Eine ganze Gans war uns ein wengerl zuviel. Zum Abendessen zumindest.

Zutaten

IMG_5279_

Rezept

  1. Den Ofen auf 150 Grad aufheizen.
  2. Für die Gänsekeulen, diese abwaschen trocken tupfen und mit in Olivenöl aufgelöstem Piment und Salz rundherum einstreichen.
  3. Die Gänsekeulen auf dem Rost im Ofen 20 Minuten garen, wenden. Das so lange bis die Gänsekeulen eine resche Farbe zeigen also etwa 1:20 Stunden lang.
  4. Für die Sauce die grob geschnittene Zwiebel anschwitzen, Tomatenmark dazu geben und anrösten, grob geschnittenes Suppengrün dazu und ebenso anschwitzen lassen. Mit Portwein ablöschen und mit Gemüsesuppe aufgießen. Mit Salz und Piment abschmecken und sanft köcheln lassen bis es eine Sauce wird. Mit Stärke binden.
  5. Für das Rotkraut, dieses ohne Strunk hobeln. In einer Pfanne Öl erhitzen, Zucker darin anschwitzen lassen, die Zwiebelstreifen dazu geben und anschwitzen.
  6. Das Rotkraut dazu geben. Mit Rotweinessig ablöschen, dann mit Portwein. Mit gemahlenem Zimt und Kümmel würzen. Salzen.
  7. Den Apfel schälen und grob raffeln, dazu geben, mit Suppe auffüllen und 20 Minuten zugedeckt bissfest dünsten.
  8. Für die Erdäpfelknödel mehlige Kartoffel kochen und durchdrücken. Mit der zerlassenen Butter, Salz, Polenta, Eidotter und dem Mehl zu einem Teig kneten und rasten lassen und zu Knödel formen. In kochendem Salzwasser 10 Minuten einlegen.

Das Rotkraut nach dem Karlinger-Kochbuch („Kochen einfach genial“), Trauner Verlag Gastronomie, 21. Auflage 2014, S. 179

Die Knödel nach Ingrid Perndorf/Christoph Wagner „Knödelküche“, pichlerverlag, 2010, S. 19

Erwähnenswertes

Wenn in einem Rezept steht, oder wenn wir das freihändig machen, dass man mit Rotwein ablöschen soll, machen wir es auf die feine Englische Art und nehmen Portwein dafür. Zum Trinken genügt ein Blaufränkischer.

Gänse nicht mit dem eigenen Fett begießen, das sagt das italienische Standardwerk, „Der Silberlöffel“, Standardwerk der italienischen Hausfrau seit Jahrzehnten. So ist es.

4 Comments

  1. Mir war jetzt für Zwei auch eine ganze Gans zu viel. Ich habe auf die kleine „Schwester“ die Ente zurück gegriffen. Auch mit Rotkohl. Das kommt dann in den nächsten Tagen. Lasst Euch die Gänsekeule gut schmecken. LG

  2. also ich bin ja auch ein Fan des langsamen Garens bei Niedrigtemperatuten, aber 120 Stunden habe ich noch nicht geschafft ;)

    sieht verdammt lecker aus und liest sichauch sooooo lecker.

Kommentare sind geschlossen.