Wenn man auf Urlaub fährt oder lange Zeit im Ausland verbringt, lernt man dann Land und Leute kennen? Nun vielleicht Land und Leute nicht, aber lernt man zumindest das Essen dort kennen? Essen muss man ja. Ich habe die Panisses erst Jahre nach meinem Aufenthalt in der Provence kennengelernt, in einem Kochbuch von Alain Ducasse. Dabei soll es Standln in Marseille geben, wo man Panisses zum Mitnehmen kaufen kann. Wenn man nicht auf einen erfahrenen Begleiter zählen kann, der einem all die kulinarischen Spezialitäten des Landes zeigt, ist ein Kochbuch allemal gescheiter, um ein Land kennenzulernen. Das sei zum Trost all jenen gesagt, die aus verschiedentlichen Gründen diesen Sommer zu Hause verbringen werden. Zum aktuellen Stand der Dinge: Die Grenzen in Richtung Italien sind zwar wieder geöffnet, nicht jedoch in die Gegenrichtung, man riskiert also, nach dem Urlaub, zwei Wochen in Quarantäne verbringen zu müssen. Von Frankreich habe ich noch nicht mal was von einer einseitigen Grenzlockerung gehört.
Kategorie: Backen
Wiener Backhendl mit Kartoffel-Vogerlsalat
Eine Pfanne mit ordentlich viel Schweineschmalz heiß machen.
Panieren: Hühnerstücke salzen, in Mehl wenden, abklopfen, durch ein verschlagenes Ei ziehen, abtropfen lassen, in feinen Semmelbröseln wenden. Backen: Sogleich in der vorbereiteten Pfanne in heißem Fett ein paar Minuten herausbacken.
Dazu Kartoffel-Vogerlsalat, also Blätter vom Feldsalat in einer warmen Marinade aus Hesperidenessig, Sonnenblumenöl und grobkörnigem Senf mit gekochten Kartoffeln und frisch geschnittenen roten Zwiebeln servieren.
Burger SSK Bijzonder/ Mandel-Honig-Zitronenkuchen
SSK steht für Spargel-Schinken-Käse, mit Käse aus Holland, Gouda. Bijzonder, holländisch für besonders, steht am Namensende, weil dieser Burger noch ein paar Extras drauf hat. Die Buns sind selbst gemacht und haben eine Sesam-, Haferflocken- oder Schwarzkümmelbestreuung. Dazu kommen Mayonnaise, Ketchup, Ochsenherztomaten und ein Salatblatt, das wirklich knackig ist, weil vom Inneren, dem Salatherzen. Wer einmal einen selbstgemacht Burger gegessen hat, möchte ihn immer so haben.
Danach gibt es einen Mandel-Honig-Zitronen-Kuchen, der ist einer guten Dreiviertelstunde gemacht, man braucht etwa 10 Minuten für das Zusammenrühren und 40 Minuten fürs Backen. Man muss nur die Zutaten zu Hause haben, die sich länger halten als ein fertig gekaufter Kuchen und frisch und selbst gemacht schmeckts ja noch besser. Ohne extra Zucker rein.
Bärlauch-Kartoffel-Auflauf
Fast wie eine Lasagne. Nur halt Kartoffeln statt Lasagneblätter, Gemüse statt Faschiertem und mit Hafermilch statt richtiger Milch. Aber die Béchamelsauce ist dabei und eine feine Parmesan-Gruyère-Käsemischung.
𝕷𝖆𝖘𝖆𝖌𝖓𝖊 𝖆𝖑 𝖋𝖔𝖗𝖓𝖔 – Lasagne für alle
Zubereitet nach der traditionellen Methode mit Lasagneblättern, Ragù alla bolognese und Béchamelsauce, die mehrmals aufgeschichtet werden, bevor sie im Ofen gebacken werden. So weit ist das Rezept bekannt, aber das ist nicht alles.
Tsatstiki-Lachs-Palatschinken mit eingemachten Zwiebeln
Vorzüglich waren diese Palatschinken. Doch am besten waren die in Meersalz, Pfeffer und Weißweinessig eingemachten roten Zwiebeln, neudeutsch Zwiebel-Pickles. Man darf keine Scheu haben, selber einzulegen: 20 Minuten ziehen lassen und schon kann man sie genießen.
Kleine Schoko-Himbeer-Kuchen
Diese Küchlein können schnell und leicht zubereitet werden, alles was man dafür braucht sind Himbeeren, Ahornsirup, eine Vanilleschote, Olivenöl, Mandeln, Back- und Kakaopulver – und ein Handrührgerät.

