Wildschweinkotelett „rauhe Natur“

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Dieses Wildschwein war natur pur, der Geschmack nach Wildschwein wurde nicht mit Pfeffer oder ausgefuchsten Gewürzmischungen verwässert. So geht es einfacher und so schmeckt es… besser. Dazu kam Rotkohlsalat, Trüffelkartoffeln, passend zum Rotkohl, rötlich schimmernd, und Preiselbeer-Creme, ebenso, auf rötlichen Tellern serviert. Alles aufeinander farblich und geschmacklich 1a abgestimmt. Meine Empfehlung, das ist Schwein+!

Rezept Wildschweinkotelett „rauhe Natur“

Rotkohlsalat Rotkohl und rote Zwiebeln in feine Scheiben schneiden, mit Salz vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen. Schweineschmalz in der Pfanne erhitzen, Rotkohl und Zwiebel hinein und unter ständigem Rühren fünf bis sechs Minuten scharf anbraten. In der Zwischenzeit Orangensaft auspressen, die Schale abreiben und Abrieb und Saft dazu geben, mit Balsamicoessig verrühren. Rotkraut vom Herd ziehen und diese Marinade dazugeben durchrühren bis zum Servieren ziehen lassen. Trüffelkartoffeln in der Schale kochen. Die Wildschweinkoteletts auf beiden Seiten schön anbraten. Preiselbeer-Creme Dazu Crème fraîche mit Preiselbeer vermischen und dazu servieren.


Kohlsprossen mit Polenta

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Polenta 100 Gramm Polenta in einer Mischung von 200 Milliliter Schlagobers und 300 Milliliter Wasser eine Stunde lang leise köcheln und immer wieder Wasser nachfüllen. Zum Schluß mit Salz, Muskatnuß und Orangenabrieb abschmecken. Speck in der Pfanne knusprig braten, auf die Seite stellen. Kohlsprossen (Rosenkohl) in Salzwasser drei Minuten kochen, abgießen, abtropfen lassen, die größeren Stücke halbieren und in der Pfanne mit den Fettrückständen vom Speckbraten die Kohlsprossen auf der Schnittstelle drei Minuten anbraten. Anrichten Die Polenta auf den Teller geben, obendrauf die Kohlsprossen und den knusprigen Speck zerbröseln und mit Rauchmandl und Schnittlauch bestreuen.

Inspiriert von Alexander Herrmann Schnell mal was Gutes, der macht das aber mit Instant-Polenta und ohne Speck.

Belegte scharfe Wurst mit Kohlrabi

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Kohlrabi siehe hier Grobian-Wurst vier mittlere Kartoffel schälen, waschen und fein reiben, zwei kleine Zwiebel feinhacken. Zwiebeln und Kartoffeln miteinander vermischen und salzen und fünf Minuten ziehen lassen. Währenddessen Grobian-Wurst in ein Zentimeter längliche Scheiben schneiden und die eine Seite mit mittelscharfem Senf bestreichen. Kartoffelmasse gut ausdrücken und auf der bestrichenen Seite verteilen. Gut andrücken. Die Wurst in die Pfanne mit der Kartoffelseite nach unten legen, bei starker Hitze etwa zwei Minuten braten, dann bei schwacher Htze zirka acht Minuten weiter braten. Vom Herd ziehen und umdrehen, einpaar Minuten ziehen lassen. Dazu das Kohlrabi-Gemüse servieren

Dazu eignet sich ein rescher Veltliner.

Die Grobian-Wurst ist eine Spezialität der Fleischerei Ringl. Eine sehr gute Wurst, im Nachgang ein bißchen scharf.

Inspiriert von Alexander Herrmann Schnell mal was Gutes, S. 68

Waldheidelbeeren und Brokkoli auf Zitronen-Vinagrette

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Eine zerklüftete Küstenlandschaft ist das nicht, aber:

Brokkoli in Röschen teilen und im Rapsöl in der Pfanne drei vier Minuten stark anbraten. Mit Wasser ablöschen, sofort zudecken und zirka vier Minuten das Gemüse dünsten. Deckel abnehmen und nochmal zwei drei Minuten anrösten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit die Zitronen-Vinaigrette zubereiten: Einen Dotter, einen Eßlöffel körniger Senf, zwei Eßlöffel Rapsöl, Saft und Abrieb einer Zitronenschale und zwei Eßlöffel Wasser verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wald-Heidelbeeren und die in Scheiben geschnittenen Nüsse in aufgeschäumter Butter in der Pfanne kurz erwärmen. Anrichten Brokkoli auf dem Teller platzieren, reichlich mit der Zitronen-Vinaigrette beträufeln, Nüsse und Heidelbeeren dazu geben. Mit Quinoa-Pops bestreuen. Gekochten Quinoa mit Zitronensaft abschmecken und servieren.

