Unser Klassiker zum Neujahr. Wer Linsensuppe am Neujahrstag isst, bekommt bestimmt viel Geld im neuen Jahr. Sehen die Linsen doch wie Goldmünzen aus.

Zutaten

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Rezept

Für die Linsensuppe

  1. Die Linsen kalt waschen, Karotten und Schalotten waschen und schälen, Gewürznelken in die Schalotten drücken.
  2. Petersilie, Lorbeerblatt und Thymianzweig zusammenbinden.
  3. Die abgetropften Linsen in einen Topf geben, Geflügelfond dazu schütten, mit Wasser auffüllen, sodass das Wasser 5 cm über den Linsen steht.
  4. Aufkochen und die Aromazutaten dazugeben und 25 Minuten langsam köcheln lassen.  Nach etwa 3/4 der Zeit salzen. Am Ende der Garzeit die Aromazutaten herausnehmen, 2 EL der Linsen beiseite stellen und den Rest pürieren, Butter unterziehen. Durch ein Spitzsieb filtern.

Für die Gnocchi

  1. Ricotta, Mehl, Eigelb verquirlen und dann mit einem Ei verquirlen, salzen, kalt stellen.
  2. Mit zwei silbernen (!) Teelöffeln kleine Knödeln bilden und in kochend heißes Salzwasser tauchen, 3 Minuten pochieren und in ein Gefäß mit Salzwasser legen.

Für die Beilage

  1. Speck ohne Schwarte in Würfel mit 4 mm Seitenlänge schneiden. Karotten und Jungzwiebel waschen, Karotten würfeln, Jungzwiebel in Ringe von 1 mm Stärke schneiden. Die Ringe von einander lösen und die feine Haut entfernen.
  2. Die Speckwürfel in Olivenöl anbraten und die Karottenwürfel und Zwiebelringe dazugeben. Bei geschlossenem Topf 3 Minuten garen, anschließend mit entfettetem Geflügeljus aufgießen und bei geschlossenem Topf 8 Minuten köcheln lassen.
  3. Danach 2 EL von den gekochten Linsen dazu fügen, würzen, warm stellen.
  4. Kaltes flüssiges Schlagobers in eine auf Eis stehende Salatschüssel gießen und steif schlagen. In ein sauberes Gefäß füllen und kalt stellen.

Fertigstellen und Anrichten

  1. Hellen Geflügelfond mit Olivenöl, Salbeiblatt und Butter in einem Sautoir erhitzen und unter leichtem Köcheln sämig werden lassen.
  2. Die Ricotta-Gnocchi vorsichtig in den Sautoir dazugeben und mit geriebenem Parmesan bestreuen. Die Gnocchi vorsichtig darin rollen bis die Sauce davon vollständig überzogen sind.
  3. In einem vorgewärmten, tiefen Teller die Gnocchi rosettenförmig anordnen, das Linsenragout rundherum verteilen, Suppe darüber gießen und mit 1 EL  halb geschlagenem Schlagobers in der Mitte garnieren.

Inspiriert von Alain Ducasse “Grand Livre de Cuisine – Kulinarische Enzyklopädie”, 2005, Matthaes dt. 2006, S. 846 „Leichte Suppe von grünen Linsen“

Anzumerken ist

Nicht vergessen, 2 Esslöffel von den Linsen vor dem Mixen abschöpfen, sonst hat man keine für die Suppeneinlage.

Man wundert sich, dass ein Salbeiblatt in der Zutatenliste für die Gnocchi steht, es dann aber bei der Teigherstellung keine Berücksichtigung findet. Erst beim Anrichten kommt es dazu und gehört dort zum Fertigstellen der Linsensuppe.

Der Speck wird etwas größer gewürfelt als die Karotten. Beim Anbraten zieht er sich etwas zusammen und soll dann so groß sein wie die Karottenwürfel. So werden sie zum Verwechseln ähnlich, was beim Essen zu überraschenden Geschmackserlebnissen führt.

