Ein Frühlings-Schonkost-Degustationsmenü

Bei Walzerklängen gab es ein Degustationsmenü ohne Fleisch und wenig Olivenöl zum Anbraten und keinem Zucker. Aber viel Gemüse. Feta und Halloumi waren nicht laktosefrei, als Alternative gab es Tofu.

Dafür wurden verwendet:

17 Kräuter: Minze, Petersilie, Estragon, Schnittlauch, Boretsch, Kerbel, Brunnenkresse, Pimpinelle, Sauerampfer, Thymian, Rosmarin, Oregano, Basilikum, Dille, Lorbeerblatt, Bohnenkraut, Wacholder.

28 Gemüse & Obst-Sorten: Paprika rot und gelb, Jungzwiebel, Lauch, Pastinaken, Petersilwurzel, gelbe und rote Karotten, Stangensellerie, Knollensellerie, Kräuterseitlinge, braune Champignon, rote Rüben, Kurkuma, Ingwer, Rucola, weiße und grüne Spargel, Orangen, Grapefruit, Granatapfel, Erdbeeren, Heidelbeeren, Zitrone, rote Rüben, Erdäpfeln, Radieschensprossen, rote Senfsprossen:


Vorspeise: Klare Gemüse-Kräuter-Suppe mit Polenta-Dill-Taler und Suppengrün in Julienne geschnitten. Kräuter: Liebstöckl, Rosmarin, Thymian, Petersilie, Kerbel, Lorbeerblatt, Wacholder, Knoblauch und Suppengrün.


Buchweizensalat mit Weißweinessig, Granatapfel, filetierte Orangen, Rucola

Geschrotete Lupinen-Salat mit grünem Spargel, filetierte Grapefruit, Granatapfelkerne, gehackte Petersilie mit Zitronensaft

Toppings

gebratene Tofuwürfel mit Sojasauce abgeschmeckt

Schafkäsewürfeln

Gegrillte Halloumi-Würfel

Geröstete Pinienkerne

Geröstete und gesalzene Mandeln


Grüner Spargel mit gewürfelten und leicht angeschmorten Paprikawürfeln und Kresse, dazu Zitronendressing,

Weißer Spargel mit Orangensoße, geröstete Haselnüsse, grob gehackter Estragon

Polenta-Taler aus weißer Polenta und 7 Kräutern (Kerbel, Petersilie, Boretsch, Brunnenkresse, Pimpinelle, Schnittlauch, Bohnenkraut), dazu ohne Öl angeröstete Kräuterseitlinge

In der Schale gegarte Erdäpfeln (Blauer Schwede, Heiderot, Goldmarie)

Rote Bete, mariniert mit Senfdressing

Als Nachspeise Erdbeercreme mit Seidentofu und dazu Hafer-Brownies

Vor dem Servieren wurden die Gerichte von der Hofköchin angekündigt. Sie zählte jedes einzeln auf, mit liebevollen Erläuterungen für die p.t. Gäste. So war die Küche einen Moment unbeaufsichtigt, doch das genügte schon und die Orangensoße ging über.

Als Geschenk wurden mitgebracht: Levkojen und Tulpen aus Wien. Und 2 Liter Kürbiskernöl aus der Steiermark, damit kommen wir dann doch ein Weilchen aus.

Levkojen? Da klingelt etwas! Otto Schenk und Helmuth Lohner im Levkojen-Sketch von Hugo Wiener ca. ab Min 42: https://youtu.be/Q89WMx1Wbxc?si=PAnG4LR3PEVVFk3f

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Ofenkartoffel mit eingeträufeltem Ziegenkäse und eingestecktem Spargel und Kräutern

mit Sauce Hollandaise

Warum ist der Gartenherr nicht dazwischengetreten, als der Versucher an sein Geschöpf herantrat?1 Nun, das wissen wir nicht. Doch eines ist gewiß, daß es dann diese Köstlichkeit nicht gäbe. Denn so was wächst nicht auf den Bäumen wie ein Apfel. Das Paradies kann mich mal…

Aufgrund der Fotos wird eindrucksvoll bewiesen, was für eine ausgezeichnete Köchin die Küchenfee ist!

Gibt es noch etwas von der Soße?

Selbstverständlich! Ich weiß ja, was für ein Soßen-Junkie du bist.

