Canapés mit Ziegen-Camembert, Weintrauben und Walnüssen
Canapés mit Trüffel-Camembert, Erdbeer, Wachtelei und Walnuß
Espanadas gefüllt mit Wildbolognese
Trüffelkäse mit Oliven
Gugelhupf
Punschkrapferl
Schaumrollen
Zum Anstoßen: Sekt aus Kärnten: Große Reserve Grüner Veltliner & Riesling 2019, DEG. 2024 BRUT ALO 374/400 „Nach dem Genuß sieht dein Gegenüber brutal gut aus“
Im Otto-Desbalmes-Buch von Ingrid Haslinger haben wir ein Liptauer-Rezept gefunden. Dieses Rezept kann man gut nachkochen, es ist ausführlich beschrieben auf S. 225.
Wiener Liptauerschiffchen
Leicht modernisierte Fassung statt der Anchovisessenz (?) kam Anchoviscreme zum Einsatz, Mengen wurden halbiert. Unter Einsatz moderner Küchengeräte nach einem Rezept von Friedrich Hampel.
5 entgrätete Sardellenfilets, 5 dkg Primsenkäse, 12,5 dkg Butter, 1 TL Anchovicreme, ½ TL Kümmel, ½ TL Paprikapulver, ½ Bund Schnittlauch.
Butter mit dem Küchengerät schaumig schlagen. Primsenkäse dazugeben und schaumig schlagen. Sardellen klein hacken und Kümmel und Paprika dazu geben. Anchovicreme dazugeben. Mit Salz abschmecken, klein gehackten Schnittlauch bestreuen und mit einem Löffel unterheben. In einen Spritzsack füllen und im Kühlschrank ziehen lassen.
An Butter kommt das Zweieinhalbfache vom Primsen hinein, wir sind beeindruckt.
Die Schiffchen wurden mit diesem Teig gemacht: 130 g Emmermehl, 40 g Butter, 30 g Topfen, 1 Ei und Salz. Heutzutage ißt man Solettistangerln dazu. Den Emmer-Schifferln kann ich mehr abgewinnen.
Im Otto-Desbalmes-Buch steht bei den Liptauerschiffchen:
Eine Delikatesse, die meistenteils an besonderen Bierabenden gereicht werden, kann auch als einfache, den Appetit reizende Vorspeise zu Abendtischen (Soupers) Verwendung finden.
Dem kann ich nur beipflichten.
Otto Desbalmes, Nachkomme einer aus Grenoble 1784 nach Wien übersiedelten Familie, Koch am Habsburgerhof, der 16 Stunden am Tag gearbeitet hat, mit 4 Kindern und einer kranken Frau und einem ungerechtfertigten (?) Disziplinarverfahren am Hals, das zu gravierenden finanziellen Einbußen führte, von ihm können wir uns eine Scheibe abschneiden. Er machte weiter und wurde 1918 vom letzten Kaiser Österreichs Karl I. zum Hofküchen-Inspektor ernannt und in den Ruhestand versetzt. Danach Zusammenbruch und Putsch. Otto Desbalmes übte einen Beruf aus, den es so, in dieser Form, hinsichtlich Qualität und Verantwortung dem Arbeitgeber gegenüber, nicht mehr gibt.
Anmerkung: Bei der Niederschrift dieses Beitrages wurde die Rechtschreibprüfung abgeschaltet; – da der Text in einem Meer von roten Wellen unterzugehen drohte. Dem kursorischen Copiloten würde ich auch gerne den Garaus machen.
Ziegen- und Schaf-Fetakäse aus dem Ofen mit Zwiebeln und Tomaten
Übers Jahr, wenn ich mit dem Bus in die Stadt fahre, werde ich an Johann Strauß Sohn erinnert; man kommt am Wohnhaus, indem er die „Fledermaus“ komponiert hat, vorbei. (Maxingstraße 18, XIII., Wien) Zu Silvester werde ich wieder daran erinnert, denn die „Fledermaus“ spielt‘s immer irgendwo im Fernsehen. Heuer umso mehr: sie wurde live übertragen, aus der Wr. Staatsoper, denn 2025 ist das Johann-Strauß-Jahr, 200. Geburtstag. Den Frosch gab dieses Jahr Michael Niavarani. Diese Rolle spielten schon viele berühmte Schauspieler vor ihm, wie Otto Schenk, der auch diese Inszenierung gestaltete. Damit war dieser Programmpunkt gesetzt!
