Kalbskotelett auf die Art wie im Aostatal

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Beim Auspacken kam uns ein gewaltiger Geruch entgegen. Wir Städter sind das nicht gewohnt, aber 2,5 kg Käse können einen ordentlichen Gestank verbreiten, in Windeseile wurde unsere Küche in einen Kuhstall verwandelt, gelegen irgendwo in den Alpen des Aostatals.

Lammfilet mit feiner Zitruskruste, Socca und Panisses

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Socca und Panisse bestehen aus Kichererbsenmehl, einmal zum Teig verarbeitet, gießt man eine Palatschinkenpfanne damit dünn aus und bekommt die Socca. Oder man füllt den Teig in eine ofenfeste Form, backt ihn im Ofen aus und bekommt die provenzialischen Pommes frites.

Paprika-Hirse mit Entenbrust

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Rezept

Hirse bissfest kochen. 2 fein gehackte Schalotten in Olivenöl anschwitzen. Den weißen Teil von dem in Ringe geschnittenen drei Jungzwiebeln dazu geben. Drei Hand voll geviertelte braune Champignons zu den Zwiebeln geben. Anbraten. Eine gelbe und rote gegrillte Paprika und drei getrocknete Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden, zu den Champignons geben, kurz mitschwitzen. Die gehackten Kräuter, Basilikum, Jamaika-Thymian einrühren. Das Gemüse mit dem Hirse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Entenbrust von beiden Seiten in der Pfanne braten. Im Ofen bei 100 Grad fertig garen.

Provenzialische Panisses mit Huhn

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Wenn man auf Urlaub fährt oder lange Zeit im Ausland verbringt, lernt man dann Land und Leute kennen? Nun vielleicht Land und Leute nicht, aber lernt man zumindest das Essen dort kennen? Essen muss man ja. Ich habe die Panisses erst Jahre nach meinem Aufenthalt in der Provence kennengelernt, in einem Kochbuch von Alain Ducasse. Dabei soll es Standln in Marseille geben, wo man Panisses zum Mitnehmen kaufen kann. Wenn man nicht auf einen erfahrenen Begleiter zählen kann, der einem all die kulinarischen Spezialitäten des Landes zeigt, ist ein Kochbuch allemal gescheiter, um ein Land kennenzulernen. Das sei zum Trost all jenen gesagt, die aus verschiedentlichen Gründen diesen Sommer zu Hause verbringen werden. Zum aktuellen Stand der Dinge: Die Grenzen in Richtung Italien sind zwar wieder geöffnet, nicht jedoch in die Gegenrichtung, man riskiert also, nach dem Urlaub, zwei Wochen in Quarantäne verbringen zu müssen. Von Frankreich habe ich noch nicht mal was von einer einseitigen Grenzlockerung gehört.