Gebratener Wels mit Reis und Grapefruit-Buttersoße

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Dazu kommt ein Chicoréesalat mit einer Grapefruit-Marinade.

Rezept

Fein gehackte Schalotten in Butter hell anschwitzen. Und anschließend mit Noilly Prat ablöschen. Einköcheln lassen und den frisch gepreßten Grapefruit-Saft, das Fruchtfleisch abseihen, dazugeben und auf weniger als die Hälfte einköcheln. In der Zwischenzeit den Reis aufsetzen, bzw. das Dressing für den Salat vorbereiten: Erdbeeressig von Stekovics, Mandelmus, Dijonsenf, Ahornsirup, Salz, geriebene Schale einer Limette und den Saft sowie Grapefruit-Saft vermischen. Zum Schluß frisch gehackte Petersilie und Thymian einrühren. Radiccho Castelfranco und gesprenkelten Radicchio in mundgerechte Stücke schneiden und in ein Gefäß geben. Dazwischen immer wieder den köchelnden Grapefruit-Saft umrühren. Wenn der schon fast fertig ist, das Welsfilet auf beiden Seiten in Kokosöl braten. Wenn der Reis dann fertig ist, frisch gehackte Petersilie und Thymian einrühren und zum Schluß in die Grapefruit-Soße mit etwas Butter und Reissirup einrühren, mit Maisstärke binden. A n r i c h t e n Fisch und Reis auf den Teller legen und mit Ribisel garnieren. Etwas Soße dazu und den Salat mit der Marinade beträufeln.

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Der Reis geht zur Grapefruit-Buttersoße wie die Spaghetti zum Pesto.


Hier wird mit Noilly Prat gekocht. Wohl wegen der Kräuter. Vielleicht geht das ja auch mit anderen Kräuterlikören zB einem Bràulio oder einem Unicum.


Dieser Wels schmeckt so gut – besser als jeder andere Fisch; und das obwohl die Küchenfee dem Wels schon ganz abgeschworen hatte. Aber da hat sie nicht zu Hause gegessen.


Die Grapefruit-Marinade kommt ganz ohne Öl aus, dafür Mandelmus


Bettina Matthaei – Die gute Kochbuchautorin

Mit den Rezepten von Bettina Matthaei sind wir immer gut gefahren. Deshalb haben wir in der kleinen Buchhandlung Kral Ausschau gehalten, nach einem Kochbuch von ihr, doch wir wurden nicht fündig. Erst auf Nachfrage gab es: Prof. Dr. Sven Voelpel „7 Jahre jünger in 7 Wochen“ und wenn man ganz genau schaut, steht tatsächlich ganz unten auf dem Frontispiz: „Rezepte Bettina Matthaei“. Das hätten wir nie gefunden! Sie ist der Carl Barks unter den Kochbuchautoren. Carl Barks wurde erst berühmt, als er in Rente ging, und Fans seinen Namen bei Disney erfragten, davor war er nur als „the good duck artist“ bekannt. Nicht daß Bettina Matthaei gänzlich unbekannt ist, aber es ist an der Zeit, daß sie aus dem Schatten anderer hervortritt. Durch sie wurde die Kochkunst auf pflanzlicher Grundlage in ungeahnte Höhen hinaufgemendelt. Schon die Salate würden wir durchgehend so machen wie sie da stehen. Die 4 Aufstriche sind neu und werden wir ebenso nachmachen. Das heutige Rezept stammt aber nicht aus diesem Kochbuch, wir hatten schon die Zutaten für ein anderes Gericht besorgt.

Ein Oldtimer-Besitzer weiß, daß es nicht immer um Geschwindigkeit geht. Genauso sollten auch wir unser Leben achtsam gestalten. Indem wir im Alltag die Gänge nicht immer bis zum Anschlag ausfahren. Geben wir unserem Körper die Möglichkeit zu regenerieren. Ebenso sollten wir in unserer Lebensweise darauf achten, nicht immer mit Höchstgeschwindigkeit durchs Leben zu rasen. Streß und Überarbeitung können uns vorzeitig altern lassen. Steht der Fiat 500 monatelang in der Garage, setzt er Rost an. Seine Teile aus Kunststoff werden unbeweglich und porös. Fast genauso verhält es sich mit unserem Körper. Regelmäßige Bewegung ist der Schlüssel um unsere Gelenke fit zu halten.

