Kartoffelwaffeln mit geräuchertem Lachs

Dazu ein Klecks Crème fraîche mit Dille, fertig ist diese Vorspeise, simplement bistrot.

Dies ist das erste Gericht aus einem neu erstandenen Kochbuch: Yves Camdeborde, Simplement Bistrot*. Was zur Folge hatte, dass wir uns ein Waffeleisen zulegten. Das Waffeleisen hat sich mittlerweile offenbar in Paris durchgesetzt. Yves Camdeborde ist in Frankreich berühmt für seine „bistronomie“, einem Sammelbegriff für Speisen, die zwischen Bistrot und Restaurant-Gastronomie angesiedelt sind. Sie sind schnell und einfach zuzubereiten, verfügen aber obendrein über das gewisse Etwas. Oft ist es eine Kleinigkeit nur, God is in the detail, oder ist es die geniale Kombination, die das Gericht  außergewöhnlich macht. Da muss man sich einfach ein Waffeleisen zulegen. Unseres ist nicht elektrisch, deshalb platzsparend und hat extra tiefe Taschen für den besonderen Wohlgeschmack.

Siehe auch: https://www.paris-bistro.com/choisir/paris6/le-comptoir

Ricotta, Spargel, Kapern

Beim Blättern durch diverse Folianten auf der Suche nach einem Spargelgericht – der Spargel steht schon hoch! – stieß ich auf ein Gericht von Tomislav Gretić mit dem vielversprechenden Namen „Ricotta, Spargel, Kapern“  – leider ohne Rezept. Eine Aussage von ihm – „Je älter ich werde, desto einfacher werden meine Rezepte“ – musste uns als Anhaltspunkt genügen. In diesem Sinne folgt anstelle eines Rezeptes…

Zander auf rotem Kartoffelthron

Gekochte und zerstampfte Kartoffeln erhalten ihre rote Farbe durch das beigemischte Paprikapulver, das ihnen einen Hauch ungarisches Flair verleiht, dazu kommt ein Zander mit Knusperhaut. Rübchen, Karotten mit Grün, Minifenchel und Jungzwiebel sorgen dafür, dass bei diesem Fischgericht das gesunde Gemüse nicht zu kurz kommt.

Red Snapper mit Erdäpfelschuppen

Das Fischfilet wird mit Erdäpfelscheiben belegt, die mit einem Keksausstecher ausgestochen werden. Sie sollten so klein sein wie Schuppen, Paul Bocuse verwendet einen Apfelstecher dafür. Durch Kochen der Erdäpfelscheiben wird die Stärke extrahiert und nach dem Braten wieder dazu gefügt, damit sie auf dem mit Eigelb bestrichenen Fischfilet besser haften.

Hähnchenschnitzel mit Mayonnaise-Dill-Kartoffeln

Das neue Buch von Donna Hay gefällt mir sehr. Da werden Rezepte durchdekliniert von einfach bis anspruchsvoll. Sehr praktisch für jemanden, der mal mehr mal weniger Lust hat auf ausgedehnte Küchenereignisse. Aber trotzdem schon weiß, was er prinzipiell mag. Der kann dann je nach Laune wählen. Zum Beispiel wird erklärt, wie man ein Schnitzel macht. Wobei hier sogar beschrieben wird, wie man zu Brösel kommt – wir gehen und kaufen so was im Supermarkt und warten nicht, bis die Semmeln so alt sind, dass man sie zu Bröseln verarbeiten kann. Aber anscheinend sind Bröseln in Australien oder sonst wo im angloamerikanischen Raum eine Seltenheit in den Verkaufsregalen. Wie auch immer, auf den nachfolgenden Seiten zeigt Donna Hay in ihrem Buch, was man so alles mit einem Schnitzel machen kann.

T-Bone-Steak mit Goaßkäs-Tomaten, Pfifferlingen und Sarlat-Kartoffeln

T-Bone-Steak mit gratinierten Goaßkäs-Tomaten, gebratenen Eierschwammerln und Erdäpfeln nach der Art von Sarlat. Besser als Pommes.

Das T-Bone-Steak haben wir bei Eishken Estate gekauft. Dort gibt es nämlich nicht nur Fisch sondern auch Fleisch in hervorragender Qualität. Das Fleisch ist vom Englischen Ochsen, aber der Ochs kommt aus Niederösterreich, Bezirk Melk.

Lachs mit Sauce béarnaise und Spinat

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Von Top-Bistroqualität auf Österreichs Autobahnen allerdings nicht. Man muss schon ein bisschen vom Weg abkommen, um in den Genuss eines leichten Ganges zu kommen, der es lohnt, die Fahrt zu unterbrechen. Das gibt es nur abseits der großen Transitrouten.