Tomahawk-Steak mit Fisolen-Pesto, Selleriewürfel und Pfeffer-Butter

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Das Tomahawk-Steak paßte nicht in die Grillpfanne. Deshalb wurde es kurzerhand abgehackt, mit dem Hackebeil. Dabei flogen Knochensplitter durch die Luft. Das kann ins Auge gehen. Zukünftig muß das anders gehen, aber wie? Da haben wir etwas zu kiefeln… außer Stiehl oder Küche mit integriertem Schlachthaus ist mir auf die Schnelle nichts eingefallen. Aber bis zum nächsten Mal haben wir ja noch genügend Zeit. Für dieses Mal ließen wir es uns gut schmecken!

Als Vorspeise gab es Schnecken wie hier nur ohne Brot dafür mit Micro Greens und Rotkraut gefüllt.

Rib-Eye-Schnitten mit Fisolen-Pesto, Selleriewürfel und Pfeffer-Butter

Für das F i s o l e n – P e s t o die geputzten Fisolen in sprudelnd heißem Salzwasser etwa 10 Min kochen. In der Zwischenzeit Basilikumgrün, Knoblauch und die gerösteten Mandelblättchen ohne Öl und nur grob in der Zauberette zerhacken. Dann Olivenöl und Parmesanspäne darunter heben. Für die P f e f f e r b u t t e r Salz, Zitronenschale und-saft schaumig rühren und mit zerhackten Thymian und Petersilie sowie eingelegten grünen Pfefferkörnern unterheben. Für die S e l l e r e i w ü r f e l Sellerieknolle würfeln und in einer Pfanne mit Olivenöl kräftig braten, mit gehacktem Knoblauch schwenken. Salzen und pfeffern und mit frisch gehacktem Thymian servieren.


Inspiriert von Bettina Matthaei, Easy. Überraschend. Low Carb. Das LCHF-Kochbuch, 2016, S. 65 für die Selleriewürfel, S. 86 für die grünen Pestobohnen und S. 90 für die Thymian-Pfefferbutter.

Dazu gab es Rotwein. Perwolff, 2020, Blaufränkisch aus dem Südburgenland (Krutzler) und Zantho 2021, Merlot aus dem Seewinkel im Burgenland, im Eichenfaß gereift (Umathum/Peck). Womit die Philosophiestunde eingeleitet wurde, ob es die KI schafft, sich durchzusetzen. Die Diskussion mündete in die Frage, was ist überhaupt Intelligenz? Diese Frage warf uns restlos zurück, wir mußten die Frage stillschweigend offen lassen.

Warum überhaupt Tomahawk?

Das Tomahawk-Steak ist ein Rib-Eye, bei dem  der lange Knochen dranbleibt. Was uns vor Augen führt, daß es sich um ein Tier handelt, und von welchen Ausmaßen es war; – ehrfürchtig läßt uns diese Erkenntnis zurück. Mit Andacht wird es gegessen und alles fein säuberlich abgenagt.

Wels mit Erdäpfel-Gurken-Fisolensalat

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Dieser Wels stammt aus der Fischzucht und Gemüselandwirtschaft Blün1. Man sieht, wir sind heute von Kopf bis Fuß auf Fisch und Gemüse eingestellt. Das Wasser wird als Dünger im Glashaus verwendet, so entsteht ein Kreislauf, wie das früher eigentlich in der Landwirtschaft mit Vieh ganz normal war. Das Besondere hier aber ist, daß es mit Fischen funktioniert.

Die Fisolen so knackig, der Wels so saftig. Dazu die Erdäpfeln mit einem säurigen Unterton, sie haben die Marinade komplett aufgesogen. Einfach herrlich!

Rezept Wels mit Erdäpfel-Gurken-Fisolensalat

Erdäpfel in Salzwasser weichkochen. In der Zwischenzeit eine Marinade aus Weißweinessig, Olivenöl, Honig und Salz zubereiten. Schalotten kleinhacken und gleich zur Marinade geben. Die Erdäpfel noch heiß schälen, in Scheiben schneiden und heiß in die Marinade geben und vorsichtig umrühren. Im Backrohr bei 40° ziehen lassen. Die geputzten und in mundgerechte Stücke geschnittenen Fisolen in Salzwasser bißfest kochen. Abgießen und noch heiß unter die Erdäpfel mischen. Minigurken in feine Scheiben schneiden. Dille und Kerbel feinhacken. W e l s Das Welsfilet in der Bratpfanne auf beiden Seiten in wenig Öl braten. Wenn der Fisch fertig ist, Gurken und Kräuter unter den Erdäpfelsalat mischen. A n r i c h t e n Die lauwarmen Erdäpfel auf einem Teller anrichten, das Welsfilet darauf platzieren und mit einer Zitronenscheibe garnieren.


Wein: Chateau Sociando-Mallet, 2018, Bordeaux, Haut-Médoc. Sociando-Mallet, … tout simplement.


