Vorzüglich waren diese Palatschinken. Doch am besten waren die in Meersalz, Pfeffer und Weißweinessig eingemachten roten Zwiebeln, neudeutsch Zwiebel-Pickles. Man darf keine Scheu haben, selber einzulegen: 20 Minuten ziehen lassen und schon kann man sie genießen.
Kategorie: Backen
Kleine Schoko-Himbeer-Kuchen
Diese Küchlein können schnell und leicht zubereitet werden, alles was man dafür braucht sind Himbeeren, Ahornsirup, eine Vanilleschote, Olivenöl, Mandeln, Back- und Kakaopulver – und ein Handrührgerät.

Unser Handrührgerät von Krups
Unser neu erstandenes Handrührgerät wurde mit diesem kleinen, muffin-ähnlichen Kuchen eingeweiht. Es ist das Modell F60814 von Krups mit 500 Watt und es ist von zeitloser Eleganz: in schlichtem, weißen Kunststoff gehalten, in der klassischen Form auf den ersten Blick als Handrührgerät zu erkennen. Das mag langweilig und einfallslos erscheinen. Doch genau diese unauffällige Gestaltung weckt hohe Vertrautheit und das Gefühl von Robustheit sowie der Sicherheit, dass es zuverlässig funktionieren wird. Die Anzahl der Bedienungselemente geht über das notwendige Maß nicht hinaus, sie können beim Publikum als bekannt vorausgesetzt werden und wenn nicht, sie sind selbsterklärend. Da sind der Auswurf der Quirlstäbe per Knopfdruck, der stufenlose Geschwindigkeitsregler und die Turbo-Funktion, mit der man subito mal bei höchster Leistung rühren kann, solange man den Turbo-Knopf gedrückt hält. Diese Funktion stand zwar bei unserem alten Gerät nicht zur Verfügung, da hat sich etwas weiter entwickelt. Doch scheint es, dass das Handrührgerät seine endgültige Form gefunden hat. Nun geht es den Entwicklungsingenieuren wohl nur noch darum, das Gerät noch leiser, sparsamer und haltbarer zu machen. Doch halt! Made in China. So lange wie unser Altes – 20 Jahre – wird es wohl nicht halten, oder?
Kleine Schoko-Himbeer-Kuchen
150 ml Ahornsirup, 60 ml Milch, 2 Eier, eine ausgekratzte Vanilleschote, 80 ml Olivenöl mit dem Handrührgerät verrühren. 240 g gemahlene Mandeln, 1 TL Backpulver, 35 g Kakaopulver vermengen. Die flüssige Ahorn-Mischung in die trockene Mandel-Mischung langsam während dem Rühren eingießen. Rühren bis die Masse glatt ist. Muffin-Förmchen mit zugeschnittenem Backpapier auslegen, und mit der Masse auffüllen. Die Himbeeren darauf legen. Im Backrohr bei 160 Grad 20 Minuten backen.
Donna Hay, weeklight, Superschnelle Wohlfühlrezepte, 2019, Schoko-Himbeer-Cupcakes, S. 208 nachempfunden.

