So unscheinbar es auch aussehen mag, aber dieses Gericht hat es in sich. Man kann es nur mit geschlossenen Augen genießen – ansonsten sticht einem der frische Kren ins Auge. Es ist ein Trompe l‘oeil, wie man es sonst nur von der Hochgastronomie her kennt, die Fleckerln verkleiden sich als rote Rüben, indem sie deren Farbe annehmen. Es ist nicht zum Anschauen, sticht im Auge, aber: diese Kombination aus Sauerrahm, Kren, roten Rüben und Fleckerln, bei uns aus Vollkornmehl – ist wahrlich ein Genuss für jeden Gastrosophen. Das ist ein Gericht, das lasse ich mir gern einreden.
Rote Rüben in Salzwasser mit Kümmel eine Dreiviertelstunde lang weich kochen, im Sud auskühlen lassen, erst dann schälen und klein würfeln. In den Rote-Rüben-Saft Kümmel, Honig, Essig und Salz geben. Aufkochen und um ein Drittel reduzieren. Die Sauce binden. Vollkornfleckerln und roten Rüben dazu geben. Mit Sauerrahm bestücken und mit frisch geraspeltem Kren bestreuen.
Der Kren (Meerrettich), frisch gerissen von der Krenwurzen, hat es in sich: so scharf, dass man meinte, es wird einem ins Auge gestochen und dabei ist er ganz mild vom Geschmack her.
Und wieder ein Gericht inspiriert von einem Rezept von Meinrad Neunkirchner aus „Österreich vegetarisch“*.
Das klingt total lecker und passt von der Optik bestimmt gut zu Halloween.
LG Ilka
Ja daran habe ich gar nicht gedacht: Halloween! stimmt!
liebe grüße
Christian