Rote Rüben

Rote Rüben (rote Bete) – das sagt schon alles. Aber mit Seidentofu und mit Matchatee und wenn man die roten Rüben mit Koriander, Pfeffer, Fenchel und Kümmel verarbeitet, ergibt das eine wunderbare Kombination. Rote Rüben sind nun nicht mehr vom Speiseplan wegzudenken. Das Rezept sei hier nicht verraten. Aber Alexander Herrmann hat es in seinem neuen Buch* veröffentlicht.

Alexander Herrmann: Weil’s einfach gesünder ist – Rezension

Wir haben nun in das Kochbuch von Alexander Herrmann „Weil’s einfach gesünder ist“* hineingeschnuppert und es hat uns durchwegs gefallen. Es hat unseren Gemüsevorrat beträchtlich geschrumpft, was für das Kochbuch spricht, weil dieser Gemüsevorrat nicht für das Kochbuch angelegt wurde. Hier werden also keine schwer erhältlichen Zutaten verwendet. Nun endlich hat man ein Kochbuch zur Hand, in dem sich Alexander Herrmann mit gesunder Ernährung befaßt. Die Rezepte in Gesundheitskochbüchern sind ja oft geschmacklich nicht so rasend überzeugend. Doch das ist kein Gesundheitskochbuch, wie man es sonst kennt, es folgt keiner Diät und schlägt keinen Diätplan vor. Alexander Herrmann geht von den gesunden Zutaten aus wie z.B. bei den Kräutern Petersilie, Majoran, Rosmarin, Salbei, etc. bei den Ölen das Olivenöl, Leinöl, Kürbiskernöl, beim Gemüse Brokkoli, Knollensellerie, Kürbis, Paprika, Tomaten, etc. oder Buchweizen, stellt sie kurz vor und kocht dann was daraus. Fenchel zum Beispiel ist zwar sehr gesund, aber nicht jedermanns Sache. Buchweizen ebenso. Doch in den Rezepten von Alexander Herrmann werden gesunde Sachen nicht nur erträglich gemacht, nein, das schmeckt sogar. Rezepte auf gesunder Grundlage, durchdacht und schmackhaft, das ist es, was man bei diesem Kochbuch bekommt. Wer sich der gesunden Ernährung nähern will, sich aber bislang nicht so richtig getraut hat, weil er nicht auf tolle Rezepte verzichten will, für den ist dieses Kochbuch gemacht.


Dinkel-Spaghetti mit Paprika-Haselnuß-Pesto

2 Personen, pro Portion mit von einer App berechneten 830 Kalorien

Paprika-Haselnuß-Pesto Eine gelbe und rote Paprika in Stücke schneiden und im Ofen grillen bis die Haut schwarz ist. Herausnehmen und enthäuten. Die gelbe Paprika in dünne Scheiben schneiden, die rote Paprika mit 40 Gramm Olivenöl mit 10 Gramm Mariendistelöl, 20 Gramm geröstete Sonnenblumenkerne und 20 Gramm neapolitanische Haselnuß im Standmixer zu einem Pesto pürieren. Getrocknete Tomaten 40 Gramm getrocknete Tomaten in feine treifen schneiden. 180 Gramm Urdinkel-Vollkornspaghetti in kochendem Salzwasser sieben Minuten bißfest kochen. Ein Kaffeehäferl Kochwasser zur Seite geben. Abgießen, die Spaghetti in den Topf zurück geben. Mit dem Paprika-Haselnuß-Pesto, mit der gelben Paprika, in feine Streifen geschnitten und den getrocknete Tomaten verrühren. Wenn nötig, etwas Kochwasser dazu geben. Mit Tomatensalat servieren.

Inspiriert von Alexander Herrmann, „Weil’s einfach gesünder ist*, S. 71

Buchweizen-Gnocchi mit Fenchelsalat und Arganöl

2 Personen, pro Portion mit von einer App berechneten 1030 Kalorien

Fenchelsalat den gehobelten Fenchel mit folgender Marinade bis zum Servieren marinieren: ein Eßlöffel Olivenöl, ein Teelöffel Arganöl, drei Eßlöffel Orangensaft, ein bißchen Orangenabrieb, Salz und gemörserter Fenchelsamen zusammenmischen.

Buchweizen-Gnocchi 400 Milliliter Mandelkokosmilch mit zwei Lorbeerblättern, Salz und Muskatnuß aufkochen. In der Zwischenzeit 100 Gramm Maispolenta, 60 Gramm Buchweizenmehl, 40 Gramm gekeimten Buchweizen trocken vermischen. In die aufgekochte Milch dazu geben und verrühren. Mit dem Kochlöffel 7 bis 8 Minuten unter ständigem Rühren abbrennen, wie bei einem Brandteig. Es ist fertig, wenn der Brandteig sich von der Topfwand löst. Vom Herd nehmen. Nicht vergessen das Lorbeerblatt wieder herausnehmen. 40 Gramm kalte Butter und zwei Dotter nacheinander mit dem Kochlöffel einrühren. Diesen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, mit den Handflächen zu einer Rolle formen. In etwa ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden, jede Scheibe mit den Händen zu einer Kugel formen. Mit der Gabel eindrücken. In kochendem Salzwasser zwei drei Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit Salbeibutter 40 Gramm Butter und zwei Eßlöffel Olivenöl erwärmen und Salbeiblätter hineingeben, nicht zu knapp, bei uns waren es schon 20! Buchweizen-Gnocchi: Wenn sie auf der Oberfläche schwimmen, abseihen. Abtropfen lassen. In der Pfanne Mit Butter kurz braten. Anrichten/ Servieren Fenchelsalat auf den Teller legen, filetierte Orangenscheiben darauflegen, die Gnocchis daneben platzieren, die Gnocchis mit Salbeibutter beträufeln.

