Sandriegelspargel mit Bastardsauce

Spargel mit Bastardsauce, genauer gesagt in: „Buttersauce genannt Bastard“, so die wörtliche Übersetzung Escoffiers Sauce au beurre dite bâtarde. Gustatorisch findet man an dieser Sauce absolut nichts, das auf diesen Namen hindeuten könnte. Nichts Außergewöhnliches – abgesehen davon, dass es sich um eine sehr gute Sauce handelt, ausgewogen im Geschmack, das feine Buttrige ist von edlem Charakter, passend zum feinen weißen Spargel, wie man es von einer Sauce nach Escoffier erwarten kann.

Pannonisches Picknick

Wir waren unterwegs im Nationalpark “Neusiedlersee – Seewinkel” südöstlich von Wien, nahe der Grenze zu Ungarn. Tags zuvor hatten wir die Pastete im Teigmantel gemacht, die wir mit anderen Köstlichkeiten für ein Picknick mitnahmen. In der Nähe von Illmitz nicht weit vom See hielten wir an.

Pannonian Picnic

We headed for the national park “Neusiedlersee – Seewinkel”, to the south-east of Vienna, at Fertö/Lake Neusiedl, close to the border of Hungary. The day before, we had prepared pastry en croûte to take on a picnic, along with other delicacies. Near Illmitz not far away from the lake, we took a rest.

Wallergulyás

Was den nördlichen Teil des Burgenlandes betrifft, prägt der Neusiedler See die  Landschaft und das Leben, besonders im Seewinkel und rund um den See. Das Fischgulyás ist von dort nicht wegzudenken. An Fischarten gibt es unter anderen Fogas (Zander), Karpfen und Waller (Wels). Im Fischgulyás macht sich der Waller gut.

Lecsó

Es gibt ja Stimmen, die behaupten, Lecsó sei das ungarische Ratatouille, nur halt ohne Auberginen und ohne Zucchini. Dass dem nicht so ist, zumindest was das Original-Lecsó betrifft, sehen wir an diesem Rezept aus einem Kochbuch, in dem viele Gerichte aus dem alten Pannonien versammelt sind. Das fängt schon damit an, dass das originale Lecsó ein Gericht ist, das für sich alleine steht. Lecsó ist keine Beilage.

Burgenländisches Kochbuch – Krautfleckerl

Bei Wolfrum, einem Kunstverlag in Wien, haben wir einen unerwarteten Fund gemacht. Wir haben uns umgeschaut, was es so alles von Gottfried Kumpf gibt und sind dabei aufmerksam gemacht worden, auf das Burgenländische Kochbuch. In diesem Kochbuch finden sich Rezepte aus der „kulinarischen Landschaft des alten Pannonien, wo sich alle Vorzüge der böhmischen, ungarischen, serbischen und der Wiener Küche vereinen“, zusammengetragen von Marietheres Waldbott. Darüber hinaus enthält es Federzeichnungen von Gottfried Kumpf, die das Buch liebevoll begleiten, also jenem Maler, den man mit dem Burgenland wie keinen anderen verbindet, dessen burgenländische Landschaften eine so unheimliche Faszination ausüben, dass man sie nicht für real hält und die einem doch so vertraut erscheinen. Dieses Buch steckt voller kulinarischer Leckerbissen, so manches Rezept weckt Erinnerungen an unsere Kindheit. Gepaart mit Gottfried Kumpfs Zeichnungen konnten wir als Gourmets des alten Pannoniens diesen Rezepten natürlich nicht widerstehen. Als Auftakt gibt es Krautfleckerl, gewiss werden wir noch Anderes aus diesem Kochbuch machen.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt und auch der Kunstgenuss kommt mit diesem Buch nicht zu kurz.