Unser Handrührgerät von Krups
Unser neu erstandenes Handrührgerät wurde mit diesem kleinen, muffin-ähnlichen Kuchen eingeweiht. Es ist das Modell F60814 von Krups mit 500 Watt und es ist von zeitloser Eleganz: in schlichtem, weißen Kunststoff gehalten, in der klassischen Form auf den ersten Blick als Handrührgerät zu erkennen. Das mag langweilig und einfallslos erscheinen. Doch genau diese unauffällige Gestaltung weckt hohe Vertrautheit und das Gefühl von Robustheit sowie der Sicherheit, dass es zuverlässig funktionieren wird. Die Anzahl der Bedienungselemente geht über das notwendige Maß nicht hinaus, sie können beim Publikum als bekannt vorausgesetzt werden und wenn nicht, sie sind selbsterklärend. Da sind der Auswurf der Quirlstäbe per Knopfdruck, der stufenlose Geschwindigkeitsregler und die Turbo-Funktion, mit der man subito mal bei höchster Leistung rühren kann, solange man den Turbo-Knopf gedrückt hält. Diese Funktion stand zwar bei unserem alten Gerät nicht zur Verfügung, da hat sich etwas weiter entwickelt. Doch scheint es, dass das Handrührgerät seine endgültige Form gefunden hat. Nun geht es den Entwicklungsingenieuren wohl nur noch darum, das Gerät noch leiser, sparsamer und haltbarer zu machen. Doch halt! Made in China. So lange wie unser Altes – 20 Jahre – wird es wohl nicht halten, oder?
Kleine Schoko-Himbeer-Kuchen
150 ml Ahornsirup, 60 ml Milch, 2 Eier, eine ausgekratzte Vanilleschote, 80 ml Olivenöl mit dem Handrührgerät verrühren. 240 g gemahlene Mandeln, 1 TL Backpulver, 35 g Kakaopulver vermengen. Die flüssige Ahorn-Mischung in die trockene Mandel-Mischung langsam während dem Rühren eingießen. Rühren bis die Masse glatt ist. Muffin-Förmchen mit zugeschnittenem Backpapier auslegen, und mit der Masse auffüllen. Die Himbeeren darauf legen. Im Backrohr bei 160 Grad 20 Minuten backen.
Donna Hay, weeklight, Superschnelle Wohlfühlrezepte, 2019, Schoko-Himbeer-Cupcakes, S. 208 nachempfunden.

Auberginen-Cheddar-Auflauf
Ich nehme diesen Auflauf mit in einem Thermobehälter mit breiter Öffnung. Das Gericht erinnert ein bisschen an das rumänische Nationalgericht Mousaca de vinete wegen der Auberginen.
Mit Cheddar überbackener Bohneneintopf
…mit Nachos dazu Schwarzkohl. Die köstlichen, in einem Kräutersud warm marinierten Karotten und Radieschen im Salat lassen mich nicht ganz über den Schwarzkohl hinwegsehen, Jamie Oliver verwendet stattdessen Grünkohl. Und der hat auch noch ein feines Steak dabei. Am Ende war dann doch alles weg. Die Kombination von Scharf mit Bohnen ist halt unschlagbar.
Kaviar und Blinis
Blinis werden wie Palatschinken hergestellt, sie sind nur nicht so groß wie diese und werden mit Buchweizenmehl gemacht. Und sie sind mit Germ, damit sie in ihre typische Form aufgehen.


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