Inspiriert von Alexander Herrmann, „Weil’s einfach gesünder ist*, S. 72

Geeister Matcha-Tee mit Pfefferschaum

Matcha-Eis Zwei Dotter mit 20 Gramm Ahornsirup in einer Schüssel schaumig rühren, 100 Milliliter Milch mit 20 Gramm Ahornsirup aufkochen und einen Teelöffel Matchatee-Pulver einrühren. Die heiße hellgrüne Milch unter ständigem Rühren auf die Dotter-Ahornsirup-Mischung gießen und glatt rühren. Diese Schüssel auf ein Dampfbad stellen und unter ständigem Rühren solange schlagen, bis eine cremig-schaumige Masse entsteht. Herunternehmen. Auskühlen lassen. In der Zwischenzeit 100 Gramm Schlagobers steif schlagen und unter die ausgekühlte Masse heben. In Silikonförmchen gießen und im Tiefkühl frieren. Anrichten 300 Milliliter Hafermilch mit einer Prise Vanillemark und einer Prise schwarzem Pfeffer aufkochen und aufschäumen. Oder das mit der Wasserdampfdüse einer Espressomaschine machen. Die Silikonförmchen aus dem Tiefkühl nehmen, das Eis aus der Form drücken, in die Tasse geben und mit dem Pfeffer-Vanille-Schaum aufgießen.

Inspiriert von Alexander Herrmann, „Weil’s einfach gesünder ist*, S. 40

Weitere von Alexander Herrmann „Weil’s einfach gesünder ist“ inspirierte Rezepte:

Gespickte Hähnchenkeule mit Erdnuss-Paprika

Brust oder Keule, die sich ewig stellende Frage. Generationen von Feinschmeckern haben sich schon dieser schweren Frage angenommen, nie kam man zu einer Entscheidung, in dieser weltbewegenden Angelegenheit. Ist das eine nicht saftiger als das andere? Doch welches? Auch wir können nicht mit letzter Gewissheit sagen, was besser schmeckt aber: Von unserer Seite gibt es immerhin eine kleine Entscheidungshilfe, was dieses Gericht anbelangt. Brust hat den Vorteil, dass man in sie leichter hineinschneiden kann, denn das muss man bei diesem Gericht, um in die so entstandene Tasche Basilikumblätter zu geben. Bei einer Keule stört der Knochen. Zu dieser Erkenntnis gelangten wir, als wir in die anstelle der Brust gekaufte Keule hineinschneiden wollten. Aber geschmacklich ist natürlich beides erste Sahne.

Rezept Gespickte Hähnchenkeule mit Erdnuss-Paprika

In Unter- und Oberkeule drei Taschen einritzen, in jede Tasche ein zusammengerolltes Basilikumblatt hineinstopfen, salzen, Salz einmassieren, in einer Pfanne mit wenig Olivenöl braten, zuerst auf der Basilikumseite, zirka 6 Minuten, dann umdrehen, 8 Minuten braten, seitlich jeweils 2 Minuten. Im Backrohr bei 100 Grad fertig garen, etwa 10 bis 15 Minuten.

Gelbe Paprikaschoten schälen, in Streifen schneiden. In einer Pfanne drei kleine Zwiebel in Scheiben schneiden, vier gelbe Paprikaschoten entkernen, schälen, in zirka halbe Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Zwiebel in der Pfanne mit wenig Olivenöl anschwitzen, Paprika dazu geben, ein paar Minuten mitschwitzen. 4 in feine Scheiben geschnittene Knoblauchzehen einrühren mit einem Viertelliter Wasser aufgießen, salzen. Die Paprika zirka eine 10 Minuten dünsten. Vom Herd ziehen, einen EL fein gehacktes Basilikum, 2 EL kalte Butter und 60 g grob gehackte gesalzene geröstete Erdnüsse dazu geben.

Nach Alexander Herrmann, Schnell mal was Gutes*, S. 90

Erdnuss harmoniert mit der Paprika aufs Allerwohlbekömmlichste, sagt niemand geringerer als Alexander Herrmann, ist hiermit notiert.


