Hortobagi-Palatschinken

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Außen knusprig, innen ganz weich, das sind Hortobagi-Palatschinken aus Ungarn. Man spricht sie tatsächlich so aus, wie es geschrieben ist: Hortobagi, nicht Hortobadschi. „G“ bleibt „g“, nur aus „cs“ wird „dsch“ wie man an den eingedeutschten Palatschinken sieht. Trotzdem ist natürlich die Wortfindung „Hatschi-Bratschi-Palatschinken“ nicht zu verachten, wie sie mir eine Leserin freundlicherweise zugetragen hat. Wer eine Ungarische Kulinarikwoche vorhat, sollte mit einem Paprikahendl anfangen und dann zügig zu den Hortobagi-Palatschinken fortschreiten. Diese sind nämlich die unmittelbaren Vorgänger, wie ihr gleich sehen werdet.  Es gibt nicht viele Rezepte, die als Resteverwertung das ursprüngliche Gericht übertreffen können. Das muss man den Ungarn erst einmal nachmachen.

Wetschescher Saures

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Mit „Vecsési Savanyúság“ ist der Stand in einer Budapester Markthalle überschrieben. Vecsés (gesprochen Wetschesch) ist eine kleine Stadt, am südöstlichen Rand von Budapest gelegen. Savanyúság heißt so viel wie Saures, das sauer Eingelegte, „Vecsési Savanyúság“ heißt also „Wetschescher Saures“. Die Markthalle liegt im 11. Bezirk in Budapest (1117 Budapest, Kőrösy József u. 7-9), in einem moderner Glaspalast. Aber das, was darin verkauft wird, sind gute, traditionelle ungarische Lebensmittel. Auf unserem Teller landete einiges Wetschescher Saures. Das waren in Kraut gefüllte Essiggurken, Krautsalat (csalamádé) einmal süß und einmal scharf, mit Kraut gefüllte gelbe und rote Paprika, grüne Melonen, grüne Tomaten, Karfiol, Perlzwiebel, mit Kraut gefüllte Kirschpaprika, gelbe Kirschpaprika (scharf) und vermischtes Gepickeltes (Gurken, Paprika, Perlzwiebeln, kleine grüne Tomaten, Sauerkraut).

Somloer Nockerln (Somlói galuska)

Ungarische Spezialität aus Nuss-, Kakao- und purem Biskuit, Vanillepudding, Rosinen und Schokoladensauce. Im Original gehört da auch noch Rum hinein, den haben wir weggelassen, unsere sind low carb. Bei der Weltausstellung 1958 in Brüssel wurden sie als Somlói galuska vorgestellt, wobei das Ypsilon der ursprünglichen Schreibweise Somlyói galuska abhanden gekommen ist.

Lachssteaks mit einer Chraimeh-Sauce auf die Ungarische Art

Hierfür wurde auf Majoran und Kümmel als Gewürzmischung zurückgegriffen, vor allem aber auf die direkt aus Ungarn eigenimportierte, getrocknete Kirschpaprika (cseresznyepaprika), die als Chili hineinkommt. Die Kirschpaprika ist selbst eine Chili, eben eine Paprikaart, die in Ungarn genauso wie in Mexiko angebaut wird. Sie hat zwischen 1.000 und 5.000 Scoville, ist also nicht extrem scharf. Unsere zwei Kirschpaprika waren fast zu wenig, da sie beim Kochen sehr viel an Schärfe verlieren. Ob das noch eine Chraimeh-Sauce ist, kann ich nicht sagen. Diese hat ja doch eine etwas andere Geschmackskomponente, wenn auch sie genau so fett ist.

Brathendl mit Lecsó

Auf die gute Ungarische Art. Daran kann man nicht vorbei gehen: Ein wunderschönes Wildhendl aus Weistrach/NÖ, am Hof geschlachtet, küchenfertig vorbereitet, wartete darauf, mitgenommen zu werden. Auch die riesigen Paprika aus Italien konnten wir nicht links liegen lassen. Damit war vorgezeichnet, was es zum Abendessen geben wird.

Ungarische Bohnensuppe mit Selchwurst

Die letzten Krümel der Feiertage sind beseitigt, selbst die Christbäume sind verschmaust. Wie alle Jahre wurde der Christbaum, der vor dem Schloss Schönbrunn die Weihnachtszeit verschönert hat, in den Tiergarten Schönbrunn transportiert. Die Elefantendamen haben sich über die Abwechslung vom Speiseplan, Salzburger Fichte, gefreut und nur den Stamm übrig gelassen.

Grammelpogatscherl

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Pogatschen gibt es unter anderem mit Butter, Käse, Kartoffeln, Topfen. Das einende Prinzip aller Pogatschen scheint mir zu sein, dass es sich um kleine Häppchen aus Teig handelt, der zusammengefaltet, dem Blätterteig nicht unähnlich, gebacken wird.