Locker-flockiger Sommer-Schweinsbraten

Ein Sommer ohne Schweinsbraten ist kein Sommer. Aber da es dann eh schon so heiß ist, muß man ja nicht auch noch Wärmendes dazu servieren. Bei Hitze paßt ein frischer Salat. Das würde dann auch einen reizvollen Kontrast ergeben: auf der einen Seite die Gluthitze des Schweinsbratens, knusprig wie eh und je. Und dort die Kühle der knackigen Salatblätter vom Chicorée, dazu Gurken, Tomaten und Gartenkresse. In einer leicht säuerlichen Marinade aus Zitronensaft und Olivenöl. Zuerst herzhaft hineinbeißen, daß die Schwarte kracht! Und dann ins rettende Naß des Salats flüchten. Und so hin und her. Das ist wie das Wechselspiel beim Baden zwischen Strandliege und Meer. Mehr braucht man nicht.

Endlich Mangalitza-Schweinsbraten in rauhen Mengen!

Aufgrund der für unsere Begriffe bescheidenen Mengen an Mangalitza-Schweinsbraten, die wir im Burgenland bekommen haben, wollten wir mal wieder aus dem Vollen schöpfen. Flugs wurden 3 kg Mangalitza-Schweinsbraten bei der Fleischerei Ringl bestellt. Gottseidank sind sie wieder vom Urlaub zurück, schon vor 7:00 Uhr waren wir dort. 3 kg, das sollte genügen für 2 Personen. Beim Braten verliert der Schweinsbraten an Gewicht.

Rezept 3 kg Schweinsbraten

Knoblauchknollen halbieren. Zwiebel grob würfeln. Karotte, Petersilwurzel, Sellerie auch grob würfeln. Ingwer in Scheiben schneiden Soviel nehmen, daß eine Bratreine damit bedeckt ist. Den Schweinsbraten aufteilen, sodaß die beiden Teile bequem darin Platz haben. Alles in das Reindl geben, den geschröpften Schweinebauch darauf geben. Mit einer halbierten Zitrone bestreichen und dabei den Saft ausdrücken. 10 Minuten trocknen lassen. Mit grobem Meersalz bestreuen. Für 30 Minuten bei 240° in das Backrohr schieben. Herausnehmen. Salz mit einem Pinsel abstreichen. Mit neuem Salz bestreuen. Nochmals für 30 Minuten bei 240° ins Backrohr schieben. Herausnehmen. Das Salz entfernen, Rindsuppe dazu gießen, sodaß Schwarte und Fleisch nicht benetzt werden. Ofen zurückdrehen auf 190°. Und den Braten für weitere 40 Minuten hineinschieben. Auf 120° herunterdrehen. Weitere 30 Minuten garen. Den Braten aus dem Ofen nehmen und 30 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Salat machen.

Sommermenü

  1. Knoblauchbrot mit Petersilien-Frischkäse-Creme
  2. Hühnerschnitzel in einer Pesto-Panier
  3. Cremiger roter Reis (Paprika, Tomaten, Reis, Mozzarella)
  4. Grüner Salat mit Apfel, Gurken und Kräuter
  5. Essex Eton Mess (Joghurt, Merengue, Beeren, Schokosauce, Nüsse)

Jamie Oliver Complete. Das ist das komplette Menü wie es in Jamie Oliver, Together*, „Fröhliches Familienessen“, S. 126 bis S. 153 vorgestellt wird.

Und als Abschluß einen Eis-Kranz (das ist kein Guglhupf, wie wir beim Abholen bei Antons Tafel erfahren haben) mit Mango-, Salzkaramell-, Schokolade-, Pistazien- und Erdbeereis.

Pfirsich-Sommersalat mit Halloumi (süßsauer)

Ein genialer Salat mit Pfirsich, imposant zum Anschauen und bestens geeignet für einen dieser langen, heißen Sommerabende, die uns ins Haus stehen!

Rezept

Einkorn, Buchweizen, schwarzer Quinoa und Hirse entsprechend fertig kochen, abtropfen lassen und auf die Seite stellen. Kirschtomaten halbieren, mit Salz und Olivenöl vermischen und mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen und bei 180 Grad etwa 20 Minuten garen. Vom Brokkoli dieRöschen abschneiden und in Salzwasser blanchieren. Pfirsiche halbieren und Halloumi würfeln. Brokkoli, Pfirsiche und Halloumi in die Pfanne geben und bei hoher Temperatur braten bis es Farbe annimmt. In der Zwischenzeit die Marinade mit Olivenöl, Rotweinessig und Salz verrühren. Die Getreidemischung von vorhin in einem Topf erwärmen vom Herd nehmen und einen Teil des Marinade unterrühren. In der Zwischenzeit sollten Brokkoli, Pfirsich und Halloumi angeröstet sein, kommen nun aus der Pfanne heraus und werden mit dem Rest der Marinade vermischt. Minzeblätter hineinzupfen. Halbierte grüne Oliven ohne Kerne – oder entkernen, dazugeben. Anrichten Die Getreidemischung auf dem Teller verteilen. Die geschmorten Kirschtomaten und die Brokkoli-Pfirsich-Halloumi-Mischung darauf verteilen, einen Schlag Joghurt darüber verteilen und mit ein paar Minzeblättern belegen.


