Spinat-Palatschinken

Glutenfreie Spinat-Palatschinken

Die auf eine besondere Art und Weise gemacht werden, wie man es kaum für möglich hält.  Es ist nicht nur glutenfrei!

Rezept

Spinat Petersilie, Knoblauch, Eier, Leinsamen und Milch im Mixer verrühren, bis es zu einem Palatschinken ähnlichen Teig kommt. Ziehen lassen, bis der Leinsamen quellt. In der Bratpfanne ausbacken. Mit Ziegenkäse (vom Hautzinger) servieren. Dazu ein Kittseer Holzofenbrot.


Für die Spinat-Palatschinken braucht man normalerweise Mehl, die Küchenfee nimmt das glutenfreie Buchweizenmehl.  In Ermangelung dessen wurden diese Palatschinken mit Leinsamen gemacht. Dadurch muß man den Teig ein paar Minuten ziehen lassen, was man sich bei Buchweizenmehl erspart.

In der Markthalle vom Kulinarium in Eisenstadt gab es ein Kittseer Holzofenbrot. Die Einschnitte groß wie Ackerfurchen. Der Laib selbst riesig. Wir nahmen nur ein Halbes. Als das Brot aufgeschnitten wurde, konnten wir die großen Blasen im Inneren sehen. Es war ein Sauerteigbrot.

Kittsee ist ein Ort im Burgenland. Unlängst kam er zu Berühmtheit als ein Unwetter mit orkanartigen Windböen durch das Land fegte und es in ein Katastrophengebiet verwandelte. Unter tatkräftiger Unterstützung der Bevölkerung hat die Freiwillige Feuerwehr den Ort binnen kürzester Zeit wieder aufgeräumt.

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Schokominze-Zucchini-Puffer

Stremellachs auf Schokominze-Zucchini-Puffer

Unbarmherzig verströmen Minze und Knoblauch einen Duft! Man möchte schon essen, doch das Gemüse muß ziehen, bis die Chiasamen aufquellen. So viel Zeit muß sein und so wird gewartet mit knurrendem Magen. Nicht abwarten konnten wir, bis die Küche komplett fertig ist, die Küchenfee kocht schon! Waschbecken und Steinplatte sind noch nicht montiert, nur eine provisorische Spanplatte haben wir, und zum Abwaschen muß man nach draußen rennen, ins Badezimmer, Das ist zwar gleich ums Eck, es ist aber trotzdem mühselig, in der Badewanne das Gemüse zu waschen. Die Steinplatte kommt übernächste Woche und dann wird auch das Waschbecken montiert.


Es gibt irische Gemüsepuffer mit Stremellachs. Irisch deshalb, weil das Gemüse und die Kräuter von Iris Gemüseraritäten kommen.

Rezept

Eine gelbe und eine grüne Zucchini reiben, salzen und ziehen lassen. 2 große Handvoll Spinat und eine Handvoll Schokominze in feine Streifen schneiden. Die Zucchini ein bisserl ausdrucken, sodaß die Flüssigkeit austritt. Dann mit dem Spinat, der Minze und einem EL Chiasamen, 1EL Leinsamen, 5 geriebene Knoblauchzehen und 1 Ei zusammenrühren. Ein paar Minuten ziehen lassen, damit die Chiasamen und die Leinsamen quellen. Dann mit dem Löffel portionsweise in eine Pfanne geben und beidseitig anbraten. Frischkäse mit Kren vermischen. Stremellachs mit der Frischkäse-Kren-Mischung und Gemüsepuffer servieren.


Danach Zimtschnecken von Taubenkobel. Nach einer Einkaufsrunde von Eisenstadt bis Donnerskirchen und wieder zurück, kamen wir in Schützen am Gebirge beim Taubenkobel vorbei. Wir verpaßten die Abzweigung nach Rust. Als Zugereister kann das schon mal passieren. Und so nahmen wir den Wink des Schicksals und kehrten beim Taubenkobel ein. Jedoch nur für die Nachspeise zum Mitnehmen. Sehr erfreut waren wir, daß uns die Chefin in der Greisslerei wieder erkannte, nach all den Jahren ist das keine Selbstverständlichkeit. Wir kommen wieder! Vor allem jetzt, wo wir es so nah haben.

