Saltim Bocca GIGANTESCO

Der Dezember steht ganz im Zeichen des Schweins. Schweine groß und fett wurden schon von Alters her im Dezember geschlachtet, weil man sie dann nicht über den Winter bringen mußte und die Nahrungsmittelversorgung im Winter ohnehin knapp war. Im Mittelalter wurde auf Kalenderblättern der Dezember als geschlachtetes Schwein dargestellt. Unsere Schweinsschnitzeln stammen aus der Oberschale von einem langsam groß gewordenen, das heißt also von einem normal gewachsenen Schwein im Gegensatz zu einem Mastschwein. Und so schmeckt es auch: viel besser. Wir können zufrieden sein. Doch einen Fehler begingen wir, nämlich: keinen Speck in der Fleischerei Ringl gekauft zu haben und die ist ja doch ein bisserl weiter weg von uns, wenn auch wie wir in Wien. Der Speck wurde irgendwie anderweitig besorgt. Ich sag ja immer, man muß immer Speck kaufen, auch wenn man glaubt, keinen zu brauchen, aber auch ich vergesse darauf regelmäßig. Der zweite Fehler: wir hatten keine Zahnstocher, nur so lange Holzspieße hatten wir zur Verfügung und daraus resultierte dann dieses Gericht: „Saltim Bocca Gigantesco“!

Rezept Saltim Bocca GIGANTESCO

Saltim Bocca Vier Schweinsschnitzel rundum salzen und pfeffern. Jedes Schnitzel mit zwei Scheiben Speck und drei Salbeiblättern belegen und den Belag mit einem HolzscheitelHolzspieß fixieren. Auf der Grillplatte in wenig Olivenöl beidseitig anbraten. Herd zurückdrehen, Butter dazu geben und ein zwei Minuten unter Wenden nachbraten. Zierkohl gehört zu den dekorativen Gewächsen im Garten, die mit ihren Blättern für Farbe und Abwechslung sorgen. Auch Zierkohl kann auf den Tisch gebracht werden. Mit anderen Worten: alles ist eßbar! Wir hatten zwei verschiedene: einen violetten und einen grünen. Den Strunk abschneiden, das Herz herausschneiden, beiseite stellen. Bei den Blättern den Stiel herausschneiden und die Blätter rautenförmig schneiden. In der Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und den in feine Scheiben geschnittenen Lauch dazu geben, Kohl dazu und anrösten. Vom Herd nehmen und ein bissi Frischkäse dazu geben, salzen. Anrichten: Herzen blanchieren und servieren.

Ode an das Schwein


Schwein war und ist in aller Munde, wie die folgenden Zitate und Redewendungen zeigen, das Schwein ist allgegenwärtig. Kein Wunder, seit dem Mittelalter dient uns das Schwein als Nahrung, vor allem das Hausschwein, das domestizierte.

„Bulls make money, bears make money, but pigs get slaughtered.“

Ein Wallstreet-Sprichwort

“Schwein gehabt!”

“Du armes Schwein”

Das Hotel ist echt spitze, aber sauteuer.

Duden, Beispiel

Kein Schwein ruft mich an. Keine Sau interessiert sich für mich.

Comedian Harmonists, Deutschland, ca. 1930

Herbstliches Biedermeier-Steinzeit-Menü

Grünkohlchips im Stanitzl als Empfang zum Aperitif, gefolgt von einer Fünf-Kürbis-Suppe mit frittierten Salbeiblättern, dann mit Ziegenweichkäse überbackene Zwetschken und Wildkräutersalat, als Hauptgang mariniertes Hühner-Schnitzel mit Wurzelgemüsesalat, dann ein lauwarmer Apfel-Crumble mit Mohneis. Abgesehen vom Eis und vom Käse ist alles „paleo-style“.

Aperitifs

FrankREICH: Cidre „Val de Rance“

JapAN. japanische Heilminze mit Zitronensaft und Wasser

DEUTSCHland, „Ferdinand‘s“ Riesling-Verjus aus der Saar-Region https://www.c-m.ltd/

Grünkohlchips im Stanitzl

so wie da.


Fünf-Kürbis-Suppe

gemacht so wie die Butternuss-Salbei-Suppe hier nur mit verschiedenen Kürbissen – möglicherweise schmeckt es ja deshalb so gut, weil wir verschiedene Kürbisse verwendeten:

Spaghetti-, Butternuss-, Hokkaido-, Weißer UFO- und noch ein grüner Kürbis, dessen Namen wir nicht herausfinden konnten, vielleicht ist es der Muskatkürbis.

Der Weiße UFO-Kürbis heißt tatsächlich Patisson, das ist ein Spitzname.