Aus dem Buch „7 Jahre jünger in 7 Wochen“. Nun, das paßt ja zu uns. Nicht daß wir Oldtimer sind.


Dieses Buch haben wir wegen der Rezepte gekauft. Nun werden wir es auch der gesundheitlichen Aspekte wegen lesen.


Außerdem haben wir erstanden:

Stefan Maiwald „Die Spaghetti-Vongole-Tagebücher“

Zur Lesung von Stefan Maiwald in der Buchhandlung Thalia haben wir es nicht geschafft, deshalb wurde es nun hier gekauft. Die Schwiegermutter sagt, „Das ist gut. Aber das ist kein Ragù.“ Einfach köstlich! Danach wird auf ein Rezept im Buchinneren verwiesen, das nicht vom Autor stammt; und siehe da, das Ragù muß 3 Stunden lang köcheln, wie das nun einmal bei einem Ragù so ist. Ja das hat wohl die Schwiegermutter gemeint. Als wir in der Buchhandlung waren, haben wir uns ein italienisches Kochbuch von großartiger Erscheinung aufreißen lassen und die Fleischsoße für Lasagne nachgeschlagen: sie wird darin nicht 3 Stunden lang geköchelt, dafür mit Kräutern wie Lorbeer aromatisiert. Auch hier gilt wohl: „Das ist gut. Aber das ist kein Ragù.“. Das Buch wurde in der Buchhandlung zurückgelassen. Das Rezept der Fleischsoße ist nun mein Lackmustest für italienische Kochbücher. Auf gut Glück Kochbücher online zu bestellen, bringt nichts, da man diese gründlich unter die Lupe nehmen muß und die meisten ja nichts taugen. Die Spaghetti-Vongole-Tagebücher sind gespickt mit ungeahnt Wissenswertem, so wie zB dem Bellini und wie er richtig gemacht wird. Denn der Pfirsich wird nicht püriert, wie vielfach angenommen, sondern mit bloßen Händen zerdrückt. Das Pürieren ergäbe eine zu klebrige Masse, die dem feinen Prosecco nicht gerecht käme. Da würde mich interessieren, was denn nun in den Pfirsichpüree-Flaschen enthalten ist, die für den angeblich einzig wahren Bellini herhalten müssen. Soweit ich bisher verstanden habe, weißes Pfirsichmark. Nun ist es Pfirsichsaft. Man lernt nie aus. Das neue Buch von Stefan Maiwald ist ein Genuß zu lesen. Und eine Bereicherung.

California Dreaming Pistachios Salad

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Die kalifornische Pistazie ist leicht zu schälen, auch das Braune geht gut ab und schmeckt intensiv nach? Pistazien. Für die Gremolata, also der Kräutergewürzmischung. Dazu Chicorée und Quinoa, zum Träumen von Sonnenlicht und Meer. Kein Brot. Dafür Wein. Schöner kann Salat kaum sein.

Quinoa in Salzwasser kochen und gut abtropfen lassen. Für das Gremolata: gehackte kalifornische Pistazien, klein gewürfelte Knoblauchzehen, Zitronenschale, gehackten Kerbel, kleingewürfelter Jungzwiebel, Salz verrühren. Marinade: Zitronensaft, Dijonsenf, Marillenmarmelade, Salz und Olivenöl verrühren. Dann roten Chicorée in mundgerechte Stücke schneiden, auf dem Teller verteilen, Rucola darüberstreuen, Quinoa verteilen, mit der Marinade beträufeln und mit dem Gremolata bestreuen. Mangowürfeln dazugeben.


Wein: thom wachter, Ried Fasching, Reserve, Sonderabfüllung Vinothek St. Stephan, Eisenberg, 2019

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Welsbrote und Spargelmelonensalat

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Der geräucherte Wels von Blün so schmackhaft, dazu dieser Salat so frisch… einzigartig!

Grünen Spargel gesäubert in mundgerechte Stücke schneiden und in Salzwasser kurz blanchieren. Melone schälen, entkernen, würfeln. Pinienkerne ohne Fett rösten. Kräuter: Dille, Petersilie, Koriander feinhacken. Marinade: Weißweinessig, Olivenöl, Dijonsenf und Salz vermischen. Melone; Spargel und Kräuter dazu geben, verrühren und 10 Min. ziehen lassen. Roggenbrot in dünne Scheiben schneiden und geräucherte Welsfilets belegen. Anrichten Auf den Salat Pinienkerne  daraufstreuen.