Inspiriert von Alexander Herrmann Schnell mal was Gutes, S. 142

Es gibt tatsächlich Heidelbeeren im tiefen Wald irgendwo im Burgenland (von Iris, Gemüseraritäten, Purbach)!

Feinste Schweinsbratenstücke mit Kohlsprossen

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Kleine Unterbrechung. Vom Schweinsbraten ist noch etwas übrig geblieben und deshalb gibt es den mit Kohlsprossen, einem klassischen Wintergemüse.

Kohlsprossen (Rosenkohl) putzen, halbieren, in der Pfanne mit wenig Olivenöl goldbraun anbraten. Zwiebel in halbe Zentimeter dicke Ringe schneiden. In Olivenöl leicht anschwitzen, salzen, pfeffern. Die Orangen filetieren, den Saft auffangen und bis zum letzten Tropfen ausdrücken. Honig in der Pfanne karamellisieren mit dem Orangensaft ablöschen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die geriebene Orangenschale einrühren und zum Schluß auch das Olivenöl einrühren. Das Gemüse und die Orangenfilets am Teller anrichten, erwärmten Schweinsbraten in Stücke schneiden, dazu stellen und mit Kren bestreuen.

Und nun wieder Tafelmusik.

Herbst-Schweinsbraten

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Mit Kürbispüree und Senfkorn-Chutney. Die Schwarte so krachend knusprig, als ob der Dachstuhl vom Stephansdom zusammenbricht, dabei das Fleisch so zart wie ein Pudding, der auseinandergeht. Die Sauce so dickflüssig wie vom Schokoladenbrunnen und mindestens genausogut, fast süß. Dazu das pastige Kürbispüree, das i-Tüpfelchen Senfkorn-Chutney. Hiermit bewahrheitet es sich: man kann jeden Tag Schweinsbraten essen. Das heißt man könnte, wenn es ihn denn jeden Tag gäbe. Deshalb muß man ihn besonders loben. Und ein zweites Mal nachfassen: das ist nur der gerechte Ausgleich dafür, daß es Schweinebraten nicht jeden Tag gibt. Eigentlich ist es so: es gibt für jede Saison einen anderen Schweinsbraten. Dies ist der Schweinsbraten für den Herbst, also mit dem was der Herbst so zu bieten hat: Kürbis, Kren (Meerrettich), Orange und Marillenmarmelade, wir nehmen das, was im Sommer eingekocht wurde. Dieser Schweinsbraten macht ein rundum wohliges Gefühl, genau das Richtige für den Herbst, wenn die Zeiten stürmisch sind und es draußen Sauerrahm-Wetter hat.

Dashi

Das Dashi schmeckt ein bißchen so, wie wenn man einen etwas zu lange abgehangenen Fisch durch einen Bottich voll mit lauwarmen, leicht abgestandenen Wasser gezogen hätte. Doch glücklicherweise schmeckt man nichts in der Sauce davon und es gibt ihr nur den runden vollen Geschmack.

