Auf der Suche nach dem Originalrezept – 100 Jahre Caesar‘s Salad

Fotos und Text © 2024 https://kuechenereignisse.com

Der 4. Juli nähert sich mit Riesenschritten, jener Tag, an dem Cesare Cardini vor 100 Jahren den denkwürdigen Einfall eines Salates für eine Horde Amerikaner hatte, die in sein Hotel-Restaurant jenseits der Grenze in Mexiko einfielen, um den Nationalfeiertag zu feiern. Und wir haben das Salatbuch mit dem Rezept auf unbestimmte Zeit verborgt. Aber eigentlich macht das gar nichts, wir wissen genau, wie man den Caesar’s Salad macht, und heute machen wir ihn so, also die Küchenfee, wie er ursprünglich damals 1924 im Restaurant vom Hotel Caesar in Tijuana, Baja California, Mexiko erfunden wurde. Ohne großen Aufheben kann jeder dabei zusehen, wie der Caesar’s Salad entsteht. Im Lokal seines Ursprungs wird er heutzutage am Tisch zubereitet, während man in sein Mobiltelefon in der einen Hand starrt und in der anderen einen Dirty Martini oder ein Glas Rotwein schwenkt. 100 Jahre sind eine lange Zeit, das Hotel-Restaurant wechselte mehrmals den Besitzer und in all den Jahren hat sich der Caesar’s Salad zu einem Dauerbrenner entwickelt. Ich könnt mir gut vorstellen, daß es ihn gibt wie bei einem Wiener Würstelstandl – nur statt Hot Dog bestellt man „ensalada Caesar por favor”. Komisch, daß daran noch niemand gedacht hat. Das würde ich eine kulturelle Bereicherung nennen.

Die unzähligen Abwandlungen können das Originalrezept nicht verleugnen, mit oder ohne Chicken oder sonstigen Ergänzungen; – denn es geht um das Dressing. Dazu Römersalat, bei uns Kochsalat genannt, wie gewöhnlich – und getoastetes Brot dazu, auch das keine übermächtige Offenbarung, mehr braucht es nicht. Und so haben wir es gemacht:

Rezept: Eine Pfanne erhitzen, etwas Olivenöl hineingeben und Croutons vom alten Roggenbrot darin langsam braten. In einem hohen Becher Dijon-Senf à l‘Ancienne, gehackten Knoblauch, einen Spritzer Zitronensaft und zerdrückten schwarzen Pfeffer geben und verrühren. Dann kommt Dotter hinzu, Worcestersauce, Olivenöl, man verrührt alles mit dem Handmixer, unter Beigabe von Olivenöl, strenge Duftnoten steigen auf, bis es eine Creme wird. Die gehackten Sardellen kommen hinzu und der geriebene Parmesan.

Musik: Dazu La Traviata, Pierre Monteux, Coro e Orchestra del Teatro dell’ Opera di Roma, Rosanna Carteri als Violetta, Cesare Valetti als Alfredo, Aufnahme aus dem Jahr 1956. Wenn man darauf achtet, begegnen einem doch relativ viele Cesare, die gar nichts mit dem alten Julius zu tun haben.

Getränke: Bei uns gab’s weder Martini noch Rotwein, ein Glas Zitronensaft tut’s auch, es war schon ein besonderer: aus Spanien, Pulco.

Der Dijon-Senf

Den Dijon-Senf à l’Ancienne finde ich besser, weil der mit ganzen Senfkörnern ist. Bei anderen Gerichten ist der Dijon-Senf, bei dem alle Senfkörner gemahlen sind, eine geschmeidige Masse ergeben, wieder besser; etwa bei Rindsrouladen, da möchte man nicht auf Senfkörner beißen.

Die Sardellen

Zerdrückte Sardellen oder Anchovis-Paste, beides geht.

Das Dressing

Im Grunde macht man eine Mayonnaise, die mit Senf und Knoblauch aufgebessert wird. Wie das der Kellner im Restaurant in Tijuana macht, ohne motorisierte Hilfsmittel, alle Achtung! Und das direkt vor den Gästen!