Auch andere Programmpunkte gab es, die sich sehen lassen konnten:
Ziegen- und Schaf-Fetakäse aus dem Ofen mit Zwiebeln und Tomaten, nach einem Rezept von Bettina Matthaei aus dem „Abnehmen mit Kohlenhydrate“-Buch. Die Hofköchin hat auch noch getrocknete Tomaten dazu gemacht, außerdem gab es noch: Bauernbrot von Josephbrot, Jungzwiebeln und Chicorée, sowie Tomaten- und Chiliflocken.
Getränke: Mayer am Pfarrplatz Alkoholfrei Riesling, Infinitea (entalkoholisierter Chardonnay und Schwarztee)
Danach Kaffee und Punschkrapferl vom Café Dommayer in Hietzing. Auch hierzu gibt es einen Bezug zu Johann Strauß: Vater und Sohn konzertierten in diesem Etablissement mit großem Ballsaal ehemals „Dommayer’s Casino“, wo heute das Parkhotel steht. Geht man ins umgesiedelte Café Dommayer kommt man an einem Johann-Strauß-Denkmal vorbei.
Schnell noch am Vormittag eilte die Küchenfee in die Stadt, vorbei an Straußens Wohnhaus, dann am Denkmal und besorgte die Punschkrapferl. Sowie die alkoholfreien Getränke. Außerdem lief ihr eine grüne Keramik aus dem Hause Peugeot über den Weg. Von Peugeot kennen wir ja schon die Pfeffermühlen, sie machen aber auch andere feine Sachen, wie man sieht.
Das war der erste Silvesterabend ohne Fisch, Fleisch und Alkohol!
Wir sind selbst überrascht. Es hat sich halt so ergeben.
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Das nenne ich mal einen gelungenen Start in den Silvester… schon in der Früh Lachs und Kaviar! Aber keinen Sekt. Da ich mittlerweile auch schon zu denen gehöre, die den Wein mehr mit den Augen trinken, gibt es keinen Sekt, keinen Wein. Die Hofköchin trinkt sowieso nichts. Seit Jahren nimmt der Sekt- und Weinverbrauch ununterbrochen ab. Trotzdem liegt der Verbrauch immerhin noch bei 37 Sektglaserln pro Nase. In Deutschland. In Österreich nimmt der Sektverbrauch dagegen zu. Wie eine von Schlumberger in Auftrag gegebene Umfrage ergab, hat sich der Sektverbrauch hierzulande binnen 10 Jahren vervierfacht. Daß die Zahlen so auseinander laufen, liegt vielleicht daran: In Deutschland gibt es die Schaumweinsteuer, mit der man den Verbrauch direkt berechnen kann. Jene Steuer, die Kaiser Wilhelm II. einführte, um die deutsche Kriegsflotte zu finanzieren. Die Kriegsflotte ist samt Deutschem Reich untergegangen. Die Sektsteuer hat überlebt, obwohl die Begründung dafür ein bisserl abhanden gekommen ist. Ja das ist Deutschland.
Der Begründer der Sektdynastie Schlumberger war übrigens ein nach Niederösterreich eingewanderter Kaufmann und Kellermeister aus Stuttgart. Er hatte eine Wienerin kennengelernt. Bald war der Name Schlumberger gleichbedeutend mit Sekt.
Die Dill-Senfsauce hat die Hofköchin selbst gemacht. Als Getränk gab es Ingwer-Zitronensaft, auch selbstgemacht. Der Lachs kam auf Dinkelbuchweizenbroten mit Frischkäse-Sahne-Kren-Aufstrich. Mild. Geschmacklich hervorragend. Ausgezeichnet.
