schweinsripperl waren besonders fleischig und saftig (von der Fleischerei Ringl), das dezente Spitzkraut: ein Schmankerl vom Feinsten; wir hatten uns etwas Senf dazugestellt, aber nicht gegessen, das hätte den guten Geschmack nur gestört. Sturm und Kraut waren völlig ausreichend als Beilage. Senf wäre zuviel gewesen.

Schweinsripperl mit Sturm und Kraut

Für den Krautsalat: etwas Honig in einen Topf geben und bei mittlerer Flamme karamellisieren lassen. Mit Weißweinessig ablöschen. Einköcheln. Salz und ganzen Kümmel einrühren. Noch heiß auf den dünngeschnittenen Spitzkraut draufgießen, gut durchrühren, und eine Stunde ziehen lassen, hin und wieder durchrühren. Vor dem Servieren die gehackte Petersilie untermischen. Schweinsripperl mit einer ungarisch-spanischen Gewürzmischung, einer seltenen, umso trefflicheren Kombination: ungarische getrocknete Gewürze von Rosmarin bis Senfkörner und spanisches, geräuchertes Paprikapulver, einmal süß, einmal scharf, Pimentón dulce e picante, mit etwas Salz, gepressten Knoblauchzehen und Olivenöl zu einer Paste vermischen. Die Ripperl in vier Teile teilen (lassen) und auf allen Seiten damit bestreichen. In eine Bratreine legen. Und die Bratreine mit einem Backpapier abdecken. Im Backrohr bei 180 Grad braten. In der Zwischenzeit die Zitronenschale, den Zitronensaft und Honig gut miteinander verrühren. Nach dreißig Minuten die Ripperl aus dem Ofen nehmen, das Backpapier weggeben, und mit der Honig-Zitronen-Mischung auf allen Seiten bestreichen. Nochmals ins Rohr schieben und bei 180 Grad zirka eine Dreiviertelstunde fertigbraten. Dazu gibt’s Bratkartoffeln.

Link Weinhaus Krauß


Ein Besuch in der Bäckerei Mottobrot

Die Rinde vom Mottobrot ist so zart knusprig, wie ich es von keinem anderen Brot kenne. Kennengelernt haben wir es als wir uns gegen Covid haben impfen lassen, was jetzt auch schon wieder eine Weile her ist, und im Austria Center Vienna waren, dort hatte Mottobrot einen Stand. Die Küchenfee hatte schon davon gehört und so ergriffen wir die Gelegenheit und kauften ein Mottobrot und einen Scheiterhaufen, der uns auch sehr gut geschmeckt hat. Doch das Mottobrot hat uns umgehauen. Es hat so eine eigene Art von Knusprigkeit, die nicht kracht wie ein Baguette, jedoch sanft knirschend nachgibt, etwas federt, um dann doch feinsäuberlich zu zerbersten. Da gibt es einen fließenden Übergang von der Krume, also dem Inneren des Brotes, zur Brotkruste. Und der Geschmack des Brotes ist der von Brot, nach dem Motto: Brot, wenn man versteht was ich meine, kein Kümmel, nichts, einfach nur Brot. Wenn man sich das Brotinnere anschaut, dann erkennt man, daß es ein Landbrot ist, es hat diese Löcher darin, wie Meeresschaum, wie es eben nur ein Landbrot hat. Es mag sein, daß es andere Brote gibt, die besser sind. Mir schmeckt dieses Brot am besten!

Link Mottobrot

Ein Besuch in der Fleischerei Ringl

…gegen 8 Uhr vor dem Ansturm. Wir haben uns auch dieses Mal mit einem Kalbsvogerl eingedeckt, da kommt noch was…

Pfeffer Hexe

Kalbsvögerl

Karree lang u. Schopf

Rippe

Beinfleisch

Hinteres

Leberknödel

Frankfurter

Knacker Kranzl

Weißwurst

Rindfleischschinken

gebratener Schinken vom Schwein mit Preiselbeer

gebratener Schinken mit Steinpilzen

Fleischerei Ringl die Fleischerei in Wien für selbstgemachte Wurst, Leberkäse, etc. wie anno dazumal, unverfälscht und echt. Die Dauerwurst, geformt als Kuh oder Schuh, ist eine Spezialität des Hauses, die es nicht immer gibt.