100 Jahre Caesar’s Salad

Das Restaurant richtet ein Fest aus, um den 4. Juli herum, zu Ehren des hundertjährigen Bestehens des Caesar’s Salad. Wer Lust hat, fährt mal kurz über die Grenze ins benachbarte Mexiko. Oder wer nicht in L.A. wohnt, bereitet den Caesar’s Salad zu Hause selber zu.


https://www.latimes.com/food/story/2024-01-30/original-caesar-salad-tijuana-100-years

https://www.latimes.com/recipe/original-caesar-salad

Lauwarmer Zucchinisalat mit Omelette-Fleckerln

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Ist das nicht Ratatouille? Nein, da sind nur Zucchini und Tomaten drinnen, für ein Ratatouille fehlt die Aubergine und der Paprika. Das stammt aus dem Salatbuch von Bettina Matthaei, aber es kommt mir nicht so vor wie ein Salat. Was auch immer es ist, es ist einfach herrlich! Die Omelette-Fleckerl kontrastieren aufs Vorzüglichste mit dem scharfen, weil mit Harissa gewürzten Salat. Unverzichtbarer Sommersalat.

Handreichungen

Zucchini und der grüne und der weiße Teil der Frühlingszwiebeln werden gebraten und mit Tomatenmark und Harissa verrührt und abgelöscht, das Omelette in quadratische Fleckerl geschnitten. Den Salat mit Kirschtomaten bestreuen und mit Zitronensaft und mediterranen Kräutern abschmecken.

Nach Bettina Matthaei, Salate zum Sattessen, 2016, „Zucchinisalat mit Omelett-Würfeln“, S. 102

Viele suchen ihr Glück wie einen Hut, den sie auf dem Kopfe haben.

Nikolaus Lenau. So kann man es auch sagen, aber heutzutage trägt ja kaum noch jemand Hut. Das Glück ist oft zum Greifen nah – wie dieser Sommersalat.

Kohlrabi-Birnen-Julienne mit Limetten-Vinaigrette

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Es gibt Kombinationen, denen man nicht zutraut, daß sie funktionieren. So dachte ich, als ich dieses Rezept bei Bettina Matthaei sah. Die harten Kohlrabi-Stifte wechseln aber gut ab mit den saftigen, süß schmeckenden Birnen-Stiften. Wichtig sind natürlich die Birnen. Wir hatten Williams-Birnen. Mit matschigen Birnen wird’s nicht gehen. Wir haben es etwas anders gemacht als Bettina M.

Für die Vinaigrette Dijonsenf, Saft einer Limette und Salz verrühren. Etwas Haselnußöl untermischen, Kohlrabi stifteln, ebenso die Birnen in Stifte schneiden. Mit der Vinaigrette vermischen, dazu Koriandergrün und dazu gibt es grob gehackte Pistazien! Das Schälen an den Anfang setzen.

Nach Bettina Matthaei, Gemüse kann auch anders, S.91

Salat mit Heurigenkartoffeln, Eiern und Joghurt-Mayonnaise

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Wenn die Erdbeerzeit losgeht, dann gibt es auch die ersten Heurigen! Heurige, so nennen wir in Österreich die frischen Kartoffeln der ersten Ernte im Jahr. Heurige sind eine wahre Wonne: mit einer dünnen, kaum schützenden Schale, die man mitessen kann, so zart. Die Heurigen enthalten viel Wasser und wenig Stärke, sind also kalorienarm, genau das Richtige für uns.

