Schopfbraten mit Blechgemüse

Der Schopfbraten war von Esterházy, so wie es den auch bei gurkerl gibt. Nur gurkerl liefert nicht nach Mörbisch am See. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als direkt beim Lieferanten einzukaufen am Esterhazy-Platz, im Kulinarium Burgenland vorm Schloß. Dabei konnten wir auch wiederum ein Kittseer Brot erstehen, gebacken im altehrwürdigen, mit Holz beheizten Brotbackofen der Bäckerei Ströck. Aus Kittsee im Burgenland kommt die Bäckerei her, die in Wien in aller Munde ist. Brot aus einem Holzbackofen schmeckt nun mal ganz anders. Es gibt Menschen, wie Oli von Landidylle, die finden das so toll, daß sie sich ihren eigenen Holzbackofen in den Garten gestellt haben.

Aber all‘ das fühlt sich so urtümlich und richtig an! Als würde sich tief im Inneren etwas an alte Zeiten erinnern, wo es ganz alltäglich war auf Holzfeuer zu kochen und im Lehmbackofen zu backen.

Oli von Landidylle weiß, was er an dem Holzbackofen hat.

Das Kittseer Brot wurde in diesem Beitrag serviert.

Rezept

Brokkoli, Karfiol, Kartoffel, Zucchini und Melanzani in Stücke schneiden. Braune Butter erwärmen. Gehackten Thymian, Rosmarin und Knoblauch dazugeben. Mit dem Gemüse gut vermischen, salzen, auf einem Backblech braten. Dazu den Schopf in einer Pfanne braten mit dem Gemüse und Sauerrahm servieren.


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Kulinarium Burgenland

Schloß Esterházy, Eisenstadt

Wir leben ja in der besten aller möglichen Welten und wer’s nicht glaubt, der möge diese Geschichte einer kulinarischen Umorientierung lesen, eine wahre Begebenheit!


Wir fuhren nach Eisenstadt in die Markthalle „Kulinarium Burgenland“ vor dem Schloß Esterházy. Dort gab es auch Brot von Joseph und Öfferl, man sieht, es geht auch ohne gurkerl, doch wir nahmen Brot von Pannatura, einen Sandwichwecken, den „Pan nonier“. Von Pannatura gab es noch: Hirschschnitzeln, Wildschweinschnitzeln, Bratwürste, Esterházy-Eier und da es auch heißen Leberkäse gab, Wildleberkäse noch dazu, konnte ich nicht widerstehen und eine frische Leberkässemmel essen, auch die Küchenfee nahm eine. Bei Martina’s Brotkultur nahmen wir Oliven, einen geräucherten Saibling, korsischen Schafkäse und Thunfischaufstrich. Fisch vom Neusiedlersee gab es nicht, da gerade Schonzeit ist, erst im Juni wieder! Von der Markthalle nebenan nahmen wir ein Angus-Geselchtes mit sowie Majoran, Lorbeerblatt, u.s.w.

Es geht auch ohne gurkerl, man muß nur ins Burgenland fahren.

Womit bewiesen wäre, wir leben ja doch in der besten aller möglichen Welten; – eine Welt, die immer noch besser werden kann.

Wir fuhren bei Iris vorbei, doch leider war der Stand mit den Gemüseraritäten in Purbach geschlossen. Wir waren ratlos, hat sie für immer geschlossen oder sind wir nur zu früh da? Dabei war sie doch erst kürzlich im Fernsehen zu sehen. (War eine Wiederholung.)

Beim Stekovics in Frauenkirchen gab es nur Eingeglastes, keinen Knoblauchzopf, so fuhren wir weiter zum Rommer, einem Hofladen bei der Basilika, dort gab es Kartoffeln, „rote kleine“ und Ofenkartoffeln. Dann ging es weiter zum Leeb nach St. Andrä, doch konnte ich nicht ungeschaut beim Umathum vorbeifahren. So kamen noch ein Pinot Noir und ein Kirschgarten dazu, das ist ein Blaufränkisch. Die Küchenfee nahm einen Traubensaft. Josef Umathum war gerade mitten in einer Weinverkostung mit einem Englisch sprechenden Herrn und einer Dame, die aber auch deutsch sprach. Beim Umathum habe ich auch gesehen eine Holzkiste mit 15 Flaschen einer Burgenland-Auswahl, Ernst Triebaumer, Feiler-Artinger, Krutzler, Paul Achs, Kollwentz, Hans Igler, Leberl, Kerschbaum, Giefing, Gesellmann, Juris sind dabei – und Umathum natürlich selbst! Da erschien vor dem geistigen Auge die Aussicht auf der Terrasse, den ersten Roten aus der Holzkiste im Dekantierer und ein Glas davon in der Hand. Doch diese nahmen wir nicht mit, ebenso nicht die Kiste mit den 5 neuen Weinen und einer historischen, pannonischen Sorte. Erst bis es uns endgültig ins Burgenland zieht. Die werden wir nicht hinundher spazieren fahren.

Beim Leeb waren die Kirschen gerade aus, nur welche zum kosten waren da, die schmeckten ausgezeichnet! Wir nahmen den Kronprinz Rudolf sparkling, einen Apfelschaumwein, sowie Mariella, einen naturtrüben Apfelsaft, Silbermedaille, Pinova, ebenso naturtrüber Apfelsaft, Goldmedaille, das heißt das ist der Landessieger des Burgenlandes 2026. Sowie ein Freiraumgold “Kronprinz Rudolf“ ebenso ein naturtrüber Apfelsaft.

Dann ging es zum Bauernladen „allerhand“ in St. Andrä auf Empfehlung von Umathum, wo wir Gemüse kauften, Salat, Tomaten, Kohlrabi, Jungzwiebel, Paprika, Spargel, Radieschen und Erdbeeren. Man muß alles selbst einscannen und bezahlen, der Laden wird videoüberwacht.

Auf der Rückreise blieben wir bei der Bäckerei Goldenitsch in Frauenkirchen stehen, wir brauchten Semmelbröseln für die Schnitzeln. Doch gab es auch Somlauer Nockerln, die als Schnitten daher kamen und es gab Grammel-Pogatscherl, wo gibt es das sonst noch? Außerdem kamen mit Punschkrapferl und Cremeschnitten. Als wir wieder durch Purbach fuhren, kamen wir bei Iris Gemüseraritäten vorbei und siehe da, der Stand war geöffnet. Wir nahmen mit: violetten Spargel, Fenchel und Erdbeeren. So können wir nun eine Erdbeerblindverkostung veranstalten, St. Andrä gegen Purbach.


Auf manchen Feldern wurden Erdbeeren gepflückt, herrliche Aussichten auf den See wechselten einander ab, und der Wind blies uns entgegen, auf der Fahrt von einem Dorf zum anderen.

Zuhause hat die Küchenfee die Preise mit gurkerl verglichen. In der Regel ist es günstiger im Burgenland als bei gurkerl, man muß zwar selber fahren, aber es gibt kein Gedränge, keinen Stau und genug Parkplatz. Und niemand legt einem Kohlrabi auf die Erdbeeren.

Burgenland wir kommen!


https://www.markthalle-burgenland.com/markthalle-schlossplatz

https://www.umathum.at/produkt/planetarium

https://shop.juris.at/de/rwb-jubilaeumskiste/rwb-holzkiste-best-of-burgenland.html

https://www.mein-bauernhof.de/verkaufstelle/alles-apfel-obstbau-familie-leeb-851268

https://bauernladen-allerhand-bei-lisa.jimdosite.com

https://www.goldenitsch.at

https://www.gemueseraritaeten.at

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