Kohlsprossensalat mit Ei

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Rosenkohlröschen, Brabanter Kohl, Brüsseler Kohl oder Sprossen, Sprossenkohl oder wie man in Österreich sagt: Kohlsprossen; ganz egal, wie man dazu sagt, jetzt, im Jänner, ist die Zeit dafür. Denn der Rosenkohl braucht ein bißchen Frost, damit er nach was schmeckt und den Frost gibt es im ersten Monat des Jahres.

Für 2 Portionen, je 450 Kalorien mit eineinhalb Eiern

Kohlsprossen Ein gutes halbes Kilo schon geputzte Kohlsprossen in Salzwasser blanchieren, gut abtropfen lassen, die großen Stücke in Scheiben schneiden, die kleinen Stücke halbieren. Auf ein Backblech legen, dann zehn braune Champignons aus Tirol in Scheiben schneiden, neben die Kohlsprossen legen, mit wenig Olivenöl beträufeln und dann im Ofen bei zirka 160 Grad nicht länger als zehn Minuten garen. Marinade einen Eßlöffel Zitronensaft, einen Eßlöffel Roteinessig, einen Teelöffel Ahornsirup und drei Eßlöffel Olivenöl sowie Salz gut vermischen. Fertigstellen/ Anrichten Drei Eier weichkochen. Das Gemüse aus dem Ofen herausnehmen und noch heißt mit der Marinade verrühren. Das Gemüse auf dem Teller anrichten, mit grob gehackter Petersilie bestreuen, Pecorinokäse darüber hobeln. Eier schälen, halbieren, darüber geben.

Polentaschnitten mit Trüffel und Maiskölbchen

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Und Parmesanspänen. Das schmeckt schon gut, aber da wir noch etwas Trüffel übrig hatten, wurde das Gericht mit Trüffelscheiben verfeinert. Und da hat‘s uns die Sprache verschlagen! Und so konnten wir nur noch singen:

Aber getrüffelt muß es sein!

Nach dem Lichtenthaler Marsch („Aber g‘rebelt muß er sein“)

Anhören auf https://www.youtube.com/watch?v=BykOozYTibs ab Minute 3:00, vorher spielts „Mein Vater war ein Hausherr und ein Seidenfabrikant“

Dazu ein süffiger Welschriesling.

Rezept

Für 2 Portionen, zirka 520 Kalorien

150 Milliliter Milch und 150 Milliliter Wasser, zwei Lorbeerblätter, Salz und eine Prise Muskatnuß aufkochen, zurückdrehen und 100 Gramm Polenta einrieseln lassen. Auf ganz kleiner Flamme unter ständigem Rühren etwa drei Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, Lorbeerblätter entfernen, einen Dotter rasch einrühren und dann in eine runde Tortenform auf Backpapier gießen. Vollständig auskühlen lassen, in der Zwischenzeit 40 Gramm Butter aufschäumen, 120 Gramm in grobe Stücke geschnittene Maiskölbchen kurz mitbraten. Einen Teelöffel Trüffelbutter und einen Eßlöffel fein gehackte Petersilie einrühren und auf die Seite stellen. Die ausgekühlte Polenta aus der Form nehmen. In acht Teile schneiden und in Butterschmalz in einer Palatschinkenpfanne beidseitig goldbraun anbraten. Fertigstellen/ Anrichten Auf den Teller platzieren. Die Butter mit den Maiskölbchen noch mal erwärmen. Salbeiblätter dazu geben, die Mais-Butter-Salbei-Mischung auf der Polenta verteilen. Mit Parmesanspänen und in dünne Scheiben gehobelte Trüffel bestreuen.

Inspiriert von Alexander Herrmann, , „Weil’s einfach gesünder ist“, S. 76

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Schwarzkohl-Shakshuka

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Eine Variante von Shakshuka mit Spinat findet sich in Alexander Herrmanns Kochbuch „Weil’s einfach gesünder ist“. Den Spinat haben wir saisongerecht durch Schwarzkohl ersetzt.

