Rindsbraten mit gelbem Rübensalat und Sellerie-Kartoffel-Püree

Der Rindsbraten war vom Gustostück. Was ist bitte ein Gustostück? Das ist ein Teil der Schulter, nämlich das Schulterscherzel, in Deutschland sagt man Schaufelstück dazu. Nicht umsonst heißt es Gustostück, es machte seinem Namen alle Ehre!


Rindsbraten mit gelbem Rübensalat und Sellerie-Kartoffel-Püree

Rindsbraten Grob gehackter Zwiebel und Suppengrün in Butterschmalz im Bräter scharf anbraten. Tomatenmark dazu geben und ein paar Minuten braten lassen, mit Portwein ablöschen und mit selbstgemachter Hühnerbrühe aufgießen. In der Zwischenzeit in der Bratpfanne das Gustostück in Butterschmalz auf allen Seiten scharf anbraten und den Bratenansatz mit Portwein ablöschen. Das Fleisch und den Bratenansatz in den Bräter geben. Getrockneten Thymian, Rosmarin, Piment und Korianderkörner dazu geben. Im Backrohr bei 180 Grad an die 2 Stunden schmoren. Gelber Rübensalat Die Navetten in Salzwasser bissfest kochen, eine Marinade aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz, süßem körnigen Senf, Estragonsenf und Worcestersauce vorbereiten.

Die Marinade wurde vollkommen von den Navetten aufgesogen, wodurch sie so gut schmeckten.

Wahre Worte, gelassen ausgesprochen.

Die Navetten heiß schälen, würfeln, noch heiß in die Marinade legen, bis zum Servieren ziehen lassen. Sellerie-Kartoffel-Püree Kartoffeln und Sellerieknolle in Salzwasser weichkochen, abgießen, gut abtropfen lassen und mit einem Kartoffelstampfe zerdrücken. Butter dazu geben, mit Salz, weißem Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Sauce das Fleisch aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Die Sauce durch ein Spitzsieb abseihen: den Saft gut ausdrücken. Die Sauce aufkochen und mit Kartoffelstärke binden.


Gansl-Frikassee

Was macht man, wenn vom Ganslbraten noch etwas übrig bleibt? Dieses Gansl-Frikassee im Gulasch-Stil mit Tarhonya läßt keinen Zweifel aufkommen, das ist das richtige Gänsebraten-Nachnutzungsgericht.

Klein gehackte Zwiebeln in Butterschmalz anschwitzen, in feine Scheiben geschnittene Jungzwiebel und geschälte und in Rauten geschnittene rote und gelbe Paprika dazu geben, ein paar Minuten mitschwitzen. Majoran, Kümmel, rote Paprikapulver einrühren, mit Hühnerfond aufgießen und etwa eine Viertelstunde leise köcheln. Das zerzupfte Ganslfleisch dazu geben. Ein paar Minuten mitköcheln lassen und dann mit Kartoffelstärke binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Tarhonya fein geschälte Zwiebel auf Butterschmalz anschwitzen, Tarhonya dazu geben und goldbraun anrösten. Mit Gemüsefond aufgießen und Tarhonya fertiggaren. Anrichten Tarhonya und das Gansl-Frikassee auf dem Teller anrichten und mit einem Klecks Sauerrahm garnieren.

Kalbsbackerl mit weißer Polenta und Eierschwammerl

Mit viel Gemüse bereicherter Kalbsbraten, akkompagniert mit einer himmlischen Sauce, dazu knallweiße Polenta und geröstete Eierschwammerl. Da fehlt nur noch ein Glas Rotwein zum Glück. Zu Hause kochen auf die herkömmliche Art ohne viel Schnickschnack kann so wundervoll sein.

Kalbsbackerl Die Kalbsbäckchen parieren, salzen und pfeffern und dann in einen Bräter auf etwas Olivenöl scharf anbraten. Das Fleisch herausheben und auf die Seite stellen. Grob gewürfelte Karotten, gelbe Rüben, Sellerie, Stangensellerie und Zwiebel in den Bräter geben. Das Gemüse anbraten, mit Wiener Würze und Koch-Sherry ablöschen und ein bißchen einköcheln lassen. Rotwein und Rinderbrühe dazugeben, grob gewürfelte Tomaten, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und den Abrieb einer Zitronenschale dazugeben und einmal aufkochen. Die Bäckchen zurücklegen und zugedeckt eine Stunde lang bei 180 Grad im Backrohr schmoren lassen. Dann den Bräter herausnehmen, das Fleisch herausheben, auf einen Teller geben, mit Folie abdecken und in das abgeschaltete Backrohr bei offener Tür schieben zum Warmstellen. Den Rest portionsweise im Bräter in ein Spitzsieb füllen und den Saft abpressen, anschließend mit Kartoffelstärke zur Sauce binden. Weiße Polenta die weiße Polenta etwa 20 Minuten in Wasser köcheln lassen unter ständigem Rühren, das war keine Instantpolenta, möchte ich nur erwähnen. Eierschwammerl die Pfifferlinge in der Pfanne anrösten. Anrichten in die Polenta Butter und geriebenen Manchegokäse einrühren und auf den Teller geben, die Eierschwammerl darauf legen, mit der Sauce begießen und das Fleisch daneben placieren und mit etwas Sauce beträufeln.

