Pestosuppe mit Ravioli

Pestosuppe à la Ducasse. Und Zitronen-Ziegenkäse-Ravioli à la Ottolenghi.

Ravioli-Ausstechtafel

Nun haben wir den Dreh heraus wie man Ravioli selbst macht. Mit einem herkömmlichen Ausstecher wurden wir nicht glücklich, zu mühsam war das Ausstechen und dann zerbrach er auch noch. Hier gibt es die Dokumentation dieses denkwürdigen Ereignisses zum Nachlesen. Man kann das als viel Pech deuten, oder als einen Wink des Schicksals, es mal mit dem richtigen Werkzeug zu versuchen. Es gibt nämlich eine Ravioli-Ausstechtafel, mit der kann man 24 Ravioli auf einen Schlag ausstechen. Da rollt man einfach drüber mit dem mitgelieferten Walker und da sind sie. Ein bisschen üben muss man schon, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen beim Drüberrollen. Aber fürs erste Mal war es ganz passabel, die Ravioli haben sich mit ein wenig Nachhelfen gelöst. Jedenfalls war es so tausend Mal besser als mit dem Ausstecher.

 

Who’s next?

Eine Sache trübte allerdings diesen Sonntag, der sonnig nur war im übertragenen Sinn. Die Nudelmaschine, die wir haben, ist eine Spur zu schmal, sodass ein ausgewalkter Teig nicht über alle drei Bahnen der Ausstechtafel reicht. Aber eine neue Nudelmaschine nur mit breiterer Spur, zahlt sich das aus? Da gibt es ja auch welche mit Motor, welche, in die man den Teig nur einzufüllen braucht. Nach dem Motto „Machs gleich richtig“ müsste man sich sowas zulegen. Aber da könnte man ja direkt einen Ravioli-Shop aufmachen.

Rezept Zitronen-Ziegenkäse-Ravioli

3 Eier mit 3 EL Olivenöl, 2 Prisen Kurkuma, Schalen von 3 Zitronen, 2 Prisen Salz verrühren.

330 g Nudelmehl einarbeiten. Zusammenkneten. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung Ziegenfrischkäse mit Salz und einer guten Prise Chili verrühren.

In vier Teile teilen. Durch die Nudelmaschine drücken. Auf die Ravioliform legen. 1 TL Füllung darauflegen. Mit dem zweiten Teig abdecken. Mit dem Nudelholz durchwalken. Die fertige Ravioli auf ein bemehltes Küchentuch legen und 15 Minuten trocknen lassen

In kochendem Salzwasser 2 bis 3 Minuten kochen.

Rezept Pestosuppe

Pesto machen mit Basilikum, gerösteten Pinienkerne, Parmesan, Knoblauch und Olivenöl.

Im Mixer zusammenmixen.

Karotte würfeln, Zucchini würfeln, Stangensellerie in Scheiben schneiden. Lauch in dünne Scheiben schneiden. Zuckerschoten putzen, halbieren. Tomaten enthäuten und entkernen, das Tomatenfleisch in Würfel schneiden.

Bortolottibohnen abtropfen lassen.

Guanciale (Backenspeck) in kleine Würfel schneiden und in wenig Olivenöl in einem großen Topf auslassen. Karotten Stangensellerie, Lauch dazu geben. Mitrösten und etwas dämpfen, indem man den Topf für ein paar Minuten zudeckt. Die Zuckerschoten dazu geben. Mit der Hühnerbrühe aufgießen. Weiße Zwiebel mit 2 Nelken spicken und in die Brühe legen. Lorbeerblatt und Thymian in einem Lauchblatt legen und mit Küchengarn zusammenbinden. Das Kräutersträußchen einlegen und aufkochen. Zurückdrehen. Die Tomatenwürfel dazu geben. Bortolottibohnen ein paar Minute leise köcheln, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Kräutersträußchen entfernen.

Anrichten

Das Pesto kurz vor dem Servieren  in die Suppe rühren. Mit hausgemachten Ravioli servieren und mit Rosapfeffer bestreuen. Sowie geriebenem Hartkäse.


Nach Yotam Ottolenghi

Genussvoll vegetarisch: „Zitronen-Ziegenkäse-Ravioli“, S. 250


Und Alain Ducasse

Nature – einfach, gesund, gut: „Pestosuppe“, S. 140

14 Kommentare

    1. Ich hatte zuvor auch noch nie davon gehört, da kommt man gar nicht selber drauf. Dabei ist es so naheliegend, so einfach. Und die einfachen Sachen sind meist auch noch die Besten!

      Liebe Grüße, Christian

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    1. Das mag an den farblichen Kontrasten liegen, die Farbtupfer des rosa Pfeffers sind aber nicht nur optisch ein Reiz. Die Kombination dieser harzig, scharfen Körner mit dem kühlend löschenden Ziegenfrischkäse aus dem Inneren der Ravioli geht ein ins Gustoversum.

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  1. Denselbe Form für Ravioli habe ich auch. Vor zig Jahren habe ich mir mal alles aus bella Italia mitgebracht – von der Nudelmaschine bis zu tollen Formen für Ravioli und andere Köstlichkeiten, selbst eine Dose mit Ausstechformen habe ich noch aus der Zeit. Leider benutze ich sie recht selten, denn in unserem Biomarkt gibt es so leckere „Maultaschen“ zu kaufen, einer schwäbischen Spezialität, die Ravioli sehr nahe kommt und auch mit Ricotta-Spinat-Füllung angeboten wird. Da bin ich gerne mal faul und kaufe mir die „fix und fertig“. Deine sehen aber prächtig aus und schmecken bestimmt noch viel besser als sie aussehen. Toll wie ihr das immer managt! Liebe Grüße aus dem Land der „Hergottsbscheißerle“ 🙂 Sigrid

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