Die Ricotta-Gnocchi kommen ganz ohne Erdäpfel aus, was dem Jahresvorsatz vieler und auch dem von uns entgegen kommt.

Wir haben dieses Rezept schon öfters zu Jahresbeginn gemacht, haben aber noch nie die Gnocchi selbst zubereitet. Deshalb kamen wir erst jetzt drauf, dass die Zutatenmenge für das Mehl bei den Gnocchi falsch ist. Dort steht 30 g Mehl. Das ist viel zu wenig bei 500 g Ricotta, der Teig ist zu flüssig. Gemeint sind wohl 130 g Mehl. Ein Übersetzungsfehler kann das nicht sein. Was steht wohl im französischen Original…

 

16 Comments

  1. Kingt sehr lecker… und sieht auch sehr lecker aus! Aber ich weiß nicht, ob ich mich von meinem ungarischen Traditionsrezept trennen kan… :)
    https://cpunet.wordpress.com/2016/01/01/lencsefozelek-linseneintopf/

    Bin übrigens ganz schön neidisch auf deine Fotos! Ich würd’s gerne auch so können! Plane in knapp einem Jahr mein eigenes Fotokochbuch mit unseren Familienrezepten zu verschenken… Denn nach Weihnachten ist vor Weihnachten. :)

    LGr aus Nürnberg,
    Csilla

    1. Das ist genau das Schöne, dass es so viele verschiedene Linsenrezepte gibt. Da kann man lange Linsen kochen und hat doch immer was ein bisserl Anderes. :)
      Die Fotos gefallen Dir? Danke Dir! Das macht mich stolz. Ich fotografiere erst seit dem Blog so viel. Vorher eigentlich nur zu Familienfesten.

      liebe Grüße Christian

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      Cheers Christian

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  5. Linsen als Start ins neue Jahr kenne ich gar nicht. Aber ich liebe Linsensuppe 😀. Das macht Appetit. Ich komme gerade aus meinem Studio, die Suppe wäre jetzt perfekt.

    1. Wobei es angeblich so ist, je mehr Linsensuppe man isst, desto größer der Geldregen das Jahr über. Die einen sparen und die anderen essen brav ihre Linsensuppe zu Silvester. ;)
      liebe Grüße
      Christian

  6. Linsen am Neujahestag ist ein MUSS. Bei mir als Linsen-Salat, lauwarm mit in Knoblauch gebratenen Flußkrebsen, schön scharf abgeschmeckt. Das Rezept werde ich noch veröffentlichen (ich habe noch keine Fotos). LG & alles Gute für 2016 Hartmut

    1. Hallo Hartmut,

      Linsen gibt es ja schon seit dem Altertum und wurden schon im alten Ägypten gekocht. Es gibt sie in den vielfältigsten Variationen, aber mit Flusskrebsen habe ich sie noch nicht gesehen. Jetzt hast Du mich neugierig gemacht! Bin gespannt auf die Fotos.

      Liebe Grüße und wünsch Dir auch alles Gute fürs neue Jahr!
      Christian

  7. Bin gerade durchfroren nach Hause gekommen. Was gäbe ich alles für einen Teller eurer Suppe!
    Apropos Gnocchirezept: In Österreich ein deutschsprachiges Rezept mit französischem Original für ein italienisches Gericht???!!! :D
    Wünsche Euch ein wohlschmeckendes neues Jahr, Bernhard

    1. Hallo Bernhard,
      in der österreichischen Spielart wäre die Linsensuppe deftig. Statt Gnocchi gäbe es Semmelknödel, Wacholder statt Thymian. Gurken fein geschnitten, Sardellen, Kapern, etc. Die Ducassesche Variante ist viel sämiger und feiner und da hast Du schon recht: Gerad heute, wo es so nass und so neblig ist, ist sie die erste Wahl.

      Liebe Grüße, Christian und lasst es euch auch im neuen Jahr gut schmecken!

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