Alles was Flügel hat, fliegt oder Kalbsrahmgulasch mit Nockerln

Wer kennt nicht das Kinderspiel „Alles was Flügel hat, fliegt“. Wer da bei „Kalbsvogerl fliegt“ die Händ in die Höh reißt, hat schon verloren. Ein Kalbsvogerl nennt man nämlich das von einer Kalbsstelze ausgelöste Fleisch. Es ist schön saftig, weich und zart und damit bestens geeignet für ein feines Kalbsrahmgulasch mit Nockerln. Und deshalb:

Kalbsrahmgulasch mit Nockerln

Die Kalbsvögerl (zirka 800 Gramm) in streichholzschachtelgroße Stücke schneiden (bei uns hat das schon Fr. Ringl gemacht). Gehackte Zwiebeln in Öl rösten. Dann einen Eßlöffel Paprikapulver hinzu geben, einmal umrühren und sofort mit kaltem Wasser ablöschen. Nun die Kalbsvögerl hineingeben. Mitdünsten. Etwas salzen. Mit einem Liter Rindsuppe aufgießen (deshalb vorher eine Suppe machen) und zugedeckt eineinhalb Stunden dünsten lassen.

Anrichten: Für die Nockerl ein halbes Kilo griffiges Mehl mit dem Dotter von drei Eiern, einem Eßlöffel zerlassene Butter, Salz und Muskatnuß zu einem Teig verrühren. 10 Minuten rasten lassen. Salzwasser aufkochen und mit einer Nockerlreibe (oder man nimmt ein Nockerlsieb und eine Teigkarte) den Teig ins heiße Salzwasser streichen. Einmal aufkochen und abseihen, abschwemmen und abtropfen lassen. In Butter schwenken. Das Fleisch herausheben. Mit einem Schneebesen ein gutes Achterl Sauerrahm mit einem Eßlöffel Mehl einrühren. Fünf Minuten kochen und nachwürzen. MIt den Nockerln servieren.

Nach Plachutta, Meine Wiener Küche*, S. 111 (Kalbsgulasch) im Rezept bei Plachutta steht nicht Kalbsvögerl sondern ausgelöste Kalbsstelze, was dasselbe ist. Auf S. 141 sind die Nockerln.


Unsere Kalbsvögerl kommen von der Fleischerei Ringl auf der Gumpendorfer Straße, ein Stückerl weiter ist das Haus des Meeres, ein umfunktionierter Flakturm. Beim Ringl gibt es sage und schreibe 14 verschiedene Leberkassorten, ich habe sie abgezählt. Darunter gibt es sogar einen „normalen“ Leberkäs, was denen alles einfällt… Dieses Mal nahm ich einen Käsleberkäs für die Zeit während dem Einkauf. Weiters wurde gekauft: die Kalbsvögerl notabene, Schopfbraten, Schinken, ein dicker Spitz (heißt wirklich so), ein Suppenfleisch, ein Blutwurst- und ein Leberwurstkranzl, Käsekrainer, Frankfurter und Debreziner.

Der Kupferstecher und Drucker Wolfgang Schön

In dieser Woche ereilte mich eine SMS vom Kupferstecher Schön, daß er nach 48 Arbeitsjahren aufhört. Seine Werkstatt hatte er in der Naglergasse im Mezzanin mit Blick auf die Bognergasse. Die Werkstatt war wie aus einer anderen Zeit. Man betrat sie und war augenblicklich zurückversetzt in alte k.u.k. Zeiten, ein alter Schrank stand da, die Kupferpresse, der Pantograph. Hier entstanden Kupferdrucke wie zu Albrecht Dürers Zeiten und für Leute, die Wert darauf legten, entstanden hier Visitkarten nach dem elegantesten Verfahren, dem Kupferstich, von Franz Lehár bis André Heller oder Geburtsanzeigen wie die von Romy Schneider. Selbst die von Hand ausgefertigte Rechnung war ein Kunstwerk für sich. An der Wand hingen Sinnsprüche wie „Das Höhere erlangst Du nur durch Verzicht. Überwinde Dich!“ . Oder „Du brauchst keinen zu beneiden. Vielleicht trägt er schwerer als Du!“. Jaja, er ist halt noch vom alten Schlag. Als ich die SMS bekam, war das ein Schock und wie ein Ruf aus einer fernen Epoche, in der es üblich war, jemanden mit „Sehr geehrter Herr“ und dann dem Nachnamen schriftlich anzusprechen, so wie eben diese SMS begann. Wieder geht ein Stück Wien verloren. Mach‘s gut, mein teurer Kupferstecher, genieße die Pension. Seine Nachfolgerin ist Kirsten Lubach, Kupferstecherin u. -druckerin, Ungarg. 22, sie hat die Druckplatten übernommen.

http://www.kupferdruck.at/

https://www.viennadesignweek.at/en/player/wolfgang-schoen-kunstanstalt-fuer-kupferdruck/

https://www.viennadesignweek.at/bilder/studio-es-at-mit-wolfgang-schoen-kunstanstalt-fuer-kupferdruck-30.9.16/

