Kürbis-Gnocchi mit Pilzen

Kürbisse haben eine weiche Konsistenz und passen daher gut für Suppen und Püree. Aber auch in Gnocchi konvenieren sie, z.B. bei Gnocchi mit Pilzen.

Rezept Kürbis-Gnocchi mit Pilzen

Kürbis-Gnocchi Zwei kleine Hokkaido-Kürbisse, beide haben etwa 700 g,  in Scheiben schneiden, Gehäuse ausschaben, mit der Schale im Backrohr bei 180° etwa 30 Minuten weich garen. In der Zwischenzeit zwei große mehlige Erdäpfel, beide haben etwa 300 g, weich kochen. Und dann noch heiß halbieren, die halbe Erdäpfel durch die Kartoffelpresse drücken. Hokkaido-Kürbis, wenn er weich ist, ebenfalls durch die Kartoffelpresse drücken, die Schale entfernen. Einen Dotter, Salz, Muskatnuß dazu geben und durchrühren. Ein bissi auskühlen lassen. 50 g Maisstärke und 100 g Maismehl in den Teig einarbeiten. Portionsweise zu einer langen Wurst ausrollen und dann  in zwei cm Abständen abschneiden. Braune Butter langsam köcheln, bis sich das Eiweiß bräunt und auf die Seite stellen. Pilze putzen und in der Pfanne mit Olivenöl anbraten und warmstellen. Die braune Butter in eine große Pfanne geben, 8 Salbeiblätter dazu und langsam erwärmen. Salzwasser aufkochen, die Gnocchi dazugeben und zwei Minuten durchziehen lassen, nicht rühren, den Topf nur rütteln, damit die Gnocchi nicht auseinandergehen. Gnocchi mit dem Abseihlöffel aus dem Wasser geben, gut abtropfen lassen und in die erwärmte Salbeibutter geben, vorsichtig durchschwenken. Die Pilze vorsichtig unterheben. Anrichten auf dem Teller mit süßem Paprikapulver bestreuen. Batavia- und Eichblattsalat mit Apfelessig und Walnußöl anmachen.  Dazu ein Glas Grüner Veltliner. Nachspeise: Vanillepudding.


Nach Gartenküche*, Dr. Oetker-Verlag, 2021, Kürbis-Gnocchi mit Pilzen und Salbeibutter, S. 120. Im Originalrezept werden die Kürbisgnocchi mit ein bißerl Mehl gemacht. Dafür wollten wir nicht gleich einen ganzen Kilo Mehl kaufen, was machen wir mit gar soviel Mehl? Ich weiß, ich weiß, mancheiner gibt sich das ins Ladl, wenn der Blackout kommt. Aber wenn kein Strom ist, kann man eh kein Brot backen, oder? Notabene haben wir Maisstärke und ein halbes Kilo Maismehl gekauft. Die Pilze kommen aus Österreich: Kräuter- und Kastanienseitlinge aus dem Burgenland. Und die braunen Champignons kommen aus dem Weinviertel. Hokkaidokürbis aus Baden bei Wien. Tomaten von Blün,  einer Gruppe von Landwirten in Wien, Salate aus dem Tullnerfeld. Eier von den mobilen Hühnern aus dem Weinviertel. Wohlan, das ist gurkerl.at.

Radi-Gröstl

Am Freitag hatten wir schon ein großes Festessen, derohalben gibt es nun am Wochenende einfache Gerichte.

Rezept Radi-Gröstl

Zwei mittlere fein gehackte Zwiebel und vier geriebene Knoblauchzehen in Olivenöl anschwitzen. Einen 700 g schweren Herbstrettich schälen und in längliche Stifte schneiden. Dann zu den Zwiebeln geben, salzen, Cayenne-Pfeffer dazu geben und bräunlich braten. 100 g Mandelstifte ohne Fett in der Pfanne anbraten. 150 g Schinken und 8 Stück Datteltomaten würfeln. Die Strozzapreti-Nudeln aufsetzen. Wenn der Radi schön angeröstet ist, die Tomaten, den Schinken und die gestiftelten Mandeln dazu geben, kurz mitrösten. Dann die gekochten Strozzapreti unterheben und mit Petersilie bestreuen. Dazu haben wir einen grünen Salat mit Walnußöl und Apfelessig gehabt.