Zum Geleit

Die Erdäpfeln werden wie üblich in Salzwasser gar gekocht. Schälen erübrigt sich. Abkühlen lassen. Die Eier werden hartgekocht und abgeschreckt. Von einem den Dotter durch ein Sieb streichen. Mit Dijonsenf und Olivenöl glatt rühren. Joghurt dazugeben, verrühren, mit Condimento bianco, Salz, Pfeffer und Cayenne pikant abschmecken. A n r i c h t e n in Scheiben geschnittene Erdäpfeln, geschnittene Radieschen, Mini-Gurke, Selleriestangen mit der Mayonnaise vermischen,  die gehackten Eier darunter heben, geviertelte Eier darauf verteilen, mit frisch geschnittener Kresse bestreuen.

SZS 39

Wozu mit Prosa beschäftigen, wenn man Poesie haben kann!

Ausruf eines Erdäpfel-Liebhabers, die alten Lagerkartoffeln verschmähend. Für einen Erdäpfelesser sind Heurige Poesie.

Coleslaw in der Ofenkartoffel

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Wir hatten Ofenkartoffel der Sorte Agria aus dem Weinviertel von der Familie Breitseher in den Leiser Bergen. 2019 haben sie mit dieser Sorte den „Goldenen Erdapfel“ gewonnen. Und ich muß sagen zurecht: ein ausgewogener feiner Geschmack, cremig und doch fest. Die Kartoffeln werden auf die altbekannte bewährte Art gemacht als Folienkartoffeln im Ofen. Bitte keinen Rosmarinzweig oder ähnliches hineingeben, es geht anders weiter, kein Grillen, kein Fleisch. Das Besondere daran ist der Coleslaw, der in den aufgeschnittenen Ofenkartoffel hineinkommt. Wir hatten ein feines Spitzkraut von einem Bauernhof mitten im Tullnerfeld, Michael Bauer. Um 5:00 wird aufgestanden, das Gemüse geerntet und um 9:00 holt der Gurkerl-Wagen alles ab, sodaß wir in Wien es noch am gleichen Tag auf dem Teller haben. So geht Gemüseanbau. Der Spitzkohl wird in feine Streifen gehobelt, mit etwas Salz bestreut, verknetet und mit einer in Julienne geschnittenen Karotte vermischt. Soweit so gut. Nun noch das Coleslaw-Dressing. Die Mayonnaise wird mit etwas Joghurt gestreckt und mit Essig glatt gerührt. Beigemischte Schnittlauchröllchen lockern ihn noch etwas auf. In den Ofenkartoffel füllen.


Der Coleslaw, aus dem Niederländischen Koolsla, was soviel heißt wie Krautsalat, stammt aus dem englischsprachigen Raum. Er wird mit Mayonnaise gemacht und zB zu Fish&Chips gegessen.

SZS 115

Paprika-Zucchini-Auberginen-Salat mit Garnelen

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Es war in einem Haus an der Esplanade, mit einer Beletage mit Fenstern, die bis zum Boden reichen, indem das mit Stuck verzierte Eßzimmer lag, dessen drei weinrot verhangene Fenster auf das rückwärtige Gärtchen blickten. Dort saß er mit seiner Frau und speiste. Der Raum war gefüllt mit gedämpfter Tafelmusik. Er balancierte auf der Gabelspitze einen Bissen und führte ihn, unter leichtem Entgegenneigen des Kopfes, zum Mund.

Handreichungen für die Küche

Die Paprikaschoten werden schwarz gegrillt, wodurch sie leicht von ihrer Haut entledigt werden können. Die Auberginen mit Salz entwässern. In der gußeisernen Grillpfanne mit etwas Olivenöl die abgetupften Auberginen und Zucchini grillen.  Thymianblätter von den Zweigen abstreifen und über den Paprika-Zucchini-Auberginen-Salat streuen, Knoblauchzehen darüber reiben. Zum Schluß die Garnelen grillen. Mit Piment d’Espelette.

Nach Bettina Matthaei, Salate zum Sattessen, S. 126

Zum Schluß ergab sich eine Stilfrage: Darf man gegrillte Garnelen mit oder ohne den Schwanzfächer essen? Die Küchenfee meint, ohne. Ich bin mehr der Nose-To-Tail-Typ und verspeise sie mit; sind ja knusprig. Oder darf man das nicht?

