Nach Peter Gordon, dem Neuseeländer, der uns die Fusionsküche beibrachte. Allerdings mußten wir es zuvor ein bisserl eingemeinden:
- Ribeye (aus Salzburg vom Schreckbauer) statt Rumpsteak
- Kräuterseitlinge (von Hut&Stiel, Wien) statt Pfifferlinge
- Erbsen (aus dem Marchfeld) statt Sojabohnen
- Gelbe Zwiebeln (von den Leiser Bergen im Weinviertel) statt Schalotten
Alles andere konnten wir besorgen.
Wir sollten öfter Schwarzwurzeln essen. Haben die meisten Ballaststoffe.
Sagte die Küchenfee beim Schwarzwurzelschälen in der Abwasch mit Gummihandschuhen, abspülen mit kaltem Wasser. Einlegen in Wasser mit Zitronensaft.
Kräuterseitlinge haben das meiste Spermidin. Ein Jungbrunnen, Superfood.
Ebenfalls die Küchenfee
Rezeptfassung wie wir es gemacht haben
Ohne Mengenangaben, das Buch gibt’s sicher noch antiquarisch
Das Ribeye salzen, pfeffern und mit Öl bestreichen. Auf Zimmertemperatur bringen (=warten).
Die geputzten Schwarzwurzeln im heißen Salzwasser mit Branntweinessig durchgaren. In einem Topf mit zerlassener brauner Butter die Knoblauchscheiben und den gehackten Ingwer anschwitzen. Die Schwarzwurzeln mit Thymian, Salz und Pfeffer dazugeben. Bei geschlossenem Deckel, aber unter häufigem Umrühren, bis die Schwarzwurzeln schön goldbraun sind. Zitronensaft unterrühren.
In einer Pfanne mit Olivenöl die gewürfelten Zwiebeln glasig anschwitzen. Die großen Kräuterseitlinge anbraten, wenden und dann erst die Zwiebeln dazugeben und salzen, pfeffern. (Hier mußte die Küchenfee die Reihenfolge ändern, da das Rezept für die kleinen Pfifferlinge ausgelegt ist, aber die Kräuterseitlinge brauchen länger, weil größer.) Dann die Erbsen und warmhalten.
Wenn die Zwiebeln angeschwitzt werden, dann bekommt man einen Duft in die Nase!
In einer Grillpfanne ohne Rillen (sonst kann man danach den Blattspinat nicht machen) das Steak 3 Minuten anbraten, wenden. Danach nur noch 1,5 Min., wenn es blutig sein soll. (und es soll ja!) Im Backrohr in Alufolie gepackt 8 Min. durchziehen lassen. Aufschneiden.
In die Pfanne mit dem Bratensaft den Blattspinat hineingeben und leicht erhitzen, zusammenfallen lassen.
Anrichten auf vorgewärmten Tellern, zuerst den Blattspinat, dann Schwarzwurzeln, Steakschnitten, dann Erbsen, Pilze, Meersalzflocken.
Nach Peter Gordon, Salatsensationen (Savour, Salads for all Seasons, 2016), S. 222
Peter Gordon, der Meister der Fusionsküche, der von Neuseeland nach Australien auswanderte und den asiatischen Raum bereiste, hat viele Kochbücher geschrieben. Wir haben nur dieses eine, es gibt nur dieses auf deutsch. Mittlerweile hat er sich wohl zur Ruhe gesetzt, das Restaurant in Auckland, Neuseeland „Homeland“, ist seit 2024 geschlossen. Neue Kochbücher, gar auf deutsch, sind nicht mehr zu erwarten.
Vorher/nachher: Nach dem Putzen und Schälen haben die Schwarzwurzeln beträchtlich an Umfang verloren. Bleibt weniger als die Hälfte über. Alles Abfall. Aber ist ja biologisch abbaubar.
Peter Gordon mag wohl Schwarzwurzeln, so wie wir… sonst wären sie nicht auf der Titelseite vom Kochbuch, worauf auch im Rezept verwiesen wird.
Wein: Z, Martin Pasler, 2017, Jois (liegt direkt am Neusiedlersee, ein schöner Flecken Erde…). Quiz: Ich hab noch nicht herausbekommen, was in dieser Cuvée drin ist, aber ich tät einmal sagen Blaufränkisch und Merlot. Dann auf der Homepage nachgeschaut: Es ist Zweigelt und Merlot.



























Fotos und Text © 2026 https://kuechenereignisse.com






































































































Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.