Tofu ist eine ziemlich geschmacksneutrale Sache. Durch Fermentation geht in der Regel ein Verlust an Schärfe einher, wie zum Beispiel beim schwarzen Knoblauch, wodurch er bekömmlicher wird. Milderer Geschmack ist wohl nicht das Ziel, wenn man Tofu fermentiert, aber durch die Fermentation wird die Konsistenz von Tofu fester, er heißt dann Tempeh, was einen reizvollen Kontrast zum mit Dampf weich gegarten Gemüse bietet. Mit Wasserdampf zu garen ist wohl eine der schonendsten Garmethoden. Aroma geht kaum verloren, wie passend zum feinen Gemüse. Ein Dampfgarer ist eine mit Wasser gefüllte Wanne mit Deckel, auf deren Einsatz das Gargut, in unserem Fall Auberginen und auch Tempeh, etc. gelegt werden. Insgesamt schmeckt alles so mild, dass es für Grobsensoriker eher nicht geeignet ist. Es könnte gut und gern als magenschonende Krankenhauskost durchgehen. Krankenhaus? Wie komme ich denn darauf? In Zeiten der Coronavirus-Pandämie ist der Gedanke an Krankenhaus wohl nicht so ganz abwegig. Und außerdem ist Tempeh was Gesundes: Wie Wikipedia weiß, tut Tempeh, diese indonesische Variante von Tofu, dem Magen gut, aber nicht nur: es kommt seltener zu Infektionen im Magen-Darm-Trakt, hemmt die Tumorentwicklung, senkt den Cholesterinspiegel, lindert Durchfallbeschwerden und Eisenmangelanämie, reduziert Lipidoxidation und senkt den Bluthochdruck. Tempeh gibt’s etwa bei Basic.
Schlagwort: Rezepte
Ziegenkäse mit Brioche-Muffins
Manchmal kommt man an einer Käsetheke vorbei und eine Viertelstunde später ist der Einkaufswagen beladen mit Ziegenkäse! Zu Hause wurden Brioche-Muffins gemacht und schon hat man eine Ziegenkäseplatte vom Feinsten! St. Maure, Ziegenmünster, Ziegenrolle in Asche u.s.w., einfach köstlich. Deshalb: nie ohne Plan, den man nicht über den Haufen werfen kann, einkaufen gehen.
Reispapier-Rollen mit Mönchsbart und Salatgurke
Bei diesem Gericht wird nicht gekocht, nur geschnitten und gezupft, zusammengerollt und zusammengemixt. Das muss wohl Rohkost sein.
Unlängst stand in der NZZ, dass in der Schweiz im Durchschnitt knapp 50 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr verbraucht wird. Der Fleischkonsum in Deutschland ist bedeutend höher und wird vom Bundesmarktverband für Vieh und Fleisch auf rund 60 Kilogramm verzehrtes Fleisch geschätzt. In Österreich waren es sogar 95 Kilogramm, laut Statistiken der Agrarmarkt Austria (AMA), Wurst und verarbeitetes Fleisch wie Faschiertes nicht einberechnet.
Ein feines Schonkost-Menü
Butternuss-Salbei-Suppe, Faschierte Laberln mit Nudeln in falscher Tomatensauce, Zitronen-Frischkäse-Muffin.
Das ist unser Menü für Schonkost, schonend für den Magen, und wenn man dem Buch glauben mag, an dem wir uns orientierten, dann ist es sogar heilend! Denn nichts weniger als heilende Brühe für den Darm wird für die Butternuss-Salbei-Suppe verwendet, selbstredend ist Salbei eine Heilpflanze. Für die Sauce bei den Faschierten Laberln kommt eine Tomatensauce zum Einsatz, aber ohne Tomaten bitte sehr, und selbstverständlich sind die Nudeln purer Zucchino, also keine Kohlenhydrate weit und breit, die den Magen belasten. Das ist Schonkost, die schmeckt. Schonend für den Magen, schmeichelnd für den Gaumen.
Karotten-Misosuppe mit Haselnuss-Wirsing, Mandel-Tofu und Chili-Pastinaken
Die einzelnen Gerichte kommen mit wenigen Zutaten aus, doch werden mehrere für ein Mahl zusammengestellt. Man kombiniert, genießt und schweigt. Wie es vielleicht ein Japaner tun würde. Die Gerichte sind nicht typisch japanisch, Japaner verwenden keinen Wirsing. Aber was wäre, wenn ein Japaner mit Wirsing kochen würde? So vereinigt sich japanische Tradition mit deutscher Küche und es entsteht etwas neues Einmaliges.
Auberginen-Püree mit bitteren Salaten
Die aber sehr gut schmecken!
Pilz-Ragout Stroganoff
Stroganoff nennt man in der Russischen Küche sautierte Filetspitzen in einer säuerlichen Sauce. In diesem Gericht wurden die Filetspitzen gegen Pilze eingetauscht.
Bamberger Hörnchen mit Portulaktopfen
Der Topfen wird mit Walnussöl, Kümmel und Jungzwiebel aromatisiert. Dazu gibt es Salat mit Karottenraspeln, würzigen Cherry-Tomaten und? Portulak.
Mango-Gelbrüben-Poke mit Yuzuperlen
Ein sehr spezielles Poke, das ganz ohne Fisch auskommt auch ohne Fleisch, uns dafür mit reichlich Rübe versorgt. Poke heißt „in Stücke geschnitten“, es gibt keinen Verweis im Namen auf die Gelbflosse, jene Sorte Thunfisch, die der Insulaner im Pazifik so oft in der Schüssel hat. Trotzdem kann dieses Poke mit einer Reihe von exquisiten Zutaten aufwarten, als da wären: Mango, Algensalat, Avocado, Macadamianüsse, etc. und die hoch exklusiven Yuzuperlen, die aussehen wie durchsichtiger, weißer Kaviar. Gibt’s nicht überall. Vom Küchenchef empfohlen.
Faschierte Laibchen mit Reis, Pilze und Ketchup
Ein für Hawaii angeblich typisches Gericht. Island Style.

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