Nach Gartenküche*, Dr. Oetker-Verlag, 2021, S. 114 „Rettich-Gröstl-Pfanne mit Schinkenwürfeln“. Dieses Kochbuch mögen wir ganz gerne, bisweilen kochen wir daraus. Es kommt mit ganz normalen Zutaten aus, die man allenthalben kriegt, je nach Jahreszeit. Es ist in vier Kapiteln unterteilt für die vier Jahreszeiten.


Radi, der geniale Hüftgoldschmelzer

Rettich enthält kaum Fett, kaum Kalorien aber viele Ballaststoffe. Ist gut für die Gelenke, bei Diabetes und macht fit. Fürwahr das Richtige für uns.


Herbstliches Menü mit Kürbis-Suppe, Karree und vielen Salaten

Kürbiscreme-Suppe mit frittiertem Salbei und gebratenem Speck

Rezept siehe hier ein feines Schonkost-Menü.

Gefülltes Schweinskarree

Die Fülle war mit zwei fein gehackten Zwiebeln, 6 fein gehckaten Knoblauchzehen in Olivenöl anschwitzen. Zwei klein gewürfelte Granny-Smith-Äpfel ohne Schale zu den Zwiebeln geben, salzen, gehackter Thymian und etwa 10 Min. bis der Apfel weich ist, anbraten. In das Schweinskarree eine Tasche einschneiden. Mit der Apfelmischung füllen, mit einem Zahnstocher verschließen, in der Pfanne auf beiden Seiten anbraten. In der Zwischenzeit eine Glasur vorbereiten: Rinderbrühe mit Ahornsirup  einköcheln. Wenn das Fleisch aus der Pfanne kommt, mit dieser Glasur beidseitig besteichen und bei 90 Grad ins Backrohr geben. Dazu Ofengemüse: kleine Kartoffeln vierteln, gelbe, rote und orangene Karotten in Stücke schneiden, sowie Petersilwurzel, Sellerie, rote Bete und Kraut. Das Gemüse mit Salz, rotem Paprikapulver und Olivenöl gut vermischen, bei 180° im Backrohr gute 30 Min. anrösten. Käferbohnensalat:  rote Zwiebeln, Jungzwiebel in Olivenöl anschwitzen, rote, gelbe und grüne Paprika entkernen, schälen, in Würfel schneiden, zu den Zwiebeln geben, ein paar Min. mitschwitzen. Tomatenmark dazu geben, Herd aufdrehen und ein bissi anrösten. Und mit Apfelessig ablöschen. die abgetropften Käferbohnen einrühren. Mit Bohnenkraut und Salz abschmecken. Rübensalat: Navetten , Chioggiarüben in der Schale bißfest kochen, Rüben schälen, in Würfel schneiden. In einem Topf in Olivenöl kurz anschwitzen, mit Orangensaft ablöschen, bissi einköcheln, vom Herd nehmen, Walnußöl dazu geben und mit Salz abschmecken. Salatblätter auf den Teller legen, Rübensalat darauf legen, die Salatblätter mit der Orangensauce beträufeln, mit Walnüssen belegen. Krautsalat Kraut in feine Scheiben schneiden. Mit ein paar Prisen Salz vermischen und ziehen lassen. In der Zwischenzeit Honig karamellisieren. Mit Apfelessig ablöschen. Kurz einköcheln. Noch heiß auf das Kraut gießen, gut durchkneten, ziehen lassen. Sprossen-Brokkoli blanchieren, vor dem Servieren kurz in der Pfanne in Olivenöl durchschwenken. Süß-Kartoffelchips in feine Scheiben schneiden. In Öl frittieren. Kohlsprossen-Salat Kohlsprossen halbieren und auf ein Backblech legen und im Backrohr anrösten. In der Zwischenzeit Marinade aus Orangensaft, Olivenöl, Senf, Honig, fein gehackte Knoblauchzehen, Salz und Curry-Pulver und eine feingehackte Zwiebel verrühren. Die Kohlsprossen noch heiß in die Marinade geben und ziehen lassen und mit angerösteten Pinienkernen servieren.

Zwetschken-Mohnkuchen mit finnischem Haferjoghurt (Friendly Vikings O`Gurt Style Vanille)

Rezept siehe hier

Der Wohlstand soll ja immer geringer werden. Allein mein Wohlstandsbauch merkt nichts davon.

