Hirsch mit Speckknödel und Moosbeermarmelad

Üblicherweise bekommt man zu Wild Preiselbeeren serviert, meist als Marmelade. Diese harmonieren durch ihre tiefe Fruchtigkeit und Süße mit dem vollen Wildgeschmack. Wer es nicht so süß mag, aber dem ohne Marmelad dann doch was abgeht, sollte zu Moosbeeren (Cranberries) greifen. So kommt auch ein nicht so Süßer zu einem Wildgericht, das keine Wünsche offen lässt.

Hirschstrudelsuppe

Eine Wildsuppe genauer gesagt eine Hirschsuppe, ist schwer aufzutreiben, die macht man am besten selber. Die Suppe ist dünkler als eine Rindsuppe, fast schwarz ist sie, wenn man in den Suppentopf schaut. Im Teller bekommt sie dann eine satte rötliche Farbe. Das Rotwild drückt der Suppe seinen Farbstempel auf, aber auch schmecken tut sie unverkennbar nach Wild. Wildgeschmack passt überraschend gut zu Suppe. Dazu ein Strudel mit einer Füllung vom Wildfaschierten, nota bene.

Hühnchen und Wurzelgemüse

Das NOPI-Buch von Yotam Ottolenghi bittet Ramuel Scully vor den Vorhang, der auch als Co-Autor dieses grandiosen Kochbuches fungiert. Die Essenz seines Esprits manifestiert sich in seiner Meisterbrühe, von der wie von einem Wundermittel in diesem Kochbuch die Rede ist. Man kann diese Meisterbrühe auch auf Vorrat machen und im Tiefkühler einfrieren. Wir haben es getan und nun wieder aufgetaut. Das Lemon-Myrtle-Salz ist auch so eine Entdeckung von Ramuel Scully. Gibts nicht überall.

Hühnerleber mit Cranberries

Cranberries heißen auf Deutsch Moosbeeren, aber jeder kennt sie wohl unter der englischen Bezeichnung. Sie haben einen leicht säuerlichen Geschmack, deshalb sind sie für die Kombination mit Hühnerleber bestens geeignet. Noch eine fett glänzende Rotweinsauce vom Portwein dazu, Kartoffeln aus dem Ofen und: passt!

Reh und Steinpilz

Diese Steinpilze stammen aus dem Südburgenland, woher genau wird hier nicht verlautbart. Schwammerlplätze werden grundsätzlich nie verraten. Jemand ist in den Wald gegangen und hat sie gesammelt, das muss reichen.

Und als ob das nicht schon genug wäre: dazu gibt es auch noch Steaks vom Reh. Das ist ein ebenbürtiger Begleiter, wobei sich hier die Frage stellt, wer begleitet hier wen! Und weil wir schon bei der Herkunft sind: Das Reh stammt aus dem Waldviertel. Jemand ist in den Wald gegangen und hat es erlegt. Rezepte aus dem Wald. Steinpilz und Reh. Von Natur aus gut. Österreich ist das schönste Land der Welt.

Rehbraten mit Schmarren

Der Rehbraten so zart, dass er beim Aufschneiden auseinander fiel. Bitte das beim Betrachten der Bilder zu berücksichtigen. Aber was kann man schon Anderes erwarten bei dieser exzellenten Qualität vom Rehschlögel, schonend gegart, flockige 4 Stunden lang. Dazu kommt als Besonderheit ein Schmarren so luftig und leicht wie ein Kaiserschmarren nur sein kann aber ohne süß. Hinterm Arlberg sagt man auch Tatsch oder Datsch dazu. Und die Wildwochen gehen weiter.