Küchenfees Salatandacht

Man muß es am Gaumen schmelzen lassen, mit verdrehten Augen, langsam und andächtig kauen, Bissen für Bissen. Die Küche ist ein Offizium, Werkstatt feinster Salate; Anne Flecks Salatbuch ist ein Quell feinster Salatrezepte, beide ergänzen sich auf angenehmste Weise – dieses Mal: geräuchertes Forellenmousse auf kleinen Salatblättern mit Orangenfilets, einmal in einem Gin-Ahornsirup-Sud mit grünen Pfefferkörnern als Beiwagerl am Extrateller und einmal mit Vanille und Walnußöl (S. 110) als Salatgarnitur zum Salat; dazu Dinkelpfannenbrot (S. 187), die Forellennockerl können den Gaumen kühlen, sodaß ich mir das sehr gut im Sommer vorstellen kann. Der Salat bestand aus verlesenen Salatblättern vom Babyspinat, Vogerlsalat, Gentile Grün, Gentile Rot, roter und grüner Häuptelsalat und Rucola. Dille. Handverlesene Genüsse.

Nach einem Rezept von Bettina Matthaei, in Anne Fleck „Salate der Superlative“*.

Forellensalat mit Salatgurke, Melone und Kräutern

Nach Anne Fleck, Salate*, S. 58. Dazu gibt es ein rundes Pumpernickelbrot mit einem selbstverrührten Krenaufstrich (Frischkäse und Kren). Die Kräuter waren Koriander, Minze, Dill und Petersilie und das Dressing mit Limettensalat. Sehr geschmackig, aber heutzutage ist es ja schon etwas Besonderes, wenn man überhaupt etwas frisch macht.

Tafelmusik:

Arrival, ABBA* und danach:

Arrival, Mike Oldfield*

Arrival ist der letzte Titel von ABBAs Arrival-Album* und der erste auf Record One von The Complete Mike Oldfield*.

ABBA Schweden, Mike Oldfield England. Es ist uns aufgefallen, daß wir vorzugsweise europäische Musik hören, selbst wenn es nicht klassische Musik ist. Woran das wohl liegen mag? Aber eigentlich ist ja Mike Oldfield und ABBA mittlerweile auch schon klassisch…

Karfiol-Rösti mit Forellencreme

Nach dem großen Schmaus vom Sonntag blieb noch etwas Forellencreme übrig. Das macht nichts; denn auch wenn das etwas Besonderes war, so ist es doch möglich, aus den Überbleibseln eine wohlschmeckende Speise zuzubereiten. Davon kommt ja das große Verzagen, an dem oft Großes scheitert: man macht etwas Außergewöhnliches und weiß dann nicht, was mit den Resten geschehen soll – falls etwas übrig bleiben sollte. Nun, weiterverwenden! So kann man aus dem Vollen schöpfen. Nach einem Rezept bei Anne Fleck wird die Forellencreme gereicht anstelle des Meerrettich-Dips zum Blumenkohl-Parmesan-Rösti! Und das schmeckt! Wieder etwas Neues, Gelungenes!

Die Bewunderung der Neuheit ist Wertschätzung des Gelingens.

Baltasar Gracian, Handorakel und Kunst der Weltklugheit, i.d.Ü. von Hans-Ulrich Gumbrecht, Reclam, 2021*

Der gebratene Radicchio macht eine dezent bittere Note. Sehr apart! Nach Anne Fleck, Die 70 einfachsten Gesund-Rezepte*, Blumenkohl-Parmesan-Rösti mit Meerrettich-Dip, S. 125

Lauch-Linsen-Pfanne mit/ohne Räucherforelle

Das Rezept wird einmal mit und einmal ohne Räucherforelle angeboten. Ohne ist das Basisrezept. Wieder sehr gelungen! Herrlich wenn der gebratene Lauch duftet! Heute kam auch das zweite Buch von Bettina Matthaei „Gemüse kann auch anders“. Wir sind sehr gespannt, werden es aber wahrscheinlich erst am Wochenende schaffen, uns damit eingehend zu befassen.

Das Gericht heute: Gebratener Lauch mit Linsen, Koriander und Curry, dazu Limetten-Ziegentopfen. Dazu besagtes Räucherforellenfilet.

Nach einem Rezept aus Dr. med. Anne Fleck, Gesünder geht`s kaum*, wie ebendort auf S, 122, wir hatten nur statt dem Sojaquark den Ziegentopfen.

