Schweinskotelett und Zellersalat

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Schweinskotelett pur natur und Zeller (Sellerie) mit Apfel Honig Walnüssen und feinen Gewürzen, eigentlich ist das auch natur pur. Wir sind frisch zurück von unserer Runde, die uns bis nach Purbach am Neusiedlersee führte.

Rezept

Marinade Saft einer Zitrone und den Abrieb der Schale, Salz, Piment und Honig aus Jois miteinander verrühren. Zeller Sellerie und Apfel stifteln, zur Marinade geben, durchrühren. Walnüsse grob hacken, mit dem Joghurt unter die Zeller-Apfel-Mischung rühren. Bis zum Servieren (zirka 10 Minuten) ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren die frischen grünen Zellerblätter ebenfalls unterheben. Kotelett pur natur auf der Grillplatte anbraten. Danach mit grobem Meersalz bestreuen.


Ein versehentlicher Kaffee-Drink

Wir haben einen Kaffee-Drink gekauft, aber es war ein Versehen: wir dachten, es wäre Hafermilch. Wir nehmen statt Milch Hafermilch im Kaffee. Der Kaffee-Drink ist zwar auch Hafermilch aber bereits mit löslichem Kaffee verrührt, also schon das vollständige Paket. Wir haben den schon aus dem Tetrapack entnommenen Kaffee-Drink weggeschüttet, unseren köstlichen italienischen Kaffee wollten wir damit nicht verwässert. Den Rest kann haben, wer will.


Berliner Kalbsleber (Leber mit Appel und Bolle)

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Wir haben uns dieses Mal für ein Rezept nach Berliner Schnauze entschieden. Das bei Falstaff erschienene Rezept “ Kalbsleber Berliner Art“ löscht mit Calvados ab – nicht gerade eine deutsche Spezialität. Wir haben das mal auf steirisch übersetzt: mit einem Apfelbrand von Alois Gölles, einem österreichischen Destillateur und Pionier, der schon 1981 den Apfelbrand aus alten Apfelsorten wie Maschansker, Ilzer Rosenapfel, Gravensteiner acht Jahre im Eichenfaß reifen ließ, als andere den aus der Normandie importierten Calvados noch als Sensation feierten. Kalbsleber gehört unbestreitbar zu den feinsten und köstlichsten Innereien, die’s überhaupt gibt. Deshalb haben wir uns dafür auch einen ganz besonderen Wein ausgeguckt ausgesucht: einen Terlaner; einen Sauvignon Blanc, der seit 1956 in Terlan, diesem durch seine klimatischen Verhältnisse begünstigten Gebiet in Südtirol, angebaut wird. Die Kalbsleber wurde von Frau Ringl fachmännisch enthäutet und vorbereitet. Das erspart uns die Mühe obendrein; das sind halt die Vorteile einer Fleischerei. Die Kalbsleber war fabelhaft und kein Gramm zuviel! Da wir hier auf Berlinerisch machen, haben wir diesmal Bolle statt Zwiebeln verwendet. Die sind aber trotzdem vom Stekovics, und heißen: Valenciana tardia. Wau, ein beachtlicher Name. Ick hau mich wech.

Rezept Berliner Kalbsleber

Die Bolle schälen in Ringe schneiden in Mehl wenden abklopfen in Öl goldbraun herausbacken warmstellen. Das Kerngehäuse der Äppel ausstechen in etwa einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden in schäumender Butter hellbraun anbraten und warm stellen. Die Kalbsleber bemehlen in Butterschmalz beidseitig je zwei Minuten anbraten aus der Pfanne nehmen warmstellen salzen pfeffern die Kalbsleber herausnehmen. Den Bratansatz mit Apfelbrand ablöschen und anzünden (flambieren) mit Rinderbrühe aufgießen. Die Leberstücke in die Sauce legen kurz ziehen lassen anrichten. Dazu ein Erdäpfelpüree mit Butter statt Milch.

Im Falstaff-Rezept steht nichts davon, daß man den Bratenansatz mit einer Brühe aufgießen soll. Wahrscheinlich ist das selbstverständliches Wissen für Profis.