Dill-Senfsauce
Zum Vergleich habe ich ein wenig von einer gekauften Dill-Senfsauce probiert, viel zu scharf! Wie man damit ein ausgewogenes Mahl mit Lachs hinkriegen soll, ist mir ein Schleier. Da geht doch der Lachs unter! Dabei steht auf dem Glas „Passt perfekt zu Fisch, Lachs und Scampi“. Das Glas wurde ausgewaschen und fachgerecht im Glascontainer entsorgt.
Das kleine Wort „perfekt“
Wieder Mal dieses ominöse Wort „perfekt“, das viel zu viel verspricht und so wenig hält. Perfekt heißt vollkommen, frei von Mängeln (Duden). Solche Bezeichnungen mit Absolutheitsanspruch machen sich erst recht verdächtig. Damit sollte man nicht hausieren gehen. Geht leicht nach hinten los.
Auf zum Silvesterpfad…
… geht’s nicht, aber wir feiern trotzdem. Noch ein Glaserl „Sekt“ bitte!
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Das Geheimnis ist gelüftet, wir wissen nun, warum im Café Diglas in der Wollzeile der Windfang manchmal offen bleibt, dh auf Durchzug geschaltet wird. Im Windfang drin ist ein Schild, auf dem steht, daß man warten soll, beim Eingang, bis man abgeholt wird. Zaghaft öffnen die frischen Gäste die Tür zum Gastraum, trauen sich aber nicht herein, schauen erstmal neugierig. Dahinter kommen die nächsten, in diesem Fall wir – und schon sind beide Türen offen. Wir haben die Leute weggestampert, sie mögen doch bitte nach dem Windfang warten. Beim Verlassen des Lokals wurden wir vom Ober darüber aufgeklärt, daß das sehr wohl so gemeint sei, daß die Leute im Windfang stehen bleiben sollen. Mit großen Augen gingen wir weiter.
Am Bauernmarkt auf der Freyung
Eine gut aufgelegte Küchenfee wünschte einem Mann ein herzhaftes „Mahlzeit“! Er stand hinter uns und aß eine Leberkässemmel aus dem Papierl, während er darauf wartete, bis wir endlich unseren Einkauf beim Käse beendeten. Dann ging es weiter zum Thum. „I siech solche Sachen sofort“, sagte die Küchenfee und meinte das “Grammelschmalz da hinten“, wovon Fräulein J. auch ihrem Papa mitnahm. Weiters deckten wir uns ein mit Mangalitza-Beinschinken, Sacherwürsteln, ausgelösten Schopf vom Mangalitza. Beim Einpacken machte eine Tasche ein Hoppala und fiel zu Boden, doch nicht auf die Butterseite, nichts passiert.
Bei Biofisch nahmen wir frisch abgeschnittenen gebeizten Lachs, der dann auf Toast heute am Abend serviert wurde. Dieser schmeckte uns so gut, daß wir uns den für den Silvesterabend vorstellen können. Weitere Mitbringsel vom Fisch: geräucherter Karpfen, Lachs auf Spießen in Teriyaki-Sauce. Dieses Wochenende werden Kekse gebacken, da gibt es nur Semmeln und Toast mit Schinken, Käse und geräuchertem Fisch.
Da wir anschließend zu einer Geburtstagsfeier eingeladen waren, fiel die Heimfahrt mit dem Taxi aus. So eilten wir durch das Gewurl am Michaelerplatz, dort kam uns ein festentschlossener Kamikaze-Radfahrer entgegen. Danach kam das Geschiebe zum Stillstand. Wir beschlossen, auf die andere Straßenseite zu wechseln, um dem Stau zu entgehen und verloren uns kurzfristig.
Ein Auto mit dem Kennzeichen WZ (Weiz, Südoststeiermark) hupte hinter mir und fuhr dann auf meine Höhe vor. Wild gestikulierend, mit finsterem Gesicht, tobte ein Mann hinterm Lenkrad. Ich ging neben dem überfüllten Gehsteig auf der Fahrradspur in entgegengesetzter Richtung. Da hätte ich gerne meine Pulcinella-Maske aufgehabt, die Rabenschwarze mit der langen häßlichen Nase, aus der Commedia dell’arte, na da hätte der aber geschaut!