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr-kultur/847391-Herr-der-Schriften.html

https://www.servustv.com/volkskultur/v/aa-1y8ar3zc52112/

www.graveuratelier-lubach.com


Das Mottobrot – wie man Würstel mit Senf ißt

Als wir letzte Woche Samstag beim Austria Center Vienna waren, war der Mottobrot-Stand leider, leider zu, was mich leicht trübsinnig machte, ob der verpaßten Chance, ein gutes Brot zu bekommen. Doch nun haben wir die Gelegenheit ergriffen, nachdem wir bei der Fleischerei Ringl in der Gumpendorfer Straße waren, die in der Nähe liegt, dazu ein ander Mal mehr, im Hauptgeschäft auf der Mariahilfer Straße zu erscheinen und zuzuschlagen. Wir kauften ein Urgetreidebrot, ein halbes Dinkelroggen und ein Baguette. Diese Brote sind aus Sauerteig gemacht. Diese Brote haben eine eigene Art von Geschmack, wie ich es vorher noch nie gegessen habe. Es war mir ein besonderes Vergnügen, dieses Brot mit Debreziner und Wiener Frankfurter von der Ringl-Fleischerei zu essen, das Baguette hatten wir schon mit Schinken und Kren zum Frühstück. Übrigens: es zahlt sich aus, eine Stunde früher aufzustehen, am Samstag, die Straßen sind leer und man kommt gut voran. So kommt man bei der Fleischerei Ringl um halb acht Uhr früh an, hat keinen Stress mit  anderen Leuten und kann gegen acht Uhr gemütlich in die Viennoiserie – Boulangerie – Patisserie Mottobrot in der Mariahilfer Straße überwechseln. Danach erst gab es bei uns zu Hause das Frühstück. Mit dem ersten Kaffee des Tages. Beim Mottobrot gibt es offenbar eine starke Verbindung mit Frankreich. Das liegt vielleicht daran, daß die „Wiener Methode“ im 19. Jahrhundert durch einen Wiener Bäcker und Unternehmer in Paris begründet wurde. Im Laden gibt es Baguette und Quiche Lorraine zu kaufen.


Das Mottobrot-Geschäft in der Mariahilfer Straße ist optimal gelegen, gleich neben der U-Bahn-Station „Neubaugasse“, wo die U3 verkehrt.

Links:

Mottobrot im Falstaff: https://www.falstaff.at/nd/motto-brot-auf-der-mariahilferstrasse/

Mottobrot – die fabelhaften Baker Boys Bäckers Leute: https://www.mottobrot.at/uber-uns/


Fortsetzung folgt… auf Pörkölt folgt Savanyú káposzta

Das heißt also: Krautfleisch. Pörkölt kennt man in Wien als Gulasch. Und Gulasch mit Kraut nennt man Szegediner Gulasch, aber das ist mit Schweinefleisch. Wie wohl dieses auf Pörkölt aufbauende Gericht mit Sauerkraut auf Deutsch heißen mag? Das Pörkölt gab es gestern, deshalb ist das nun die Fortsetzung.

Rezept „Krautfleisch auf Pörköltart“

Einen Kilogramm Sauerkraut mit kaltem Wasser spülen und ausdrücken. Zwei kleine Zwiebel feinhacken. In Öl anschwitzen. Das Sauerkraut dazugeben. 10 Minuten unter ständigem Rühren mitschwitzen. Mit einem Achterl Weißwein ablöschen und vollständig verdampfen lassen. Etwa 300 Milliliter Rindersuppe dazu geben, aufkochen, zurückdrehen und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Mit dem Pörkölt vermischen und mit einem auf einem Kochlöffel leicht angehobenen Deckel zudecken. Weitere 15 Minuten köcheln lassen. Anrichten: mit Sauerrahm und mit Weißbrot „Mannolino“ von der Bäckerei Mann anrichten.


Wie man ein Pörkölt verspeist

Das Fleisch ist butterweich und zerfällt fast. Der Saft ist scharf und würzig, die Kartoffeln lassen sich mit der Gabel zerdrücken und mit dem Saft vermischen. Das tunkt man auf und läßt es bei geschlossenen Augen auf der Zunge zergehen. Man verlangt nach mehr und hofft inständig, daß noch was da ist, ein bißerl wenigstens. Genau so wird ein Pörkölt verspeist. Aber wie kommt man dorthin?

Rezept Komatöses Pörkölt mit Fisolen und Kartoffeln

Disclaimer: Dieses Pörkölt dauert 6 Stunden. Aber es sind auch Pausen drin.

