Augsburger so wie früher mit Kartoffel-Mix

Wir haben uns einen Mix mit violetten, dunklen, fast schwarzen, dann wieder gelben, wie wir es gewohnt sind, Kartoffeln gekauft. Bestimmt eignet sich jede Kartoffel für eine spezielle Art der Zubereitung. Bei uns kamen sie alle gleichermaßen dran, hinein ins kochende Wasser und dazu Augsburger, vom Feinsten.

Kartoffeln in der Schale im Salzwasser kochen, herausheben und schälen. Dann in der Pfanne in Butterschmalz von beiden Seiten anbraten. Kümmel, Majoran und Salz miteinander verrühren und die Kartoffel in der Pfanne damit bestreuen. Die Erbsen: Schalotten fein hacken, in Butter anschwitzen, die TK-Erbsen dazu geben. Salz und gehacktes Bohnenkraut einrühren. Die Knackwurst halbieren, längs natürlich, und auf der buckligen Seite kreuzweise tief einschneiden. In der Pfanne beidseitig braten.

Dazu frisch geriebenen Kren (Meerrettich) auf Senf servieren.

Erdäpfelgröstl mit Debreziner und Gurkensalat

Aus einer Laune heraus haben wir Debreziner Würstel gekauft und wie es der Zufall so will, tags darauf ein Rezept dazu gefunden, beim Durchblättern von Alexander Herrmanns Kochbuch „Schnell mal was Gutes“*. Dieses Kochbuch wird mir immer sympathischer. Lange Zeit haben wir es liegen gelassen und nun erst für uns entdeckt. Hier drin ist einfache Hausmannskost beschrieben mit ein paar nützlichen Tipps und Tricks, die es dann doch besonders machen. Zum Beispiel schreibt Alexander Herrmann, dass man in das Salzwasser für die Kartoffeln reichlichst Kümmel hineingeben soll, der Kümmel beim Herausheben ruhig darauf kleben bleiben darf, damit der Geschmack auch etwas eindringen kann, innen kann man ja nicht würzen.

Gewaschene Kartoffeln halbieren, in Wasser mit viel Salz und Kümmel bissfest kochen, abgießen. In eine Pfanne wenig Olivenöl geben und die Kartoffeln darin braten, in dünne Scheiben geschnittene Zwiebel dazu geben, ein paar Minuten mitbraten, etwa einen halben Zentimeter schräg geschnittene Debreziner dazu geben und braten lassen. Mit Salz und geschrotetem Kümmel abschmecken, Senf einrühren, mit Petersilie bestreuen.

Gurkensalat Gurken in dünne Scheiben hobeln, salzen, ziehen lassen, ausdrücken. Joghurt, Weißweinessig, Olivenöl, grob gehackte Dille und ein bisschen vom Gurkenwasser pürieren. Auf die Gurken gießen, ziehen lassen.

Kartoffel-Gulasch mit Kolbász

Keine Wiesn, aber das Kartoffel-Gulasch bleibt, wie es ist. Mit kolbász.

Eine Scheibe geräucherten Speck, zirka 60 g, in Würfel schneiden. In einen Sautoir geben, kurz auslassen, zwei gehackte Zwiebel dazu geben und ein paar Minuten mitschwitzen. 900 g gewürfelte, geschälte Kartoffel dazugeben, Salz und Pfeffer, Majoran, Kümmel und rotes Paprikapulver dazu geben, durchrühren und mit Rinderbrühe aufgießen, sodass die Kartoffeln bedeckt sind. Köcheln bis die Kartoffeln weich sind. 200 g in dicke Scheiben geschnittene Kolbász dazu geben, ein paar Minuten mitköcheln, abschmecken.Mit Pusztasalat servieren.

Kartoffelauflauf mit getrockneten Tomaten und Kapernbeeren

Der ungarische Kartoffelauflauf, rakott krumpli, hat uns inspiriert. Auf die kolbasz, der ungarischen Wurst, haben wir verzichtet, aber dann wäre es zu fad im Geschmack geworden und so haben wir etwas hineingenommen, das uns schmeckt: Kapernbeeren und getrocknete Tomaten.

Kartoffeln sind so vielseitig, sie harmonieren auch mit Kapernbeeren, mit Tomaten sowieso, sie sind ein sagenhaftes Gemüse. Momentan stehen wir auf Kartoffelgerichte, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass die heurige Kartoffelernte eben eingefahren wurde. Den Auftakt unseres Kartoffelreigens bildete „Cremespinat mit Spiegelei und Röstkartoffel“, hier entlang.

Rezept Kartoffelauflauf mit getrockneten Tomaten und Kapernbeeren

Für 4 Portionen, á zirka 700 Kalorien, wobei 200 Kalorien der Sauerrahm zu verantworten hat.