Dieses Mal saßen wir ein Stück weiter hinten, sodaß uns der Durchzug vom Windfang nichts anhaben konnte.
Eine dieser Taschen machte ein Hoppala. Dahinter ganz versteckt, das Grammelschmalz.
Eine lange Schlange zur Anton-Bruckner-Ausstellung. Ich werde mir die nach den Feiertagen anschauen, dann sind hoffentlich weniger Leute.
Hilfe, wir sind Snobs geworden! Wir können nicht mehr auswärts essen, bei uns schmeckt es uns besser. Und deshalb bleibt uns gar nichts Anderes übrig, als zu Hause Silvester zu verbringen. (Und nicht nur deshalb.)
Achtung: Diese Seite wird laufend auf den neuesten Stand gebracht. Immer wieder hereinzuschauen, lohnt sich!
Die Übertragung erfolgte nahezu in Echtzeit! (Und ist beendet.)
Boldog új évet
Happy New Year
Frohes Neues Jahr
Schono Tauwo
Sretna Nova Godina
Buon Anno Nouvo
Bonne Année
Šťastný Nový rok
Szczęśliwego Nowego Roku
Feliz Año Nuevo
Gelukkig Nieuwjaar
Godt nytår
Godt nytt år
Z u m E m p f a n g
Russische Eier (Kaszinó Tojás)*
Französischer Mayonnaise-Salat*
Ü b e r d e n S i l v e s t e r a b e n d h i n w e g
Verschiedene Canapés mit:
Wr. Beinschinken (Thun), Ei und frisch gerissenem Kren, mit Faßbutter (Höllmaier)
franz. Salami (Rosette de Lyon) mit fein aufgeschnittenen Gurkerl
franz. Käse (Crottin de Chavignol)
tirol. Graukäse
holländ. Ziegenkäse
ungar. Liptauer*
Artischockencreme* mit Trüffelwürstl
M i t t e r n a c h t s e i n l a g e
Sacherwürstel von der Gans (meineWeideGans) mit Lustenauer Senf, frisch gerissenem Kren und Handsemmel (Öfferl)
* selbstgemacht
Für den Wein gönnen wir uns was Gutes aus Frankreich, einen Chablis Premier Cru, 2022, Moillard aus der Bourgogne. “There is no better wine to accompany shellfish, or chicken in white sauce, or the trios of Haydn. But the best accompaniment to Chablis is more Chablis, sipped quietly at the desk as night draws in.” (I Drink Therefore I Am, Roger Scruton, Bloomsbury 2009, p. 38).
Kochen als Fortsetzungsgeschichte
Zum Anstoßen: Schaumwein (Gruber Sparkling)
F r a n z ö s i s c h e r M a y o n n a i s e s a l a t
Man muß vom Gemüse jeweils die gleiche Menge nehmen, in unserem Fall eine Dessertschale mit Erbsen, eine mit Mais, eine mit gewürfelten Karotten, eine mit gewürfeltem Apfel, gekochten gewürfelten Erdäpfel und Essiggurken. Dann die Karotten in Salzwasser mit einer Prise Zucker bißfest kochen, vom Herd nehmen, die TK-Erbsen und den TK-Mais dazu geben, eine Min. ziehen lassen, sofort abgießen, abtropfen und ausdampfen lassen. IdZ 100 g Mayonnaise mit 2-3 EL Sauerrahm, 1-2 TL Dijonsenf, Salz, Pfeffer und Zitronensaft gut verrühren. Dann das Gemüse (Apfel, Kartoffeln) zur Mayonnaise geben, vorsichtig umrühren und bis zum Servieren ziehen lassen, jetzt ist es 14:00 also bis 17:00
Französischer Mayonnaisesalat im Kühlschrank beim Durchziehen
K a s z i n ó T o j á s ( C a s i n o – E i e r )
3 Eier fast hart kochen, schälen und auskühlen lassen. Halbieren. Den Dotter in eine Schüssel geben und die Eiweiß-Hälften auf die Seite stellen. Den Dotter mit handwarmer Butter mit Dijonsenf, fein gehackten Sardellen, Petersilien, Salz und Pfeffer verrühren. In einen Spritzsack füllen, ein bißchen davon auf den Teller spritzen, die Eiweiß-Hälften daraufstellen und diese einspritzen. Zum Ziehen in den Kühlschrank stellen.