Man nehme… zwei Braunschweiger dunkelblutrote Zwiebel (Stekovics). Fein hacken. Anschwitzen. Zwei Kilo Wadschunken (Rinderwade) in streichholzschachtelgroße Stücke würfeln. In den Zwiebeln bis zum Fett herunterreduzieren, dann den Herd zurückdrehen. Mit einem gehäuften Eßlöffel rotes Paprikapulver, einen Eßlöffel Kümmel, einen Eßlöffel Majoran und sechs zerdrückte Knoblauchzehen (Stekovics) dazu geben und verrühren. Mit Rindssuppe aufgießen, bis es mehr als ausreichend bedeckt ist, mehr als ausrechend deshalb, weil wir mehr Saft wollten für das Krautfleisch, das parallel dazu gekocht wurde. Und für die Schärfe drei entkernte Pfefferoni  im Ganzen hineingeben. Aufkochen, zurückdrehen und zweieinhalb Stunden leise köcheln lassen. Ab und zu nachgießen. Abdrehen. Pfefferoni herausnehmen. Zwei Stunden ziehen lassen. Dann erwärmen und eine Paste aus zerdrückten Knoblauchzehen, Paprikapulver, Majoran und Kümmel mit Wasser vermischen und ins Pörkölt einrühren. 40 Minuten köcheln lassen.

Die Fisolen wurden nicht blanchiert und ohne Einmach gemacht. Der Sud, in dem sie weich gekocht wurden, wurde weiter verwendet, so wurde auf kein Jota Geschmack verzichtet.

Parallel zum Pörkölt die Fisolen machen: eine fein gehackte Zwiebel, vier zerriebene Knoblauchzehen in Öl hell anschwitzen. Mit einem Teelöffel Paprikapulver bestreuen. Mit Rindssuppe aufgießen. Sechs bis sieben Minuten köcheln lassen. Die geputzten und geschnittenen Fisolen dazu geben. Mit Wasser bedecken. Etwa 20 Minuten leise köcheln lassen. Wenn die Fisolen bißfest sind, zirka 200 Milliliter Sauerrahm einrühren. Mit Maisstärke binden. Salzen. Mit Apfelessig abschmecken. Kurz vor dem Servieren frisch gehackte Dille und Petersilie einrühren. Kartoffeln kochen. Anrichten.


Willkommen zu Hause zum Fünf-Uhr-Tee

Um fünf Uhr nachmittags ließen wir bei Darjeeling- und Sacher-Tee, Sandwich, Minipasteten, Scones und Shortbread die am Tag gewonnenen Erkenntnisse Revue passieren. Tee: Demmers Teehaus. Sandwiches, Minipastete, Scones und Shortbread: Küchenereignisse.

Lachs-Creme-Sandwich: Frischkäse, Kren, Zitronensaft, geräucherten Lachs im Standgerät mixen. Gehackte Dille einrühren, mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Gurken-Käse-Sandwich: Gurken schälen, längs mit dem Sparschäler in Streifen schneiden. Mit Salz vermischen, ziehen lassen. In der Zwischenzeit Frischkäse, etwas Mascarpone, Salz, Pfeffer und geriebenen Cheddarkäse vermischen. Auf das Brot schmieren, die Gurken herausnehmen, mit Küchenkrepppapier abtrocknen, auf das Brot legen, mit Brot belegen.

Eiaufstrich-Sandwich: Topfen, Dotter, Senf, Zitronensaft, Salz, gehackter Schnittlauch und gehacktes Eiklar miteinander gut verrühren.

Roastbeef Sandwich: Sauce Tatar machen. Damit das Toastbrot beschmieren, Spinatblatt darauf legen, Roastbeef drauf, Spinatblätter auf das Roastbeef und ein mit Sauce Tatar beschmiertes Toastbrot darauf legen.

Schinken-Käse-Sandwich: Toastbrot mit Mayonnaise bestreichen, dann Spinatblätter, Schinkenkäse und nochmal das als zweite Schicht.

Liptauer-Sandwich: selbstredend.

Minipasteten mit Forellencreme: mit Frischkäse, Mascarpone, geräucherte Forelle, Kren, Zitronensaft und Salz mit dem Standmixer zur Creme mixen. Die Miniblätterteigpasteten damit füllen.

Minipasteten mit Kaviar: Frischkäse, Mascarpone, Salz, Kren, Spritzer Zitronensaft miteinander vermischen, in die Pastete füllen und Kaviar darauflegen,

Weiters gab es Shortbread, Scones und Cranberry-Scones. Zu den Scones gab es Orangenmarmelade und Roquefort-Creme, mit Frischkäse und Mascarpone gemacht.