Mit Scherzel und Semmel… der reine Luxus.
Mit Ramsa-Spezialsenf… der totale Luxus.
Debrecziner sind vorsichtig zu genießen, spritzen beim Reinbeißen!


Debrecziner
Fotos und Text © 2026 https://kuechenereignisse.com
Gschichtln rundum Gustostückln
Mit Scherzel und Semmel… der reine Luxus.
Mit Ramsa-Spezialsenf… der totale Luxus.
Debrecziner sind vorsichtig zu genießen, spritzen beim Reinbeißen!


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Aus der schönsten Sackgasse Österreichs, aus Mörbisch am See, haben wir mitgebracht: Wiener Würstchen. Wir vergleichen sie mit den Altwiener Frankfurtern der Fa. Windisch in Wiener Neustadt. Diese stellt sie her nach dem Original-Rezept von 1805 vom Frankfurter Metzgermeister Johann Georg Friedrich Lahner.
Als die Küchenfee in der Fleischhauerei Fischl in Mörbisch bestellte, sagte sie „Drei Paar Wiener Würstchen“, schließlich sind wir nicht in Wien, nur dort heißen sie Frankfurter.
Das Brot dazu kommt vom Triebaumer in Rust. Es ist selbst gebacken, das Mehl ist selbst gemahlen und das Korn ist selbst gesät und geerntet. Es ist ein Sauerteigbrot mit Dinkel, Weizen und Johannisroggen, sowie Salz, Rosmarin, Hefe, Wasser – und Schmalz! Vermutlich ist das der Grund, warum es die Küchenfee so an ihre Kindheit erinnert.
Welche Würstel nun besser geschmeckt haben:
Die Altwiener sind der Maßstab.
Mörbischer: Fein, wurschtig, ausgewogener Geschmack
Altwiener: Fetter, triefender, grober gewolft, wurschtig.
Die Mörbischer hatten einen Geschmack im Abgang, bis ich draufkam, daß der vom Senf kam, einem mittelscharfen Senf. Man darf diesen Senf nicht zu Würsteln essen, das ist kein Würstelsenf, am besten nimmt man Ramsa-Senf.
Schwechater Lagerbier zum Spülen zwischendurch zwischen den Würsteln.
In Triebaumers Laden gab es auch Scotch Whisky, aus eigenen Fässern. Ein kurzer Schluck genügte, um festzustellen, davon muß man mehr haben. Wir beginnen mit dem Edradour.

















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In der US-Fernsehserie „Big Bang Theory“ wird Spaghetti mit Würstchen als Lieblingsessen der Figur Sheldon Cooper vorgestellt, das er schon als Kind von seiner Mutter bekam, das Würstchen aufgeschnitten. Für Sheldon ist es „Echt italienisch!“, ohne ironischen Unterton, was nicht einer gewissen Komik entbehrt. Die Spaghetti mit Wiener Würstchen zu erweitern, ist offenbar eine US-amerikanische Findung, wie der Hot Dog. Bei uns gibt es das nämlich nicht, ich habe es als Kind jedenfalls nicht bekommen und erst durch die Fernsehserie kennengelernt. Aber es gibt Gerichte auch bei uns, die um ein Würstchen erweitert werden: Ein Fiakergulasch zum Beispiel ist ein Saftgulasch mit Spiegelei und einem Einspänner, also einem einzelnen Würstchen. Dieses ist nicht aufgeschnitten. Das Frankfurter Gulasch mit Rindsgulaschsaft und hartgekochten, gehackten Dottern dagegen beinhaltet das Würstchen aufgeschnitten, wie bei Sheldons Spaghetti. Gibt man ein Wiener Würstchen zu einer Speise, verändert das ihre Eigenart grundlegend. Wiener Würstchen, das klingt so harmlos, es ist aber so mächtig, daß es eine Konkurrenz zur eigentlichen Speise darstellt, als gäbe man eine andere Speise dazu. Es ist wie beim „Concurrenzgulasch“, das aus zwei Speisen besteht, Gulasch und Schinkenfleckerl. Wir hatten Würstchen nach dem Originalrezept von Lahner, jenem großen Fleischermeister aus Oberfranken, der in Wien sein Glück suchte und die Wiener Würstchen erfand, anno 1805; – in Wien genannt Frankfurter. Die Lahnerwürstel nach einem Rezept von 1805 werden von der Fa. Windisch, Wr. Neustadt gemacht. Diese Würstchen sind geschmacklich so stark, daß sie tatsächlich eine Konkurrenz zu den Spaghetti bilden, da müssen sich die Spaghetti schon ein bisserl anstrengen.
Rezept Spaghetti mit Würstel
Für 2 Portionen: 1 mittelgroße Zwiebel, Olivenöl, 4 Knoblauchzehen, 1 EL Agavendicksaft, 1 EL Sherry-Essig, 400 ml pürierte Tomaten, Oregano und Basilikum, Salz, 2 Paar Wiener Würstel, Parmesan
Zwiebel klein hacken und in Olivenöl anschwitzen. Nachdem es hellbraune Farbe angenommen hat, die Knoblauchzehen dazureiben und anschwitzen. Agavendicksaft dazugeben und karamelisieren. Mit Sherry-Essig ablöschen, einköcheln lassen und dann die pürierten Tomaten dazugeben. Gehackten Oregano und Basilikum reingeben und leise etwa 20 Min. köcheln lassen, und zum Schluß mit Salz abschmecken. In der Zwischenzeit die Spaghetti kochen und die Würstel sieden (nicht kochen). Mit geriebenem Parmesan servieren.
Ergebnis: Das schmeckt wirklich. Man kann das gut und gern essen.





