Ein (b)ärlauchtes Menü

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Bestehend aus Bärlauchsuppe mit Bärlauchöl und Bärlauchbutter. Und Bärlauch-Foccacia mit feinem Edelschimmel-Schaum (Fourme d’Ambert). Weil der Frühling beginnt. Alle Rezepte wurden von Eckart Witzigmann inspiriert, der mit seinem Freund, dem Koch Henry Levy, den Bärlauch bei einem Spaziergang durch den Englischen Garten in München wieder entdeckt hat. Etwa 40 Jahre ist das schon her und seitdem hat uns die Sehnsucht nach dem frischen knobligen Geschmack des Bärlauchs nicht mehr verlassen. Kaum können wir es erwarten, bis endlich der Frühling beginnt und es wieder heißt: Bärlauch auf den Teller! Wir kombinierten ihn hier mit einem edlen französischen Schimmelkäse, dem Fourme d’Ambert.

Dampfgegarter Koriander-Knoblauch-Tempeh mit Aubergine, schwarzem Reis, Eiern und Cranberries

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Tofu ist eine ziemlich geschmacksneutrale Sache. Durch Fermentation geht in der Regel ein Verlust an Schärfe einher, wie zum Beispiel beim schwarzen Knoblauch, wodurch er bekömmlicher wird. Milderer Geschmack ist wohl nicht das Ziel, wenn man Tofu fermentiert, aber durch die Fermentation wird die Konsistenz von Tofu fester, er heißt dann Tempeh, was einen reizvollen Kontrast zum mit Dampf weich gegarten Gemüse bietet. Mit Wasserdampf zu garen ist wohl eine der schonendsten Garmethoden. Aroma geht kaum verloren, wie passend zum feinen Gemüse. Ein Dampfgarer ist eine mit Wasser gefüllte Wanne mit Deckel, auf deren Einsatz das Gargut, in unserem Fall Auberginen und auch Tempeh, etc. gelegt werden. Insgesamt schmeckt alles so mild, dass es für Grobsensoriker eher nicht geeignet ist. Es könnte gut und gern als magenschonende Krankenhauskost durchgehen. Krankenhaus? Wie komme ich denn darauf? In Zeiten der Coronavirus-Pandämie ist der Gedanke an Krankenhaus wohl nicht so ganz abwegig. Und außerdem ist Tempeh was Gesundes: Wie Wikipedia weiß, tut Tempeh, diese indonesische Variante von Tofu, dem Magen gut, aber nicht nur: es kommt seltener zu Infektionen im Magen-Darm-Trakt, hemmt die Tumorentwicklung, senkt den Cholesterinspiegel, lindert Durchfallbeschwerden und Eisenmangelanämie, reduziert Lipidoxidation und senkt den Bluthochdruck. Tempeh gibt’s etwa bei Basic.

Reispapier-Rollen mit Mönchsbart und Salatgurke

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Bei diesem Gericht wird nicht gekocht, nur geschnitten und gezupft, zusammengerollt und zusammengemixt. Das muss wohl Rohkost sein.

Unlängst stand in der NZZ, dass in der Schweiz im Durchschnitt knapp 50 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr verbraucht wird. Der Fleischkonsum in Deutschland ist bedeutend höher und wird vom Bundesmarktverband für Vieh und Fleisch auf rund 60 Kilogramm verzehrtes Fleisch geschätzt. In Österreich waren es sogar 95 Kilogramm, laut Statistiken der Agrarmarkt Austria (AMA), Wurst und verarbeitetes Fleisch wie Faschiertes nicht einberechnet.

Schinken-Flammkuchen mit Blumenkohl

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Den Karfiol  in der Zauberette zerkleinern und auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech auslegen. Bei 180 °C etwa 10 Minuten backen. Auskühlen lassen. Karfiol mit feingehacktem Knoblauch, Ei, geriebenem Cheddar-Käse, Salz, Pfeffer, getrocknetem Oregano, Thymian und Rosmarin vermischen. Die Karfiolmasse auf dem Backblech etwa 1 cm dick ausstreichen und zirka 15 Minuten vorbacken. In der Zwischenzeit Frischkäse mit feingehacktem Petersilie, Salz und Pfeffer verrühren. Den Flammkuchenteig mit Frischkäse bestreichen, mit in dünne Ringe geschnittenem Jungzwiebel, gewürfelten Paprika und gewürfeltem Schinken bestreuen, weitere 15 Minuten backen.

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Karotten-Misosuppe mit Haselnuss-Wirsing, Mandel-Tofu und Chili-Pastinaken

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Die einzelnen Gerichte kommen mit wenigen Zutaten aus, doch werden mehrere für ein Mahl zusammengestellt. Man kombiniert, genießt und schweigt. Wie es vielleicht ein Japaner tun würde.  Die Gerichte sind nicht typisch japanisch, Japaner verwenden keinen Wirsing. Aber was wäre, wenn ein Japaner mit Wirsing kochen würde? So vereinigt sich japanische Tradition mit deutscher Küche und es entsteht etwas neues Einmaliges.

Polenta-Tramezzini mit gegrillten Tomaten, Zucchini und Auberginen

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Polenta zubereiten. Mit gehackten, getrockneten Tomaten, Petersilie verrühren. 1 cm dick in eine mit Folie ausgelegte Form gießen. Auskühlen lassen und in dreieckige Formen schneiden. Im Backrohr bei 200 Grad eine Viertelstunde knusprig backen. In der Zwischenzeit die in Scheiben geschnittenen Melanzan, Zucchini, in der Pfanne braten. Paprika angrillen und die Haut abziehen. Tomaten in Scheiben schneiden, Römersalat aufblättern. Anrichten Polentadreieck auf den Teller legen, mit Salatblatt, Aubergine, Zucchini, Paprika belegen. Sprossen darüber streuen. Mit einem Dressing aus Arganöl und Apfelessig beträufeln. Eine zweites Polentadreieck darauf legen.

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