Im Wirtshaus im Hofgassl

Wurzelspeck und Lardo vom Triebaumer, geräucherter Lardo und Császár szalonna (Kaiserspeck) aus Ungarn.

In der Storchenstadt geht man gern in die Adebar, wo auch sonst, Störche gibt es hier überall. Wir aber gingen ins Wirtshaus im Hofgassl am Rathausplatz und speisten dort in der Mittagssonne. Ein bißchen früh für die Jahreszeit, wenn der Große Wolkenschieber eine Wolke über uns geschoben hatte, war es kalt. Rinderfilet mit Gänseleber, Spargel und getrüffeltem Erdäpfelpüree. Und Gänseleber mit grünem Apfel und Portweinsoße als Hauptspeise. Beim Triebaumer-Laden am Rathausplatz versorgten wir uns mit Wein und Brot. Etwas irritiert waren wir von einer gut betuchten Frau: Ist das ein Bio-Honig? Ob es den Bienen eh gut geht? Denn sie will nur, daß es den Bienen gut geht… Über diese Fragen mit Seltenheitswert vergaßen wir zu fragen, was für ein Brot wir da eigentlich kauften. Ich wollte dann auch nicht mehr fragen, was es mit dem Whisky auf sich hat, der dort ausgestellt war: Scotch Whisky stand darauf, „Single Malt“, aber auch „Blaufränkisch Mariental Cask Finish“ und „Weingut Ernst Triebaumer“. Wie das zusammengeht, wäre die Frage?


Zu Hause angekommen, nach „Fun, fun, fun of the Autobahn“, gab es dann Speck in seinen mannigfaltigen Arten. Wurzelspeck und Lardo vom Triebaumer, geräucherter Lardo und Császár szalonna (Kaiserspeck) aus Ungarn. Dazu Verhackertes. Das Brot, ein feinporiges eher helles Brot, erinnert die Küchenfee an etwas, bloß an was? Wir müssen also noch einmal hinfahren, nach Rust, sonst kommen wir nie dahinter.

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Ruster Ausflug

Heute waren wir in Rust. Dort treibt ein gewisser Triebaumer sein Unwesen, dh eigentlich sind es zwei Brüder, der eine macht Weinbau, Ernst, der andere Mangaliza-Speck und Lardo, Richard. Von Unwesen kann natürlich keine Rede sein. Auf „servusTV“ waren sie schon zu sehen. Wir haben mitgenommen: einen „Maulwurf“, auf dem Rückenetikett steht „Enkeltaugliche Wirtschaftsweise…“ da hörte ich schon auf zu lesen, bis dorthin wo die Rebsorten aufgezählt werden, bin ich gar nicht gekommen. Es sind: Blaufränkisch, Merlot, Cabernet-Sauvignon. Eine frankophile Rust-Abstimmung für Freunde des roten Rebensaftes. Kaum einen Schluck genommen, ungelüftet, tuts mir schon leid, nicht mehr genommen zu haben. Wenn das naturbelassen ist, wie es draufsteht, bitte nur mehr naturbelassene Weine.

Hier trifft zusammen, was zusammen gehört: Rotwein und Mangaliza-Speck!

Auch in Purbach (Haus anschauen) waren wir, und in Breitenbrunn, wo Gottfried Kumpf, der Burgenland-Maler, in einem Streckhof gewohnt hat, in den Siebziger-Achtzigerjahren, da sind wir vorbei gefahren. Dort sind wir bis zum See gekommen, zum „neuen Strand“, auf einen Ingwer-Minze. Die segelhohen Sonnenschirme wurden entmantelt und so aus ihrem Winterschlaf gerissen, ein untrügliches Zeichen dafür, daß die Badesaison unmittelbar bevorsteht. Es ist zwar noch kühl, aber die Sonne brennt schon herunter.

Der Weiße ist mein Favorit!

Man müßte eine halbe Sau kaufen. Für die Speisekammer. Aber Mangaliza!


  • Mangaliza-Speck, Richard Triebaumer, Rust
  • Mangaliza-Lardo, Richard Triebaumer, Rust
  • ET 2023, Ernst Triebaumer, Rust, „Maulwurf“. Am Etikett steht: …rund, saftig und zuvorkommend (!).

Weiters mitgenommen aus Triebaumers feinem Laden am Ruster Rathausplatz: Safranfäden. (Kann man immer brauchen).

www.richardtriebaumer.at

Brot hat es keines gegeben, das gibt es nur am Samstag und am Sonntag. Daher mußten wir noch nach Wien-Hietzing zu Öfferls neuer Filiale im Ekazent fahren.

https://www.freistadt-rust.at

Was soll man sonst noch sagen über Rust? Störche klappern auf den Dächern, ein Heuriger reiht sich neben den anderen, Aussicht auf den See, davor strohgelbes Meer. Ja, Ruster müßte man sein.

Derzeit noch nicht so viele Gäste, es wurlt noch nicht so.

Warum in die Ferne schweifen? Das Gute ist so nah!

Nach Johann Wolfgang v. Goethe, Die Entfernung Rust – Wien beträgt 50 km Luftlinie.

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Ruster Hof am Alten Stadttor

 

A short look into a yard at the Altes Stadttor in Rust at Lake Neusiedl, Austria.

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On our way through the Old Town of Rust we went by this entrance, which attracted our attention with amazement. The other day, I found out that one can get hold of a poster at http://www.allposters.at depicting exactly the same scenery, see here. Comparing these pictures, one realizes that the arrangement of plants and flowers changed, not affecting the power of the image. Obviously, it changes every year, the arrangement was also different compared to the picture I took last year. It seems that the painter with the live flower brush is filled with joy, reinventing this beautiful picture of a yard in Rust again and again. With every consideration to her or him, although we haven’t met.

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Ein kurzer Blick in einen Hof am Alten Stadttor in Rust am Neusiedlersee.

Auf dem Weg zum See durch die Altstadt von Rust kamen wir an diesem Toreingang vorbei, der uns, getroffen von der Schönheit, zum Anhalten und Staunen veranlasste. Anderntags entdeckte ich, dass man auf http://www.allposters.at genau von diesem Toreingang ein Poster erwerben kann, siehe hier. Vergleicht man die Bilder, so bemerkt man, dass sich trotz gleichbleibender Stärke die Szenerie der Blumen und Pflanzen geändert hat. Offenbar tut es das jedes Jahr, denn auch auf meinem Foto vom letzten Jahr ist ein anderes Arrangement zu sehen. Der Maler mit dem blumigen Pinsel scheint seine helle Freude daran zu haben, dieses Ruster Hofbild immer wieder zu neuem Leben zu erwecken. Ihr oder ihm sei hiermit, unbekannterweise, der höchste Respekt gezollt.

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