Dieses Mal schließe ich mit einem Zitat von Harry Rowohlt, das ich bei Stefan Maiwald aufgegabelt habe: „Ich werde ja nicht dafür bezahlt, dass ich Sandwich mit Sandwich übersetze, sondern mit Klappstulle.“ Das läßt uns still hoffen.


Hirsch in Herbstfärbung

Das leuchtende Rot und Gelb fasziniert nicht nur auf den Bäumen. Auch auf dem Teller macht sich der Herbst ganz gut, wenn gebratener Hirschrücken mit glacierten Kastanien, gebratenen Äpfeln und Serviettenknödel darauf platziert sind, abgerundet mit ein paar Tropfen Ribiselgelee und Wildsauce.

Doppelmatjes mit Apfel- und Selleriesalat

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Mit etwas Verspätung haben wir die Ankunft des neuen Herings, „Hollands Nieuwe“, gefeiert. Im Hafen von Scheveningen findet alljährlich das Volksfest des jungen Matjes statt. Dieses Jahr wurde der Fähnchentag, der „Vlaggetjesdag“, am 16. Juni begangen, wie üblich mit viel Pomp und Musik. Bei uns war es mehr ein kleines Stelldichein im trauten Kreis, aber ganz dem holländischen Brauch verpflichtet. Passend haben wir die Matjes im Traunsee-Geschirr angerichtet, obwohl im Traunsee ja gar keine Heringe vorkommen.

Apfel-Erbsensuppe

Die Gewürzmischung haben wir uns bei Tanja Grandits abgeschaut. Da wir eine warme Suppe machen wollten, haben wir uns nicht so ganz ans Rezept gehalten. Bei ihr ist es ein Gazpacho, also eine kalte Suppe. Damit es eine wärmende Suppe wird, kam bei uns auch Lauch und Kokosmilch rein. Aber die Einlage mit den Apfelkugeln und der Basilikum-Creme haben wir doch übernommen, zu sehr gespannt waren wir, wie das wohl schmecken wird.

Sauerkraut mit Lachs

Nun endlich liegt „Nature II“ von Alain Ducasse auf Deutsch vor. Die versammelten Restaurants Alain Ducasse‘  bringen es mittlerweile schon auf 19 Michelin-Sterne.  Da könnte man vermuten, dass seine Rezepte viel zu abgehoben sind, zum Nachkochen nicht geeignet. Doch die Rezepte in „Nature II“ sind überraschend einfach! Die Handschrift des Meisterkochs bemerkt man an den kleinen Dingen, die es wert sind, genau zu beachten. Und so entsteht dann doch ein Meisterwerk, wenn auch nicht so grandios wie im 3-Sterne-Restaurant. Man hat einen Ducasse auf den Tisch gebracht.

Waldorf für 2

Wenn die Sonne hoch steht und die Hitze aus allen Poren kriecht, steht einem bald der Sinn nach Leichtbekömmlichen. Frisch soll es sein und schon fällt einem Salat ein. Die nächste Frage ist, was für ein Salat denn das sein soll? Ganz entspannt soll er entstehen und doch etwas  Besonderes sein. Beim Waldorfsalat passt alles ganz genau. Einfach und sparsam kommt er nur mit dem Vordringlichsten aus. Sogar Fleisch verschmäht er, nicht einmal Hähnchen. Kaum serviert und schon fühlt man sich wie in der Lounge eines nicht ganz unbekannten Hotels in New York mit Air Condition.

Obendrein ist dieser Waldorfsalat, den wir hier im Beitrag präsentieren, nach einem Rezept von Ferran Adrià. Wer also immer schon mal etwas vom Meisterkoch der Avantgarde machen wollte, sich aber über seine extravaganten Kreationen nicht drübergetraut hat, dem sei dieser Waldorfsalat wärmstens empfohlen.

Apfel-Pastinaken-Salat mit Orange Lean

Ein Salat kombiniert mit einem extra dafür angefertigten Getränk. Ohne Zucker wird Apfel mit gezesterten Orangenschalen und geräuchertem Paprikapulver verkocht. Anschließend wird dieses Apfelkompott mit gerösteten Pastinaken, Sellerie und Halloumi vermengt. Dazu wird ein leichter Drink serviert aus frisch gepresster Orange, Apfel und Sellerie mit etwas darüber gestreutem Pfeffer.