Tiramisu ohne

Im klassischen Tiramisu ist Amaretto drin, damit disqualifiziert es sich für die Kinderjause. Kindergerecht und kinderleicht in der Herstellung ist dieses Tiramisu ohne. Nur die Zutaten insbesondere die Eier müssen frisch sein, da es sich um ein Kaltgericht handelt.

Selbstgemachte Biskotten (Löffelbiskuits)

Man kann ihn zwar selber machen, das weiß man, doch die meisten kaufen ihren Blätterteig im Geschäft, auch jene, die gerne kochen und backen. Kochen hat zwar was mit Selbermachen zu tun, zu mühsam ist jedoch die eigene Herstellung und zu einfach kann man ihn aus dem Geschäft mitnehmen. Als wir im La Pergola Osteria Friulana waren, gab es dort ein Tiramisu, das mit Pavesini-Biskuits gemacht war. Für unser Tiramisu sollten es die gleichen sein wie die im Original aus Friaul. Nur sind die bei uns schwer zu bekommen. So kam uns die Idee, die Biskotten (Löffelbiskuits) selber zu machen. Es gibt gewisse Produkte, an die man keinen Gedanken verschwendet, um sie selbst herzustellen. Beim Blätterteig war immer schon mein Hintergedanke, den mal selbst zu machen. Aber nicht bei Biskotten. Irgendwann einmal müssen wir uns auch dem Blätterteig zuwenden.

Marihuana statt Mascarpone

Das neue Jahr bringt einiges an Veränderungen mit sich. So kann man ab 2018 in Kalifornien Marihuana ganz legal kaufen. Auf Bundesebene ist es zwar weiterhin verboten, weshalb Banken und Zahlungsvermittler ihre Finger davon lassen. Man muss es bar bezahlen. Auch ist Kalifornien nicht der erste Bundesstaat in den U.S.A., der es legalisiert. Er ist aber bei weitem der Größte. Es ist ein Milliardengeschäft, von dem sich Kalifornien einiges an Steuereinnahmen zur Sanierung des maroden Landeshaushalts erhofft.

Marihuana kann man rauchen. Man kann es sich in die Haut reiben, es kommt in Körperlotions rein. Man kann es essen, zum Beispiel in Honig und Kuchen. Marihuana in aller Munde, High Food statt Haute Cuisine sozusagen.

Jogging, Aerobic und Sushi sind zu uns über den großen Teich herüber geschwappt. Den Anfang machten diese aufsehenerregenden Trends in Kalifornien, mittlerweile sind sie Normalität geworden. Vielleicht geht es dem Gras einmal genau so und es wird auch bei uns legal. Und vielleicht finden wir es eines Tages ganz normal, etwas davon in den Guglhupf zutun. Bis es soweit ist, essen wir unser Tiramisu  leidenschaftlich gern mit Mascarpone und Kaffee. Dabei verzichten wir sogar auf den Alkohol leichten Herzens. Das stimmt  mich zuversichtlich: Nein, Marihuana wird auch dann nicht in unser Essen hineinkommen, selbst wenn es legal geworden ist.

Rezept Biskotten

Zutaten (für etwa 40 Biskotten)

150 Gramm Universalmehl

30 Gramm Kartoffelstärke

3 Eier

130 g Demerara-Zucker

1 TL Vanilleextrakt

die Spitze eines Teelöffels Backpulver

20 g Demerara-Zucker, zu Staub püriert

Zubereitung:

Eier mit Zucker vermischen und luftig aufschlagen, das dauert mindestens 5 Minuten.

Das Mehl mit dem Vanilleextrakt und dem Backpulver darüber sieben. Gut verrühren.

In einen Dressierbeutel geben und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Die klassische Form hat am Beginn und Ende eine löffelförmige Verdickung.

Mit Staubzucker bestreuen. Mit Backpapier abdecken und eine Viertelstunde beim Zimmertemperatur ruhen lassen.

Im auf 180 Grad vorgeheizten Backrohr etwa 5 Minuten backen, dann auf 150 Grad zurückgehen und weitere 7 bis 9 Minuten backen, bis sie gebräunt sind. Herausnehmen und abkühlen lassen.

                                                                                                                                                         

Rezept Tiramisu ohne

(für zirka 10 Personen)

Zutaten

Getränkte Biskotten

500 ML Espresso

250 g Biskotten

Kakaopulver

Mascarponecreme

500 g Mascarpone

500 ML Schlagobers (Sahne)

5 Eier

100 g Zucker

Schokoladescheiben

100 g Kuvertüre

Zubereitung

Einen halben Liter Espresso zubereiten.

Für die Mascarponecreme alle Zutaten vermischen und aufschlagen, bis die Masse eindickt. Die Hälfte mit 3 EL Espresso vermischen.

Biskotten in Espresso tunken.

Kuvertüre auf Wasserbad erhitzen.

Die flüssige Kuvertüre scheibenförmig in der gewünschten Größe auf Backpapier auftragen. Da wir konische Gläser zum Einfüllen verwendeten, haben wir kleine, mittlere und größere Scheiben gemacht. Als Orientierungshilfe haben wir uns den maximalen Umfang mit Hilfe eines umgestürzten Glases vorgezeichnet. Auskühlen lassen, damit es hart wird. Gitter mit der flüssigen Kuvertüre auf Backpapier auflegen.

Im Glas aufschichten: Zuunterst eine Lage mit den kaffeegetunkten Biskotten, dann Mascarponecreme ohne Espresso aufschichten, mit Kakaopulver bestäuben und mit Schokoscheibe belegen. Diese Schichten wiederholen, abwechselnd mit Mascarponecreme mit und ohne Espressogeschmack. Zum Schluss mit Kakaopulver bestäuben und mit Schokogitter garnieren.

Kalt stellen.

11 Kommentare

  1. Biskotten (Löffelbiscuits) selbst gemacht. Super! Ich würde es nicht machen, kaufe sie lieber, dafür aber die italienischen, aber ansonsten gehört Tiramisu auch zu meinen Lieblingsdesserts! Es ist halt einfach zu köstlich! Marihuana Kekse kannst du aber auch in Holland kaufen, wenn ich richtig informiert bin. Ich war noch nie dort und habe auch kein Bedürfnis danach. Aber evtl. könnte es recht lustig werden, wenn wir dereinst Marihuana in unsere Kekse mischen 🙂

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