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Die neue Küche ist da!

Diese Küche ist im Trend!

Die Küche ist da! Am Mittwoch letzte Woche geliefert, am Donnerstag, Freitag und Montag wurde sie von 1 Mann aufgebaut.

Die Arbeitsplatte und die Abwasch kommen erst später. Kochen kann man schon, und: wir haben wieder einen Geschirrspüler!

Zum Neubeginn gab es einen Tofu-Nudelsalat.

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Beim Koó

Blaudruckhemden aus dem Burgenland

Schon seit Jahren möchte ich zum Koó fahren, doch immer kam etwas dazwischen und die Anfahrt ist ja ziemlich weit: 2 Stunden mit dem Auto von Wien, sodaß wir uns vornahmen, aber wenn wir einmal im Burgenland wohnen, dann fahren wir hin. Nun wohnen wir im Burgenland.

Durch servusTV haben wir den Koó kennengelernt.  Im Online Shop haben wir uns eingedeckt, etwa mit einer Indigo-Kochschürze, hier sieht man sie hängen in unserer alten Küche in Wien. Oder einem Brotkorb-Deckchen wie hier. Doch Hemd gab es keines.

Als wir in der Blaudruckerei in Steinberg-Dörfl ankamen, wir waren etwas zu früh, war noch die Vorbesucher-Gruppe da. Trotzdem wurden wir von Joseph Koó herumgeführt und er hat uns vieles erklärt, bei einem Blick in die Werkstatt!  Seine Frau Miriam Koó betreut den Verkauf und stand uns beim Anprobieren mit Rat und Tat zur Seite!


Da ich mich nicht entscheiden konnte, welches Hemd ich nehmen soll, wurden daraus deren zwei. Die Walzen, mit denen das Muster für meine Hemden gedruckt wird, sind aus Karton und schon über 100 Jahre alt, natürlich werden sie immer wieder ausgebessert.

Immer schon wollte ich ein Blaudruckhemd haben.

Dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen.

Joseph Koó

Original Indigo Blaudruck

Neugasse 14

7453 Steinberg-Dörl

Burgenland, Österreich

https://www.originalblaudruck.at

T +43(0)2612 8471

M +43(0)699 158 515 58

koo@blaudruck.at

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Picknick in Mörbisch

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Nach einem fulminanten Start in den neuen Tag mit teuflisch roten Wolken gab es Frühstück am neuen Tisch. Die Küchenfee war in der Bäckerei und bat, das Brot aufzuschneiden. Ich, Krankensessel, blieb zu Hause und schonte mich. Gemüse, Käse und die Butter wurden am Tisch aufgeschnitten. Es war wie bei einem Picknick, nur daß es drinnen war.


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Entspannter Ziegenkäse-Oliven-Salat

Ruhig ist es, man hört nur das Rauschen der Blätter im Abendwind, selbst das Brüllen des Fernsehers im Hintergrund, zwei Zimmer weiter,  ist kaum zu vernehmen. Heute ist ein besonderer Tag: zum ersten Mal essen wir gemeinsam an unserem neuen Tisch. Der Tisch wurde vormittags gebracht, mit anderen Möbeln.

Und beim ersten Mal gab es etwas, das man auch ohne Küche zubereiten kann – die kommt erst -: einen Ziegenkäse-Oliven-Salat. Das ist kein griechischer Bauernsalat, dafür fehlen die Zwiebeln. Dazu gab es Dinkelweckerl und Mineralwasser; – aus gutem Grund: ein Gichtanfall trübt ein wenig die Freude.