Orangen-Fenchel-Forellen-Salat (Schnelles Kochen, langsames Kochen)

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Würde man nur schnell etwas zusammenwürfeln, käme man wohl nie auf diese Kombination aus Orangen, Fenchel und geräucherter Forelle. Aber sich auf eine Reise in die Stille begeben, Kochbücher wälzen und vor allem nicht gleich dem ersten Affekt nachgeben, nur so kommt man zu einem wohlgestalteten Gericht und zu dem vollen Genuß der Vorzüge, die eine solche Mahlzeit bieten. Sorgfältig überlegt kommt man zu Raffinesse und Einfachheit gleichzeitig. Das ist eben der Unterschied zwischen schnellem Kochen und langsamem Kochen. Nicht nur das Kochen selbst muß in Ruhe und mit Andacht geschehen. Nach etwas Überlegung und einigem Schmökern in Kochbüchern und auf Küchenereignisse haben wir Orange und Fenchel in einem Rezept gefunden und geräucherte Forelle dazu gegeben.

Rezept Orangen-Fenchel-Forellen-Salat

Fenchel in feine Scheiben schneiden, Orangen filetieren, dabei den Orangensaft in einem Schälchen auffangen. Rote Zwiebel in feine Ringe schneiden, Friséesalat putzen, Walnüsse in der Pfanne kurz anrösten. Dille und Petersilie fein hacken. Den aufgefangenen Orangensaft mit Mariendistelöl, Salz, Apfelessig miteinander verrühren und in den Salat rühren. Mit geräucherter Forelle und getoasteten Baguette servieren.

Quellen:

Patrick Leigh Fermor:  Reise in die Stille, Zu Gast in Klöstern, Hanser 2000

Daniel Kahnemann: Thinking, Fast and Slow, FSG, 2011 (Schnelles Denken, langsames Denken)

Forellen-Käfer-Salat

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Mit Käferbohnen und weißen Bohnen, knackigen Radieschenscheiben, saftigen Cherry-Tomaten mit dem vollen Geschmack, einer geräucherten Forelle, abgeschmeckt mit Kürbiskernöl und Zwetschgen-Balsamessig. Dazu gereicht ein Stück dunkles Brot, kalt gegessen, mehr braucht‘s nicht für ein (kulinarisches) Gedicht.

Ceviche Tropical

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Aber mit Forelle! Dieser heimische Fisch lässt uns an tropische Gefilde denken: eine ungewöhnliche Kombination und doch steht die Forelle in völligem Einklang mit Quinoa, der süßlich-sauren Maracuja und den peruanischen Klassikern Süßkartoffel- und Kochbananenchips. Die Tigermilch, in der die Forelle ein Bad nimmt, gehört zum Standardrepertoire der peruanisch-japanischen Küche.

Drei kleine Salate zum Mitnehmen

Ein Fischcurry-Salat mit unserem Lieblingscurry, dem Jaipur. Ein knackiger Radieschen-Fenchelsalat mit geräucherter Forelle. Und ein Waldorf-Salat. Die Salate für die Woche, urlaubsbedingt sind es nur drei.

Fünf kleine Salate zum Mitnehmen

Das Angebot in Firmenkantinen ist ja oft bemerkenswert unoriginell, vor allem was Salat betrifft. Und wenn es dann auch noch gesund und gut schmecken soll, steigen die meisten sowieso komplett aus. Ob zum Mitnehmen in die Arbeit, auf den Tennisplatz oder einfach für zu Hause, wir präsentieren: Von Montag bis Freitag jeden Tag einen anderen Salat. Fünf Salate für die Woche! Kochen tut man die am besten alle auf ein Mal, gleichzeitig, etwa am Wochenende davor. Das geht schon, weil die Herstellung aller Salate dem selben einfachen Prinzip folgt. Zuerst die Grundzutat einweichen, meist eine Hülsenfrucht oder sonst etwas Getrocknetes, dann mit anderen Zutaten vermischen, fertig. Kalt serviert und kalt genossen.

Leichter Forellenschmaus

Es muss nicht immer Heringsschmaus sein, es geht auch mit geräucherter Forelle, die ist zarter im Geschmack. Traditionell ist gut, aber nicht gut genug. Dieser Forellensalat ist leichter im Vergleich zum eher deftigen Heringsschmaus, da er ohne Kartoffeln auskommt und die Mayonnaise mit Sauerrahm gestreckt ist. Dazu kommen knackige Selleriestangen, die den Salat auflockern und Tomaten: diese sorgen mit ihrem säuerlichen Geschmack für eine kleine Geschmacksexplosion im Mund. Ein knuspriges, weil getoastetes dunkles Brot, kann durchaus auch ein Buchweizenbrot sein, setzt zu dem Cremigen einen schönen Kontrast. Locker darüber gestreut wird etwas Schnittlauch. Für alle, die das neue Jahr leichtfüßig und beschwingt angehen wollen.