Scharfes Hühnergeflügel aus der Bratreine

Ein Wunderwerk der Aromatik ist die Bratreine. In ihr verschmelzen allerlei Zutaten zu einem wunderbaren Ganzen wie von Geisterhand. Man braucht nur Hühnerschenkeln und -flügerln, etwas Gemüse wie Aubergine, Tomate und Paprika, alles, was gut zu Huhn passt und ein paar Gewürze wie Senfkörner, Lorbeerblätter, Kurkuma sowie Chili und Ingwer, die für die richtige Schärfe sorgen und herauskommt ein geschmackliches Großereignis höchster Ordnung.

Dazu machen wir eine Schafjoghurtsauce, allerdings ist nicht nur Minze sondern auch Chili mit dabei, also eine Hoffnung weniger, die Schärfe zu zerstreuen. Wichtig ist beim Würzen mit Chili, einen kühlen Kopf zu bewahren, damit es nicht zu heiß wird.

Fangen wir an: Gewaschene Kartoffeln mit Schale würfeln und in einer Pfanne mit reichlich Olivenöl anbraten, bis die Ränder dunkelbraun, die Kartoffelstücke wunderbar sind. In der Zwischenzeit einen kringeligen Faden Olivenöl in einer anderen Pfanne erwärmen. Zwei EL Senfkörner hinein geben. Achtung: die Kugerln sind ein guter Wärmeanzeiger, sie springen wieder heraus, wenn die Pfanne zu heiß ist. In diesem Fall zurückdrehen. Wir hatten schwarze Senfkörner, jegliche Art von Senfkörnern ist geeignet, vielleicht sind auch nur die schwarzen besonders springfreudig. Die schwarzen Senfkörner schmecken pur schon sehr gut. Von den Lorbeerblättern den Stängelansatz kappen und über der Pfanne zerbröseln. Unsere Lorbeerblätter kamen aus Indien, diese sind etwas größer und wir nahmen reichlich davon! Dann alles gut umrühren, damit es eine schöne Melange ergibt. Knoblauch in Scheiben schneiden und eine Ingwerknolle grob mit dem Küchenmesser von der Schale befreien, in feine Stifte schnippeln, dazu geben. Die erste Geruchsbombe wird gezündet. Und die zweite folgt sogleich: das Kurkumapulver einstreuen und wieder umrühren.

In der Zwischenzeit drei kleine Auberginen, zwei rote Paprika und drei Zwiebeln grob und zwei Chilischoten (je nach Länge und Schärfe gut dosieren) fein schneiden und in die Pfanne geben. Gut umrühren. Abwarten bis das Gemüse angebraten ist, immer wieder umrühren und die Zeit nützen, um die Hühnerschenkel zu halbieren. Diese dazu geben. Wir mussten das in zwei Schritten erledigen, die Pfanne war zu klein. Die Bratreine wäre groß genug und wenn man gleich alles in der Bratreine anbratet, ergibt das eine Pfanne weniger hernach abzuwaschen. Sodann alles gut vermischen, hineingreifen und gut durchmischen, und wenn die Hühnerstücke einen geschmacklich guten Eindruck hinterlassen, alles in die Bratreine umladen, das sieht bergig aus, und in das Backrohr bei 180 Grad schieben. Für etwa 45 Minuten.

Übrigens, falls jemand fragt, warum die Kochjacke so eng ist: das muss so sein. Ansonsten könnte man irgendwo hängen bleiben an Haken, Henkeln oder wer weiß an was und Messer sind scharf.

Für das Joghurt: Einen Bund Minze mit zirka 300ml Schafsjoghurt, einer Prise Salz einer halben, grob gehackten Chili und Ingwer in den Standmixer geben und mixen.

Wenn man die Bratreine aus dem Backrohr nimmt, haut es einen noch mal um. So gut wie das riecht, muss es schmecken.

Dazu gibt es Spinatblätter mit Joghurtsauce. Ein Drittel der Joghurtsauce in den Beutel mit den Spinatblättern geben, gut zuhalten und schütteln. Den Rest der Joghurtsauce in Schälchen servieren.

Mit Petersilienblättern und einem Klecks Schafsjoghurt servieren.

Danke an Jamie Oliver für die Inspiration, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=Y41BBNmX4bs


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K.E

Küchenereignisse - von hart Gesottenem und weich Gekochtem.

9 Comments

  1. Tolle Fotos, nicht nur von dem Essen, sondern von dir. Jetzt weiß ich endlich mit wem ich hier immer korrespondiere. 🙂
    Schicke Jacke!

    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag.
    Roswitha

          1. Das würde ich so nicht unterschreiben. Hast du schon mal mit einem Profikoch gekocht, bzw. hat dir schon mal einer von denen über die Schulter gesehen?
            Das was du und deine Küchenfee da so zaubert, kann sich sehen lassen. Und da denke ich nicht nur daran, wie es angerichtet ist, sondern ich kann mir gut vorstellen, dass die Speisen köstlich schmecken.

            Ich wünsche ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße
            Roswitha

  2. Lorbeerblätter aus Thailand? Täte mich schon noch Wunder nehmen, wo diese hier wachsen! Es gibt hier nämlich weit und breit keinen Lorbeer… ich denke, es handelt sich um indischen Lorbeer (Cinnamomum tamala)!
    Ansonsten: ja, in der Reine entstehen stets gar wunderbare Aromen!

    1. Stimmt, der ist aus Indien, danke für den Hinweis! Diese riesig großen Blätter kann man im Asia Shop in Plastiktüten kaufen. Die Bratreine lässt sich gut verwenden, jeder braucht eine, jeder sollte eine haben.

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