Zoodles mit Frischkäsesoße und Parmesan

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Gemacht mit dem neuen WMF-Spiralschneider, der soeben eingetroffen ist! Im Handumdrehen werden aus einem Zucchino Zoodles. Und so gibt es als Einsteigergericht:

Rezept Zoodles mit Frischkäsesoße und Parmesan

Einen Zucchino putzen und durch den WMF Kult Pro Spiralschneider drücken. Fein gehackte Schalotten in Olivenöl anschwitzen, mit ein wenig Gemüsebrühe aufgießen, Frischkäse hinein rühren und mit Salz, Muskatnuß und einer Prise Cayennepfeffer abschmecken. Die Zoodles in der Pfanne auf wenig Olivenöl anschwitzen, bis die Zoodles bißfest sind. A n r i c h t e n: Die Soße zu den Zoodles geben, durchschwenken, am Teller anrichten. Parmesan reiben, Petersilie hacken und bestreuen.

Zoodles

Zoodles also Zucchini-Nudeln, ein Kofferwort aus Zucchini und Noodles, haben Fuß gefaßt, auch bei uns. Zoodles sind die bekannteste Art von Nudeln mit wenig Kohlenhydraten. Auf deutsch müßte das Zudeln heißen.

Wie wir zu unserem WMF-Spiralschneider gekommen sind

Auf Gedeih und Verderb ist man dem ausgeliefert, was Amazon liefert, keine Kennzeichnung, woher die Ware stammt und schon klebt chinesischer Schund einem an den Händen. Einen Ausweg gibt es nicht, über den terrestrischen Vertriebsweg gibt es gleich gar keine hochwertigen Produkte, WMF haben sie nicht im Sortiment. „Dieses Ausstellungsstück haben wir nur, weil es ein Kunde bestellt und dann nicht abgeholt hat.“ so sagte uns die Verkäuferin beim Mediamarkt. Soviel auch dazu, man solle doch nicht im Internet kaufen, stattdessen den hiesigen Handel fördern. Heutzutage muß man sich auf den Weg machen und im Internet herausfinden, wo eine Firma produzieren läßt, wenn man auf den Herstellungsort wert legt, bei WMF wurden wir fündig1, WMF („Württembergische Metallwarenfabrik“) hat zwar einen Standort in China, der produziert jedoch gottseidank nicht diesen Spiralschneider, sondern Cromargan Protect (Besteck, Messer, Topfgriffe), also muß es wohl in einem der anderen, vielleicht sogar in einem deutschen (!) Werk hergestellt worden sein. Soweit das Auge reicht, haben wir keine Waren aus China. Wir vermeiden chinesische Produkte, wo es nur geht. Erst vor wenigen Tagen haben wir ein Produkt an Amazon wieder zurückgeschickt, einen Dampfglätter, des deutschen Startups LEBENLANG, das leider auch in China produzieren läßt. Als wir beim Empfang des Kartons das MADE IN CHINA entdeckt haben, haben wir ihn stantepede zurückgeschickt. Wenn Amazon seine Waren entsprechend kennzeichnen würde, könnten wir uns dieses Hinundher sparen. Nun wird es ein italienisches Fabrikat, dank ChatGPT haben wir es gefunden. POLTI, noch nie gehört. Aber FABBRICATO IN  ITALIA bestellen wir. Es gibt keine deutsche Firma mehr, die einen Dampfglätter herstellt. Von den urdeutschen Firmennamen darf man sich nicht täuschen lassen, wie GRUNDIG; auch die niederländische PHILIPS gibt es nicht mehr; nur mehr der Name bleibt übrig.

Hohl, hörst Du? Alles hohl da unten! Die Freimaurer!

Woyzeck, Georg Büchner, 1837. Was Woyzeck in seinem Wahn daherfiebert, wird zur traurigen Wirklichkeit. Außer dem Markennamen blieb nichts übrig vom deutschen Produkt, es wird nun im Ganzen woanders hergestellt. Nur sind‘s nicht die Freimaurer gewesen sondern die Chinesen.

