Rundschreiben No. 1 Feb 2026

Schweinsbraten mit Wild-Brokkoli, Wild-Karfiol, Kartoffeln mit Kräuter-Topfen

Montag, 2. Februar 2026

Das Brickerl ist unsterblich

Heute an diesem Tage feiert das Brickerl seine Auferstehung. Sanft entschlummert, dem Hersteller Platz schaffend für Neues in der Tiefkühltruhe, wurde es von Nostalgikern wieder wachgerüttelt. Dabei hat das Eis am Stiel weder durch seine besondere Zusammensetzung – viel Zucker und Kokosfett – noch durch seinen gesundheitlichen Aspekt – wie gesagt Zucker und Kokosfett, dazu Carrageen – es in den Olymp der Unsterblichkeit geschafft, rein durch die nachdrückliche Erinnerung mancher an ihre verblaßten Jugendtage.

https://www.falstaff.com/at/news/abschied-vom-brickerl-das-eis-wird-eingestellt

https://wien.orf.at/stories/3339290/

Dienstag, 3. Februar 2026

Emmentaler kommt aus der Schweiz!

Was schon bei der Verwandlung von „Holland Blumen Markt“ in „Holland Blumen Mark“ gelang, dem Blumendiskonter, sollte auch hier möglich sein. Die Schweiz möchte erreichen, daß der weltweit beliebte Emmentaler nicht mehr Emmentaler heiße. Nur wenn er tatsächlich  aus dem lieblichen Emmentale stamme, dürfe er Emmentaler genannt werden. Das wäre ein Schlag ins Gesicht der andernortigen Emmentaler Erzeuger. Sollen sie ihren Käse nun Großlochkäse nennen? Sie argumentieren, daß es sich beim Emmentaler um eine Sorte handele. Was beim Champagner gelang, das soll nun auch beim Emmentaler gelingen. Allerdings war Frankreich damals in einer stärkeren Position – Stichwort „Diktatfrieden“ – als die sonst so liebenswerte Schweiz es heute ist gegenüber der mächtigen EU. Falls die Schweizer sich doch durchsetzen sollten, müßte man auf allseits beliebte Wortklaubereien zurückgreifen. Mit einem verballhornten „Emethaller“ wäre der Unterscheidung am Papier wohl genüge getan, siehe Holland Blumen Mark. Oder auch die seltsam penible Unterscheidung verschiedener Schreibweisen von Vornamen bei der Zählung von Neugeborenen nach Vornamen.

Samstag, 7. Februar 2026

Die große Samstag-Wochenendlieferung

Am Samstagnachmittag traf uns fast der Schlag! Kurz nach Mittag schickte uns gurkerl eine E-Mail, daß der Schweinsbraten nicht ankommen würde, ebenso der Sauvignon blanc, den ich mir dafür auserkoren hatte – und ein paar andere Sachen mehr. Das Wochenende löste sich im Nu in Nichts auf. Noch dazu bemerkten wir die E-Mail nicht sofort beim Eintreffen, sondern erst 2 Stunden danach. Kaum eine Chance, adäquaten Ersatz aufzutreiben. Doch wie so oft, kommt unverhofft, der Schweinsbraten traf dennoch ein, ebenso der Sauvignon blanc. Und auch Ersatzprodukte. Das Wochenende ist dazu da, Abstand zu schaffen. Das ist ja auch der tiefere Grund, warum wir uns beliefern lassen: wegen des Einkaufens aus sicherer Entfernung, unter Fernhaltung aller möglichen Kalamitäten. Diese waren nun doch eingetreten, wenn auch nur kurz. Actio per distans hat Hans Blumenberg das Handeln aus der Entfernung genannt. Er schätzte es wohl, wie wir.


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