Der Hartung1 zieht ins Land… Zeit für Kohl, der im Freien wächst, wenn‘s draußen friert. Diese Minestrone ist eine Spezielle: sie wurde entwurzelt und in nördlichere Gefilde versetzt, aber nicht ihres italienischen Flairs beraubt. Hartung nannte man früher den Januar. Nun, bei Außen-Temperaturen von locker-flockigen 9 Grad kann man nicht gerade von einem harten Winter sprechen: aber vielleicht bringt ja der Jahreswechsel noch was Härteres… Hartung hilf!
Die Küchenfee und ich wünschen euch allen… Prosit? Neujahr!
Wenn draußen ohne Unterlaß Trunkenbolde ihre Feuerwerkskörper sprengen, dann muß Silvester sein. Da schließen wir uns ein im trauten Heim und produzieren unseren höchsteigenen Theaterzettel: wir geruhen uns die Fledermaus von 1972 vorzuführen, zum 50 Jahre Jubiläum sozusagen, als weiland Otto Schenk den Frosch mimte. Die DVD wurde bereits hergerichtet. Zuvor noch die Zauberflöte mit der Gruberova als Königin der Nacht. Und etwas Rameau zum Drüberstreuen.
Am Neujahrstag früh aufzustehen, ist schlechterdings unmöglich. Da gibt’s dann gradmal ein Gabelfrühstück zur Live-Übertragung des Wr. Neujahrskonzerts aus dem Musikverein. Dieses Servis genehmigen wir uns jedes Jahr.
Minestrone für harte Zeiten (Rezept)
Mittelgroßer Topf: 2 rote Karotten, 1 gelbe Karotte, 2 lila Karotten, 1 Kohlrabi, ein Viertel Sellerieknolle, 4 gelbe Rüben und einen halben Wirsing, einen kleinen Bunde Petersilie und Salbei. Das Gemüse putzen, zerkleinern. Einen geräumigen Kochtopf mit Wasser aufsetzen und die Gemüseabfälle hineingeben, Lorbeerblatt, Pfeffer, getrockneter Liebstöckl und Wacholderbeeren. Salbei- und Petersilienstängel dazugegeben, köcheln, lassen, man bekommt eine Gemüsebrühe. Großer Topf: Einen Lauch in feine Scheiben schneiden, 6 Knoblauchzehen reiben und 4 EL Olivenöl hellbraun anbraten. Das Gemüse dazugeben und mitbraten. 3 EL Tomatenmark hineingeben, 3 Minuten mitbraten. 2 TL gemahlenen Kümmel hineingeben. Mit der Gemüsebrühe aufgießen (die Gemüsebrühe aus dem mittelgroßen Topf abseihen). Mit Salz abschmecken , 2 EL Leinöl dazugeben und auf kleinerer Flamme bißfest köcheln. In der Zwischenzeit Petersilie feinhacken und die Salbeiblätter frittieren. Den Parmesan grob raspeln. Zum Schluß die Petersilie hineingeben, anrichten mit dem frittierten Salbei und dem geraspelten Parmesan.
Jetzt haben wir es getroffen! Schweine bringen Glück. Und gehören zum Jahreswechsel dazu. Ein Schweinsbraten mit Apfelspalten, Yorkshire Pudding und viel Kraut.
Ein halbes Krauthäuptl in feine Scheiben schneiden. Salzen und ein bissi durchziehen lassen. Zwei Äpfel in Spalten schneiden. Butterschmalz in der Pfanne erhitzen, das Kraut dazu geben und vier fünf Minuten anbraten, die Apfelscheiben einrühren und weitere 2 Minuten braten. Schnittlauchcreme 250 Milliliter Sauerrahm mit Saft und Zester einer Zitrone, einen Bund Schnittlauch in Röllchen geschnitten und Salz vermischen. Schweinebauch den schon in der Fleischerei RIngl wunderbar geschröpften 2 Kilogramm Schweinebauch mit Zitronensaft bestreichen, trocknen lassen, salzen. In ein Reindl mit grob geschnittenen Knoblauch, Zwiebel und Sellerie legen und bei 230 Grad ins Backrohr schieben, für eine halbe Stunde. Mit einem Viertelliter Rinderbrühe in das Reindl gießen, den Ofen zurückdrehen und weitere 2 Stunden braten. Yorkshire Pudding machen, wie hier. Anrichten/Fertigstellen Den Schweinsbraten herausnehmen und die Sauce abgießen. Anrichten.