Ein Leidgeprüfter

Unser Bad Ischler Liachtbratl

Der Liachtbratlmontag wird wieder brillant! Der Liachtbratlmontag steht uns ins Haus. Er wird heuer gefeiert am Montag, dem 3. Okt., das ist der Montag nach Michaeli, dem 29. Sept. „Der Michel zündt’s Licht an“, so weiß man es von alters her, denn ab Ende September bricht merkbar früher die Dämmerung an und früher mußte man wieder Kerzen anzünden, um arbeiten zu können. Klavier- und Cembalobauer, die Seidenfabrikanten, die Equipagenbauer, die Sensenschmieden und Büchsenmacher, die Blaudrucker, Handwerksbetriebe jeglicher Couleur haben sich in der besseren Jahreszeit die Ausgaben für das künstliche Licht erspart. Und um von diesem Ersparten ein bißerl was abzugeben, haben sie den Arbeitern, Gesellen und Lehrlingen ein Bratl, also einen Schweinebraten, spendiert. So war das früher. Na vielleicht kommt das ja bald wieder, zumindest was das Lichtsparen betrifft; Energie wird ja wieder zum teuren Gut. Früher hat man den Liachtbratlmontag in Österreich gefeiert, so auch in Wien; dort hat man allerdings diesen Brauch längst vergessen. 1927 hat man ihn nur noch in Grinzing und Sievering gefeiert.

Der distelblaue Montag ist ein Festtag der Wachsweiber, Fiakerkutscher und Tischler, die blau machen und in den Käasgraben in Grinzing ziehen. Er wird, deshalb gefeiert (volkstümlich »blau gemacht« daher der Name), weil an dem selben zum ersten Male Licht zur Arbeit gebraucht wird.

Wiener Zeitschrift für Volkskunde*, Jahrgang 1928, S. 106/107

Noch immer feiert man den Liachtbratlmontag im Salzkammergut; in Bad Ischl sperren gar ab Mittag die Geschäfte und Büros zu; Geschäfte auch die Amtsgeschäfte werden eingestellt und ganz Bad Ischl macht distelblau mit Tusch und großem Trara. In Bad Ischl hat sich der Brauch weiterentwickelt. So werden alle Ischler, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern (50., 60., 70. und ältere), am Liachtbratlmontag besonders geehrt*.

Betrachtungen eines Nicht-Bad-Ischlers

Das Liachtbratl ist wohl eine Ableitung des Salzburger Bratens, nur daß man ihn nicht mit Wurstbrät und Speck füllt, sondern mit einer Semmelfülle, die also hell ist, daher wohl der Name Liachtbratl und daher ist er bestens geeignet für den Bad Ischler Liachtbratlmontag: meiner Meinung nach, ich war noch nie in Bad Ischl. Aber das ist jetzt mein Bad Ischler Moment.

Wir haben unser Bad Ischler Liachtbratl so gemacht:

Rezept Unser Bad Ischler Liachtbratl

Für 10 Portionen

2,9 kg Schweinebauch, geschröpft, in den eine Tasche vom Fleischhacker eingeschnitten wurde (für uns hat das alles Fr. Ringl gemacht). Mit der Schwarte nach unten in ein Blech mit lauwarmem Wasser legen, ohne daß das Fleisch im Wasser steht nur das Fett. Eine Stunde stehen lassen. Für die Sauce: klein gehackte Schweinsknochen (vom Fleischhauer) in der Reine scharf anrösten. Drei kleine, grob gehackte Zwiebel, ein Viertel grob gehackten Sellerie, eine rote und eine gelbe geschnittene Karotte und eine gehackte Petersilienwurzel dazugeben, mitrösten. Zum Schluß mit hausgemachter Rinderbrühe aufgießen. Ein paar Pfefferkörner und ein Lorbeerblatt dazugeben. Für die Semmelfülle: Drei mittelgroße Zwiebeln fein hacken, in 10 dkg Butter etwas anschwitzen. 20 dkg Schinken in kleine Würfel schneiden, sowie 5 dkg Gewürzspeck. Zu  den geschnittenen Zwiebeln geben und mitschwitzen lassen, bis die Zwiebeln goldbraun sind. 1 dl Milch dazugießen, kurz aufgießen vom Herd ziehen, Salz und Muskatnuß und einen halben Bund fein gehackte Petersilie einrühren. Die Mischung zu 20 dkg Semmelwürfel (aus Dinkel) gießen, durchrühren, ein bißerl auskühlen lassen und dann 120 ml Sauerrahm und drei mittelgroße Eier dazugeben und gut durchkneten. Die Gewürzpaste vorbereiten: 10 Knoblauchzehen reiben, 2 EL gemahlenen Kümmel, 1 TL Salz und einen Schluck Olivenöl zu einer Paste verrühren. Liachtbratl Das Bratl aus dem Wasser nehmen, trockentupfen, das Fleisch, nicht die Schwarte, innen und außen mit der Gewürzpaste einreiben. Die Semmelfülle locker in die Tasche füllen. Denn die Fülle geht beim Braten auf. Die Öffnung mit einer Fleischnadel verschließen. Die Schwarte mit Zitronensaft einmassieren und eine Viertelstunde einziehen lassen. Das Bratl ins Reindl auf die Schweinsknochen stellen und ins Backrohr schieben. Auf 220 Grad drehen und 20 Minuten braten lassen, dann auf 180 Grad zurückdrehen. Dann 2 ½ Stunden lang braten lassen. Den Braten herausheben und warmstellen. Die Sauce durch ein Spitzsieb abgießen. Anrichten einen Eichblatt-, Häuptel- und Zuckerhutsalat mit grünem Apfel, Apfelessig und Leinöl anmachen.

