Schokokuchen und Tahini-Kekse

Süßes nach der Art von Paleo bedeutet unter anderem, dass kein Zucker in Kuchen und Kekse drinnen ist. Und kein Zuckerersatz, nicht einmal Kokoszucker kommt bei uns stattdessen rein. Nur etwas Honig. Nach Rezepten von Danielle Walker aus New York.

Alle Tassen im Messbecherset

Kaum zu glauben, aber bis vor kurzem haben wir noch gar kein Messbecherset gehabt. Das liegt daran, dass wir selten Kuchen backen. Jedoch, wenn wir welchen backen, greifen wir gerne auf ein Paleo-Rezept zurück. Und da dieser Ernährungstrend aus dem englischsprachigen Raum kommt, werden als Maßeinheit Tassen (Cups) verwendet. Kurzentschlossen haben wir uns ein Messbecherset zugelegt, dieses da. Cup heißt zwar auf Deutsch Tasse – und davon ist auch die Rede in den Rezepten, ganze Tassen, halbe Tassen, sogar Drittel – und Vierteltassen gibt es – aber auch Becher. Und so kommt es, dass wir ein Messbecherset haben, um Tassen abzumessen. Cup heißt auch Schale, Kelch, Becher oder was auch immer wie die hohle Hand aussieht.

In meinem Langenscheidt-Schulwörterbuch wird ein „cupful“ als ein halbes Pint angegeben. Ein halbes Pint entspricht 0,235 Liter steht ebenda.  Ein englisches Pint entspricht 0,568 Liter, anders als das amerikanische Pint mit 0,473 Liter, man erkennt, Cups sind amerikanisches Maß, nicht Englisches. Was aber noch viel schwerer wiegt, ist dass Pint ein Raummaß ist, kein Gewichtsmaß, eine Übersetzung in Gramm erscheint mir daher problematisch. Folgerichtig wird in den beim Messbecherset von Yizish beigegebenen Tafeln ein Cup in unterschiedliche Gewichte übersetzt, abhängig von den Lebensmitteln, die man einfüllt.

Eine Übersetzung eines amerikanischen Rezeptes müsste alle Zutaten abwiegen und dann in Gramm angeben, um es in Gewichtsmaßen, wie wir es gewohnt sind, verwendbar zu machen. Dabei ginge die einfache Handhabung verloren, da nun die Zutaten mit unterschiedlichen Gewichtsangaben genau abgewogen werden müssten. Deshalb macht es Sinn, bei Cups zu bleiben wie im Original und sich einfach ein Messbecherset zuzulegen.  Ein amerikanisches Pintglas zu verwenden, wäre zwar stilvoller. Es hat aber nicht einmal einen Füllstrich, da es bis zum Rand angefüllt wird, von Viertel-, Drittel-, Halbstrichen ganz zu schweigen.

Rezept Schokokuchen (oder Brownies)

1/2 Tasse Kokosfett und 230 g Paleo Schokolade* auf einem Wasserbad schmelzen lassen. 1 Tasse Honig einrühren und auf die Seite stellen.

An dieser Stelle haben wir auf Kokoszucker verzichtet, da die Schokolade mit Honig gemacht wurde und süß genug war. Im Rezept wird ungesüßte Schokolade verwendet.

1/2 Tasse blanchierte Mandeln, 1 EL Kokosmehl, 1 EL Pfeilwurzelmehl, 1/4 TL Natron und 1/4 TL Meersalz im Mixer pürieren.  Die Schokoladenmischung hinzufügen und mixen, bis eine geschmeidige Masse entsteht. Die Eier einzeln hinzufügen und jeweils kurz mixen.

Den Teig in die mit Backpapier ausgelegte Auflaufform füllen und im 160 Grad vorgeheizten Backofen ca. 35 Minuten backen.

Danielle Walker heizt den Ofen auf 180 Grad auf. Uns sind sie da aber verbrannt. Mit 160 Grad geht es auch.


Nach Danielle Walker, Paläo-Küche für jeden Tag: „Saftige Brownies“, Seite 282

Rezept Tahini Kekse

1 Eiweiß, 2 EL Kokosfett und 3 EL Honig zusammenrühren, bis es geschmeidig wird.

1/2 Tasse Tahini, 1/4 Tasse Pfeilwurzelmehl, 1 TL Vanille Extrakt, 1/4 TL Meersalz und 1/4 TL Natron unterrühren.

1/4 Tasse Paleo Schokolade* in kleine Stücke hacken und unter der Teig mischen.

Den Teig löffelweise auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben und im auf 160 Grad vorgeheizten Backofen zirka 10 bis 12 Minuten backen.

Unsere Kekse waren weich. Wir haben die Dritteltasse Kokoszucker einfach nicht dazugegeben.  Trotzdem waren uns die Kekse süß genug.


Nach Danielle Walker, Paläo-Küche für jeden Tag: „Schokoladenkekse“, Seite 280 

 

*Für die Paleo Schokolade: Für die Rohkakao-Schokolade: 250 g Kakaobutter, 120 g Kakaopulver, 90 g Honig. Siehe https://kuechenereignisse.com/2016/07/17/nuss-schokolade-ohne-zucker/

 

Wir haben uns dieses Messbecherset geleistet, da ist auch gleich ein Messlöffelset dabei:

Das Buch von Danielle Walker:

10 Kommentare

  1. Lieber Christian, es gibt nur wenige Rezepte wo man den Backofen vorheizen sollte. Z.B. bei Madelaines. Immer wieder liest man in Rezpten, dass der Backofen vorgeheizt werden soll. Das ist nicht nötig und verbraucht nur unnötig Energie. Das Backgut in den kalten Backofen stellen und dann die Temperatur einschalten genügt völlig. Insgesamt ist dann die Backzeit ein paar Minuten länger. Das Ergebnis ist nicht zu unterscheiden. LG Hartmut

    Gefällt mir

    1. Das ist sehr interessant, was Du da sagst. Darüber denkt man gar nicht nach und macht es einfach, weil es so im Rezept drinnen steht. Dabei ist das total nachvollziehbar, dass es so sein muss, wie Du schreibst. Allerdings stellt sich die Frage, warum die Madeleines davon ausgenommen sind. Ich habe mir ein altes Kochbuch bestellt aus 1859 „Die revolutionäre Küche“. Darin erhoffe ich mir neue Erkenntnisse, man wird man anders – nicht so verschwenderisch wie heutzutage – kochen.
      Liebe Grüße Christian

      Gefällt 1 Person

      1. Hallo Christian, wenn man Madeleines backt sollte die Anfängst. Bei ca. 200‘Grad C. liegen. Dann backt die Oberfläche an und beim weitermachen mit 160Grad platzt dann die Mitte auf. Wenn man die M. in den kalten Ofen setzt, geht der Teig gleichmäßig hoch und es entsteht nicht in der Mitte das Aufreißen. Die Oberfläche bleibt glatt. Man kann so mit der Anfsngstemperatur das Aussehen steuern. LG Hartmut

        Gefällt mir

                1. Recht so! Das ist allgemein der Trend der Zeit, kommt mir vor. Bei uns in Wien gibt es einen jungen Bäcker „Joseph Brot“, der hat sich genau mit dieser Idee mittlerweile schon ein kleines Imperium aufgebaut. Seitdem ich im Biobrot Fructose entdeckt habe, kaufe ich nur mehr dort Brot.
                  Liebe Grüße

                  Gefällt mir

Und was meinst Du?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s