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Deutschland wählt…. und bei uns gibt es Bratwürstel. Weil das so typisch deutsch ist. So herrlich deutsch wie „Wer andern eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.“ Dieser Spruch nimmt die aufgetürmten Wortzusammensetzungen, wie es das nur in der deutschen Sprache gibt, auf die Schaufel. Und den deutschen Ingenieur, der für alles die richtige Lösung und das passende Werkzeug parat hat. Zuerst dachten wir an Thüringer Bratwürstel, doch die konnten wir nicht auftreiben. Deshalb gibt es einen Strauß von verschiedenen Würsteln: es gibt Bratwürsteln, Rostbratwürsteln und Britwürsteln, das sind die Minibratwürsteln, die die Engländer zum Frühstück schon verspeisen. Also dick, mittel und klein. Aber alles ohne irgendwelchen Zusatzmitteln, das war schwer zu finden. Dazu Weißkraut, das ist ja auch ein typisch deutsches Gemüse. Und Kartoffeln, auch typisch deutsch.
Deutschland wählt….
Und wir wählen mit, unsere Wahl fiel auf Bratwürsteln mit Kraut und Bratkartoffeln.
Mit deutscher Genauigkeit hat die Hofköchin die Würsteln nebeneinander aufgelegt. Wie die Zinnsoldaten.
Das Weißkraut wurde frisch gehobelt, ingenieursmäßig mit der Mandoline.
Die Kartoffeln im Topf mit Wasser gekocht und mit dem Schälmesser geschält.
Sodann wurde mit dem Öltrichter Olivenöl aus dem Kanister in die Bratpfanne umgefüllt.
Achtung! Ab jetzt wird gekocht, das heißt gebraten!
Dafür brauchen wir eine gußeiserne Bratpfanne für die Bratwürsteln (Bratwurstbratgerät!), eine Sauteuse mit hochgezogenem Rand für das Kraut. Einen Sautoir für das Sauerkraut. Und für die Kartoffeln eine weitere gußeiserne Bratpfanne ebenso von Skeppshult.
Wir brauchen einen größeren Herd!
Ruft die Hofköchin fachmännisch wie ein Ingenieur.
Schaut mir sehr nach deutscher Bratwurstküche aus.
Dazu alkoholfreies Bier. Das ist unsere Wahlempfehlung. Nicht daß jemand falsch wählt und seinen Entschluß bereut. Bitte nüchtern wählen!
Nun bleibt uns nicht mehr viel übrig, als alles Gute zu wünschen. Toi, toi, toi. Möge der oder die Bessere gewinnen.







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Wir haben eine Wurst bekommen, aus dem Waldviertel. Zu zwei Dritteln besteht sie aus Rothirsch, Schwein und Rind werden zum Binden verwendet, Käse wie bei normaler Käsewurst. Das Fleisch stammt vom Hals bis zum Rücken. Hergestellt von der Fleischhauerei Bauer in Bad Großpertholz, nach einem Rezept der alteingesessenen Fleischhauerfamilie. Der Hirsch wurde von einem ortsansässigen Jäger erlegt.
Link: https://www.nordwaldhof.at/unsere-fleischerei/
Die großzügig geschnittenen Wurstradeln werden auf einen Kornspitz gelegt. Ohne Butter. So schmeckt Wurst! So eine fleischige Wurst habe ich schon lange nicht mehr gegessen. Schmeckt wie früher, so wie wir es gewohnt sind und wie wir es mögen. Ausgezeichnet!