Gutes Gelingen!

*Quellen:

https://www.servus.com/r/liachtbratl

http://www.brauchtumskalender.at/brauch-71-liachtbratl-montag

http://www.brauchtumskalender.at/brauch-146-michaeli-tag

https://www.genusskochen.com/2014/12/salzburger-braten.html


Unser Bairisches Oktoberfest

Das war unser Oktoberfest mit:

  • Weißwürsten
  • Hacker-Pschorr-Oktoberfestbier
  • Weißwurscht-Senft
  • Salzstangerln
  • Laugenbrezeln
  • Geriebenen Kren
  • Sahnekren

Um 06:03 in aller Herrgottsfrüh waren wir schon in der Fleischerei Ringl.

Gebratene Kalbsstelze mit Risipisi

Das Rezept hat Platz auf weniger als einer Seite. Alles was man dazu sagen kann, steht auf engstem Raum, na was heißt: ein paar Zeilen genügen schon. Uns hat es Fr. Ringl beim Fleischeinkauf nebenbei gesagt. Das Rezept ist unverändert seit eh und je, wie schon seit Kindheitstagen.


Nachzulesen in „Das Große Sacher-Kochbuch“ von Franz Maier-Bruck, 1975*. Gebratene Kalbsstelze auf S. 264, Risipisi S. 403. Auf Seite 595, dem Beginn des Registers, heißt es: „Die mit einem * versehenen Stichwörter sind Originalrezepte des Hotel Sacher. Rezepte aus alten Kochbüchern sind durch Anführungszeichen » « gekennzeichnet.“ Viel mehr Kochbücher braucht man nicht neben diesem Standardwerk.

Fleischerei Ringl

Hotel Sacher


Rostbraten vom Schulterscherzel mit geröstetem Erdäpfelschmarren und gerösteten Zwiebelringen

Ordentliche Portionen: 0,9 kg Schulterscherzel für 2 Personen und weg!

Gehackte Zwiebel, gewürfeltes Suppengrün in Olivenöl in der Bratpfanne anbraten und mit Gemüsebrühe aufgießen. Lorbeerblatt, Pfefferkörner dazugeben. Parallel in der Bratpfanne das Schulterscherzel auf allen Seiten anbraten. Das Fleisch in die Bratreine legen zum Gemüse, die Bratpfanne mit Gemüsefond ablöschen und auch in die Bratreine gießen. 2 Stunden bei 160 Grad im Backrohr schmoren. In der Zwischenzeit Erdäpfel in der Schale weichkochen. Schälen. In dünne Scheiben schneiden. Fein gehackte Zwiebel in Olivenöl anschwitzen. Die Kartoffelscheiben dazu geben, mit Salz, Kümmel und Majoran abschmecken und anrösten. Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Kurz in Mehl wenden. In heißem Öl goldbraun frittieren. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Das Fleisch aus der Bratreine herausheben und warm stellen. Die Sauce durch ein Sieb abgießen. Mit Senf abschmecken und mit Kartoffelstärke binden. Anrichten Fleisch aufschneiden, Röstzwiebel daraufgeben und den Erdäpfelschmarren und die Sauce auf den Teller geben. Mit aufgeschnittenen Essiggurkerln servieren.

