Knusper-Schweinsbraten

Nach diesem Schweinsbraten wurde mir klar: Schweinsbraten ist ab sofort mein Lieblingsgericht. Dieser Schweinsbraten ist so knusprig, dass es nur so zwischen den Zähnen kracht. Das Geheimnis, damit der Schweinsbraten so gut wird – das Fleisch so zart, die Kruste so knusprig, steht im Rezept! Knusper knusper Schweinebraten. Dass es am nächsten Tag zum Frühstück aus dem erkalteten Fond vom Schweinsbraten ein deftiges Bratlfettnbrot mit Paprika und Zwiebel gab, war das Tüpfelchen auf dem i.

Rezept Knusper-Schweinsbraten

4 Portionen

2 Packungen Suppengrün, drei große Zwiebel mit der Schale grob schneiden. In einem Bräter mit wenig Olivenöl scharf anbraten, mit Rindsuppe aufgießen und vom Herd nehmen. Währenddessen das vom Fleischer geschröpfte Schweinefleisch, zirka 3,4 kg, mit Salz und einem Gewürz aus getrockneten Zwiebeln, Knoblauch, Thymian, Rosmarin, Majoran, Paprikapulver, Senfkörner, Koriander, Kümmel, Ingwer und Pfeffer einmassieren. Ganze Knoblauchknollen halbieren in den Bräter zum Suppengrün dazu legen. Das Fleisch mit der Schwarte nach oben einlegen. Die Schwarte mit einer Zitronensaft-Salz-Mischung bestreichen. Ohne Deckel in den Ofen schieben. Erst 40 Minuten bei 180 Grad braten, dann zirka dreieinhalb Stunden bei 140 bis 150 Grad. Die Überlänge machts. Aus dem Ofen nehmen, das Fleisch aus dem Bräter auf die Seite stellen und den Saft abseihen, Fett und Saft trennen, mit einer Fettrennkanne. Das Fett im Kühlschrank erstarren lassen. Die Sauce mit etwas Crème fraîche verrühren und mit Maisstärke binden.

Dazu Kraut und Knödel.

Schweinsbraten mit gebratenem Pak Choi

Mit asiatischem Einschlag: Chili und Ingwer. Das geschröpfte Schweinskotelett in der Pfanne beidseitig anbraten. Im Ofen bei 100 Grad fertig durchgaren. In der Zwischenzeit Chili in dünne Streifen schneiden, den geschälten Ingwer ebenso in feine Streifen schneiden, Pak Choi halbieren. Pak Choi in der Pfanne beidseitig anbraten. Die Chilis und den Ingwer dazu geben, kurz mitbraten. Auf den Teller legen und das Kotelett dazu. Mit frittiertem Knoblauch bestreuen.

Ganz einfach ist und schnell geht das. Der Pak Choi passt gut zu dem gebratenen Chili, scharf und mild, Gegensätze ziehen sich an. Dazu kommt der saftige Schweinskotelett mit dem knusprigen Schwarte, auch hier, Gegensätze ziehen sich an. Aber gebraten muss es sein.

Das völlig zu Unrecht unterschätzte Bohnenkraut

Ich weiß nicht, wie viele Geschäfte wir abgeklappert haben, aber es waren einige und in keinem hat es Bohnenkraut gegeben, weder Frisches noch Getrocknetes, sodass wir schon ziemlich froh waren, letztlich doch noch Bohnenkraut zu bekommen, in einer Gärtnerei wurden wir fündig. Ironie am Rande: die Gärtnerei ist gleich bei uns in der Nähe gelegen, quasi vor der Nase, die Ausfahrt mit dem Automobil hätten wir uns sparen können. Es muss an der Mode liegen, am Trend zum exotischen Super Food, dass es das bodenständige, hiesige, allzeit bereite Küchenkräutlein nicht mehr in den Lebensmittelhandel schafft. Solche Trends gehen naturgemäß an Gärtnereien vorbei. Vielleicht sollten wir unser Einkaufsverhalten überdenken.

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Mangalitza-Rippen und Krautsalat

Das Stück war sehr fleischig mit einem sehr hohen Fettanteil für ein Rippenstück, das muss wohl an der Schweinerasse liegen, Mangalitza-Schweine sind bekannt für ihren extrem hohen Fettanteil, deshalb ist es so geschmackig. Dieses Fleisch muss sich daher besonders gut zum Grillen eignen, Fleisch das nicht austrocknet. Davon hätten wir gerne mehr gehabt. Bedauerlicherweise haben wir uns nicht ein größeres Stück bestellt. Wir haben das Rippenstück bis zum Ende abgenagt, bis zum Knorpelgewebe, ungarisch porcogo (porcszövet).

