Feinste Schweinsbratenstücke mit Kohlsprossen

Kleine Unterbrechung. Vom Schweinsbraten ist noch etwas übrig geblieben und deshalb gibt es den mit Kohlsprossen, einem klassischen Wintergemüse.

Kohlsprossen (Rosenkohl) putzen, halbieren, in der Pfanne mit wenig Olivenöl goldbraun anbraten. Zwiebel in halbe Zentimeter dicke Ringe schneiden. In Olivenöl leicht anschwitzen, salzen, pfeffern. Die Orangen filetieren, den Saft auffangen und bis zum letzten Tropfen ausdrücken. Honig in der Pfanne karamellisieren mit dem Orangensaft ablöschen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die geriebene Orangenschale einrühren und zum Schluß auch das Olivenöl einrühren. Das Gemüse und die Orangenfilets am Teller anrichten, erwärmten Schweinsbraten in Stücke schneiden, dazu stellen und mit Kren bestreuen.

Und nun wieder Tafelmusik.

Herbst-Schweinsbraten

Mit Kürbispüree und Senfkorn-Chutney. Die Schwarte so krachend knusprig, als ob der Dachstuhl vom Stephansdom zusammenbricht, dabei das Fleisch so zart wie ein Pudding, der auseinandergeht. Die Sauce so dickflüssig wie vom Schokoladenbrunnen und mindestens genausogut, fast süß. Dazu das pastige Kürbispüree, das i-Tüpfelchen Senfkorn-Chutney. Hiermit bewahrheitet es sich: man kann jeden Tag Schweinsbraten essen. Das heißt man könnte, wenn es ihn denn jeden Tag gäbe. Deshalb muß man ihn besonders loben. Und ein zweites Mal nachfassen: das ist nur der gerechte Ausgleich dafür, daß es Schweinebraten nicht jeden Tag gibt. Eigentlich ist es so: es gibt für jede Saison einen anderen Schweinsbraten. Dies ist der Schweinsbraten für den Herbst, also mit dem was der Herbst so zu bieten hat: Kürbis, Kren (Meerrettich), Orange und Marillenmarmelade, wir nehmen das, was im Sommer eingekocht wurde. Dieser Schweinsbraten macht ein rundum wohliges Gefühl, genau das Richtige für den Herbst, wenn die Zeiten stürmisch sind und es draußen Sauerrahm-Wetter hat.

Dashi

Das Dashi schmeckt ein bißchen so, wie wenn man einen etwas zu lange abgehangenen Fisch durch einen Bottich voll mit lauwarmen, leicht abgestandenen Wasser gezogen hätte. Doch glücklicherweise schmeckt man nichts in der Sauce davon und es gibt ihr nur den runden vollen Geschmack.

Rezept Herbst-Schweinsbraten

Also. Eine Stange Lauch, gelbe und orange Karotten, eine Petersilwurzel und einen Viertel Sellerie schälen und in grobe Stücke schneiden. Von zwei kleineren Knoblauchknollen die Knoblauchzehen mit der Haut zerdrücken. Einen Daumen großen Ingwer in Scheiben schneiden. Das Gemüse in eine Reine geben, vier Thymianzweige dazugeben. Das Bauchfleisch mit der Fleischseite nach unten darauflegen. Die geschröpfte Schwarte mit Zitronensaft gut einreiben, zehn Minuten trocknen lassen. Mit grobem Salz bestreuen und im auf 220 Grad vorgeheizten Backrohr eine Stunde braten. Herausnehmen. Das Salz abkehren und mit frischem grobem Salz bestreuen und weitere 30 Minuten braten. Den Schweinsbraten herausheben und die Temperatur auf 190 Grad zurückdrehen, und ein Glas Weißwein und einen halben Liter Dashi dazugießen. Und eine weitere Stunde braten. Dann den Ofen auf 120 grad zurückdrehen und eine halbe Stunden braten. Herausnehmen das Fleisch auf einem Teller eine halbe Stunde ruhen lassen. Sauce Den Bratenrückstand durch ein Sieb gießen und mit einer Degraissierkanne entfetten.  Orangensaft, geriebene Orangenschale, Majoran, Kümmel, rotes Paprikapulver einrühren und zusammenköcheln und mit Mehlbutter binden. Kürbispüree einen Hokkaido schälen und entkernen und würfeln. Ergibt zirka 800 Gramm Fruchtfleisch, mit zwei Eßlöffel Olivenöl verrühren. Auf ein Backblech legen und eine Dreiviertelstunde im Backrohr braten. Herausnehmen. In einer Kasserolle zwei Eßlöffel Butter zerlassen, die Kürbiswürfel dazu und zwei Eßlöffel Misopaste, einen Eßlöffel Stekovics-Essig und zwei Eßlöffel Wiener Gewürz dazu geben und mit einer Gabel zerdrücken. Bis zum Servieren warm stellen. Senfkorn-Chutney sechs feingehackte Schalotten im zwei Eßlöffel Olivenöl anschwitzen. Zwei Eßlöffel Marillenmarmelade (aus Purbach/Bgld) einrühren, kurz karamellisieren, vom Herd nehmen, etwa fünf Eßlöffel körnigen Senf und eine fein gehackte Petersilie einrühren. Mit Salz abschmecken. Bis zum Servieren ziehen lassen. Anrichten.