Fleisch von Fleischerei Ringl.

Warum ich das neue Jamie-Oliver-Kochbuch nicht kaufe

Erster grober Fehler: Keine Ahnung von Rechtschreibung

Ich lese die Einleitung des neuen Buchs in der Lesevorschau von Amazon und entdecke schon einen schweren Rechtschreibfehler. „Ich widme ONE meiner Number ONE. Wenn ich jemals ein Buch geschrieben habe, dass dir wie auf den Leib geschrieben ist, dann dieses.“ Nun hat man mit der sog. „Neuen Rechtschreibung“ die Rechtschreibung vereinfacht, rau statt rauh, und vieles erlaubt wie Rote Bete oder Beete, auf die Verwechslungsgefahr wird gepfiffen und zu schlechter Letzt wurde das ß zurückgedrängt. Abgesehen davon, daß das gräßlich aussieht; ich denke nur an das Wort „bißchen“, das sich nun „bisschen“ schreibt. Darüber stolpere ich jedes Mal, weil ich „bis schen“ lese. Wem ist das eingefallen? Wahrscheinlich den gleichen, die das Gendern so toll finden. Aber mal ganz abgesehen davon: ist es zu viel, von einem Buchverlag zu verlangen, wenigstens die vereinfachte Rechtschreibung unfallfrei hinzukriegen? Und das für den stolzen Preis von 30 Euro. Möglicherweise liegt es auch daran, daß die Rechtschreibung alle paar Jahre geändert wird. Vielleicht sollte man einfach aufhören, an der Rechtschreibung herumzudoktern, nicht einmal Verlage kennen sich mehr aus.

Nach zwei ganzseitigen Porträtfotos, von seiner Ehefrau und dann von ihm selbst, und ein bißchen Einleitungstext, aber keinem Rezept in der Vorschau kommt die Frage „Gefällt dir diese Leseprobe? Kaufe das Buch, um mit dem Lesen fortzufahren.“ Als müßte das schon genügen, das Buch zu kaufen. Leicht indigniert schließt man die Vorschau. Unter dem Titelbild findet man 10 Bilder aus dem Buch, darunter 6 exemplarische Rezepte. Na also, geht doch!

Zweiter grober Fehler: Keine Spur von Energiesparen

Das erste Rezept beginnt mit „Den Backofen auf 180° vorheizen.“ Als ob wir nicht gerade die größte Energiekrise seit dem Zweiten Weltkrieg durchmachen. Ich weiß ja nicht, wie es in England ist, aber hier bei uns und überall sonst auch, wie man so liest und hört, gibt es gerade extremen Energiemangel! Und doch wird nicht mit Strom gespart, immer noch wird den Leuten erklärt, sie müßten das Backrohr vorheizen.

Drittens

Das erste Rezept hat mich nicht gerade umgehauen, allerdings war ich da schon nicht mehr gut drauf. Auch kochen wir nicht mit Mikrowelle. („Reis in der Mikrowelle nach Packungsangabe erwärmen“). Das Rezept umzusetzen, dauert lt. Buch präzise 48 Minuten („FÜR 4 PERSONEN FERTIG IN 48 MINUTEN“). Ich weiß nicht mehr, ob das ernst gemeint ist. Also. Kein Buch für uns. Amazon führt das Buch als Bestseller Nr. 1 in „Eier & Mehlspeisen“.  Ich dachte, das ist ein Kochbuch? Wie gesagt, ich weiß nicht mehr, was ich ernstnehmen soll.

ONE, Geniale One Pot Gerichte, Dorling Kindersley Verlag, 2022

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Lachs mit Linsen

Spanische Hausmannskost nach Ferran Adrià. Das geht schnell, wenn man Sofrito hat. Also wurde Sofrito wie da schon am Vortag vorbereitet, nur statt einer Knoblauchzehe wurde eine ganze Knolle verwendet und etwas mehr Tomaten.

Für die Picada Petersilie, Piemonter Haselnüsse, Knoblauchzehe, Salz und Olivenöl und Safran zu einem Pesto verarbeiten.