Die Küchenfee hat es so gemacht wie im Buch, und alles abgemessen, aufs Gramm genau. So arbeiten nur Profis. Anstatt Ziegen-Frischkäse hat sie geschmolzenen Ziegenkäse genommen, der eingeträufelt wird und einsickert in die Kartoffel. Französischen Ziegenkäse. Ein betörender Duft steigt in die Nase, welch entrückender Moment… Kochen ist was für Genießer.


Nach Johannes King, dem Sylter Koch, „Das Kochbuch vom Land und Meer“, Collection Rolf Heyne, 2012, „Salzkartoffel und Morsuner Gartenspargel mit Ziegenbutterhollandaise“, S. 41, Kap. Frühling. Rolf Heyne Verlag… ist lang vorbei, aber nicht vergessen. Das Buch ist vielleicht noch antiquarisch erhältlich.


Tip: Die Haut vom Kartoffel bitte nicht abziehen, sie enthält Nährstoffe und hält das Innere warm.


1Der erste Satz stammt aus Hans Blumenberg: Matthäuspassion, 1988, S.150

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Drei-Minuten-Steak mit Schwarzwurzeln, Pilzen und Erbsen

Nach Peter Gordon, dem Neuseeländer, der uns die Fusionsküche beibrachte. Allerdings mußten wir es zuvor ein bisserl eingemeinden:

  • Ribeye (aus Salzburg vom Schreckbauer) statt Rumpsteak
  • Kräuterseitlinge (von Hut&Stiel, Wien) statt Pfifferlinge
  • Erbsen (aus dem Marchfeld) statt Sojabohnen
  • Gelbe Zwiebeln (von den Leiser Bergen im Weinviertel) statt Schalotten

Alles andere konnten wir besorgen.

Wir sollten öfter Schwarzwurzeln essen. Haben die meisten Ballaststoffe.

Sagte die Küchenfee beim Schwarzwurzelschälen in der Abwasch mit Gummihandschuhen, abspülen mit kaltem Wasser. Einlegen in Wasser mit Zitronensaft.

Kräuterseitlinge haben das meiste Spermidin. Ein Jungbrunnen, Superfood.

Ebenfalls die Küchenfee

Rezeptfassung wie wir  es gemacht haben

Ohne Mengenangaben, das Buch gibt’s sicher noch antiquarisch

Das Ribeye salzen, pfeffern und mit Öl bestreichen. Auf Zimmertemperatur bringen (=warten).

Die geputzten Schwarzwurzeln im heißen Salzwasser mit Branntweinessig durchgaren. In einem Topf mit zerlassener brauner Butter die Knoblauchscheiben und den gehackten Ingwer anschwitzen. Die Schwarzwurzeln mit Thymian, Salz und Pfeffer dazugeben. Bei geschlossenem Deckel, aber unter häufigem Umrühren, bis die Schwarzwurzeln schön goldbraun sind. Zitronensaft unterrühren.

In einer Pfanne mit Olivenöl die gewürfelten Zwiebeln glasig anschwitzen. Die großen Kräuterseitlinge anbraten, wenden und dann erst die Zwiebeln dazugeben und salzen, pfeffern. (Hier mußte die Küchenfee die Reihenfolge ändern, da das Rezept für die kleinen Pfifferlinge ausgelegt ist, aber die Kräuterseitlinge brauchen länger, weil größer.) Dann die Erbsen und warmhalten.

Wenn die Zwiebeln angeschwitzt werden, dann bekommt man einen Duft in die Nase!

In einer Grillpfanne ohne Rillen (sonst kann man danach den Blattspinat nicht machen) das Steak 3 Minuten anbraten, wenden. Danach nur noch 1,5 Min., wenn es blutig sein soll. (und es soll ja!) Im Backrohr in Alufolie gepackt 8 Min. durchziehen lassen. Aufschneiden.

In die Pfanne mit dem Bratensaft den Blattspinat hineingeben und leicht erhitzen, zusammenfallen lassen.

Anrichten auf vorgewärmten Tellern, zuerst den Blattspinat, dann Schwarzwurzeln, Steakschnitten, dann Erbsen, Pilze, Meersalzflocken.

Nach Peter Gordon, Salatsensationen (Savour, Salads for all Seasons, 2016), S. 222


Peter Gordon, der Meister der Fusionsküche, der von Neuseeland nach Australien auswanderte und den asiatischen Raum bereiste, hat viele Kochbücher geschrieben. Wir haben nur dieses eine, es gibt nur dieses auf deutsch. Mittlerweile hat er sich wohl zur Ruhe gesetzt, das Restaurant in Auckland, Neuseeland „Homeland“, ist seit 2024 geschlossen. Neue Kochbücher, gar auf deutsch, sind nicht mehr zu erwarten.


