Als Vorspeise gab es Häppchen Surcouf (Bouchées Surcouf) wie wir sie schon da hatten, nur dieses Mal im Kleinformat.

Als Hauptspeise: Überbackene Artischocken (Coeurs d’Artichauts au gratin). Beim Käse haben wir uns für den Gruyère entschieden, der schmeckte beim Kosten irgendwie noch eine Spur würziger als der Bregenzer Bergkäse.

Als Nachspeise gab es Crêpe Suzette, die berühmte flambierte Orangen-Crêpe. Da kann man darüber streiten, ob das wirklich ein bretonisches Gericht ist.

Crêpe Suzette – Eine „Monte Carlo“-Legende

Denn es wurde in Monaco erfunden, das heißt eigentlich ist man zufällig darüber gestolpert, als beim Servieren der Orangenlikör unabsichtlich Feuer fing. Der Prince of Whales, der oft und gern im Café de Paris in Monte Carlo verkehrte, war ganz begeistert und so hat man den Fauxpas zur Absicht erklärt. Es hat wohl auch Suzette, der Begleiterin des Prince of Whales, gemundet. So kam es, dass der Prinz das Gericht ihr zu Ehren Crêpe Suzette nannte. Und so heißt es heute noch.

http://www.montecarlolegend.com/the-crepe-suzette-born-in-monte-carlo/

Ti Breizh, das bretonische Restaurant in Hamburg

Die Crêpe Suzette findet sich in dem Kochbuch „Crêpes & Galettes – Die besten Rezepte aus der Bretagne“ von Hervé Kerourédan. In Hamburg führt er das „Ti Breizh“, die „Crêperie Bretonne“, das „Haus der Bretagne“. Er hat die Crêpe Suzette wohl als ausgewanderte Crêpe, die wieder heimgekehrt ist, interpretiert.

zum Ti Breizh: http://www.tibreizh.de/index.php/home/

Bretonisches Menü (1)Bretonisches Menü (2)Bretonisches Menü (4)Bretonisches Menü (5)Bretonisches Menü (6)

10 Comments

    1. Ja Maniöl, das ist Olivenöl, das auf Plantagen in Griechenland von Österreichern hergestellt wird. Die hatten vor Jahrzehnten die Idee, Olivenöl höchster Qualität selbst zu produzieren und dann nach Österreich zu importieren.
      Früher habe ich mal in der Nähe von ihrer Zentrale in Wien gewohnt. Da habe ich mir das Öl persönlich abgeholt.

      http://www.mani.at/pages/qualitaet.php

    1. Tja, das ist in der Tat ein wenig seltsam. Ein bretonisches Menü – mit „Monte Carlo“-Einschlag wie ich schon im Untertitel schrieb. Allerdings halten die Bretonen sich zugute, dass sie die Crêpes erfunden haben, die dann eine internationale Karriere gemacht haben.

  1. Artischocken sind großartig. Überbacken – das kenne ich so nicht, sieht aber klasse aus. Wobei da denke ich mir: Schade drum! Allgemein sehr mild schmeckende Artischocken mit solch einem intensiven Käse überbacken… kriegt man dann von der Artischocke überhaupt noch was mit?!

    1. Durch den Gegensatz zwischen den feinen, zarten Artischocken und dem knusprigen, deftigen Gratin fasziniert dieses Gericht den Gaumen. Die Bretonen wissen schon, was sie tun. Ist aus dem Kochbuch von Evert Kornmeyer wie schon die Pastete Surcouf.

      1. Ist ein Argument, gebe ich zu. Vielleicht ist es auch nur meine eigene Art zu kochen. Ich bevorzuge es, dass die Geschmäcker der Zutaten sich die Waage halten. Essen und vermutlich auch genießen würde ich das Gratin vermutlich trotzdem 👍

        1. jaja, die Geschmäcker halten sich die Waage. Man darf nicht unterschätzen, dass der Gruyère durch das Backrohr bei 200 Grad einiges an Geschmack verliert. Daher geht sich das aus mit der Waage. Man muss es einfach ausprobieren! Kosten und genießen. Außerdem kommt nicht nur Käse drauf, da ist auch ein hartgekochtes Ei, das zerhackt wurde. Petersilie und Knoblauch kommen auch noch dazu.

Kommentare sind geschlossen.