Deren Haushaltswarengeschäft wurde ebenso nach China verkauft. Zum Beispiel PHILIPS Toaster: dort steht im Kleingedruckten „Marke: Versuni“. Und Versuni ist eine Firma in Hongkong. Aber wir werden uns kaum mehr einen Toaster kaufen, denn unserer ist von „Dualit“, englische Firma, MADE IN ENGLAND, die für Hotels herstellt, also äußerst zäh und langlebig; notfalls kann ich den auch selber reparieren. Im Vertrauen auf den guten Namen einer bewährten deutschen Marke zu kaufen, ist nicht mehr, in Abwesenheit einer Kennzeichnung wird einem chinesischer Ramsch untergejubelt. Auf der Verpackung von unserem WMF Kult Pro „Spiralschneider“ steht zwar nicht MADE IN GERMANY, nur eine deutsche Firmenadresse, WMF consumer electric GmbH, Messerschmittstraße 4, Jettingen-Scheppach, Germany, aber auch nicht „made in China“. Und wie gesagt, wir haben im Internet nachgeschaut, wo WMF herstellen läßt. Was würde ich dafür geben, wenn wir wieder das gute alte MADE IN GERMANY sehen würden! Daß das kein gutes Ende nimmt, war mir klar. Aber an uns lag es nicht, daß Europa in den Sog Chinas geriet. „Und jetzt diktieren sie die Preise“, so sagte die Verkäuferin beim Mediamarkt. War da nicht mal was mit „Geiz ist geil?“ Damit ist es nun vorbei.

Wie es weiterging, erfährt man hier.


1 WMF Fertigungsstandorte: https://aboutwmf.com/wp-content/uploads/2021/08/WMF_Fertigungsstandorte.pdf

Gebratener Ziegenkäse mit Champignons-Spargel-Salat

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Bei Salaten ist darauf zu achten, daß die Bestandteile sich so ergänzen, daß sie sich zu etwas Ganzem aufsummieren. So ist das hier der Fall: der knackige Spargel, die quietschigen Champignons, der zarte Ziegenkäse, Rucola, mit Röstaromen, darüber ein Zitronenkürbiscreme-Granulat gestreut, so wird das wie aus einem Guß.

Für das Zitronenkürbiscreme-Granulat Zitronenschale mit dem Sparschäler dünn schneiden, das Weiße von den Schalen wegschneiden. Klein würfeln. Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten, klein hacken. Eingelegte Pfefferkörner ebenso hacken. Zitronenschale, Pfefferkörner, Kürbiskerne und Salz vermischen und beiseite legen. Braune Champignons putzen und vierteln. Champignons in der Pfanne ohne jegliche Fettzugabe braten. Olivenöl dazugeben, 2 Min. durchschwenken. Die Champignons abseihen, die Flüssigkeit auffangen. Geputzten grünen Spargel in mundgerechte Stücke schneiden, in der gleichen Pfanne die Champignons ein paar Min. braten. A n r i c h t e n Rucola auf den Teller legen. Champignons und Spargel darauf platzieren. Den Champignonsaft mit Salz, Pfeffer und Dijonsenf verrühren. Zum Schluß Olivenöl dazugießen. Mit diesem Dressing den Salat beträufeln. Mit Zitronenkürbiscreme-Granulat reichlich bestreuen. Dazu Stücke vom Ziegenfrischkäse in der Pfanne in Olivenöl anbraten und ebenfalls mit dem Zitronenkürbiscreme-Granulat bestreuen.

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Gebratener Wels mit Reis und Grapefruit-Buttersoße

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Dazu kommt ein Chicoréesalat mit einer Grapefruit-Marinade.