Vorher/nachher: Nach dem Putzen und Schälen haben die Schwarzwurzeln beträchtlich an Umfang verloren. Bleibt weniger als die Hälfte über. Alles Abfall. Aber ist ja biologisch abbaubar.


Peter Gordon mag wohl Schwarzwurzeln, so wie wir… sonst wären sie nicht auf der Titelseite vom Kochbuch, worauf auch im Rezept verwiesen wird.


Wein: Z, Martin Pasler, 2017, Jois (liegt direkt am Neusiedlersee, ein schöner Flecken Erde…). Quiz: Ich hab noch nicht herausbekommen, was in dieser Cuvée drin ist, aber ich tät einmal sagen Blaufränkisch und Merlot.  Dann auf der Homepage nachgeschaut: Es ist Zweigelt und Merlot.

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Ruster Ausflug

Heute waren wir in Rust. Dort treibt ein gewisser Triebaumer sein Unwesen, dh eigentlich sind es zwei Brüder, der eine macht Weinbau, Ernst, der andere Mangaliza-Speck und Lardo, Richard. Von Unwesen kann natürlich keine Rede sein. Auf „servusTV“ waren sie schon zu sehen. Wir haben mitgenommen: einen „Maulwurf“, auf dem Rückenetikett steht „Enkeltaugliche Wirtschaftsweise…“ da hörte ich schon auf zu lesen, bis dorthin wo die Rebsorten aufgezählt werden, bin ich gar nicht gekommen. Es sind: Blaufränkisch, Merlot, Cabernet-Sauvignon. Eine frankophile Rust-Abstimmung für Freunde des roten Rebensaftes. Kaum einen Schluck genommen, ungelüftet, tuts mir schon leid, nicht mehr genommen zu haben. Wenn das naturbelassen ist, wie es draufsteht, bitte nur mehr naturbelassene Weine.

Hier trifft zusammen, was zusammen gehört: Rotwein und Mangaliza-Speck!

Auch in Purbach (Haus anschauen) waren wir, und in Breitenbrunn, wo Gottfried Kumpf, der Burgenland-Maler, in einem Streckhof gewohnt hat, in den Siebziger-Achtzigerjahren, da sind wir vorbei gefahren. Dort sind wir bis zum See gekommen, zum „neuen Strand“, auf einen Ingwer-Minze. Die segelhohen Sonnenschirme wurden entmantelt und so aus ihrem Winterschlaf gerissen, ein untrügliches Zeichen dafür, daß die Badesaison unmittelbar bevorsteht. Es ist zwar noch kühl, aber die Sonne brennt schon herunter.

Der Weiße ist mein Favorit!

Man müßte eine halbe Sau kaufen. Für die Speisekammer. Aber Mangaliza!


  • Mangaliza-Speck, Richard Triebaumer, Rust
  • Mangaliza-Lardo, Richard Triebaumer, Rust
  • ET 2023, Ernst Triebaumer, Rust, „Maulwurf“. Am Etikett steht: …rund, saftig und zuvorkommend (!).

Weiters mitgenommen aus Triebaumers feinem Laden am Ruster Rathausplatz: Safranfäden. (Kann man immer brauchen).

www.richardtriebaumer.at

Brot hat es keines gegeben, das gibt es nur am Samstag und am Sonntag. Daher mußten wir noch nach Wien-Hietzing zu Öfferls neuer Filiale im Ekazent fahren.

https://www.freistadt-rust.at

Was soll man sonst noch sagen über Rust? Störche klappern auf den Dächern, ein Heuriger reiht sich neben den anderen, Aussicht auf den See, davor strohgelbes Meer. Ja, Ruster müßte man sein.

Derzeit noch nicht so viele Gäste, es wurlt noch nicht so.

Warum in die Ferne schweifen? Das Gute ist so nah!

Nach Johann Wolfgang v. Goethe, Die Entfernung Rust – Wien beträgt 50 km Luftlinie.

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Gründonnerstag in Österreich

Spinatsoufflé mit Spinatsalat

Seit Anbeginn aller Urzeiten ist der Gründonnerstag mit Spinat und Spiegelei verbunden. Die Möglichkeiten der Abwandlung sind begrenzt. Deshalb gibt es dieses Mal etwas ganz Neues, das lediglich auf den Grundzutaten aufbaut, Spinat und Ei.