2 Portionen

Eine Portion: ca. 470 Kalorien

In einer kleinen Schüssel mit zwei Eßlöffel lauwarmem Wasser sechs Safranfäden einweichen. Den feingehackten Zwiebel in einem Sautoir anschwitzen. Einen Eßlöffel Tomatenmark dazu geben, kurz dünsten. Den Safran samt Einweichwasser dazu geben. Geriebenen Ingwer, sieben geschnittene Knoblauchzehen und etwas Kurkuma sowie drei ganze Kardamomkapseln dazu geben, ein paar Minuten mitdünsten. Acht Tomaten blanchieren, die Haut abziehen und in Würfeln schneiden, in den Sautoir geben. Zehn Schwarzkohlblätter entstielen, in Salzwasser kurz einlegen, abgießen und abschrecken. Ausdrücken, dann klein hacken und in den Sautoir geben. Drei vier Minuten mitdünsten, vom Herd nehmen. Mit einem Schöpfer in die Masse sechs kleine Mulden hineindrücken und jeweils ein Ei gießen. Im Backrohr bei 140 Grad 20 Minuten garen lassen.

Nicht vergessen, die drei Kardamomkapseln wieder herauszunehmen.

Inspiriert von Alexander Herrmann, „Weil’s einfach gesünder ist“, S. 49

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Neujahrsschweinsbraten

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Jetzt haben wir es getroffen! Schweine bringen Glück. Und gehören zum Jahreswechsel dazu. Ein Schweinsbraten mit Apfelspalten, Yorkshire Pudding und viel Kraut.

Ein halbes Krauthäuptl in feine Scheiben schneiden. Salzen und ein bissi durchziehen lassen. Zwei Äpfel in Spalten schneiden. Butterschmalz in der Pfanne erhitzen, das Kraut dazu geben und vier fünf Minuten anbraten, die Apfelscheiben einrühren und weitere 2 Minuten braten. Schnittlauchcreme 250 Milliliter Sauerrahm mit Saft und Zester einer Zitrone, einen Bund Schnittlauch in Röllchen geschnitten und Salz vermischen. Schweinebauch den schon in der Fleischerei RIngl wunderbar geschröpften 2 Kilogramm Schweinebauch mit Zitronensaft bestreichen, trocknen lassen, salzen. In ein Reindl mit grob geschnittenen Knoblauch, Zwiebel und Sellerie legen und bei 230 Grad ins Backrohr schieben, für eine halbe Stunde. Mit einem Viertelliter Rinderbrühe in das Reindl gießen, den Ofen zurückdrehen und weitere 2 Stunden braten. Yorkshire Pudding machen, wie hier. Anrichten/Fertigstellen Den Schweinsbraten herausnehmen und die Sauce abgießen. Anrichten.

Achtung scharfer Hund!

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Als Katerfrühstück nach Silvester gelüstete es uns nach einem Hot Dog. Nach einigem Kochbuchwälzen von „Hot Dogs“ von Russel van Kraayenburg wurde die Entscheidung gefällt zugunsten des Danger Dogs; dieser Hot Dog wird mit Bacon umwickelt, aber wir hatten ja vorgesorgt und hatten Würstel und Speck bei der Hand. Der Danger Dog ist genau das Richtige, um einen Kater zu vertreiben. Achtung das ist kein Kindergeburtstag mit Senf und Ketchup, der ist scharf! Die Hot Dog Sauce wird mit reichlich Chili, Knoblauch und Cayenne-Pfeffer gemacht. Der Danger Dog kann seine Herkunft aus Mexiko nicht verleugnen. Er entstand in den Fünfzigerjahren des Zwanzigsten Jahrhunderts in Tijuana. Illegale Straßenverkäufer brachten ihn unters Volk, daher der Name „Danger Dog“. In New Jersey wurde er abgewandelt und hier ist er nun:

