Mit Kraut und Brot und Senf.
Nach einer achtstündigen Rundreise, die uns bis nach Wien führte, sind wir wohlbehalten wieder zu Hause angekommen. Und wir sind draufgekommen, daß wir uns das hätten sparen können, was das Essen betrifft: die Wildbratwürstl hatten wir bei der benachbarten Fleischerei Fischl schon frühmorgens bekommen; Brot, Senf und Sauerkraut in Eisenstadt.
Wir waren froh, wieder aus Wien raus zu sein. Doch eine Begebenheit war so herzlich, daß ich sie hier wiedergeben möchte: Beim Heiner auf der Wollzeile war die Kellnerin hocherfreut, uns wieder zu sehen. Den ganzen Sommer waren wir nicht da. Ich hatte mir einen Einspänner bestellt, also einen Mokka mit Schlag und da tischte sie mir ein Käseomelette auf! Essen Sie, sagte sie, es ist zuviel gemacht worden; bevor’s verkommt. Das traf sich gut, ich hatte noch nichts gegessen, wenn man die obligatorische Leberkässemmel bei der Fleischerei um 8:00 außer acht läßt. Sie ließ mir noch schöne Grüße ausrichten, da ich ja schon zum Friseur entfleucht war. Das nächste Mal müssen wir wieder zum Heiner gehen! Und dann ist auch wieder der obere Stock offen!
Aufgrund der neuen Paketsteuer in Österreich bin ich bei Bestellungen auf Amazon zurückhaltend geworden. Bei einem Besuch bei Morawa tätigten wir die Einkäufe, die ansonsten bei Amazon angefallen wären, unter anderen erstanden wir das neue Buch von Ottolenghi: “Simple Too“. Obwohl viel zu teuer, wurde es trotzdem gekauft. Beim Durchblättern stieß ich nämlich auf ein Rezept, das wie geschaffen ist für Mörbisch: Rote Bete und Fenchel mit Sauerkirschen. Das müssen wir unbedingt machen! Mörbisch stammt ab von dem ungarischen Wort Megyes, und das bedeutet Sauerkirschen.
Wein: Chardonnay, 2023, Franz Schindler, Mörbisch am See




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