Salat mit Ziegenkäse und Oliven. Tomaten, Salatgurke und Paprika frisch geschnitten. Daß das Gemüse frisch geschnitten wurde, direkt am Tisch, in Ermangelung einer Küche, das riecht man. So sollte man Salat immer zubereiten – auch bei Vorhandensein einer Küche.


Grüße aus Mörbisch am See

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Gruß aus Mörbisch

Gruß aus Mörbisch

Käse von Xavier David gibt es auch in Mörbisch am See, wenn man vorher nach Wien fährt. Wir waren auf Besuch in der alten Heimat. Da die Küche noch nicht da ist, gingen wir zu Meinl am Graben und deckten uns ein mit Ziegenkäse aus Selles sur Cher, Valençay und Sainte-Maure-de-Touraine, auch ein Bergkäse kam mit: ein Beaufort AOP Chalet d’Alpage. Dazu gab es getoastetes Baguette und Ptites Galettes aus Buchweizen, sowie von Julius Meinl selbst gemachte Käsestangerl. Einen Sturm tranken wir der Jahreszeit entsprechend.

Mehr zu Xavier David: Xavier David, Affineur de Goût – Fromi

Am 24. August war unser letzter Umzugstag. Der Umzug erstreckte sich über mehrere Wochen, mit immer wieder Pausen dazwischen. Nun geht’s ans Einrichten. Bisher gewonnene Erkenntnisse sind:

Zuhause ist, wo die Waschmaschine steht.

Eine Zeitlang konnten wir in Mörbisch schlafen und in Wien. Aus dem Ort, wo man schläft, läßt sich nicht schließen, wo man zuhause ist. Erst die Waschmaschine machte den Unterschied.

Wein nach Mörbisch tragen, ist wie Eulen nach Athen.

Mehr als 60 Weinflaschen wurden aus Wien nach Mörbisch geschafft. Jedoch, hier gibt es etliche Weinbauern, Heurige, ein Lokal nach dem anderen, die das ziemlich überflüssig erscheinen lassen.

Störende Störche und heulende Eulen.

Das Landleben ist gar nicht so beschaulich, wie man meinen könnte. Allerdings sind die Störche schon wegflogen und die Eulen ausgezogen. Das Klappern der Störche ist nicht wirklich störend.

Schäfchenwolken verzieren den Himmel.

Hier gibt es viel mehr Himmel und weniger Grau.

EU statt W.

Jedesmal in einen Schrecken versetzt mich die Ansicht meines neuen Auto-Kennzeichens. EU steht für Eisenstadt Umgebung. Was sonst?

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Strandhaus

Es war wie ein Urlaub, so schön.

Beim Strandhaus haben wir zeitig zu Mittag gegessen und dafür das Frühstück ausgelassen. Burger und Pommes, wobei die Pommes waren handgeschnitten. Auch der Burger war gut! Daß man dort so gut speisen kann, habe ich nicht erwartet. Das Patty kam von einem der zwei Fleischhauer in Mörbisch. Mörbisch hat grosso modo 2.000 Einwohner, es kommt also 1 Fleischer auf 1.000. Rechnet man das auf Wien um, mit seinen rund 2 Mio. Einwohnern, müßte es 2.000 Fleischer geben, die KI sagt, es gibt über 100. Ich kann mich der Ansicht nicht erwehren, daß es in Mörbisch besser ist.

Burgenländische Wäschermädeln

Burgenländische Wäschermädeln

In der Waldtzeile entdeckte Mister L auf der Speisekarte eine Nachspeise mit einem außergewöhnlichen Namen: die Wiener Wäschermädeln. Ausnahmsweise aufgrund der besonderen Umstände genehmigten wir uns diese, denn: wie oft werden wir uns hier noch treffen? Außerdem stand die Abreise von Mister L nach Watford unmittelbar bevor (beruflich). Diese sogenannten Wiener Wäschermädeln bestehen aus Marillen (auch Aprikosen genannt) und werden herausgebacken, ursprünglich in Schmalz. Unsere Marillen kommen aus dem Burgenland von Iris Gemüseraritäten, daher nennen wir sie Burgenländische Wäschermädeln.