Dazu ein Glas Sauvignon Blanc, Esterházy.


Schweinebauch von Fleischerei Ringl, Gumpendorfer Str., Wien, der Schweinbauch wurde für uns geschröpft und zwar nicht nur streifenweise, wie das anderswo gemacht wird, sondern kariert.


Das Gemüse kam größtenteils von Gemüseraritäten Iris, Purbach, Burgenland.


Zusammengestoppelt nach Alexander Herrmann, Geschmacksgeheimnisse* und Yotam Ottolenghi, NOPI*.

Moderner Schweinsbraten mit Kürbis

Schweinsbraten mit Gewürzmischung einreiben, gelagert auf gekappten Knoblauchknollen in ein Reindl legen. Einen Schluck Wasser hinein und bei 180 Grad im Backrohr 2 bis 3 Stunden braten. Kürbis: mit Butter und Dinkelmehl eine Einbrenn machen. Mit Rinderbrühe aufgießen, Sauerrahm, Dille und Salz einrühren. Den in Spaghetti geschnittenen Kürbis dazu geben. Eine Viertelstunde köcheln lassen. Mit Salz und Apfelessig abschmecken. Anrichten: Mit Röstkartoffeln servieren.

An diesem Schweinsbraten ist nichts zu viel und nichts zu wenig. Frisch und kraftvoll schmeckt dieser Schweinsbraten mit seiner außergewöhnlichen Beilage, ein unverfälschtes Gericht. Schweinsbraten und Kürbisspaghetti aus Ungarn.


Sonntags-Schweinsbraten mit Kraut und Knödel

Am Sonntag hat man Zeit: Sieben Stunden war der Schweinsbraten im Backrohr, bei 110 Grad. So lange wie überhaupt noch gar nicht. Dabei wurde er nur ganz wenig gewürzt, um ihn nicht zu Tode zu würzen. Die Gewürze sollen ja den guten Geschmack unterstützen und nicht in den Hintergrund drängen. Es ist ähnlich wie bei der Malerei. Oder bei der Sachertorte. Man darf nicht zu viel Marmelade hineingeben, wenn man die Marmelade herausschmeckt, war es zu viel.

Rezept Sonntags-Schweinsbraten

Drei Kilogramm Schweinsschopf, mit sieben länglich geviertelte Knoblauchzehen spicken. Dafür mit einem spitzen Messer eine Tasche ins Fleisch schneiden und eine Knoblauchzehe darin versenken und anschließend mit der Hand gut verreiben, sodaß man das Loch nicht mehr sieht. Alsdann drei frische Rosmarinzweige abzupfen, ebenso sieben Zweige Thymian, grob zerzupfen (nix hacken) mit drei Teelöffel grobem Meersalz vermischen (auch hier: grob!) und einen Teelöffel bunten Pfeffer (eine Pfeffermischung halt) grob (nur grob!) mörsern und diese auf einem Backpapier auslegen. Den Schopf darauf legen und darauf wälzen. Das Fleisch nimmt die Gewürzmischung auf.

Manchmal muß man grob sein, damit etwas fein wird.

Ein begnadeter Gourmet aus Wien

Eine gußeiserne Pfanne mit reichlich Butterschmalz erhitzen. Wenn die Pfanne heiß ist, dann das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. In der Zwischenzeit zwei große (groß!) Zwiebel schälen und und dicke Scheiben (dicke!) schneiden. Das Suppengrün ebenso grob schneiden, Zwiebel und Gemüse in das Reindl legen. Das rundherum angebratene Schopfbraten hineinlegen, ein Viertelliter steirischen Weißwein dazu geben. Den Deckel drauf und ins Backrohr schieben. Bei 110 Grad sieben lange Stunden drinne lassen. Einmal haben wir dazwischen kontrolliert, ob noch genug Flüssigkeit enthalten ist. Es war aber genug da.

Acht kleine Semmelknödeln

In einer Pfanne mit zwei Eßlöffel Butter zwei kleine feingehackte Zwiebeln goldbraun anschwitzen. Den Herd herunter drehen. einen Bund fein gehackte Petersilie dazu geben, zirka 50 ml Milch dazu gießen, einmal aufkochen. Salz, Pfeffer und Muskatnuss einrühren. Noch heiß diese Mischung zu 200 g Semmelwürfel gießen. Ein Ei dazu geben und dann mit den Händen gut durchkneten. Wenn es zu trocken ist, etwas Milch dazu geben, wenn es zu naß ist, Weizenmehl. Mit nassen Händen Knödeln formen. In einem Topf mit Wasser und Dampfeinsatz die Knödeln 30 Minuten sanft dämpfen. Nicht im Wasser kochen! Ich weiß, das ist anspruchsvoller, aber der Unterschied gibt mir recht.