Mit Ziegenkäse überbackene Zwetschken und Wildkräutersalat

Wildkräutersalat, bestehend aus roter und grüner Mizuna, Red Chard, Baby-Spinat, Senfblatt, roter Pak Choi, Landkresse, Kerbel, Brunnenkresse, Sauerampfer, gelbe Blüten, dazu eine Vinaigrette aus Apfel-Balsam-Essig, Olivenöl und etwas Salz. Zwetschken halbieren, in eine ofenfeste Form legen, mit Olivenöl beträufeln, eine Scheibe vom „Sainte-Maure de Touraine“, einem in Asche gehüllten Ziegenweichkäse belegen, den Käse mit etwas Akazien-Honig beträufeln und im Backrohr bei 180 Grad überbacken. Anrichten Den Wildkräutersalat auf den Teller legen, mit der Vinaigrette beträufeln, die mit Käse überbackenen Zwetschken darauf legen.

(Eigenkreation)


Mariniertes Hühner-Schnitzel mit Wurzelgemüsesalat

2 Dotter, 1 EL Sojasauce und 1 EL Tiroler Gewürz (geräuchertes Lupinengewürz), 1 EL Akazien-Honig und den Schalenabrieb zweier Limetten verrühren, Hühnerschnitzel hineinlegen und 20 Minuten ziehen lassen. Für die Panier Mandelmehl, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver und getrocknete Petersilie miteinander verrühren. Fleisch aus der Marinade heben, im Mandelpaniergemisch wenden und in Butterschmalz herausbacken.

Diese Marinade, für die eingelegten Schnitzel, wurde von einem Buch von Alexander Herrmann inspiriert, „Schnell mal was Gutes“*. Sie scheint der Grund dafür zu sein, warum diese  Hühnerschnitzel so besonders gut schmecken. Der überaus gute Akazien-Honig aus dem Südburgenland ist daran nicht unwesentlich beteiligt.

Dazu einen Wurzelgemüsesalat nach der Art eines Cole Slaw so wie hier, nur statt Kerbel-Aioli kommt dieses Mal eine Quick-Mayonnaise hinein. Die macht man so wie hier demonstriert, dann mit feingehacktem Kerbel vermischen.


Lauwarmer Apfel-Crumble mit Mohneis

Macadamianüsse, Haselnüsse, Pistazien grob hacken, mit Mandelmehl, Kokosraspel, Akazien-Honig, Vanille und Kokosöl gut verkneten. Apfel und Birne schälen und entkernen. Und zerstückeln. Mit Akazien-Honig, Vanille, dem Abrieb von Orangen und Orangensaft ein paar Minuten köcheln lassen. Das Obst in eine Reine geben, die Nussmischung darauf verteilen, und im Backrohr überbacken, bis die Streusel goldbraun sind.

Das Mohneis gibt es zu kaufen, am besten bei „Anton’s“, doch leider hatte an diesem Tag das Eisgeschäft geschlossen, wegen anhaltendem Regen.

Eine Variante von : https://kuechenereignisse.com/2019/03/18/rhabarber-crumble-mit-vanilleeis/


Ein feines Schonkost-Menü

Butternuss-Salbei-Suppe, Faschierte Laberln mit Nudeln in falscher Tomatensauce, Zitronen-Frischkäse-Muffin.

Das ist unser Menü für Schonkost, schonend für den Magen, und wenn man dem Buch glauben mag, an dem wir uns orientierten, dann ist es sogar heilend! Denn nichts weniger als heilende Brühe für den Darm wird für die Butternuss-Salbei-Suppe verwendet, selbstredend ist Salbei eine Heilpflanze. Für die Sauce bei den Faschierten Laberln kommt eine Tomatensauce zum Einsatz, aber ohne Tomaten bitte sehr, und selbstverständlich sind die Nudeln purer Zucchino, also keine Kohlenhydrate weit und breit, die den Magen belasten. Das ist Schonkost, die schmeckt. Schonend für den Magen, schmeichelnd für den Gaumen.

„Ein feines Schonkost-Menü“ weiterlesen

Saltimbocca vom Schwein

Schweinsschnitzelchen paniert, aber nur auf einer Seite, dafür gefüllt mit feinstem Wurzelgemüse, und einem Salbeiblatt, über den hauchdünner, zart durchscheinender San-Daniele-Schinken gestreift wird. Dazu kommen Tomaten, Pilze und Perlzwiebel, leicht angebraten und karamellisiert – sie werden zu einer hochexplosiven Geschmacksverführung vermischt, einfach unwiderstehlich. Mal wieder Schwein gehabt.

„Saltimbocca vom Schwein“ weiterlesen

Selleriesuppe mit Selleriesaft

Selleriesuppe mit Schaf-Roquefort und frittierten Salbeiblättern, eine warme Wintersuppe. Doch bevor einem zu warm wird, gibt es ein kühlendes Getränk dazu: Selleriebirnensaft mit Ingwer und Estragon eiskalt serviert.

„Selleriesuppe mit Selleriesaft“ weiterlesen