Schweine bringen Glück. Schweine gehören zu Silvester dazu. Und Schweinsfüße werden vor allem zu Silvester gegessen, so will es der Brauch. Deshalb gab es bei uns zum ersten Mal ein Gulasch mit Schweinsfüßen.
Rezept
Eine große feingehackte Zwiebel in Schweineschmalz anschwitzen. Zwei in Scheiben geschnittene Schweinsfüße dazu geben und ein paar Minuten mitdünsten. Einen Teelöffel Kümmel und zwei Teelöffel Paprikapulver dazu geben und ganz kurz mitschwitzen, mit Rinderfond aufgießen, damit das zu gedeckt ist. Vier zerdrückte Knoblauchzehen, eine Tomate, zwei entkernte rote Paprika, zwei Lorbeerblatt und sechs Pfefferkörner dazu geben, einmal aufkochen, Herd zurückdrehen und fast drei Stunden leise köcheln lassen, bis die Knochen herausfallen. Anrichten Mit gekochten Kartoffeln servieren.
Nach altem, ungarischem Brauch
Das war nachhaltig, ganzheitlich und vor allem anständig, weil ganz dem Konzept „from nose to tail“ verschrieben. Allerdings muss ich sagen, mich hat das nicht so umgehaut, zu wenig Fleisch, nichts dran, zuviel Fett, wenig Geschmack. Eine Schweinsschulter ist vielleicht nicht so rasend „nachhaltig“, macht aber geschmacklich einen gewaltigen Schritt nach vorne. Deshalb gibt es das nächste Mal wieder Gulasch von der Schulter. Tut mir leid, Schweinderl. Das ist vielleicht nicht nachhaltig von mir, aber ehrlich. Also dann doch wieder anständig.
Was für ein lauer Frühlingstag Silvestertag, bei uns in Wien hat‘s fröhliche 18 Grad. Davon lassen wir uns aber nicht abhalten und gehen’s scharf an mit einem geräucherten Saibling aus Tirol mit Yorkshire Pudding und Schnittlauchcreme. Wir haben Anleihe bei uns selbst genommen, siehe hier, das Yorkshire-Pudding-Rezept geht zurück auf Jamie Oliver „30-Minutenmenüs“, S. 196. So gestärkt können wir ihn nun angehen, den Silvesterabend. Fortsetzung folgt!
Mini Yorkshire Pudding: Backrohr auf 250 Grad drehen, die Formen eines Zwölfer-Mini-Muffinblechs mit reichlich Butterschmalz ausschmieren und ins Backrohr schieben. Man kann auch Ghee nehmen, das ist das Gleiche. Teig In der Zwischenzeit bis es anfängt zu rauchen, 150 Milliliter Milch, 150 Milligramm Mehl, 3 Eier und etwas Salz mit dem Handmixer zu einer cremigen Masse verrühren, die Konsistenz erinnert an einen Palatschinkenteig. Den Teig in zehn Formen des Muffinblechs füllen und ins Backrohr retour schieben. Wenn es aufgegangen ist, herausnehmen. Schnittlauchcreme In der Zwischenzeit eine Zitrone zestern und den Saft auspressen, einen Bund Schnittlauch hacken, mit zwei Eßlöffel geraspeltem Kren (Meerrettich), 465 Gramm (also ein Tatzerl) Doppelrahm-Frischkäse und ein wenig Salz in einer Schüssel verrühren. Abschmecken. Nachsalzen. Fertigstellen/ Anrichten Den geräucherten Saibling eine Minute im Backrohr wärmen. Sofort servieren, der Yorkshire Pudding geht auf, aber er fällt auch wieder zusammen.
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