Nach geschlagenen sieben Stunden im Ofen dann endlich den Braten vorsichtig herausheben, denn der fällt schon auseinander. Den Saft durch ein Spitzsieb abgießen. Binden nach Bedarf. Mit Knödel und Sauerkraut servieren. Wir haben das Sauerkraut in wenig Öl nur erwärmt nicht gewässert und mit Weißwein abgelöscht.

Auf einem Stövchen die Sauce warm halten.


Knusper-Schweinsbraten

Nach diesem Schweinsbraten wurde mir klar: Schweinsbraten ist ab sofort mein Lieblingsgericht. Dieser Schweinsbraten ist so knusprig, dass es nur so zwischen den Zähnen kracht. Das Geheimnis, damit der Schweinsbraten so gut wird – das Fleisch so zart, die Kruste so knusprig, steht im Rezept! Knusper knusper Schweinebraten. Dass es am nächsten Tag zum Frühstück aus dem erkalteten Fond vom Schweinsbraten ein deftiges Bratlfettnbrot mit Paprika und Zwiebel gab, war das Tüpfelchen auf dem i.

Rezept Knusper-Schweinsbraten

4 Portionen

2 Packungen Suppengrün, drei große Zwiebel mit der Schale grob schneiden. In einem Bräter mit wenig Olivenöl scharf anbraten, mit Rindsuppe aufgießen und vom Herd nehmen. Währenddessen das vom Fleischer geschröpfte Schweinefleisch, zirka 3,4 kg, mit Salz und einem Gewürz aus getrockneten Zwiebeln, Knoblauch, Thymian, Rosmarin, Majoran, Paprikapulver, Senfkörner, Koriander, Kümmel, Ingwer und Pfeffer einmassieren. Ganze Knoblauchknollen halbieren in den Bräter zum Suppengrün dazu legen. Das Fleisch mit der Schwarte nach oben einlegen. Die Schwarte mit einer Zitronensaft-Salz-Mischung bestreichen. Ohne Deckel in den Ofen schieben. Erst 40 Minuten bei 180 Grad braten, dann zirka dreieinhalb Stunden bei 140 bis 150 Grad. Die Überlänge machts. Aus dem Ofen nehmen, das Fleisch aus dem Bräter auf die Seite stellen und den Saft abseihen, Fett und Saft trennen, mit einer Fettrennkanne. Das Fett im Kühlschrank erstarren lassen. Die Sauce mit etwas Crème fraîche verrühren und mit Maisstärke binden.

Dazu Kraut und Knödel.

Schweinsbratl mit Kraut und Knödel / Gluten- und laktosefreie Lasagne

Was isst Österreich am Nationalfeiertag? Schweinsbratl mit Kraut und Knödel. Resch wie ein Kaisersemmerl muss die Kruste sein, saftig das Fleisch. Das Saftige kommt vom mit wenig Fett durchzogenen Schweinsbrüstl und vom sanften Garen, obendrein ergibt das eine geschmackvolle Sauce. Dazu kommen gschmackige Knödel mit Petersilie und ein Sauerkraut, das sich gewaschen hat! Das macht kräftig und stark wie Bergbauernbuam. Jodeldipüh! Gluten- und laktosefreie Lasagne wer mag.

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Schweinsbraten mit Kraut und Knödel

Schweinsbraten wird es bei uns nun öfters geben, denn er war so gut. Die Kruste so knusprig! Das Fleisch so zart! Die Sauce so gschmackig-sämig, die Knödel so herzhaft, und dann erst das Sauerkraut… Wir wissen nicht woran es liegt, deshalb haben wir alles genau aufgeschrieben. Auf dass es das nächste Mal wieder gelingen möge! Lag es an der verzinnten Kupferreine? Oder an dem einen Tag Pause nach dem Braten? Das kann kein Zufall sein.

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Schweinsbraten mit Selleriepüree oder Gurkensalat

Schweinsbraten einmal mit Selleriepüree. Und einmal mit Gurken-Dill-Rahmsalat.

Das Bauchfleisch wurde vom Fleischhauer geschröpft. Echt professionell halt. Das Bauchfleisch war 3,5 kg leicht. Das reicht allemal für acht bis zehn Mahlzeiten… oder so…

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Schweinsbratenwürfel mit Bierrettich

Schweinsbraten wird zu wenig gegessen, das liegt vielleicht auch daran, dass man sich nicht vorstellen kann, was man damit machen kann, wenn etwas übrig bleibt. Von unserem Schweinsbraten, siehe hier, haben wir den Rest verarbeitet, siehe hier. Und wenn dann noch was übrig bleibt, macht man bitte Folgendes:

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Schweinsbraten mit Kraut und Knödel

Der eine oder andere mag einwenden, Schweinsbraten ist ja nicht gerade originell. Ein Rezept ist in vielen Kochbüchern zu finden. Schaut man sich aber das üppige Zutatenbild an, so kommt man zu dem Schluss, es kann ja doch nicht gar so einfach sein.

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