Scharfes Hühnergeflügel aus der Bratreine

Ein Wunderwerk der Aromatik ist die Bratreine. In ihr verschmelzen allerlei Zutaten zu einem wunderbaren Ganzen wie von Geisterhand. Man braucht nur Hühnerschenkeln und -flügerln, etwas Gemüse wie Aubergine, Tomate und Paprika, alles, was gut zu Huhn passt und ein paar Gewürze wie Senfkörner, Lorbeerblätter, Kurkuma sowie Chili und Ingwer, die für die richtige Schärfe sorgen und herauskommt ein geschmackliches Großereignis höchster Ordnung.

„Scharfes Hühnergeflügel aus der Bratreine“ weiterlesen

Côte de Boeuf mit Candelas in Ziegen-Béchamel

Alain Ducasse wäre nicht glücklich, wenn er wüsste, wohin uns sein Rezept geführt hat. Wir haben seine Neustrukturierung der Lasagne verwendet, nämlich Fleisch, Nudeln und Béchamelsauce und noch einmal überarbeitet. Lasagne wird gemacht aus Faschiertem, Lasagneblättern und Béchamelsauce. Ducasse verwendet als Fleisch das schönere, wertvollere  Rinderkotelett vom Chalosse-Rind, als Nudeln Makkaroni. Und für die Béchamelsauce: die klassische Béchamelsauce. Wir haben für das Fleisch ein Côte de Boeuf genommen, bei den Nudeln haben wir noch eins draufgelegt: richtig große Nudeln, die Candele von Faella. Und bei der Béchamelsauce begnügten wir uns nicht mit der klassischen Variante: nein statt Butter Ziegenbutter, statt Kuhmilch Ziegenmilch und zum Binden verwendeten wir Maisstärke.

So entstand aus einem ursprünglich italienischen Gericht, der Lasagne, inspiriert von einem französischen Kochbuch, ein neues Gericht.

Candelas in Ziegen-Béchamelsauce: 3 fein gehackte Schalotten in ca. 60 g Ziegenbutter anschwitzen. Mit einem halben Liter Ziegenmilch aufgießen. Salz, Pfeffer und Muskatnuss dazu geben, einmal aufkochen und mit Maisstärke binden. 50 g Ziegenfrischkäse und 250 ml Schlagobers einrühren, noch mal mit Salz und Muskatnuss abschmecken. In der Zwischenzeit die Candelas in Rinderbrühe bissfest kochen und abgießen und abtrocknen. Die Nudeln in eine Ofenform legen und mit der Béchamelsauce begießen, bis es abgedeckt ist und mit geriebenem Vorarlberger Bergkäse bestreuen. Im Backrohr überbacken bis es leicht goldbraun ist.

Inspiriert von Alain Ducasse, Grand Livre de Cuisine: „Rinderkotelett vom Chalosse-Rind“, S. 432.

Huhn mit Paprika und Tomaten

3 Zwiebeln fein hacken, 4 rote Paprika entkernen, im Backrohr angrillen, die Haut abziehen und das Paprikafleisch fein würfeln. 1 Kg Tomaten blanchieren, die Haut abziehen, entkernen, das Tomatenfleisch klein würfeln, das Gehäuse pürieren. Huhn teilen, 3 EL Olivenöl in die Pfanne geben, 10 Knoblauchzehen anschwitzen, herausnehmen, die Hühnerstücke in der Pfanne anbraten, herausnehmen, auf die Seite stellen. Den gehackten Zwiebel in die Pfanne geben, anschwitzen, Paprika- und Tomatenwürfeln, 200 g gewürfelte Serranoschinken, 6 in Scheiben geschnittene Knoblauchzehen, 4 Lorbeerblätter, 2 Zweige Rosmarin und 4 Zweige Thymian in die Pfanne geben. Ein paar Minuten mitschwitzen. Mit 250 ml Weißwein ablöschen, eine Viertelstunde auf mittlerer Hitze einköcheln lassen. Das pürierten Tomatengehäuse dazugießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, die angebratenen Hühnerstücke in die Sauce legen, eine Stunde bei mittlerer Hitze, zugedeckt köcheln lassen.

Dazu Reis servieren.

Inspiriert von „So schmeckt Spanien“*, S. 46. Hier bei diesem Beispiel sieht man eine mehr oder weniger originalgetreue Interpretation eines typisch arragonesischen Hühnereintopfs. Das Kochbuch stellt traditionelle spanische Gerichte vor, jedes Rezept wird von einem spanischen Koch besprochen, sie erzählen ein bisschen was rund um das Gericht, über den Ursprung oder die Zubereitungsmethode.

Steak mit Bohnen

Sofrito in Olivenöl anschwitzen, mit Rinderbrühe aufgießen, die weißen Bohnen dazu geben, 10 Minuten leise köcheln lassen, Picada einrühren, vom Herd nehmen, ein paar Minuten ziehen lassen.

Das Wagyu-Steak 2 Minuten auf allen Seiten braten. Über die Bohnen ein bisschen Parmesan reiben.

Für die Picada:

https://kuechenereignisse.com/2020/06/27/huhnerkeulen-mit-paellareis-und-mangoldsalat/

Für die Sofrito:

https://kuechenereignisse.com/2018/09/26/sofrito-geheimtipp-aus-dem-mittelmeer/

Spargel in Frühstücksspeck mit Pogacsa

Der Spargel wird mit Frühstücksspeck eingewickelt und mit einer Tonkabohne aromatisiert. Die Tonkabohne lässt nämlich den Spargel in bestem Geschmacksbild erscheinen, sie ist zu verwenden wie eine Muskatnuss.

Pogacsa ist ein Salzgebäck ungarischer Herkunft.

„Spargel in Frühstücksspeck mit Pogacsa“ weiterlesen