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Das Mangalitza-Blunznradl sowie das Leberwurstradl wurden am Bauernmarkt auf der Freyung besorgt. Nach Hause fuhren wir wieder mit dem Taxi durch die Stadt. Das Taxi machte allerdings seltsame Geräusche, so ähnlich wie das Sonar von „Das Boot“ wenn es bei höchster Alarmstufe fuhr. Nach einiger Zeit hörte es auf, ging aber wieder von vorne los. Und zwar immer genau dann, wenn das Taxi neuerlich losfuhr, nachdem es zum Stillstand kam, wir bewegten uns im Stop-and-Go-Verkehr. Der Taxifahrer meinte nur, das läge daran, weil wir uns nicht angeschnallt hätten. Ach wie gut, daß es heutzutage solche Nanny-Autos gibt.
Apropos Taxi. Am 1.1. ist ein neuer Höhepunkt erreicht: dann dürfen Taxiunternehmen nur mehr Elektrofahrzeuge als Taxi anmelden. Taxiunternehmen, besonders die kleinen, können sich kaum retten vor lauter Begeisterung. Sie fahren meist im Radl (Schichtdienst) rund um die Uhr, können sich keine Standzeiten leisten. Wie sie die 8 Stunden Ladezeit in den 24-Stundenarbeitstag einbauen, weiß man im Rathaus, wo man diesem Gesetz zugestimmt hat, sicher ganz genau.
Taxifahren wird jedenfalls teurer. Eine Stunde mit dem Fiaker kostet 150 Euro. Das wird in Zukunft gegeneinander abgewogen.
Zufällig habe ich mir in der Buchhandlung eine neue Ausgabe von „1984“ gekauft.
Gebratene Mangalitza-Blunzn und -Leberwurst mit Ofenbraterdäpfel in Kümmel, in Weißwein geschmortes Sauerkraut und Kraut mit gerösteten Mangalitzaspeck. Dazu Salzgurken, Senf und Kren.
Die Mangalitza-Blunzn enthält: Schweinefleisch 53 %, Schweineblut 11 %, Schwarten, Semmelwürfel, in den Semmelwürfeln sind Weizen, Hefe und Wasser, dann Speisesalz, Gewürze und Schweinedarm.
Die Mangalitza-Leberwurst: Schweinefleisch 53 %, Schweineleber 11 %, etc. s.o.
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Mit Mortadella, Kohlrabi, Birne, Parmesan, Frühlingszwiebel, grobkörniger Senf für die Apfelessig-Olivenöl-Vinaigrette. Darüber Petersilie gestreut.
Rezept
V i n a i g r e t t e Apfelessig mit frisch gemahlenem grünen Pfeffer und Salz verrühren. Dijon-Senf à l’Ancienne und Honig mit Schneebesen verrühren. Olivenöl darunterschlagen. S a l a t Kohlrabi und Birne mit dem Gemüsehobel in feine Scheiben hobeln. Mortadella in Streifen schneiden. Mit der Vinaigrette vermischen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, Parmesan mit dem Messer in Späne schneiden, unterheben. Petersilie darüberstreuen.
Die selig Grinsenden wurden für verrückt erklärt, von denjenigen, die den Mortadella-Kohlrabi-Salat nicht gegessen hatten.
And those who were seen dancing were thought to be insane by those who could not hear the music. (Amerikanisches Sprichwort, Friedrich Nietzsche untergeschoben. Bin gespannt, wem dieses Zitat nun zugeordnet wird,)
SZS



Das Baguette wird durch den Tomatensalat benetzt und erhält diesen typischen Geschmack der Provence von „benetztem Brote“, bei dem altes Brot wiederverwendet wird. Oder wie in der Toskana, wo man den Panzanella erfunden hat, was nichts anderes war als eingeweichtes, altes Brot. Hier nehmen wir Anleihen an einem der berühmtesten Salate. Dazu gibt es eine außergewöhnliche Kombination zweier Fleischsorten, die nicht unterschiedlicher sein könnten; – wir begeben uns auf Surf&Turf Terrain. Die feine Hühnerbrust und die derbe Mangalitzawurst ergeben einen wilden Kontrast, der nur noch durch den deftig sauren Rucola-Tomatensalat absolutiert werden kann – ein doppelter Kontrapunkt der Genüsse. Das Baguette darf natürlich keine zarte Figur abgeben sondern muß ein kräftiger Kerl sein, mit einer kernigen Bräunung. Dieses wird gegrillt und mit Knoblauch abgerieben.