800 g Kartoffel in der Schale in Salzwasser kochen, ausdämpfen, schälen, und in Scheiben schneiden. 8 Eier hart kochen, schälen, in Scheiben schneiden. Ein Glas hausgemachte getrocknete Tomaten in Sieb gießen, dabei das mit Thymian und Knoblauch aromatisierte Olivenöl in einem Glas auffangen, in einem Topf geben und darin die zwei fein gehackte Zwiebeln goldbraun anschwitzen. 6 Knoblauchzehen hineinpressen, 4 EL Kapernbeeren dazu geben, vom Herd ziehen, vermischen. Nun kommt das Aufschichten in einer feuerfesten Form: eine Schicht Kartoffel, dann eine Kapern-Zwiebel-Mischung beträufeln, mit getrockneten Tomaten belegen, mit Eierscheiben belegen, alle Schichten wiederholen und als Abschluss mit einer Schicht Kartoffelscheiben belegen, 500  ml Sauerrahm salzen und dann darüber gießen. Bei 180 Grad im Backrohr zirka eine halbe Stunde backen.


Die Wiederentdeckung der Kartoffelknolle

Die Kartoffel scheint eine Renaissance zu erleben: in Lea Linsters jüngstem Kochbuch „Mein Leben, meine Rezepte“ wird die Kartoffel prominent herausgestellt, darin wird ein „einfaches“ Kartoffelpüree nach Robuchon, einem der besten Köche aller Zeiten, gemacht, einfach, aber gewusst wie! In Moritz‘ und Martinas neuem, ihre besten Kartoffelrezepte versammelnden Kochbuch „Ein Tag ohne Kartoffelsalat ist, kulinarisch betrachtet, ein verlorener Tag“ wird das Hohelied der Kartoffel gesungen. Selbst Ottolenghis neues Kochbuch „Flavour“ geht am Püree nicht spurlos vorbei, darin findet sich ein Gericht namens „Portobello-Steaks mit Püree aus Riesenbohnen“, hoppla, das Püree ist tatsächlich ausschließlich aus Riesenbohnen, nein Ottolenghi und Kartoffel geht gar nicht. Aber bei uns geht es nicht ohne Kartoffel: wiiiir präsentiiiieren…

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Champignons in Frischkäse-Sauce mit Kartoffel-Rösti

mit Portulak. Ein einfaches Gericht, mit wenigen Zutaten. Und das schmeckt!

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Rindslungenbraten „Colbert“

Vom Wort „Lungenbraten“ darf man sich nicht täuschen lassen, denn damit ist nichts Anderes als ein Filet gemeint. In diesem Fall ist es vom Rind und so zart und saftig, dass man sich wünscht, das Schmausen möge nie mehr aufhören. Vorher darf es ein warmes Kartoffelsüppchen sein, wie dieses, um den Magen einzustimmen.

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Bremerhavener Stremellachs, Berglinsensalat, Senf-Espuma

Dazu kommen knusprig frische Kartoffelrösti. Stremellachs ist Lachs, der heiß geräuchert wurde, im Unterschied zum Kaltgeräucherten. Dazu passt ein lauwarmer Linsensalat und ein heimelig flauschiger Senf-Espuma.

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Kartoffelwaffeln mit geräuchertem Lachs

Dazu ein Klecks Crème fraîche mit Dille, fertig ist diese Vorspeise, simplement bistrot.

Dies ist das erste Gericht aus einem neu erstandenen Kochbuch: Yves Camdeborde, Simplement Bistrot*. Was zur Folge hatte, dass wir uns ein Waffeleisen zulegten. Das Waffeleisen hat sich mittlerweile offenbar in Paris durchgesetzt. Yves Camdeborde ist in Frankreich berühmt für seine „bistronomie“, einem Sammelbegriff für Speisen, die zwischen Bistrot und Restaurant-Gastronomie angesiedelt sind. Sie sind schnell und einfach zuzubereiten, verfügen aber obendrein über das gewisse Etwas. Oft ist es eine Kleinigkeit nur, God is in the detail, oder ist es die geniale Kombination, die das Gericht  außergewöhnlich macht. Da muss man sich einfach ein Waffeleisen zulegen. Unseres ist nicht elektrisch, deshalb platzsparend und hat extra tiefe Taschen für den besonderen Wohlgeschmack.

Siehe auch: https://www.paris-bistro.com/choisir/paris6/le-comptoir

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Gefüllte Kohlrabi

Die Kohlrabi werden ausgehöhlt und gefüllt mit einer Art Kartoffelpüree mit Kohlrabi und anschließend gratiniert. Dazu Tomatensauce.

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