Ein Schwarzwurzelgericht der Extraklasse: mit Rollgerstl und Kohl

Schwarzwurzeln sind ein einzigartiges Gemüse. Hatten wir uns erst kürzlich an den Gedanken gewöhnt, dass sie der Spargel des Winters sind, stellen wir nun fest, dass man sie auch mit Kartoffeln verwechseln könnte. Der Hintergrund ist, dass wir in unserem bevorzugten Supermarkt zum ersten Mal Schwarzwurzeln gefunden haben, fürwahr dickstämmige Stangen – ich dachte bisher, Schwarzwurzeln sind dünn –  etwas verbeult und schmutzig. Eingehüllt in getrockneter, leicht abbröckelnder Erde, also nicht gerade wie aus der geschniegelten Supermarkt-Postille, passen sie nicht in unsere Zeit, und gerade dadurch sind sie sympathisch. Diese dicken, fleischigen Stangen schneidet man schräg an und schon hat man etwas, das vom Aussehen her der Kartoffel zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer nicht weiß, dass es Schwarzwurzeln sind, wundert sich und sinniert, was das wohl sein könnte. Sie schmecken nicht nach Kartoffeln, Kohlrabi könnte es sein, vom Geschmack her. Aber es sind nun mal Schwarzwurzeln.

Rezept Rollgerstl mit Schwarzwurzel und Kohl

für 2 Personen

140 g Rollgerste in kaltes Wasser legen und zirka sechs Stunden einweichen. Abspülen mit kaltem Wasser. Eine große, fein gehackte Zwiebel in zwei EL Butter anschwitzen. Drei gepresste Knoblauchzehen dazugeben, dann die abgetropfte Rollgerste und nämliche ein paar Minuten mitschwitzen lassen. Einen halben Liter Gemüsebrühe eingießen und alles etwa 20 bis 25 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Schwarzwurzeln schälen, dann in kaltes, mit einem EL Mehl verrührtem Wasser legen und 5 Minuten darin ziehen lassen. Anschließend in ein cm dicke schräge Scheiben schneiden, in Salzwasser bissfest kochen. Vom Kohl den Strunk entfernen und die Blätter in rautenförmige Würfel schneiden.  Kohl und Schwarzwurzeln unter das Gerstl mischen, vorsichtig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Grob gehackte Petersilie und Dille dazu geben.


Inspiriert vom Kochbuch „Österreich vegetarisch“* des viel zu früh dahingeschiedenen Wildpflanzen-Papstes, Meinrad Neunkirchner. Nämlicher wartet in diesem Buch nicht nur mit diesem unfassbar genialen  Schwarzwurzel-Gericht auf, sondern auch mit einem uns bis dato unbekannten Gewusst-wie. Bisher waren wir der Meinung, Schwarzwurzeln seien in Zitronen- oder Essigwasser einzulegen, um deren natürliche Farbe und Konsistenz zu erhalten. Jedoch entstellt die Zitrone eo ipso den Geschmack der Schwarzwurzel aufs Empfindlichste. Ein mit Mehl angerührtes Wasser erhält beides, Farbe und Aroma.


Schottische Lachsschnitten mit Kohlrabi-Erbsen-Gemüse

Gewürze sind gut, wenn sie den Eigengeschmack hervor heben. Der Kohlrabi ist nur gedünstet, mit Sahne, einem Schluck Essig und etwas Muskatnuss, das ergibt ein „fades“, weißes Essen. Uns schmeckt‘s halt.

„Schottische Lachsschnitten mit Kohlrabi-Erbsen-Gemüse“ weiterlesen

Saltimbocca und Löwenzahn-Salat

Dazu Kräuter-Reis und gegrilltes Gemüse: Paprika, Zucchini und Champignons. Und dazu ein Glas Pinot Grigio aus Venedig. Der war offen, mit irgendwas musste man ja den Bratensatz ablöschen.

„Saltimbocca und Löwenzahn-Salat“ weiterlesen

Lachssteaks mit einer Chraimeh-Sauce auf die Ungarische Art

Hierfür wurde auf Majoran und Kümmel als Gewürzmischung zurückgegriffen, vor allem aber auf die direkt aus Ungarn eigenimportierte, getrocknete Kirschpaprika (cseresznyepaprika), die als Chili hineinkommt. Die Kirschpaprika ist selbst eine Chili, eben eine Paprikaart, die in Ungarn genauso wie in Mexiko angebaut wird. Sie hat zwischen 1.000 und 5.000 Scoville, ist also nicht extrem scharf. Unsere zwei Kirschpaprika waren fast zu wenig, da sie beim Kochen sehr viel an Schärfe verlieren. Ob das noch eine Chraimeh-Sauce ist, kann ich nicht sagen. Diese hat ja doch eine etwas andere Geschmackskomponente, wenn auch sie genau so fett ist.

„Lachssteaks mit einer Chraimeh-Sauce auf die Ungarische Art“ weiterlesen

Hähnchen mit Ratatouille

Ein Ratatouille mit diesem saftigen Hähnchen, leicht knusprig, ist an sich schon ein Genuß. Noch besser schmeckt es aber mit Veronelli-Olivenöl.

Bei diesem Gericht haben wir zum ersten Mal Basilikumblätter aus dem eigenen SmartGarden verwendet.  Seit wenigen Wochen haben wir den SmartGarden in Betrieb und er hat sich prächtig entwickelt.

„Hähnchen mit Ratatouille“ weiterlesen

Tagliatelle Carbonara

Wer mit dem Kochen gerade erst anfängt, kommt daran fast nicht vorbei: an den italienischen Nudeln mit der berühmten Carbonara-Sauce. Weil es schnell geht, sie einfach zu machen sind und rasend gut schmeckt. Dabei sind ein paar Dinge zu beachten, damit es gelingt. Aller Anfang ist leicht, besonders wenn man ein Rezept hat.

„Tagliatelle Carbonara“ weiterlesen

Jakobsmuscheln mit Karotten-Sauerkraut und Orangenblüten-Dashi

Wahnsinnig aufwändig, aber auch wahnsinnig komplex vom Geschmack her, nichts für geschmackliche Grobmotoriker. Und dabei so einfach in der Anmutung.

„Jakobsmuscheln mit Karotten-Sauerkraut und Orangenblüten-Dashi“ weiterlesen

T-Bone-Steak mit Goaßkäs-Tomaten, Pfifferlingen und Sarlat-Kartoffeln

T-Bone-Steak mit gratinierten Goaßkäs-Tomaten, gebratenen Eierschwammerln und Erdäpfeln nach der Art von Sarlat. Besser als Pommes.

Das T-Bone-Steak haben wir bei Eishken Estate gekauft. Dort gibt es nämlich nicht nur Fisch sondern auch Fleisch in hervorragender Qualität. Das Fleisch ist vom Englischen Ochsen, aber der Ochs kommt aus Niederösterreich, Bezirk Melk.„T-Bone-Steak mit Goaßkäs-Tomaten, Pfifferlingen und Sarlat-Kartoffeln“ weiterlesen