Gegessen wurden sie bei Ereignissen, die Anlaß zur Freude gaben, so wie zum Beispiel Hochzeiten oder in der Faschingszeit. Sie sollten die Festgemeinde in fidele Stimmung versetzen, wofür eben die Wäschermädeln überaus bekannt waren. Das männliche Pendant, die Wiener Schlosserbuben, sind herausgebackene Zwetschken.

Es ist mir eine besondere Freude, hirmit zu annonciren, daß die Küchenfee noch einmal die alte Küche aufgesperrt hat. Ich konnte sie dazu überreden!

Rezept Burgenländische Wäschermädeln

Teig 250 g Mehl, mit 125 ml Weißwein, 150 ml Mineralwasser, 3 Dotter, 1 Prise Salz zusammenrühren. Eine halbe Stunde ruhen lassen. Nach einer halben Stunde das mit 30 g Zucker hart geschlagene Eiweiß unter den Teig heben.

Die Kerne der Marillen mit Hilfe eines Holzkochlöffels herausstoßen, so bleibt die Marille ganz. (Für die Schlosserbuben ebenso mit den Zwetschken verfahren.) Ein Stück selbstgemachtes Marzipan einfügen. 1 EL Staubzucker mit ½ EL Orangenlikör Grand Marnier verrühren, sodaß ein Sirup entsteht. Die Marille und die Zwetschken im Sirup wälzen und durch den Teig ziehen. Und in heißem Öl frittieren. Mit selbstgemachter Vanillesauce servieren.

Marzipan: 30 g fein gemahlener Mandelkerne mit 20 g Staubzucker und einem Schluck Mandellikör pürieren.

Vanillesauce: einen halben Liter Milch mit Vanille aufkochen. In der Zwischenzeit 2 Eier mit 1 EL Staubzucker verrühren. Wenn die Milch aufkocht, vom Herd ziehen, die Eimischung schön langsam unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze ein paar Minuten köcheln lassen, es darf nicht stocken.


Staubzucker kommt selbstverständlich aus Österreich, nämlich von der Agrana, gemacht aus Zuckerrüben heimischer Bauern. Wir unterstützen unsere Bauern!

Egalité
Fraternité
Pannobilé

Überall wird man an das Burgenland erinnert, selbst im Gasthaus Waldtzeile.

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Wenn die Übersiedelung Pause macht

Vorspeisen

Küche gesperrt! Bis zur Wiederherstellung des Normalbetriebs dauert es noch ein Weilchen, im September geht es wieder los, mit alten Töpfen und neuer Küche.

Deshalb müssen wir ausweichen und uns den Delikatessen der burgenländischen Gastronomie hingeben. Beim Kirchenwirt in Rust sind wir eingekehrt. Bei der Hitze wurden es drei kalte Vorspeisen:

  • Kirchenwirts „Gabelbissen“ mit geräucherter Forelle, Kren und Erbsen
  • Gänseleber karamellisiert mit Hausbrioche und Apfel
  • Waldpilztatar mit Estragon und Schnittlauchvinaigrette

Es war ganz nach meinem Maß. Drei ist durch Zwei teilbar.


Beim Kirchenwirten saßen wir am äußersten Spitzel ganz oben, mit Blick auf den Rathausplatz. Dort gab es regen Durchzugsverkehr von Radfahrern, die beim Kirchenwirt innehielten, die Aussicht genossen und ohne Hast weiterfuhren. Autos bewegten sich gemächlich und durften sogar am Rathausplatz gratis parken. Und alles gelang ganz zwanglos. Was für eine Oase der Erholung das war, stellten wir sogleich fest, als wir wieder nach Wien zurückkehrten.

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