Für 4 Portionen

Brötchen 21 Gramm (also einen Würfel) frische Germ (Hefe) und 60 Milliliter lauwarmes Wasser, eine Prise Zucker und einen Teelöffel Mehl verrühren und aufgehen lassen. 120 Milliliter lauwarmes Wasser mit 300 Gramm Mehl, einem Teelöffel Salz, drei Eßlöffel Zucker und vier Eßlöffel Olivenöl verrühren, die Germ-Mischung dazu geben und mit dem Knethaken den Teig rühren bis von der Innenwand der Schüssel der Teig herunterkommt. Zudecken und auf einem warmen Platzerl zwei Stunden lang gehen lassen. In der Zwischenzeit die klassische Hot Dog Chili Sauce vorbereiten. Eine große fein gehackte Zwiebel in zwei Eßlöffel Olivenöl anschwitzen. Vier geriebene Knoblauchzehen dazu geben und kurz mitschwitzen, einen Teelöffel Kreuzkümmel, einen Teelöffel getrocknete Chili eine Prise Cayenne-Pfeffer und Hundertfünfzig Gramm Tomatenmark dazu geben und kurz mitschwitzen. 400 Gramm Rinderfaschiertes dazu rühren. Fünf bis sechs Minuten anschwitzen. Etwa 200 Milliliter Rinderbrühe dazugießen. Mit Salz abschmecken. Etwa dreißig Minuten köcheln lassen. So. Zurück zu den Brötchen. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und in vier Teile teilen, alle Teile durchkneten. Mit dem Nudelholz viereckig ausrollen und den Teig mit den Handflächen aufrollen, die Enden zudrücken, die Teile in die Hotdog-Form geben und eine Dreiviertelstunde zugedeckt gehen lassen. Bei 200 Grad etwa eine Viertelstunde backen. Während das Brot bäckt, um die Wiener Würstel Speck wickeln und mit Holzspießchen befestigen. Und in Butterschmalz frittieren.

Die Spieße nicht vergessen herauszunehmen.

Anrichten Die Würstel abtropfen lassen, die Brötchen aufschneiden und das von den Spießen befreite Würstel hineinlegen. Mit ordentlich Hot Dog Chili Sauce und grob gehackten Zwiebelstücken servieren.


Und wir Nicht-Amerikaner wissen nun, woher der Hot Dog seinen Namen hat.


Nach Russel van Kraayenburg, Haute Dogs, English, p. 64 oder Russel van Kraayenburg, Hot Dogs deutsch, S. 66. Ich empfehle die englischsprachige Originalfassung, da in dieser die Herkunft des Namens „Danger Dog“ richtig erklärt wird.


Schweinsfuß-Gulasch

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Schweine bringen Glück. Schweine gehören zu Silvester dazu. Und Schweinsfüße werden vor allem zu Silvester gegessen, so will es der Brauch. Deshalb gab es bei uns zum ersten Mal ein Gulasch mit Schweinsfüßen.

Rezept

Eine große feingehackte Zwiebel in Schweineschmalz anschwitzen. Zwei in Scheiben geschnittene Schweinsfüße dazu geben und ein paar Minuten mitdünsten. Einen Teelöffel Kümmel und zwei Teelöffel Paprikapulver dazu geben und ganz kurz mitschwitzen, mit Rinderfond aufgießen, damit das zu gedeckt ist. Vier zerdrückte Knoblauchzehen, eine Tomate, zwei entkernte rote Paprika, zwei Lorbeerblatt und sechs Pfefferkörner dazu geben, einmal aufkochen, Herd zurückdrehen und fast drei Stunden leise köcheln lassen, bis die Knochen herausfallen. Anrichten Mit gekochten Kartoffeln servieren.