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Mangalica-Pörkölt mit Tarhonya

„Es braucht harte Brocken, nur das gibt starke Zähne.“ (Cla Biert) Dem stimmen wir zu, wenn auch mehr im übertragenen Sinne. Denn trotz dieser Aussage haben wir auf harte Brocken im Pörkölt verzichtet und es 1 ½ Stunden köcheln lassen, um die Fleischstücke zu erweichen, sie mögen auf dem Gaumen zerfließen. Und Cla Biert, der rätoromanische Dichter, dessen Geburtstag sich am Sonntag, dem 26. Juli 2020, zum hundertsten Mal jährte, hat es ja auch nicht so gemeint, sondern diese Worte seinem fünfzehnjährigen Schüler und späteren Schriftsteller Reto Hänny mitgegeben, damit dieser nicht locker ließe, sich durch den Tausend-Seiten-Roman von James Joyce, „Ulysses“, durchzubeißen.

https://www.nzz.ch/feuilleton/reto-haenny-wuerdigt-den-raetoromanischen-dichter-cla-biert-ld.1566792

Trotz allem, ein bisserl Biss muss ein Pörkölt haben genauso wie Pasta, das heißt, in unserem Fall, Tarhonya, den traditionellen ungarischen Nudelgrieben. Beim heutigen Beitrag kann man tatsächlich von einem original ungarischen Gericht sprechen, denn nicht nur die Tarhonya kommt aus Ungarn, das Fleisch stammt vom Mangalica, der ungarischen Schweinerasse, auch der Speck stammt vom ungarischen Wollschwein. Früher wurden die Schweine aus der pannonischen Tiefebene durch die Ungargasse (Sic!) von ungarischen Schweinezüchtern ins Zentrum Wiens auf die Märkte getrieben. Heute müssen wir das Fleisch selber holen oder uns bringen lassen, was selten vorkommt. Deshalb ist heute ein besonderer Tag.

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Franz-Eberhofer-Menü

Das Leben ist zu kurz, um zweitklassige Speisen zu essen. Deshalb gibt es: Grießnockerlsuppe mit Karottenstifteln, dann Schweinsbraten mit Kraut & Knödel – ein Schopfbraten vom Schwein, fein gesurt – und einen Guglhupf mit Waldviertler Einschlag, mit Mohn, im deutsch-amerikanischen Design in der Gugelhupfform „Bundt“.

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Schweinsripperl mit Polentascheiben und Schmelzschalotten

Das sind keine Spare Ribs, bei Spare Ribs hängt nicht so viel Fleisch dran, nur zwischen den Knochen.

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Frühlingsmenü mit Pfifferlingen, Prinzessinnen-Soufflé, Rhabarber

Eierschwammerlsuppe. Schweinsfilet, Eierschwammerl und Prinzessinnen-Soufflé. Rhabarber-Crumble mit Honig, Pistazien und Pecannüssen.

Der Frühling erwacht und es gibt: Rhabarber, diese feucht-glänzenden rosa Stangen, die dazu einladen, den ersten Rhabarber-Crumble zu machen. Davor gab es Schweinsfilet, Eierschwammerl und Prinzessinnen-Soufflé, eine neue Kreation, die wie Pommes Duchesse gemacht wird, nur statt dem Verrühren der Zutaten werden sie zu einer Masse gemixt, die Masse geht im Ofen auf wie ein Soufflé. Davor gab es eine Pfifferlingsuppe, manche sagen auch Eierschwammerl dazu, weil sie so gagerlgelb sind, ja es gibt sie wieder.

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Kichererbsen-Tomaten-Eintopf mit Faschierten Massaman-Bällchen

Mit faschierten Bällchen kannst du dir die ganze Welt in die Küche holen, man kann sie würzen wie man möchte. In diesem Beispiel wurden sie mit einem Massaman Mix aus Kurkuma, Koriander, Cassia-Zimt, Zitronengras, Galgant, Ingwer, Macis, etc., eine Gewürzmischung nach vietnamesischem Vorbild abgeschmeckt. Für Fleischbällchen, etwas anders abgeschmeckt siehe hier (Fleischbällchen à la Crème).

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Mangalitza-Speck-Pilz-Pfanne mit Salat

Es wird noch einmal so richtig erdig mit den Steinpilzen. Aber dieses Mal kommt auch noch ein Spiegelei dazu und als Krönung gebratener Mangalitza-Speck!

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