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Melonensalsa mit Büffelmozzarella

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Die Zuckermelone macht Lust auf den Büffelmozzarella, der Büffelmozzarella macht Lust auf die Zuckermelone. Bitter-herb das Salsa als Kontrast, dazu der Koriander. Man kann sich nicht satt essen daran.

Zuckermelone schälen, entkernen, würfeln. Gurken schälen, entkernen, würfeln M a r i n a d e Limettensaft, Angostura, Tonkabohnen und Salz vermischen. Die Marinade zu Gurke und Melone geben. Gehackten Koriander dazu geben und 1 Stunde ziehen lassen. Die Flüssigkeit abgießen. Etwas davon für die Marinade verwenden und mit Olivenöl vermischen. Büffelmozzarella in Scheiben schneiden, zum Gurken-Melonen-Salsa geben, mit der Marinade beträufeln und mit etwas Koriandergrün bestreuen. Pfeffern.

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Brunnenkresse-Rhabarber-Salat mit Pinienkernen und Himbeeren

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Wie gut hat das geschmeckt! Deshalb kommt hier das Rezept. diese Ausgewogenheit. Rhabarber ist leicht säuerlich und etwas herb. die Brunnenkresse schmeckt deutlich bitter und etwas pfefferig, die Himbeeren sind süß und säuerlich und die Pinienkerne sind nußig süß, herrlich, einfach herrlich! Ein Höhepunkt der kulinarischen Moderne! Unnachahmlich!

Rhabarber schälen, und in große Stücke schneiden, Apfelsaft in einem kleinen Topf aufkochen, Rhabarber hineingeben und 1 bis 2 Min. kurz garen, den Rhabarber herausheben und auf die Seite stellen zum Auskühlen. D r e s s i n g   Apfelsaft einköcheln bis etwa 2 EL übrigbleiben. Vom Herd nehmen. Mit Dijonsenf , Agavendicksaft, Salz und Olivenöl kräftig verrühren. Brunnenkresse abzupfen. Basilikum und Kerbel abzupfen, Salat auf dem Teller anrichten. Rhabarberstücke und Himbeeren darauflegen, mit gerösteten Pinienkernen bestreuen und mit dem Dressing reichlich beträufeln.

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Erdäpfelsalat mit Sellerie und Pistazien

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Was passiert, wenn man für einen Erdäpfelsalat seine Lieblingszutaten verwendet? Man bekommt einen ganz neuen Erdäpfelsalat und der schmeckt! Knackig und rund!

Für unter der Woche und zwischendurch.

M a r i n a d e Apfelessig, Olivenöl, Senf, Salz, Zitronenpfeffer, echte Vanille und Reissirup vermischen. S a l a t Erdäpfel aufsetzen, in der Schale, in Salzwasser. Noch heiß schälen. In Scheiben schneiden und behutsam mit der Marinade verrühren. Ziehen lassen. Den weißen Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Kurz in Salzwasser bißfest kochen. Abgießen und noch heiß zu den Erdäpfeln in der Marinade geben, durchrühren. Stangensellerie in feine Scheiben schneiden, zu den Erdäpfeln und Spargeln geben und 10 Min. ziehen lassen. Auf dem Teller anrichten. Mit Brunnenkresse garnieren. Mit Pistazien bestreuen.

Wels mit Erdäpfel-Gurken-Fisolensalat

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Dieser Wels stammt aus der Fischzucht und Gemüselandwirtschaft Blün1. Man sieht, wir sind heute von Kopf bis Fuß auf Fisch und Gemüse eingestellt. Das Wasser wird als Dünger im Glashaus verwendet, so entsteht ein Kreislauf, wie das früher eigentlich in der Landwirtschaft mit Vieh ganz normal war. Das Besondere hier aber ist, daß es mit Fischen funktioniert.

Die Fisolen so knackig, der Wels so saftig. Dazu die Erdäpfeln mit einem säurigen Unterton, sie haben die Marinade komplett aufgesogen. Einfach herrlich!