Nach altem, ungarischem Brauch


Das war nachhaltig, ganzheitlich und vor allem anständig, weil ganz dem Konzept „from nose to tail“ verschrieben. Allerdings muss ich sagen, mich hat das nicht so umgehaut, zu wenig Fleisch, nichts dran, zuviel Fett, wenig Geschmack. Eine Schweinsschulter ist vielleicht nicht so rasend „nachhaltig“, macht aber geschmacklich einen gewaltigen Schritt nach vorne. Deshalb gibt es das nächste Mal wieder Gulasch von der Schulter. Tut mir leid, Schweinderl. Das ist vielleicht nicht nachhaltig von mir, aber ehrlich. Also dann doch wieder anständig.


Geräucherter Bachsaibling mit Yorkshire Pudding und Schnittlauchcreme

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Was für ein lauer Frühlingstag Silvestertag, bei uns in Wien hat‘s fröhliche 18 Grad. Davon lassen wir uns aber nicht abhalten und gehen’s scharf an mit einem geräucherten Saibling aus Tirol mit Yorkshire Pudding und  Schnittlauchcreme. Wir haben Anleihe bei uns selbst genommen, siehe hier, das Yorkshire-Pudding-Rezept geht zurück auf Jamie Oliver „30-Minutenmenüs“, S. 196. So gestärkt können wir ihn nun angehen, den Silvesterabend. Fortsetzung folgt!

Mini Yorkshire Pudding: Backrohr auf 250 Grad drehen, die Formen eines Zwölfer-Mini-Muffinblechs mit reichlich Butterschmalz ausschmieren und ins Backrohr schieben. Man kann auch Ghee nehmen, das ist das Gleiche. Teig In der Zwischenzeit bis es anfängt zu rauchen, 150 Milliliter Milch, 150 Milligramm Mehl, 3 Eier und etwas Salz mit dem Handmixer zu einer cremigen Masse verrühren, die Konsistenz erinnert an einen Palatschinkenteig. Den Teig in zehn Formen des Muffinblechs füllen und ins Backrohr retour schieben. Wenn es aufgegangen ist, herausnehmen. Schnittlauchcreme In der Zwischenzeit eine Zitrone zestern und den Saft auspressen, einen Bund Schnittlauch hacken, mit zwei Eßlöffel geraspeltem Kren (Meerrettich), 465 Gramm (also ein Tatzerl) Doppelrahm-Frischkäse und ein wenig Salz in einer Schüssel verrühren. Abschmecken. Nachsalzen. Fertigstellen/ Anrichten Den geräucherten Saibling eine Minute im Backrohr wärmen. Sofort servieren, der Yorkshire Pudding geht auf, aber er fällt auch wieder zusammen.


E.K. 3 Miesmuscheln und Sellerieteigtascherl

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Das ist „Exzessives Kochen“, Runde Drei. Der Stefanitag steht ganz im Zeichen der Meeresfrüchte- und Gemüseesser. Zuerst gibt es Miesmuscheln in einer Petersilienvinaigrette vermischt mit Pankobröseln, ein Essen mit Spannung: Die Pankobröseln geben einem das Gefühl, auf Muschelschalen zu beißen, man ist aber sogleich beruhigt, daß es doch nicht so ist und genießt den Gegensatz zum zarten Muschelfleisch und der frischen Vinagrette. Die Muscheln sind von bestechender Qualität, mit Wonne schlürft man sie. Die Sellerieteigtascherln schwimmen in einem grünen Teich aus einer sämigen Lauchcreme, sie bereiten ein wohlig-warmes Gefühl, mit Wonne schlürft man auch sie. Selbstgemacht schmeckt am besten.

Es wurde etwas mehr Sauce gemacht, weil wir Saucentiger sind.

