Blunznwursttascherln und Bierrettich war unser Festessen am 2. Weihnachtstag.

Rezept

Schweinsbrüstl-Rezept

bzw. siehe gleich bei Richard Rauch “Steira Wirt Einfach gut kochen”, 2013, Verlag Anton Pustet, “Knuspriges JOHANN-Brüstl”, S. 114

Anmerkungen

Dieses Rezept hatten wir erst unlängst ausprobiert und es hat uns so gut geschmeckt, dass wir uns sagten, das ist was zu Weihnachten für die Familie.

Wir haben für vier Tage im voraus geplant, weil ja der Sonntag auch noch ist. Dies ist nun der dritte Streich. Es sollte etwas Besonderes sein und zugleich etwas, das man gut vorbereiten kann, sodass man am Festtag nicht in Zeitnot gerät.

Beide Voraussetzungen sind mit diesem Rezept erfüllt. Das Schweinsbrüstl im Wasserbad vakuumiert bei 80 Grad einige Stunden ziehen lassen, sowas zieht sich. Aber wir hatten das schon am 22. Dez. erledigt. Beim Auskühlen hatten wir es mit Steinen von oben beschwert, damit  es schön ebenmäßig wird. Anschließend wurde es im Kühlschrank bei +4 Grad aufbewahrt.

Am 2. Weihnachtstag haben wir das 3 kg Stück aufgeschnitten und in der Pfanne herausgebraten. Alles andere wurde frisch gemacht.

Zu den Blunznwursttascherln machten wir nach der gleichen Fa­çon Leberwursttascherln.

Am 22. Dezember 2015

Am 26. Dezember 2015

 

7 Comments

  1. Christian, ich möchte das nicht mehr sehen, ich bekomme jedes mal Hunger, egal ob morgens, mittags und abends. Was ich wissen möchte, weil ich beim Kochen extrem neugierig bin, warum das Bierrettich heißt, wenn kein Bier drin ist – oder weil man ihn normal zur Brotzeit und einem Bier genießt.

    1. Hallo Petra,
      Hallo Erich,

      das ist eine interessante Frage! Ich habe das gegoogelt, aber nichts gefunden. Aber wozu auch in die Ferne schweifen, die Antwort ist so nah zu finden, nämlich hinter mir in der Bücherwand (mit vielen Kochbüchern versteht sich!). Im „Gourmet Handbuch“ von Udo Pini, 2000, Könemann, steht auf S. 801 u.a.: „Rettich: Nach Anschnitt scharfe Wurzel, die besonders den Bierdurst hebt, was dem Kohlverwandten den Titel Bierrettich und bündelweise Nachfrage eintrug“.

      Im bajuwarischen Raum heißt er „Radi“. Bei Wikipedia steht unter „Schweizerhaus“, einem Bierlokal im Wiener Prater, das eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, dass der Rettich „geradelt“ wird. Wer jetzt meint, die Herkunft des Namens „Radi“ gefunden zu haben, liegt falsch. Radi kommt von Radix, lat. Wurzel, franz. radis, engl. radish.

      liebe Grüße
      Christian

      1. Lieber Christian,

        WOW was für eine Antwort :-) . Als echtes Münchner Kindl, weiß ich natürlich, warum hier der Radi zum Bier gegessen wird, schön zur Spirale geschnitten und gut gesalzen. Die Erklärung des Namens Radi finde ich natürlich grandios und ich bedanke mich ganz herzlich für deine ausführliche Antwort. Ich werde den Salat gleich morgen versuchen und den Schweinebauch kaufen. Die Wantan-Blätter bereiten mir noch ein paar Kopfzerbrechen. Nehmt ihr geräucherte Blutwurst? Ja oder. Es gibt einfach Rezepte die lassen mich nicht mehr los und Du hast es damit geschafft.

        Liebe Grüße
        Petra

        1. Liebe Petra,

          ja das würde mich riesig freuen, wenn Du das tatsächlich machen möchtest! Wir haben eine ganz normale Blutwurst genommen, ein Kranzl, d.h. ca. 400 g, reicht für 8 Personen. Den TK-Wantan-Teig haben wir aufgetaut, in Quadrate geschnitten und als Kleber rundherum mit Ei bestrichen.

          Gutes Gelingen! Ich bin gespannt!
          Liebe Grüße
          Christian

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