Rezept Wels mit Erdäpfel-Gurken-Fisolensalat

Erdäpfel in Salzwasser weichkochen. In der Zwischenzeit eine Marinade aus Weißweinessig, Olivenöl, Honig und Salz zubereiten. Schalotten kleinhacken und gleich zur Marinade geben. Die Erdäpfel noch heiß schälen, in Scheiben schneiden und heiß in die Marinade geben und vorsichtig umrühren. Im Backrohr bei 40° ziehen lassen. Die geputzten und in mundgerechte Stücke geschnittenen Fisolen in Salzwasser bißfest kochen. Abgießen und noch heiß unter die Erdäpfel mischen. Minigurken in feine Scheiben schneiden. Dille und Kerbel feinhacken. W e l s Das Welsfilet in der Bratpfanne auf beiden Seiten in wenig Öl braten. Wenn der Fisch fertig ist, Gurken und Kräuter unter den Erdäpfelsalat mischen. A n r i c h t e n Die lauwarmen Erdäpfel auf einem Teller anrichten, das Welsfilet darauf platzieren und mit einer Zitronenscheibe garnieren.


Wein: Chateau Sociando-Mallet, 2018, Bordeaux, Haut-Médoc. Sociando-Mallet, … tout simplement.


1 Blün: https://bluen.at/pages/aquaponik


Vom Unterschied zwischen China und Deutschland

Ist es nicht beklemmend, daß heutzutage fast alles aus China kommt? Sogar der Zauberwürfel, der von dem Ungarn Ernő Rubik erfunden wurde, ist MADE IN CHINA. Ja gibt es denn gar nichts mehr aus Europa? Es ist an der Zeit, dem etwas entgegenzusetzen. Aus China kommt ein Gericht, jedermann kennt es, das nennt sich „8 Schätze“. Darin sind weder Schätze zu finden, noch hat es etwas mit der Zahl 8 zu tun. 8 ist einfach nur die chinesische Glückszahl. Der Name hat nichts mit dem Gericht am Hut. Heute gibt es bei uns „13 Kostbarkeiten“. Weil heute der 13. ist. Was die können, können wir auch. Schon längst. Na klar! Doch einen Namen zu erfinden bar jedem Bezug zur Sache, das wäre ja völlig abgehoben. Wir kommen nicht umhin, dem Gericht doch einen beschreibenden Namen zu geben, sodaß man sich darunter etwas vorstellen kann. Das ist langweilig? Und sehr deutsch? Gewiß; – aber dafür höchst informativ.

Baguettesalat (Geflügel und Wurst)

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Das Baguette wird durch den Tomatensalat benetzt und erhält diesen typischen Geschmack der Provence von „benetztem Brote“, bei dem altes Brot wiederverwendet wird.  Oder wie in der Toskana, wo man den Panzanella erfunden hat, was nichts anderes war als eingeweichtes, altes Brot. Hier nehmen wir Anleihen an einem der berühmtesten Salate. Dazu gibt es eine außergewöhnliche Kombination zweier Fleischsorten, die nicht unterschiedlicher sein könnten; – wir begeben uns auf Surf&Turf Terrain. Die feine Hühnerbrust und die derbe Mangalitzawurst ergeben einen wilden Kontrast, der nur noch durch den deftig sauren Rucola-Tomatensalat absolutiert werden kann – ein doppelter Kontrapunkt der Genüsse. Das Baguette darf natürlich keine zarte Figur abgeben sondern muß ein kräftiger Kerl sein, mit einer kernigen Bräunung. Dieses wird gegrillt und mit Knoblauch abgerieben.

Und so haben wir es gemacht

Hühnerbrust zwischen Backpapier mit dem Fleischklopfer flachklopfen. In der Bratpfanne in Olivenöl beidseitig anbraten. Mangalitzawürstel in ½ cm dicke Scheiben schneiden. In die Pfanne geben und mitbraten. Warm stellen. Das Baguette in schräge Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen ohne Backpapier und draufgrillen. Tomaten in Scheiben schneiden. Und eine Vinaigrette zubereiten: Olivenöl, Balsamicoessig, Salz, geriebener Knoblauch und gehackter frischer Oregano. Dann die Tomatenscheiben dazu geben und auch den Rucola und unterheben. Das gegrillte Baguette schräg aufschneiden und auf den Schnittflächen mit einer Knoblauchzehe fest einreiben. Und den Rucola-Tomaten-Salat darauf geben. Die Hühnerbrust in Scheiben schneiden und auf den Teller geben. Und die Mangalitzawurst-Scheiben auf die Hühnerbrust legen. Zum Schluß mit Fleur de Sel würzen.