Festgang zu Stefani

  1. Bouchot-Muscheln mit Petersilienvinaigrette und Pankobröseln
  2. Sellerieteigtascherl auf Lauchcreme in Trüffelbutter

Vorbereiten

Selleriefülle Zwei große Sellerie (zirka 700 Gramm) schälen und würfeln. In einer Kokotte mit kochendem Salzwasser zirka 20 Minuten weichkochen. Das Wasser wegschütten und den Sellerie mit 150 Gramm Butter pürieren. Salzen, auskühlen lassen, beiseite stellen. Nudelteig 400 Gramm Weizen-Spätzlemehl, vier Eier, vier Eßlöffel Olivenöl und Salz zu einem gschmeidigen Teig kneten. Im Kühlschrank eine halbe Stunde rasten lassen. In der Zwischenzeit Lauchcreme drei halbierte und in Scheiben geschnittene Lauchstangen (zirka 600 Gramm) in einem Sautoir mit 50 Gramm zerlassener Butter eine Minute anschwitzen lassen. Mit Mehl bestäuben, mit einem Vierterl Weißwein ablöschen und mit 400 Milliliter Hühnerbrühe aufgießen. Ein Viertelkilo Schlagobers dazugießen. Acht Minuten leise köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen, mit frisch geriebener Muskatnuß berieseln. Mit dem Pürierstab pürieren. Durch ein Sieb abseihen. Petersilienvinaigrette Ein Kilogramm Miesmuscheln gut spülen und waschen. Vier Schalotten in feine Scheiben schneiden. In einer Sauteuse Olivenöl erwärmen, die Schalotten darin glasig anschwitzen. Dann ein Vierterl Weißwein dazugeben, die Miesmuscheln und das Bouquet garni dazufügen. Mit Pfeffer aus der Mühle würzen. Teig nach einer halben Stunde im Kühlschrank herausnehmen, mit der Nudelmaschine auswalken, mit dem Nudelholz noch ein bisserl weiten, weil der Durchmesser des runden „Maultaschengebiß“ größer ist als die Nudelmaschine breit. Mit einem geringfügig größerem runden Ausstecher als das „Maultaschengebiß“ einen Teig ausstechen, in das „Maultaschengebiß“ legen und mit Selleriecreme befüllen, den Rand mit Eigelb bepinseln und kräftig zubeißen zuklappen.

Fertigstellen und Anrichten

Miesmuscheln Drei Minuten zugedeckt in der Petersilienvinaigrette kochen lassen, bis die Miesmuscheln aufspringen, die nicht aufgehen, wegwerfen. Auf den Teller die Petersilienvinaigrette träufeln, eine Schalenhälfte der Muscheln abnehmen und die Muscheln auf dem Teller verteilen. Butter aufschäumen, die Pankobröseln darin rösten und über die Teller streuen.

Sellerieteigtascherl die Butter in einer Kokotte bräunen, vom Herd ziehen und die Trüffel mit einem Trüffelhobel darüber hobeln. Maultascherln in siedend heißem Wasser vier Minuten kochen. Heiß servieren.


Bouquet garni: zu einem Büschel gebundene Petersilienstängel, Staudenselleriestangen, Lorbeerblatt und Thymianzweigerln.

Inspiriert von Lafer, Witzigmann, 40 Jahre Sterneküche, S.239, S. 257

Moule Morisseau | Moule de Bouchot https://www.moule-morisseau.fr

Fisch und Muscheln wurden vorbestellt und am 23. Dezember abgeholt. Das war die Lieferung.


Tournedos Rossini

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Gebratene Ochsenfiletstücke, in eine runde Form gebracht, belegt mit gebratener Gänseleber und Trüffel in einer Madeirasauce. Als begnadeter Opernkomponist und Feinschmecker, der er war, wurde Gioacchino Rossini dieses Gericht gewidmet von einem Pariser Restaurant Maison dorée, also „Goldenes Haus“, in dem er ein gern gesehener Gast war. Küchenchef und Erfinder war Casimir Moisson, ein großer Koch und Gastronom im Paris des Neunzehnten Jahrhunderts, der zwar nie ein Kochbuch schrieb, aber aufgrund seiner außergewöhnlichen Kreationen wie den Tournedos Rossini in Erinnerung bleibt. Im von Lafer und Witzigmann gemeinsam geschriebenen Kochbuch „40 Jahre Sterneküche“ dürfen sie nicht fehlen, wenn auch sie in leicht abgewandelter Form dort Aufnahme gefunden haben. In Frankreich ist Gänseleber ein nationales Kulturgut, das besonders zu Weihnachten gegessen wird. So erschien uns Tournedos Rossini wie geschaffen für Weihnachten. Nicht für den Heiligen Abend, aber für den Christtag!