Für 50 g Cremespinat kaufe ich keine Packung um 6 Euro. Da mache ich den Cremespinat gleich selber.

Die Küchenfee macht eine dezidierte Absage an die Tiefkühlpackung.

Rezept Spinatsoufflé

40 g Spinatblätter, 1 EL braune Butter (aus der Speisekammer), 250 g Topfen, 50 g Cremespinat (selbstgemacht), 4 Eiklar, 3 Dotter, 10 Pinienkerne, 50 g Maisstärke Salt, Pfeffer

Spinatblätter grob hacken und in brauner Butter dünsten. Pinienkerne rösten. In einen Topf den Topfen, Dotter, Cremespinat, Pinienkerne geben, dazu den gedünsteten Spinat, Mit Maisstärke glattrühren. Salzen, pfeffern. Die Souffléformen mit Butter ausstreichen und Mehl bestäuben. Eiklar salzen und mit dem Handrührgerät zu Eischnee schlagen. Eischnee mit dem Gummihund unter die Masse heben und in die Förmchen füllen. Im Backrohr ca. 25 Min. bei 200° C backen.

Rezept Spinatsalat

200 g Spinatblätter, 2 Elstar-Äpfel, Saft einer Zitrone, 1 TL Honig, 1 Jungzwiebel, 80 g Wurzelgemüse mit Karotte, Pastinake, Gelbe Rübe und Sellerie. Marinade: 1 TL scharfer Senf, 2 TL Marillenmarmelade, 1 EL Apfelessig, 4 EL Haselnußöl, Salz, Pfeffer. Pecorino, steirische Kürbiskerne

Die Spinatblätter in eiskaltem Wasser eine Viertelstunde stehen lassen. Äpfel schälen, würfeln. In Zitronensaft und Honig andünsten. Jungzwiebel fein hacken, Pastinake schälen, grob raspeln. Die Zutaten für die Marinade vermischen. Spinatblätter trocken schütteln. Mit den Äpfeln, Jungzwiebeln, Pastinake unter die Marinade mischen. Pecorino hobeln, steirische Kürbiskerne hacken und den Salat damit bestreuen.


Bier: freistädter Rotschopf, von der Privatbrauerei im Mühlviertel, Oberösterreich, seit 1777. Ein Bier nach altem Schlag: frisch, extrem süffig und mit rotbrauner Farbe.

Gründonnerstag

Das Grün in Gründonnerstag kommt unter Umständen vom Alt/ Mittelhochdeutschen „greinen“ und wurde durch volkstümliche Umdeutung zu Grün. Es ist aber schon von Alters her Brauch, an diesem Tag grünes Gemüse und Kräuter zu essen. Woher auch immer der Gründonnerstag seinen Namen hat, in Österreich ist es so, daß an diesem Tag Spinat mit Spiegelei gegessen wird, mit Kartoffeln dazu. Jedes Wiener Wirtshaus, das etwas auf sich hält, bietet das an diesem Tag an. Bis zum heutigen Tag, anno domini 2026. Zum Beispiel im Wirtshaus „Zum Bretschneider“, ehemals Gasthaus Stafler: „Cremespinat, Salzerdäpfel, Eierspeis“. Die Wirtshäuser mögen wechseln, das Brauchtum bleibt.

https://www.zumbretschneider.at

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Fremdbild und Selbstbild

Französisch Kräuterlastiges - Ratatouille

Fragt man die in manch Suchmaschine eingebaute KI, um was es bei diesem Blog geht, mit dem Begriff „küchenereignisse blog bedeutung“, – wobei fragen ist übertrieben, die KI meldet sich ungefragt – so bekommt man zur Antwort, daß es sich um einen Foodblog handele. Der Untertitel „Gschichtln rundum Gustostückln“ deute auf eine persönliche, erzählerische Art des Kochens hin. Der Fokus liege auf der Wiener/Österreichischen Küche: Viele Beiträge drehten sich um traditionelle österreichische Gerichte, wie zum Beispiel Tafelspitz, Krapfentests oder Rezepte mit regionalen Zutaten. Was „Krapfentests“ für ein traditionelles österreichisches Gericht sein soll, muß man mir erst verraten. Achso, hier wurden Gschichtln mit Rezept verwechselt, siehe hier und hier oder hier. Unser Faible für frische Kräuter wurde dagegen nicht erkannt.