1 Blün: https://bluen.at/pages/aquaponik


Vom Unterschied zwischen China und Deutschland

Ist es nicht beklemmend, daß heutzutage fast alles aus China kommt? Sogar der Zauberwürfel, der von dem Ungarn Ernő Rubik erfunden wurde, ist MADE IN CHINA. Ja gibt es denn gar nichts mehr aus Europa? Es ist an der Zeit, dem etwas entgegenzusetzen. Aus China kommt ein Gericht, jedermann kennt es, das nennt sich „8 Schätze“. Darin sind weder Schätze zu finden, noch hat es etwas mit der Zahl 8 zu tun. 8 ist einfach nur die chinesische Glückszahl. Der Name hat nichts mit dem Gericht am Hut. Heute gibt es bei uns „13 Kostbarkeiten“. Weil heute der 13. ist. Was die können, können wir auch. Schon längst. Na klar! Doch einen Namen zu erfinden bar jedem Bezug zur Sache, das wäre ja völlig abgehoben. Wir kommen nicht umhin, dem Gericht doch einen beschreibenden Namen zu geben, sodaß man sich darunter etwas vorstellen kann. Das ist langweilig? Und sehr deutsch? Gewiß; – aber dafür höchst informativ.

Sparsames Fisch-Fisolen-Gericht

Rezept

150 g Vollkorn-Couscous in einen Topf und mit heißem Wasser bedecken. Salzen und umrühren. Ziehen lassen. Nicht kochen. Stehen lassen bis zum Servieren. 4 Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden. Einen EL Olivenöl in einer Bratpfanne erwärmen und den Knoblauch dazu geben, kurz anschwitzen. 250 g Kirschtomaten halbieren, 250 g geputzte Fisolen in Salzwasser blanchieren, Tomaten und Fisolen zum Knoblauch geben, Schale und Saft einer Zitrone und 150 ml Wasser dazu geben. Heilbuttfilet mit Harissa-Paste bestreichen, auf das Gemüse legen und zugedeckt 5 Minuten bei mittlerer Hitze ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Couscous mit einer Gabel durchrühren, zwei EL Joghurt draufgeben und einen TL Harissa. Vom Herd ziehen, einen Klecks Joghurt auf den Fisch legen. Anrichten.

Energieeffizienz

Auf Couscous werden wir uns wohl bald verlegen müssen: braucht nur heißes Wasser, kein Herd vonnöten und auch ansonsten war nur kurzes Kochen nötig, nur 5 Minuten in der Pfanne und das zugedeckt. Sehr energieeffizient!

Inspiriert von Jamie Oliver, 7 mal anders, Superschnelle Fischtahine, S.236


Fisolensalat „Spezial“

Diese Fisolen sind so resch, daß es eine Freude ist! Man beißt hinein und am liebsten würde man stantepede in die Händ poschen und einen Juchatzer hinauslassen. Aber das ist auch kein Wunder. Diese Fisolen kommen von einem wunderschönen Bauernhof mitten im Weinviertel. Am Wochenende standen diese Fisolen noch am Feld. Fisolen nennt man übrigens anderswo Strankerln. Aber auch grüne Bohnen soll man sie nennen.


Rezept Fisolensalat „Spezial“

Den weißen Teil von einer Jungzwiebel fein hacken. Den Saft einer Zitrone mit 200 ml Buttamüch (Buttermilch), Salz und Pfeffer verrühren. Fisolen 10 Minuten kochen, abgießen, abschrecken und auf einem sauberen Tuch trockentupfen. Zur Buttermilchmischung geben und ziehen lassen. In der Zwischenzeit die weißen Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden. Die Salatherzen in Blätter teilen. Anrichten Die Salatblätter auf den Teller legen, die Fisolen darauf platzieren, die Champignonscheiben, die getrockneten Paradeiser und Walnuss-Hälften darüberstreuen. Dazu eine im Backrohr gebratene Hühnerbrust servieren.

Inspiriert von Alain Ducasse, Bistroküche, Grüne Bohnen auf Pariser Art, S. 43


Neu ausprobiert wurde in diesem Zuge auch die Buttamüch von Il Fermento. Sehr fein im Geschmack. Fisolen und Salatherzen sind knackig: die Nüsse ebenso. Denn dieses Mal wurden Walnüsse verwendet statt Mandeln, viiiel besser so!

https://www.gurkerl.at/18734-il-fermento-bio-buttamuch-mehrwegglas

Champignon-Erbsen-Gemüseauflauf

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Mit Fisolen und Karfiol. Mit zartem Schmelz. Wenn der Sommer Pause macht, kann man auch mal das Backrohr verwenden. Nun, wir schrecken auch bei hohen Außentemperaturen nicht vor dessen Gebrauch zurück. Das Gemüse hat jetzt Saison, Erbsen so frisch gibt es nur jetzt. Nicht lange im Backrohr lassen!