Rezept Herbst-Schweinsbraten

Also. Eine Stange Lauch, gelbe und orange Karotten, eine Petersilwurzel und einen Viertel Sellerie schälen und in grobe Stücke schneiden. Von zwei kleineren Knoblauchknollen die Knoblauchzehen mit der Haut zerdrücken. Einen Daumen großen Ingwer in Scheiben schneiden. Das Gemüse in eine Reine geben, vier Thymianzweige dazugeben. Das Bauchfleisch mit der Fleischseite nach unten darauflegen. Die geschröpfte Schwarte mit Zitronensaft gut einreiben, zehn Minuten trocknen lassen. Mit grobem Salz bestreuen und im auf 220 Grad vorgeheizten Backrohr eine Stunde braten. Herausnehmen. Das Salz abkehren und mit frischem grobem Salz bestreuen und weitere 30 Minuten braten. Den Schweinsbraten herausheben und die Temperatur auf 190 Grad zurückdrehen, und ein Glas Weißwein und einen halben Liter Dashi dazugießen. Und eine weitere Stunde braten. Dann den Ofen auf 120 grad zurückdrehen und eine halbe Stunden braten. Herausnehmen das Fleisch auf einem Teller eine halbe Stunde ruhen lassen. Sauce Den Bratenrückstand durch ein Sieb gießen und mit einer Degraissierkanne entfetten.  Orangensaft, geriebene Orangenschale, Majoran, Kümmel, rotes Paprikapulver einrühren und zusammenköcheln und mit Mehlbutter binden. Kürbispüree einen Hokkaido schälen und entkernen und würfeln. Ergibt zirka 800 Gramm Fruchtfleisch, mit zwei Eßlöffel Olivenöl verrühren. Auf ein Backblech legen und eine Dreiviertelstunde im Backrohr braten. Herausnehmen. In einer Kasserolle zwei Eßlöffel Butter zerlassen, die Kürbiswürfel dazu und zwei Eßlöffel Misopaste, einen Eßlöffel Stekovics-Essig und zwei Eßlöffel Wiener Gewürz dazu geben und mit einer Gabel zerdrücken. Bis zum Servieren warm stellen. Senfkorn-Chutney sechs feingehackte Schalotten im zwei Eßlöffel Olivenöl anschwitzen. Zwei Eßlöffel Marillenmarmelade (aus Purbach/Bgld) einrühren, kurz karamellisieren, vom Herd nehmen, etwa fünf Eßlöffel körnigen Senf und eine fein gehackte Petersilie einrühren. Mit Salz abschmecken. Bis zum Servieren ziehen lassen. Anrichten.

Dazu ein Glas Sauvignon Blanc, Esterházy.


Schweinebauch von Fleischerei Ringl, Gumpendorfer Str., Wien, der Schweinbauch wurde für uns geschröpft und zwar nicht nur streifenweise, wie das anderswo gemacht wird, sondern kariert.


Das Gemüse kam größtenteils von Gemüseraritäten Iris, Purbach, Burgenland.


Zusammengestoppelt nach Alexander Herrmann, Geschmacksgeheimnisse und Yotam Ottolenghi, NOPI.

Schweinskotelett und Zellersalat

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Schweinskotelett pur natur und Zeller (Sellerie) mit Apfel Honig Walnüssen und feinen Gewürzen, eigentlich ist das auch natur pur. Wir sind frisch zurück von unserer Runde, die uns bis nach Purbach am Neusiedlersee führte.

Rezept

Marinade Saft einer Zitrone und den Abrieb der Schale, Salz, Piment und Honig aus Jois miteinander verrühren. Zeller Sellerie und Apfel stifteln, zur Marinade geben, durchrühren. Walnüsse grob hacken, mit dem Joghurt unter die Zeller-Apfel-Mischung rühren. Bis zum Servieren (zirka 10 Minuten) ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren die frischen grünen Zellerblätter ebenfalls unterheben. Kotelett pur natur auf der Grillplatte anbraten. Danach mit grobem Meersalz bestreuen.


Ein versehentlicher Kaffee-Drink

Wir haben einen Kaffee-Drink gekauft, aber es war ein Versehen: wir dachten, es wäre Hafermilch. Wir nehmen statt Milch Hafermilch im Kaffee. Der Kaffee-Drink ist zwar auch Hafermilch aber bereits mit löslichem Kaffee verrührt, also schon das vollständige Paket. Wir haben den schon aus dem Tetrapack entnommenen Kaffee-Drink weggeschüttet, unseren köstlichen italienischen Kaffee wollten wir damit nicht verwässert. Den Rest kann haben, wer will.


Ein K.u.K.-Rezept

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Der gekochte Kohlrabi hat etwas den Bauch Schmeichelndes, damit man sich richtiggehend wohlfühlt. Dazu steht der gebackene Karfiol (Blumenkohl) in leichtem Kontrast und macht daraus etwas Rundes Ganzes. Diese Kombination aus zwei Rezepten nach Alexander Herrmann ist ein außergewöhnlicher Genuß, schmeckt einfach wunderbar, man könnte fast schon sagen kaiserlich-königlich.