Daß der „Fokus“ auf der Wiener oder österreichischen Küche liegen soll, greift mir zu kurz. Die hier behandelte kulinarische Chose wie Frankfurter Soße geht in alle Himmelsrichtungen, wie die französische, deutsche, ungarische oder italienische Küche. Der Schwerpunkt liegt auf Europa, andere Küchen sind nicht ausgeschlossen. Gerade wurde im österreichischen Parlament beschlossen, mehr KI und Demokratie in den Schulen zu unterrichten, auf Kosten des Lateinunterrichts. Na wenn das nicht nach hinten losgeht. „Fokus“, eines der Lieblingswörter der KI, ist ein Wort lateinischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „Schwerpunkt“.


Und heute gibt es mal wieder etwas französisch Kräuterlastiges:

Ratatouille mit Mangalitza-Schopf und im Mangalitza-Schmalz gebratene Erdäpfeln

Ratatouille hatten wir schon oft am Blog, deshalb sparen wir uns das Rezept.

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Lachsforelle am Bärlauchspiegel

Lachsforelle am Bärlauchspiegel

Wir haben das Bärlauchbüchlein von Eckart Witzigmann wieder hervorgekramt. Dieses schmale Bändchen hat uns schon oft geholfen. In der Buchhandlung gestern haben wir den neuen Ducasse gesehen, „DNA Ducasse“, groß wie ein Coffee Table Book, sehr schön, aber wie soll man daraus kochen… In der Küche ist kein Platz dafür und als Accessoire am Couchtisch hat es nichts verloren.

Dieses Mal gibt es die gedämpfte Lachsforelle mit Bärlauchsoße, von S. 60 aus dem Bärlauchbuchlein „meine besten Bärlauch-Rezepte“, von Eckart Witzigmann, 2017, Servus (Red Bull Media House GmbH, Salzburg). „Der Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann hat vor 40 Jahren den Bärlauch für die Küche wiederentdeckt.“ steht am Buchrücken.

Rezept Bärlauchsoße

Inspiriert von Eckart Witzigmann, adaptiert von der Küchenfee.

1/2 Bund Petersilie, frisch gepflückt vom Topf, 100 g Bärlauch, 200 ml Sauerrahm, 3 Frühlingszwiebel, Butter zum Anschwitzen, 3 mittelgroße Salatgurken, 100 ml Hafersahne, 5 EL braune Butter (aus der Speisekammer), Salz

Petersilie und 80 g Bärlauch blanchieren und abtrocknen. 20 g rohen Bärlauch hineinschneiden und mit Sauerrahm im Standmixer fein verrühren. In einem Topf den geschnittenen Frühlingszwiebel (ohne Grün) in Butter anschwitzen. In der Zwischenzeit die Salatgurken mit dem Sparschäler in Streifen schneiden, aber ohne Kerngehäuse. Salzen und ziehen lassen. Das Gehäuse grob würfeln, zu den angeschwitzten Zwiebeln geben und kurz mitschwitzen. Hafersahne dazu geben, ein paar Min. leise köcheln lassen. Dann das Ganze in den Mixer geben zur Bärlauchsauerrahm-Mischung und nochmals fein pürieren. Dann in den Topf zurückgießen. Auf mittlere Hitze erwärmen. Unter ständigem Schlagen die braune Butter einrühren. Mit Salz abschmecken.


Dazu ein gedämpftes Lachsforellenfilet vom Gut Dornau, mit Haut. Nach dem Dämpfen läßt sich die Haut leicht abziehen. Gut Dornau ist eine Teichwirtschaft in Leobersdorf an der Triesting seit 1630.

Dazu im Ofen gebackene Kartoffelwürfel.

Ich spreche kein Englisch, aber kommen Sie mal mit.

Verkäuferin in der Vinothek in Purbach zu einem Kunden.

Dazu wurden weitere Speisen gekocht zum Mitnehmen in die Arbeitswoche:

  1. Hühnerbrust mit Bärlauchbutter, Braterdäpfel und dazu einen mini-Mangold-Spinat-Kräutersalat (Boretsch, Kapuzinerkresse, normale Kresse, Basilikum)
  2. Schweinsbraten mit gebratenem Spitzkraut und Bärlauchpesto
  3. „Fossil“-Fusilli und Bärlauchpesto und Salat

„Fossil“: Fusilli mit Emmer-Urkorn.