Jamie schreibt einfach nur Getreidemischung, wir haben reingegeben was zu Hause war.


Nach Jamie Oliver, 7 mal anders*, Brokkoli-Halloumi-Salat, S. 22

Gefülltes Geflügel im Filoteig

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Heute ist Sommerbeginn. Was ißt man da? Da bietet sich ein leichtes Sommergericht an. Ein bisserl was mit Gemüse, ein bisserl was mit Fleisch, nichts Heißes, nichts Kaltes, nichts Triefendes, aber auch nicht trocken, was Sommerliches! Aber wie findet man so etwas? Ganz einfach: nach System Biene! Damit haben wir in Jamie Olivers „7 mal anders“* die „Gefüllte Hähnchenbrust in Filoteig“ gefunden, gefüllt mit einer Butter-Knoblauch-Petersilie-Mischung und es paßte genau richtig.

System Biene – wie geht das?

„System Biene“ ist eine einfache Methode, nach der mein ehemaliger Klassenvorstand den täglichen Prüfling an der Tafel bestimmte. Dabei pfiff er süffisant durch die Zähne, den Bienenflug nachahmend und ließ seinen Finger über das Klassenbuch schwirren. Hat eine Weile gedauert, bis klar war, wen es dieses Mal getroffen hat. Da hat man was gelernt, man mußte halt jeden Tag gut vorbereitet sein. Nach „System Biene“ gingen auch wir bei der Auswahl dieses Rezepts aus Jamie Olivers Kochbuch „7 mal anders“* vor. Bei geschlossenen Augen blätterte ich vor und zurück, ließ mir Zeit, kostete die Situation aus, meinen alten KV nachahmend und dort, wo ich es aufschlug, auf Seite 66 z.B., das nahmen wir dann. Nicht daß es uns wurscht war, was dran kam, so wie bei meinem KV, dem war es piepschnurzegal, wer sein Wissen an der Tafel beweisen mußte. Man kann Jamie Oliver aufschlagen, wo man will. Jedes Gericht ist ein Gedicht.  Da kann man die Entscheidung, was man nimmt, ruhig einer Biene überlassen. Und wir haben nicht geschummelt. Das erste Rezept, das so gefunden wurde, war auch angenommen. Auch die Mogelmeister Fish&Chips gestern wurden nach diesem Verfahren ausgewählt. Und das Gericht für morgen und für übermorgen auch.

Burgenländisches Eierschwammerl-Gulasch mit Knödeln auf die Wiener Art

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Weil grad Eierschwammerlzeit ist: Im Eierschwammerlgulasch vereinigt sich Cis- mit Trans-Leithanien. Das Gulasch, das Paradegericht aus Ungarn, wird hier abgewandelt, statt Schweinefleisch kommen Eierschwammerl hochdeutsch Pfifferlinge rein, dazu gibt es Semmelknödel.

Paprika-Tomatensalat mit Hähnchen

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Hühnerbrust in Stücke schneiden und in der Bratpfanne anbraten. Kürbiskerne anrösten. Kopfsalat, verschiedene Tomatensorten, Paprika in Stücke schneiden, eine Salatgurke schälen und in Stücke schneiden. Mit Kürbiskernöl anrichten.

Heute mal kein Zutatenbild.

Mozzarella-Melonen-Spieße mit Pesto

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Dieses Mal kommt das Olivenöl aus Kroatien, wo es auch sehr schöne Olivenbäume gibt, die nach der Veronelli-Methode geerntet werden. Das ist ein Sommergericht, aber der Sommer kommt ja bestimmt wieder. Spätestens 2020.

Geeiste Radieschen-Tomatensuppe mit Rosapfeffer

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Diese Suppe ist genau das Richtige bei dieser Hitze, denn diese Suppe kühlt. Und damit das so ist, wurden einige Vorbereitungen getroffen: Radieschen wurden in feine Scheiben geschnitten und in kaltes Wasser mit Eiswürfeln gelegt. Passierte Tomaten wurden lange im Kühlschrank aufbewahrt. Der Clou jedoch ist, dass im Ziegenfrischkäse gemörserter Rosapfeffer versteckt ist.