Weihnachtsmenü

  1. Gegrillte Jakobsmuscheln mit frischem Fenchel-Orangen-Salat und Schinkenchips
  2. Tournedos Rossini mit Apfelcreme
  3. Keks

Weihnachtsmenü Rezept

Vorbereiten am Tag davor

Petersilie-Brioche 250 Gramm Mehl, 20 Gramm Zucker, eine Schale einer Limette vermischen. Drei Eier und einen Bund Petersilie im Standmixer pürieren, unter ständigem Gießen zum Mehl gießen. Zwanzig Gramm frische Germ in ein wenig lauwarmer Milch aufgehen lassen. Den aufgegangenen Germ in den Teig einarbeiten. Zum Schluß 150 Gramm kalte Butter einarbeiten, bis man einen geschmeidigen Teig kriegt. Teig zugedeckt über die Nacht in den Kühlschrank geben.

Am folgenden Tag

Den Teig aus dem Kühlschrank herausnehmen und nochmal gut durchkneten. In eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und bei 180 Grad fertigbacken. Fenchel-Orangen-Salat Von sechs Orangen die Schale mit der weißen Haut abschneiden und die Orangenfilets mit einem Tranchiermesser herausschneiden. Von zwei Orangen die orange Schale (nicht die weiße Haut) mit einem Sparschäler zestern, eventuell klein schneiden, und den Saft auspressen. Die Zesten in der Minikokotte mit dem Orangensaft ein paar Minuten köcheln lassen, sodaß es ein bisserl eindickt. In der Zwischenzeit den Fenchel in dünne Scheiben schneiden, das Fenchelgrün beiseite stellen. Orangensaft in eine Edelstahlschüssel geben, damit er möglichst kühl bleibt. Olivenöl und Zitronensaft dazugeben ebenso die Zitronenzesten und gut verrühren. Zwei Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Zwiebel, Fenchel und Orangenfilets in die Schüssel geben. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen, abgezupfte Thymianblätter und Fenchelgrün dazugeben, verrühren, auf die Seite stellen und ziehen lassen. Apfelcreme In eine Kasserolle 100 Gramm Zucker, 200 Milliliter Weißwein, 100 Gramm Butter und den Saft einer Zitrone geben. Auf mittlere Hitze schalten. Acht säuerliche Äpfel (z.B. Elstar) schälen, vierteln und dazu geben. Zwanzig Minuten köcheln lassen. Dann pürieren und in den Kühlschrank stellen. Sauce vorbereiten 300Milliliter Madeira, 200 Milliliter Portwein und 800 Milliliter Kalbsfond in eine Kasserolle geben sowie Thymianblätter und Rosmarinzweig und auf die Hälfte einköcheln.

Fertigstellen und Anrichten der Jakobsmuscheln mit Fenchel-Orangen-Salat

Speck auf der Grillplatte beidseitig knusprig anbraten. Auf Küchenkrepp legen. 21 Jakobsmuscheln auf die gleiche Platte legen und beidseitig anbraten. In der Zwischenzeit den Salat auf dem Teller anrichten. Den Speck zerbröseln und auf den Salat geben. Die Jakobsmuscheln auf dem Salat anrichten. Mit wenig Cayennepfeffer bestreuen.