Rezept

Fein gehackte Schalotten in Butter hell anschwitzen. Und anschließend mit Noilly Prat ablöschen. Einköcheln lassen und den frisch gepreßten Grapefruit-Saft, das Fruchtfleisch abseihen, dazugeben und auf weniger als die Hälfte einköcheln. In der Zwischenzeit den Reis aufsetzen, bzw. das Dressing für den Salat vorbereiten: Erdbeeressig von Stekovics, Mandelmus, Dijonsenf, Ahornsirup, Salz, geriebene Schale einer Limette und den Saft sowie Grapefruit-Saft vermischen. Zum Schluß frisch gehackte Petersilie und Thymian einrühren. Radiccho Castelfranco und gesprenkelten Radicchio in mundgerechte Stücke schneiden und in ein Gefäß geben. Dazwischen immer wieder den köchelnden Grapefruit-Saft umrühren. Wenn der schon fast fertig ist, das Welsfilet auf beiden Seiten in Kokosöl braten. Wenn der Reis dann fertig ist, frisch gehackte Petersilie und Thymian einrühren und zum Schluß in die Grapefruit-Soße mit etwas Butter und Reissirup einrühren, mit Maisstärke binden. A n r i c h t e n Fisch und Reis auf den Teller legen und mit Ribisel garnieren. Etwas Soße dazu und den Salat mit der Marinade beträufeln.

BMB


Der Reis geht zur Grapefruit-Buttersoße wie die Spaghetti zum Pesto.


Hier wird mit Noilly Prat gekocht. Wohl wegen der Kräuter. Vielleicht geht das ja auch mit anderen Kräuterlikören zB einem Bràulio oder einem Unicum.


Dieser Wels schmeckt so gut – besser als jeder andere Fisch; und das obwohl die Küchenfee dem Wels schon ganz abgeschworen hatte. Aber da hat sie nicht zu Hause gegessen.


Die Grapefruit-Marinade kommt ganz ohne Öl aus, dafür Mandelmus


Bettina Matthaei – Die gute Kochbuchautorin

Mit den Rezepten von Bettina Matthaei sind wir immer gut gefahren. Deshalb haben wir in der kleinen Buchhandlung Kral Ausschau gehalten, nach einem Kochbuch von ihr, doch wir wurden nicht fündig. Erst auf Nachfrage gab es: Prof. Dr. Sven Voelpel „7 Jahre jünger in 7 Wochen“ und wenn man ganz genau schaut, steht tatsächlich ganz unten auf dem Frontispiz: „Rezepte Bettina Matthaei“. Das hätten wir nie gefunden! Sie ist der Carl Barks unter den Kochbuchautoren. Carl Barks wurde erst berühmt, als er in Rente ging, und Fans seinen Namen bei Disney erfragten, davor war er nur als „the good duck artist“ bekannt. Nicht daß Bettina Matthaei gänzlich unbekannt ist, aber es ist an der Zeit, daß sie aus dem Schatten anderer hervortritt. Durch sie wurde die Kochkunst auf pflanzlicher Grundlage in ungeahnte Höhen hinaufgemendelt. Schon die Salate würden wir durchgehend so machen wie sie da stehen. Die 4 Aufstriche sind neu und werden wir ebenso nachmachen. Das heutige Rezept stammt aber nicht aus diesem Kochbuch, wir hatten schon die Zutaten für ein anderes Gericht besorgt.

Ein Oldtimer-Besitzer weiß, daß es nicht immer um Geschwindigkeit geht. Genauso sollten auch wir unser Leben achtsam gestalten. Indem wir im Alltag die Gänge nicht immer bis zum Anschlag ausfahren. Geben wir unserem Körper die Möglichkeit zu regenerieren. Ebenso sollten wir in unserer Lebensweise darauf achten, nicht immer mit Höchstgeschwindigkeit durchs Leben zu rasen. Streß und Überarbeitung können uns vorzeitig altern lassen. Steht der Fiat 500 monatelang in der Garage, setzt er Rost an. Seine Teile aus Kunststoff werden unbeweglich und porös. Fast genauso verhält es sich mit unserem Körper. Regelmäßige Bewegung ist der Schlüssel um unsere Gelenke fit zu halten.