Zwiebel in einem Sautoir anschwitzen. Klein gewürfelte rote und gelbe Karotten, Petersilwurzel, Sellerie und Stangensellerie dazu geben und anbraten. Dann Sofrito dazu geben und mitrösten. Mit Fischfond aufgießen. In der Zwischenzeit Tellerlinsen separat bißfest kochen. Wenn die Linsen fertig sind, abgießen. Die Linsen zum Topf hineingeben, kurz leise mitköcheln. Für die letzten paar Minuten den gewürfelten Lachs dazu geben. Mit Picada servieren.

Dazu Mozart: Le nozze di Figaro, István Kertész mit Wiener Haydn-Orchester* mit Popp, Fassbaender, Krenn, Krause, Jungwirth, in den Sofiensälen, 1971*.

Rezept nach Ferran Adrià, Das Familienessen*

Altbewährtes und neues Gutes

Wenn man eine HiFi-Anlage bekommt, darf das Kulinarische nicht zu kurz kommen. Gestern wurde bei uns eine neue Musikanlage fachmännisch aufgestellt. Bei der Aufstellung, die ja doch einige Zeit dauert, wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Nun ist sie da und es kann los gehen! Verstärker und CD-Player sind von Accuphase, die Lautsprecher von Chario, sind aber nur geliehen, meine Vienna Acoustics kommen erst. Diese Firma befindet sich zwar quasi um die Ecken, aber aufgrund eines Lieferengpasses für einen Bestandteil kommen die Lautsprecher etwas später. Das HiFi-Möbel ist von Quadraspire. Alles aus einer Hand von Lifelike, Wien. Bei uns gibt es nämlich in Zukunft nicht nur Genuß für den Gaumen – sondern auch für die Ohren.

Für das leibliche Wohl:

Brötchen mit Pastrami, Kren und Kapernbeeren,

Prager Schinken mit Kren und Paprika,

Ungarischer Liptauer mit Tomate,

Capocollo spuntino mit Rucola und Vorarlberger Bergkäse,

Eiaufstrich,

Pasteten gefüllt mit Linsenaufstrich und geräucherter Forelle und darüber gestreut Kren.

Blätterteig mit Käsevariationen und Feigen, Birnen und Apfel-Chutney.

Für das geistige Wohl:

Accuphase, Yokohama, Japan

Chario, Italien

Quadraspire, Bath, England

Musik ist eine verborgene Rechenkunst des seines Zählens unbewußten Geistes. (Musica est exercitium arithmeticae occultum nescientis se numerare animi)

Leibniz (1646 – 1716)

Ansonsten Mozart, Stravinsky, Schubert, Haydn, Beethoven, Level42, Sade, Dave Grusin, Radu Lupu, The Beatles, Led Zeppelin, Frank Zappa, Concentus Musicus Wien, Wr. Philharmoniker, Wr. Symphoniker, Nikolaus Harnoncourt, Toni Stricker, Santana, Gábor Szabó, Brahms, Eric Clapton, Jimi Hendrix, Hans Theessink, Franz Liszt, Richard Wagner, Kirstin Flagstad, Alfred Brendel, Thomas Adès, Ian Bostridge, Mstislav Rostropovich, Pablo Casals, Genesis, Yes, Jethro Tull, Dire Straits, Frank Sinatra, Buddy Holly, Peter Schreier, Fritz Wunderlich, Richard Strauss, Johann Strauß I + II, Lanner, Boskovsky, Wiener Neujahrskonzert, Franz Lehár, Rudolf Buchbinder, Vivaldi, Puccini, Verdi, Dietrich Fischer-Dieskau/Gerald Moore, Paul Badura-Skoda, András Schiff, Miles Davis, Weather Report, Joe Zawinul, Friedrich Gulda, Pavarotti, Domingo, José Carreras, The Three Tenors, John McLaughlin, Paco de Lucia, Al di Meola, Chick Corea, The Buena Vista Social Club, Leonard Cohen, Jacques Offenbach, Debussy, Jaco Pastorius, Maria Callas, Jean-Michel Jarre, Mike Oldfield, Philipp Glass, Bach, Bruckner, Hermann Prey, Max Raabe, Paolo Conte, ABBA, Bee Gees, Phil Collins, Traveling Wilburys, George Harrison, Bob Dylan, Tom Petty, Jeff Lynne, Roy Orbison, Stevie Ray Vaughan, etc. pp.