Giotto-Risotto

Es gibt nichts Besseres für das Gemüt als Risotto, dem König aller Reisgerichte. Durch das ständige Rühren kommt es zu einer Vermischung der Aromen, die der Reis in sich aufnimmt, der sich mit den Pilzen zu einem wohligen Ganzen verwandelt, das in sich harmonisch geschlossen ist, man braucht einfach nicht mehr. Vielleicht einen Hauch Trüffelöl für Kenner und Liebhaber, um dem Risotto eine erdige Note zu geben, einfach göttlich. Wäre Giotto Koch gewesen, er hätte Steinpilz-Risotto gemacht.

Ein paar getrocknete Steinpilze eine Stunde lang in lauwarmes Wasser legen. Dann 2 EL Olivenöl und einen EL Butter leicht in einem Topf erhitzen, 3 fein gehackte Schalotten anschwitzen. 200 g Champignons in feine Scheiben schneiden, 2 Champignons auf die Seite legen, 300 g Eierschwammerl putzen, einige davon auf die Seite geben, 3 kleine Kräuterseitlinge in Scheiben schneiden, zwei auf die Seite legen. 2 schöne Steinpilzstücke auf die Seite stellen, 5 Steinpilze putzen und stückeln. Die geschnittenen Pilze zu den Schalotten in die Pfanne geben. Ein paar Minuten mitgaren. 300 g Risotto-Reis einrühren und bei mittlerer Hitze so lange anschwitzen, bis der Reis perlweiß wird. Die getrockneten, mittlerweile eingeweichten Steinpilze samt dem Sud dazugießen. Die getrockneten Steinpilze geben erst den richtige intensiven Geschmack Zweieinhalb Liter Hühnerbrühe erhitzen. Ein bis zwei Schöpflöffel von der Hühnerbrühe in den Topf mit dem Reis geben, rühren. Wenn die Hühnerbrühe vom Reis mehr oder weniger aufgesogen ist, einen oder zwei weitere Schöpflöffel Hühnerbrühe dazu geben. Rühren, immer wieder rühren, 20 Minuten rühren, bis der Reis schön schlotzig ist. Den Topf mit dem Reis vom Herd nehmen und etwa 80 g Butter und 60 g frisch geriebenen Parmesan einrühren. Während  dem Rühren vom Risotto die auf die Seite gestellten Pilzstücke halbieren und in der Grillpfanne auf beiden Seiten braten.

Das Risotto in tiefen Tellern anrichten. Mit den gegrillten Pilzscheiben belegen, mit Parmesanspänen bestreuen und mit Trüffelöl beträufeln.


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Redaktion K.E

Küchenereignisse - von hart Gesottenem und weich Gekochtem.

6 Comments

    1. Man muss es auch nicht selber machen, aber man sollte es nur in einem Lokal bestellen, in dessen Kochkünste man vertraut. Risotto ist zwar einfach, aber man muss dahinter sein: man muss ständig rühren und Suppe nachfüllen. Dafür fehlt oft die Ausdauer, die Zeit oder der Wille. Deshalb ist es letztlich doch ratsamer, selbst zu kochen.

  1. Risotto geht immer! Dieser hier ist besonders köstlich.
    Übrigens: Risotto – das italienische Wort endet auf o, deshalb DER Risotto! 🤓

    1. Im Deutschen gilt die italienische Grammatik nicht. Das betrifft auch Lehnwörter. Auf den ersten Blick erscheint dies einleuchtend, zeugt dies doch von der der deutschen Sprache innewohnenden Stringenz und ist nicht weiter der Rede wert. Und doch ist die deutsche Sprache vor Merkwürdigkeiten nicht gefeit. Eine davon ist zum Beispiel, dass manche Substantive mit mehreren grammatikalischen Geschlechtern „können“. Zu ihnen zählt das Wort „Risotto“, das sowohl mit dem Neutrum als auch mit dem Maskulinum harmoniert. Geschlagen muss es sich nur geben dem Joghurt, das mit allen grammatikalischen Geschlechtern gewaschen ist.

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