Aus dem Buch „7 Jahre jünger in 7 Wochen“. Nun, das paßt ja zu uns. Nicht daß wir Oldtimer sind.


Dieses Buch haben wir wegen der Rezepte gekauft. Nun werden wir es auch der gesundheitlichen Aspekte wegen lesen.


Außerdem haben wir erstanden:

Stefan Maiwald „Die Spaghetti-Vongole-Tagebücher“

Zur Lesung von Stefan Maiwald in der Buchhandlung Thalia haben wir es nicht geschafft, deshalb wurde es nun hier gekauft. Die Schwiegermutter sagt, „Das ist gut. Aber das ist kein Ragù.“ Einfach köstlich! Danach wird auf ein Rezept im Buchinneren verwiesen, das nicht vom Autor stammt; und siehe da, das Ragù muß 3 Stunden lang köcheln, wie das nun einmal bei einem Ragù so ist. Ja das hat wohl die Schwiegermutter gemeint. Als wir in der Buchhandlung waren, haben wir uns ein italienisches Kochbuch von großartiger Erscheinung aufreißen lassen und die Fleischsoße für Lasagne nachgeschlagen: sie wird darin nicht 3 Stunden lang geköchelt, dafür mit Kräutern wie Lorbeer aromatisiert. Auch hier gilt wohl: „Das ist gut. Aber das ist kein Ragù.“. Das Buch wurde in der Buchhandlung zurückgelassen. Das Rezept der Fleischsoße ist nun mein Lackmustest für italienische Kochbücher. Auf gut Glück Kochbücher online zu bestellen, bringt nichts, da man diese gründlich unter die Lupe nehmen muß und die meisten ja nichts taugen. Die Spaghetti-Vongole-Tagebücher sind gespickt mit ungeahnt Wissenswertem, so wie zB dem Bellini und wie er richtig gemacht wird. Denn der Pfirsich wird nicht püriert, wie vielfach angenommen, sondern mit bloßen Händen zerdrückt. Das Pürieren ergäbe eine zu klebrige Masse, die dem feinen Prosecco nicht gerecht käme. Da würde mich interessieren, was denn nun in den Pfirsichpüree-Flaschen enthalten ist, die für den angeblich einzig wahren Bellini herhalten müssen. Soweit ich bisher verstanden habe, weißes Pfirsichmark. Nun ist es Pfirsichsaft. Man lernt nie aus. Das neue Buch von Stefan Maiwald ist ein Genuß zu lesen. Und eine Bereicherung.

Brunnenkresse-Rhabarber-Salat mit Pinienkernen und Himbeeren

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Wie gut hat das geschmeckt! Deshalb kommt hier das Rezept. diese Ausgewogenheit. Rhabarber ist leicht säuerlich und etwas herb. die Brunnenkresse schmeckt deutlich bitter und etwas pfefferig, die Himbeeren sind süß und säuerlich und die Pinienkerne sind nußig süß, herrlich, einfach herrlich! Ein Höhepunkt der kulinarischen Moderne! Unnachahmlich!

Rhabarber schälen, und in große Stücke schneiden, Apfelsaft in einem kleinen Topf aufkochen, Rhabarber hineingeben und 1 bis 2 Min. kurz garen, den Rhabarber herausheben und auf die Seite stellen zum Auskühlen. D r e s s i n g   Apfelsaft einköcheln bis etwa 2 EL übrigbleiben. Vom Herd nehmen. Mit Dijonsenf , Agavendicksaft, Salz und Olivenöl kräftig verrühren. Brunnenkresse abzupfen. Basilikum und Kerbel abzupfen, Salat auf dem Teller anrichten. Rhabarberstücke und Himbeeren darauflegen, mit gerösteten Pinienkernen bestreuen und mit dem Dressing reichlich beträufeln.

BMB