Wein: Zu diesem Baguettesalat paßt nur ein Rotwein mit Charakter, der dem Kontra gibt: Umathum, Blaufränkisch, Kirschgarten, 2018. Rechtzeitig die Flasche öffnen, damit Dionysos sich rühren und erwachen kann. Noch besser wäre es, die Flasche zu dekantieren.

Wie sagt der Wiener zu einem Achterl Bier? Pfff.

Echtwienerisch-Lexikon

Stubnkükn mit Braterdäpfeln und zwei Salaten

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In Norddeutschland war es früher so kalt, daß die Küken in der Stube aufgezogen wurden. Genaugenommen sind es heute gar keine Stubnkükn mehr, deshalb hat die EU bestimmt, daß Stubnkükn nur sein dürfen, wenn sie biszu 750 g bei der Schlachtung wiegen und dann nicht älter als 28 Tage sind. Nur in der Stubn müssen sie nicht mehr aufwachsen. Aber irgendwas ist ja immer.

So haben wir es gemacht

S t u b n k ü k n  salzen und mit Olivenöl bestreichen. Dann bei 180°C zirka eine halbe Stunde im Backrohr garen. Zum Schluß von oben draufgrillen. S a l a t C h i c o r é e  Erdäpfel (Laura) in der Schale in Salzkümmelwasser fast fertig garen. Abgießen. Halbieren. In der gußeisernen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Erdäpfeln auf der Schnittfläche anbraten und dann umdrehen. Weißen und roten Chicorée in Blätter teilen. Schalotten in Scheiben schneiden. Mit wenig Olivenöl ein bisserl anbraten. Den Orangensaft dazugeben, einköcheln. Rotweinessig, Olivenöl, Salz und Honig hineinrühren. Dann Walnuß, Pistazien und Mandel in einer Pfanne anrösten, hacken. Und mit der Marinade und den Schalotten den Chicorée beträufeln und mit der Nußmischung bestreuen. S a l a t   G e n t i l e   R o t   u n d   R a d i c c h i o   C a s t e l f r a n c o in Stücke schneiden und mit einem Dressing aus weißem Balsamico, Olivenöl, Salz und gehacktem Thymian und Petersilie beträufeln.

Wein: Umathum, Kirschgarten, Blaufränkisch, 2018. Ah geh, im Kirschgarten gibt’s auch schon einen Wein?

Schluß

Sehr gut, butterzart, das Fleisch! Das nächste Mal gibt es Stubenküken mit Kartoffeln und Artischocken dann ist es Stubnkükn nach Hamburger Art.

Lebensmittellexikon: Stubenküken

https://www.lebensmittellexikon.de/s0000510.php

Lachs mit gebackenen Erdäpfeln und Fenchel-Orangensalat

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„Der Instinkt soll der Ernährung und der Fortpflanzung dienen. Für die Kunst darf man auch das Gehirn bemühen.“1 sagt Michael Gielen, der Dirigent. Mag sein, daß Musik Nahrung fürs Gehirn ist, wir stimmen dem zu; aber Nahrung selbst kann alle Sinne ansprechen und dionysisch zur Kunst erhoben werden.

2 kg Erdäpfel und 8 Zwiebel schälen und in dünne Scheiben hobeln. In der gebutterten Paella-Pfanne die Kartoffelscheiben fächerartig einlegen. Die Zwiebelringe darüberstreuen. Salzen. Nächste Schicht Erdäpfeln Zwiebelringe, Salz. Und noch einmal. Dann mit Butterstücken belegen, einen ½ L Kalbsfond aufgießen. Bei 180 °C eine Stunde im Backrohr. Den Lachs auf der Hautseite in der gußeisernen Pfanne anbraten. 2 Orangen filetieren, den Saft in einer Schale auffangen. von 2 Fenchelknollen den Strunk entfernen und in dünne Scheiben hobeln. Den aufgefangenen Orangensaft sirupartig einköcheln. Olivenöl, Weißweinessig und Salz dazu geben und verrühren. A n r i c h t e n Fenchel, Orangenfilets mit der Marinade verrühren und mit dem Fenchelgrün bestreuen. Lachsstücke auf die Erdäpfeln geben und mit Schnittlauch bestreuen.

Nachspeisen:

Zitronentarte mit Zitronengelee, zum Rezept hier entlang

Orangentorte, wie hier nur statt Erdbeeren filetierte Orangen


1 Michael Gielen, Musiker im Gespräch, 1982, S. 21