Auberginen-Cheddar-Auflauf
Ich nehme diesen Auflauf mit in einem Thermobehälter mit breiter Öffnung. Das Gericht erinnert ein bisschen an das rumänische Nationalgericht Mousaca de vinete wegen der Auberginen.
Mit Cheddar überbackener Bohneneintopf
…mit Nachos dazu Schwarzkohl. Die köstlichen, in einem Kräutersud warm marinierten Karotten und Radieschen im Salat lassen mich nicht ganz über den Schwarzkohl hinwegsehen, Jamie Oliver verwendet stattdessen Grünkohl. Und der hat auch noch ein feines Steak dabei. Am Ende war dann doch alles weg. Die Kombination von Scharf mit Bohnen ist halt unschlagbar.
Kaviar und Blinis
Blinis werden wie Palatschinken hergestellt, sie sind nur nicht so groß wie diese und werden mit Buchweizenmehl gemacht. Und sie sind mit Germ, damit sie in ihre typische Form aufgehen.
Zwischendurch: Zucchinipuffer
…mit Schafkäse und Brunnenkresse und fertig.
Eine beschauliche Weihnachtsgeschichte
Ist die Weihnachtszeit eine beschauliche Zeit? Das sollte man meinen. Allerdings, wenn man am frühen Morgen schon eines Besseren belehrt wird, kommen leise Zweifel auf. Als wir bei Eishken Estate, dem Fischhändler im Großgrünmarkt, ankamen, hatten sich schon Schlangen vor der Theke gebildet, draußen im provisorisch aufgebauten Zelt und drinnen, Autokolonnen standen vor der Tür.
1.000 traditionelle Weihnachtskekse
Bis auf die Matcha-Kekse, die neu waren, haben mir alle Kekse geschmeckt. Ob Linzer Augen, Vanillekipferl oder Orangenkekse: Kekse haben eine lange Tradition bei uns. Unsere für Weihnachten gebackenen Kekse gehen auf die Biedermeierzeit zurück, also auf eine Zeit aus der ersten Hälfte des vorvorigen Jahrhunderts 1815 bis 1849 oder auf die Zeit der Wiener Ringstraßenepoche um 1890. Das ist schon ziemlich lange her und da sie sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreuen, sind es traditionelle Kekse. Die Bezeichnung „Tradition“ hat eine besondere Bedeutung. Dabei ist es ganz unerheblich, wer ursprünglich tatsächlich diesen oder jenen Weihnachtskeks zum ersten Mal backte. Auf dem millionenfach verkauften, 2011 erstmals erschienenen Christmas-Album von Michael Bublé gibt es drei Songs, die mit dem Vermerk „Traditional“ versehen sind. Es sind „Jingle Bells“, „Ave Maria“ und „Silent Night“ (Stille Nacht, heilige Nacht). Nichtsdestotrotz haben diese Lieder einen Komponisten, der sie schuf. „Ave Maria“ ist von Franz Schubert, geboren 1797 in Wien und gestorben 1828 ebenso in Wien. Der andere, mir bekannte Komponist ist der von „Stille Nacht, heilige Nacht“: Franz Xaver Gruber, geboren 1787 in Unterweitzberg, Oberösterreich, gestorben 1863 in Hallein, Salzburg. Der Vermerk „Traditionell“ ist eine diese Lieder adelnde Auszeichnung, der darauf hinweist, dass sie die Zeit überdauert haben, dass sie in den ewigen Kanon unserer westlichen Kultur aufgenommen wurden, sie sind unvergängliches Kulturgut. Diese Lieder sind eingesickert in unsere Kultur, die durch das geistige und kulturelle Erbe unserer Ahnen begründet ist. Sie erschufen unter anderem diese Lieder, nicht jeder kennt die Urheber, doch ist ihr Vermächtnis Teil unseres unbewussten, kulturellen Gedächtnisses. Bei unseren Weihnachtskeksen verhält es sich genauso. Man kennt ihre Erfinder nicht, doch haben sie Bestand und gehören zu unserem kulturellen Erbe. Sie sind nicht dem Zeitgeist ausgesetzt, der kommt und wieder geht, sie bestanden den Test der Zeit. Gegen solche Kekse ist es schwer, anzukommen. Die Matcha-Kekse waren einen Versuch wert. Etwa 20 traditionsreiche Kekssorten wurden gebacken, wenn man von den glutenfreien Varianten absieht, von jeder Sorte im Schnitt 50.
Faschierter Braten mit Erdäpfel-Selleriepüree und Erbsengemüse
Man denkt oft nicht daran, die einfachsten Sachen zu kochen. Im Gespräch mit einem Freund kam ich drauf, dass auch ich gerne einen faschierten Braten habe, mit einem gekochten Ei mittendrin. Ursprünglich ein Arme-Leute-Essen ist dieses Gericht mittlerweile in Vergessenheit geraten. Dabei war das mal ein Festessen.
Wiener Backhendl mit Erdäpfel-Vogerlsalat
Wir sind, was wir essen. Das Backhendl ist so typisch für das Land, in dem ich lebe, es ist nicht daraus wegzudenken. Es wird einfach serviert ohne viel Schnickschnack, das aber gut. Das ist Wiener Küche: das Wesentliche steht im Mittelpunkt. Für die gediegene Esskultur muss nur ein weißes Tischtuch her, das genügt als Aufputz. Ein mit einem weißen Tischduch gedeckter Tisch, darauf ein schlichter Teller mit einem Backhendl und einem Erdäpfel-Vogerlsalat, angemacht mit Kürbiskernöl, mehr braucht es nicht. Wir haben das Hendl nicht ausgelöst, sondern das Fleisch am Knochen gelassen. So hat man auch noch etwas zum Abnagen.

Erdäpfel-Vogerlsalat Festkochende Erdäpfeln in Salzwasser bissfest kochen. Noch heiß schälen und in Scheiben schneiden und in eine mit einer Knoblauchzehe innen ausgeschmierte Schüssel geben und mit heißer Rinderbrühe verrühren. Hesperidenessig, Traubenkernöl, Senf, Salz und Pfeffer glattrühren, zu den Erdäpfeln geben, gründlich mischen und ziehen lassen. Eine in fein gehackte rote Zwiebel unter den Salat mischen und abschmecken. Für den Vogerlsalat die Marinade vorbereiten, aus Kürbiskernöl, Apfelessig und Salz. Backhendl das Wildhuhn zerlegen, die Ober- und Unterschenkel, Brust und Flügerl panieren, in Öl ausbacken, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Anrichten Erdäpfel- und Vogerlsalat auf einen Teller legen. Mit der Kürbiskernölmarinade beträufeln und das Backhenderl dazu reichen.



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