Hühnerbrust zwischen Backpapier mit dem Fleischklopfer flachklopfen. In der Bratpfanne in Olivenöl beidseitig anbraten. Mangalitzawürstel in ½ cm dicke Scheiben schneiden. In die Pfanne geben und mitbraten. Warm stellen. Das Baguette in schräge Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen ohne Backpapier und draufgrillen. Tomaten in Scheiben schneiden. Und eine Vinaigrette zubereiten: Olivenöl, Balsamicoessig, Salz, geriebener Knoblauch und gehackter frischer Oregano. Dann die Tomatenscheiben dazu geben und auch den Rucola und unterheben. Das gegrillte Baguette schräg aufschneiden und auf den Schnittflächen mit einer Knoblauchzehe fest einreiben. Und den Rucola-Tomaten-Salat darauf geben. Die Hühnerbrust in Scheiben schneiden und auf den Teller geben. Und die Mangalitzawurst-Scheiben auf die Hühnerbrust legen. Zum Schluß mit Fleur de Sel würzen.
Wein: Zu diesem Baguettesalat paßt nur ein Rotwein mit Charakter, der dem Kontra gibt: Umathum, Blaufränkisch, Kirschgarten, 2018. Rechtzeitig die Flasche öffnen, damit Dionysos sich rühren und erwachen kann. Noch besser wäre es, die Flasche zu dekantieren.
Wie sagt der Wiener zu einem Achterl Bier? Pfff.
Echtwienerisch-Lexikon



Wozu ein jüdisches Kochbuch, wenn wir Das große Sacher-Kochbuch von 1975 haben. Das erfüllt seinen Zweck genauso, zumindest fanden wir dort diesen Kartoffelsalat. Der ist so einfach, kann jedes Kind.
K a r t o f f e l s a l a t a u f d i e j ü d i s c h e A r t Kartoffeln kochen, dann schälen und in Scheiben schneiden. In einer Schüssel Weißweinessig, Salz, Pfeffer, rote Zwiebeln, sauren Apfel zB Elstar, und etwas Gänsefett mit den Kartoffelscheiben ordentlich verrühren. Auskühlen lassen.
Das Besondere daran ist, daß der Kartoffelsalat ganz ohne Rindsuppe gemacht wird. So schmeckt der Kartoffelsalat sehr gut, daran könnt ich mich gewöhnen! Erfrischend ist die Säure von den Äpfeln. Dazu die gebratenen Kalbsbratwürstel und Käsekrainer vom Rind, ein Gedicht!



Statt der Garnelen nehmen wir Schweinefleischwurst, das konveniert mehr unseren europäischen Geschmacksnerven, die sind halt auf Schwein geeicht und nicht auf Garnelen. Warum auf die ungarische und kroatische Art? Wegen der Beilage Letscho; und kroatisch wegen der Belje-Wurst, einem Mitbringsel von lieben Freunden. Es war eine Spezialität aus Kroatien, die Slawonische Schwarzwurst „Belje“. Belje ist ein Ort nahe dem Naturschutzgebiet „Kopacki rit“ in Slawonien, wo die Slawonischen Schweine gehalten werden.
Rezept Ungarisch-kroatisches Surf & Turf
Die Wurst in Scheiben schneiden und ohne Zugaben von Fett in der gußeisernen Fischpfanne beidseitig anbraten. Herausheben, auf Küchenkrepp legen und warm halten. In dem in der Pfanne übrig gebliebenen Fett der Wurst die Lachsstücke auf der Hautseite braten, auf Stufe 7 von 9 am Ceranfeld, ca. 7 bis 10 Min.: solange, bis man sieht, daß die Haut sich von der Pfanne hebt. Dann den Fisch umdrehen, zurückdrehen und kurz durchziehen lassen.
Beilagen: Bratkartoffeln (Laura), Letscho.
Link Slawonische Schwarzwurst:
Slawonische Schwarzwurst – "Belje" 380 g
Der Lachs wurde gekauft bei Eishken Estate, das hatten wir schon lange nicht mehr: Fisch vom Feinsten, Fisch von Eishken!


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