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In einer Pizzeria

Figoletta

Nach einem Wiedersehen in der Konditorei L. Heiner kam es zu einer Premiere. Im Figoletta by figlmüller gibt es das Cotoletta alla Milanese, ein Kalbsrücken am Knochen, gebacken nach Wiener Art. Wie ein Milaneser Kotelett auf Wienerisch schmeckt… doch das auszuprobieren haben wir uns für das nächste Mal vorgenommen. Beim ersten Besuch blieben wir ganz der Klassik verbunden bei Pizza.

Die Zutaten der Pizzen sind von ausgesuchter Qualität, was man schon daran erkennen kann, daß der Schinken von Thun, dem Mangalitza-Spezialisten in Wien, ist. Das Wichtigste an einer Pizza aber ist der Teig; – und dieser war besonders knusprig. Herausgebacken, wie ein Schnitzel möchte man fast sagen! Und angeblich, wie man so liest, wurde der Teig fritiert. Das macht sich bezahlt, schmeckt hervorragend.


Heute wars trüb und naß, da spielen wir den Frühlingsstimmen-Walzer und schon lacht der holde Frühling wieder!

Wiener Symphoniker, Petr Popelka, Solistin: Regula Mühlemann, Gesangsfassung, Konzerthaus, Wien:

Oder das Wiener Johann Strauss Orchester, Johannes Wildner, Orchesterfassung, Opera City Concert Hall, Tokyo:

Oder die Wiener Philharmoniker, Herbert v. Karajan, Solistin: Kathleen Battle, Musikverein, Wien:

Oder doch lieber die unvergeßliche Lucia Popp in dem Fernsehfilm „Hofball für den Walzerkönig“, BRD 1965:


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Der erste Spargel ist da!

Spargel mit Bärlauch-Pesto, gebratenen Pilzen und Erdäpfelgröstl

Nicht aus dem Burgenland haben wir den. Das ist zwar verspargelt wie noch nie – aber mit Windrädern. Wir greifen zurück auf Spargel aus Italien. Dazu der erste Bärlauch der Saison, damit wurde ein Bärlauch-Pesto gemacht, mit echten Pinienkernen.

Frühlingsboten

  • Spargel aus Castelbaldo, Padua, Venetien.
  • Bärlauch aus der Kremser Donau-Au-Region
  • Pinienkerne und Parmesan ebenfalls aus Italien
  • Champignons aus Tirol
  • Kräuterseitlinge aus Wien

Gedämpft und nicht gebraten.

Für beste Ergebnisse wird Spargel gedämpft.

Spargel mit Bärlauch-Pesto, gebratenen Pilzen und Erdäpfelgröstl

Der saftige Spargel frisch und zart. Dazu frühlingsfrisches Bärlauch-Pesto. Die gerösteten Pilze. Auf leuchtend gelbem Erdäpfelgröstl. Das sind wirklich Frühlingsboten.

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Steak mit viel Gemüse und kein Ende in Sicht

In Venedig wird am Ende der Karnevalszeit mit der Fastenglocke die Fastenzeit eingeläutet. Wir haben sie nicht läuten gehört. Liegt wohl daran, daß es bei uns keine Fastenglocke gibt. Venedig ist wirklich ein bisl anders, wie die Tante Jolesch seinerzeit anmerkte.

„Alle Städte sind gleich – nur Venedig ist ein bisl anders.“

„Die Tante Jolesch“, Friedrich Torberg, 1975

Und da wir sie nicht haben läuten gehört, geht es hurtig weiter.

Wagyu Hüftsteak mit Pimientos de Padrón in Knoblauch angebraten und Pastinaken-Sellerie-Püree mit Kräutersoße und Salat

Für die Kräutersoße: Thymian, Rosmarin, Estragon, Majoran, Oregano, Salbei, Liebstöckl

Für den Salat: Batavia-Salat, roter und grüner Eichblattsalat, Endiviensalat, Chicorée, Kresse.

Einmal Wagyu, immer Wagyu.

Wein: Sauvignon Blanc, Ried Sernau König, Steinfaß, Tement, 2020, Südsteiermark, G STK bedeutet Große STK Lage, STK steht für Steirische Terroir- und Klassikweingüter. Mal schauen, ob das stimmt! Dieser Wein ist 42 Monate im Steinfaß gereift und wurde unfiltriert auf die Flasche gezogen. Die Alten Reben auf Ried „Sernau König“ wurzeln auf Schotter (!) auf 500 Meter Seehöhe. Da nehme ich an, daß die Wurzeln tief durch den Schotter gehen, damit der Weinstock zu seinen Nährstoffen kommt. Der Text am Etikett endet mit „Große Trinkfreude“! Stimmt!

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