Gebratener Avocado mit Kräuterspinat, Cashew-Kerne und pochiertem Ei

Avocado in Streifen schneiden und in der Pfanne ohne Öl braten, warm stellen. Champignons in hauch dünne Scheiben schneiden, salzen und mit Zitronensaft dazu geben, verrühren. In feine Scheiben geschnittene Jungzwiebel in Avocadoöl hell anschwitzen. Die Spinat- und Sauerampferblätter dazu geben, zwei bis drei Minuten mitschwenken, die grob gehackten Kräuter wie Dille, Petersilie und die japanische Hai-Minze, vietnamesischer Koriander grob hacken und zum Spinat geben. Vom Herd ziehen. Die Kohlrabi-Sprossen und die Champignon-Scheiben unterheben. Eier pochieren: Die Folie mit Olivenöl bepinseln, die Folie in eine Tasse legen, das Ei hineinlegen und die Folie, mit Küchengarn zusammenbinden, ins kochende Wasser legen. Vom Herd ziehen und etwa drei Minuten im heißen Wasser ziehen lassen, herausheben und die Folie entfernen. Anrichten Salat auf den Teller platzieren, mit gerösteten Cashew-Kernen bestreuen, gebratene Avocado-Scheiben dazu legen, das pochierte Ei dazu legen.  Dazu geröstetes Brot servieren.

Inspiriert von Alexander Herrmann „Schnell mal was Gutes“*,  japanische Minze und vietnamesischer Koriander auf Empfehlung vom Gemüseverkäufer, der Sauerampfer und die Kohlrabi-Sprossen nach unserem Gusto.

Erdäpfelgröstl mit Debreziner und Gurkensalat

Aus einer Laune heraus haben wir Debreziner Würstel gekauft und wie es der Zufall so will, tags darauf ein Rezept dazu gefunden, beim Durchblättern von Alexander Herrmanns Kochbuch „Schnell mal was Gutes“*. Dieses Kochbuch wird mir immer sympathischer. Lange Zeit haben wir es liegen gelassen und nun erst für uns entdeckt. Hier drin ist einfache Hausmannskost beschrieben mit ein paar nützlichen Tipps und Tricks, die es dann doch besonders machen. Zum Beispiel schreibt Alexander Herrmann, dass man in das Salzwasser für die Kartoffeln reichlichst Kümmel hineingeben soll, der Kümmel beim Herausheben ruhig darauf kleben bleiben darf, damit der Geschmack auch etwas eindringen kann, innen kann man ja nicht würzen.

Gewaschene Kartoffeln halbieren, in Wasser mit viel Salz und Kümmel bissfest kochen, abgießen. In eine Pfanne wenig Olivenöl geben und die Kartoffeln darin braten, in dünne Scheiben geschnittene Zwiebel dazu geben, ein paar Minuten mitbraten, etwa einen halben Zentimeter schräg geschnittene Debreziner dazu geben und braten lassen. Mit Salz und geschrotetem Kümmel abschmecken, Senf einrühren, mit Petersilie bestreuen.

Gurkensalat Gurken in dünne Scheiben hobeln, salzen, ziehen lassen, ausdrücken. Joghurt, Weißweinessig, Olivenöl, grob gehackte Dille und ein bisschen vom Gurkenwasser pürieren. Auf die Gurken gießen, ziehen lassen.

Gebratener Wolfsbarsch, Mayonnaisen mit Tomaten und Mandel

Und dazu jede Menge Beilagen und Vorspeisen. Kopfsalat mit Petersilien-Vinaigrette. Feldsalat mit Speck-Rapsöl-Vinaigrette. Lauwarmer Ochsenherzentomatensalat.

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Saté-Hähnchen mit Haselnussdip

„Schnell mal was Gutes“ ist der Titel des aktuellen Kochbuches von Alexander Herrmann*. Beim Durchblättern fielen uns die Saté-Spieße auf, uns lief das Wasser im Mund zusammen.

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Zander auf rotem Kartoffelthron

Gekochte und zerstampfte Kartoffeln erhalten ihre rote Farbe durch das beigemischte Paprikapulver, das ihnen einen Hauch ungarisches Flair verleiht, dazu kommt ein Zander mit Knusperhaut. Rübchen, Karotten mit Grün, Minifenchel und Jungzwiebel sorgen dafür, dass bei diesem Fischgericht das gesunde Gemüse nicht zu kurz kommt.

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Ente und Feigen-Chutney mit Sellerie-Nestern

Entenbrust rautenförmig einritzen auf der Hautseite. Mit der Haut nach unten in eine kalte Pfanne ohne Fett legen. Herd aufdrehen. Bei mittlerer Hitze knusprig braten. Auf der Fleischseite salzen und pfeffern, kurz anbraten.

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Alexander Herrmanns Reaktion

Als ich vor rund zwei Monaten eine Buchrezension veröffentlichte zu Alexander Herrmanns Kochbuch „Geschmacksgeheimnisse“ habe ich mir nichts Besonderes gedacht. Ich war vor allem begeistert vom Buch. Die sehr positiven Kommentare haben mich aber eines Besseren belehrt! Von „Jetzt hast Du mich vollends überzeugt, ich werde mir das Buch zum Geburtstag wünschen.“ war da die Rede und in dieser Tonart ging es weiter.

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