Rezept Karfiol und Kohlrabi

Tempura-Teig 40 Gramm Mehl, 40 Gramm Maisstärke, 100 Milliliter Wasser, ein Eßlöffel Rapsöl, Salz, Muskatnuß und geriebene Schale einer Zitrone zusammenmischen und im Kühlschrank fünf Minuten ziehen lassen. Karfiol In der Zwischenzeit Karfiolröschen aufteilen und in kochendem Salzwasser zwei Minuten bißfest kochen. Abgießen und gut abtropfen lassen. Anschließend im Tempurateig weden und in heißem Rapsöl aussebacken. Kohlrabi schälen, vierteln, in Scheiben schneiden. Die schönen grünen Kohlrabiblätter auf die Seite legen. Dann die Kohlrabi sechs Minuten in kochendem Salzwasser bißfest kochen und abgießen. Bis der Kohlrabi kocht, 200 Milliliter Sahne in der Kasserolle mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß abschmecken und einköcheln. Kohlrabi und die Kohlrabiblätter dazu geben. Noch ein paar Minuten auf kleiner Hitze köcheln.  Zum Schluß mit reichlich Schnittlauch bestreuen.

Alexander Herrmann, Schnell mal was Gutes, aus zwei Rezepten (S. 55 und S. 68) nachempfunden.

Kürbisreis mit Osakasalat

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Osakasalat „Purple Osaka“ ist eine Züchtung aus Japan. Und weiter geht es mit der Kürbiswoche:

Rezept

Naturkornreis in einer Mischung von Gemüsebrühe, Kokosmilch bißfest kochen, zum Aromatisieren Thymian und Pimentkörner dazu geben. Osakasalat in Scheiben schneiden und mit wenig Olivenöl auf der Grillplatte anbraten. Unter den Reis mischen. So. Die eingeweichten Bohnen in Salzwasser bißfest kochen. In der Zwischenzeit fein gehackten Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, Tomatenconcassee dazu geben, salzen und pfeffern. Und die gekochten Bohnen ebenfalls einrühren, etwa eine Viertelstunde leise köcheln. Vor dem Servieren den gewürfelten Bratkürbis ( den man zu einem früheren Zeitpunkt gebraten hat, siehe hier) vorsichtig einrühren. Anrichten Reis und Bohnen nebeneinander legen nicht vermischen. Und mit Schnittlauch bestreuen.

Jamie Oliver nachempfunden, aus Veggies, S. 116

Kürbis-Lasagne

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Der neue Ofen wurde mit einer Lasagne eingeweiht, herbstlich gestimmt mit Kürbis, Kohl und Tomatensauce, die Lasagneplatten wurden selbst gemacht. Eine würdige Premiere für den neuen Ofen.

Rezept Kürbis-Lasagne

Lasagneblatt 200 Gramm Weizenmehl Typ 405 (entspricht in etwa dem italienischen Tipo 00), 200 Gramm Hartweizengrieß, vier Eier, ein bissi Salz mit einander verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Anschließend mit dem Nudelgerät den Teig zu Blättern auswalzen. In kochendes Salzwasser geben und zwei Minuten kochen. Abgießen, auf ein Tuch legen und abtropfen lassen. Tomatensauce Fein gehackten Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, geschälte ovale Tomaten und Balsamicoessig dazu geben. Die Tomaten etwas zerdrücken. Wasser dazu, mit Salz Pfeffer abschmecken, bei kleiner Hitze eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten köcheln lassen, in den letzten fünf Minuten etwas gehackten Thymian dazugeben. Schwarzkohl Die Stiele von den Blättern entfernen, in kochendem Salzwasser blanchieren, abtropfen lassen. Kürbis die gebratenen Kürbisstücke in halbe Zentimeter dicke Scheiben schneiden, mit Salz und gemörserten Korianderkörnern bestreuen. Lasagne in eine feuerfeste Form Tomatensauce gießen, mit Lasagneblatt belegen, nächste Schicht wieder Tomatensauce, dann Schicht auf Schicht: Kürbis, Schwarzkohl, mit Parmesan und dann mit Sonnenblumenkerne bestreuen. Schichten: Lasagneblatt, Tomatensauce, Kürbis, Schwarzkohl, Parmesan, Sonnenblumenkerne, etc. pp. Zum Schluß ein Lasagneblatt und dann: körnigen Frischkäse und ein wenig Milch im Handmixer verrühren, daraus entsteht eine cremige Sauce, damit begießen, mit Parmesan bestreuen, im Backrohr bei 180 Grad backen bis es goldbraun ist, zirka 45 Minuten.