Fertigstellen und Anrichten der Tournedos mit Apfelcreme

Teller im Backrohr bei 100 Grad vorwärmen. Die sieben Ochsen-Filetsteaks mit Küchengarn in Form bringen („tournieren“). Etwas Butterschmalz auf der Grillplatte erhitzen und die Tournedos auf beiden Seiten jeweils zwei Minuten anbraten. Und in das Backrohr geben bei 100 Grad. Grillplatte mit Rindsbrühe ablöschen und zur eingeköchelten Sauce geben. In die Sauce eine fein gehackte Trüffel und ein wenig Trüffelbutter dazu geben. Die Sauce warm halten. Vier Äpfeln vierteln und das Kerngehäuse entfernen. In heißem Butterschmalz beidseitig kurz anbraten und warm halten. Die von Frau Ringl schon aufgeschnittene und hergerichtete Gänseleber mehlieren und ohne Fett beidseitig auf der Grillplatte kurz anbraten. Apfelcreme mittig seitlich auf den Teller geben, den Küchengarn vom Filetsteak herunterschneiden, das Filetsteak neben die Apfelcreme legen, die Gänseleber auf das Filetsteak geben. Mit Apfelspalten garnieren. Die Trüffelmadeirasauce neben das Steak gießen. Und eine Scheibe getoastetes Brioche dazu geben.


Mengen für 7 Portionen.


Inspiriert von Lafer, Witzigmann, 40 Jahre Sterneküche, S. 243 und S. 269 außer Brioche, nach Tanja Grandits.

Weinbegleitung:

Zum Empfang: Umathum, Sekt brut nature, Méthode Traditionelle

Zu den Tournedos Rossini: Umathum, Rotwein Cuvée Haideboden

Zu den Keksen: Umathum, Beerenauslese

Musikalische Begleitung:

Gioacchino Rossini, Il Barbiere di Siviglia, Hermann Prey, Teresa Berganza, Luigi Alva, Enzo Data, Paolo Montarsolo, London Symphony Orchestra, Claudio Abbado


Winterkohlstrudel mit Kürbisstücken und Mandelstiften

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Der Kohl zerfällt im Ofen und die Mandelstücke verleihen ihm wieder etwas Kraft. Wohlig um den Bauch fühlt sich das an, als Kontrast gibt es erfrischenden Ziegenjoghurt mit Kräutern dazu. Wir haben das bei Donna Hay aufgegabelt und abgeändert. Donna macht das mit Mangold, den gibt es aber nicht im Winter, jedenfalls nicht bei uns. Aber Schwarzkohl, Grünkohl und Kürbis. Gleich zwei Strudel machen: das eignet sich bestens zum Einfrieren.

Rezept Winterkohl-Kürbisstrudel

Einen großen fein gehackten Zwiebel anschwitzen. Beim Grünkohl und Schwarzkohl die Blätter vom Stiel entfernen, waschen und trockenschleudern mit der Zyliss-Salatschleuder, die mit der Reißleine. Blätter zusammenschneiden und zu den angeschwitzten Zwiebelstücken geben. Sechs geriebene Knoblauchzehen dazugeben, salzen, pfeffern. Einen Schluck Wasser hineinschütten und zugedeckt etwa zehn Minuten dünsten, immer wieder umrühren. In der Zwischenzeit aus dem Tiefkühl das vorbereite Kürbisfleisch herausnehmen, würfeln und zum Kohl geben und nochmal fünf bis sieben Minuten mitdünsten. Auf die Seite stellen und auskühlen lassen. Zwei verschlagene Eier, ein Stück frisch geriebenen Parmesan, 200 Gramm Frischkäse und eine Handvoll geröstete Mandelstifte zum Kohl geben, gut vermischen und in den Blätterteig füllen, auf das Backblech legen und außen rundum mit verschlagenem Ei bepinseln. Im Backrohr bei 190 Grad fünfundfünfzig Minuten goldbraun backen. Das Backblech nach einer halben Stunde wenden und verkehrt reinschieben. Anrichten Ziegenjoghurt mit Petersilie und Dille vermischen. Und mit gemischtem Salat (Rucola, Spinat, grüner Salat) servieren.

Inspiriert von Donna Hay weeklight, S. 30