Der diesjährige Opernball stand ganz unter dem Zeichen zahlreicher Jubiläen, zumindest wenn man den beiden Container-Entertainern (Christoph Wagner-Trenkwitz, Kari Hohenlohe) Glauben schenkt: 150 Jahre Staatsoper (vorher war sie Hofoper), 150 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Japan und Österreich, 150 Jahre Suez-Kanal und 60 Jahre Fischstäbchen.
Kategorie: Österreich
Rindslungenbraten „Colbert“
Vom Wort „Lungenbraten“ darf man sich nicht täuschen lassen, denn damit ist nichts Anderes als ein Filet gemeint. In diesem Fall ist es vom Rind und so zart und saftig, dass man sich wünscht, das Schmausen möge nie mehr aufhören. Vorher darf es ein warmes Kartoffelsüppchen sein, wie dieses, um den Magen einzustimmen.
Erdäpfelsuppe mit Kräuterseitling
Eine Erdäpfelsuppe, die nach Kartoffeln schmeckt, mit Kräuterseitlingen, belegt mit Karotten- und Selleriewürfeln. Ist es das feuchte Wetter, die kalte Jahreszeit oder liegt es an der Suppe selber, dass sie einem so ans Herz geht? Ein Seelenschmeichler, wie man ihn nicht allzu oft bekommt.
Peter Altenberg
Heute feiern wir den Kaffeehausliteraten Peter Altenberg, heute vor 100 Jahren ist er verstorben. Obwohl ihm sein Geigenlehrer Genialität ohne Fähigkeiten beschieden hat, er bei der Matura durchgefallen ist, sich mit literarischen Miniaturen sein Leben verdingte, aber kein größeres Werk entstand, war ihm ein Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof sicher, Gegenstände seines Zimmers im Graben-Hotel aus dem Nachlass wanderten in das Historische Museum der Stadt Wien, eine Altenberg-Figur sitzt heute im Café Central, wo er früher regelmäßig anzutreffen war. Und wenn nicht, dann war er auf dem Weg dorthin. Von ihm sind Aussprüche erhalten geblieben, die ins Wiener Unterbewusstsein gesickert sind. Man weiß zwar nicht, von wem das ist, aber es kommt einem so bekannt vor. „Für mich ist es am schönsten im Kaffeehaus. Man ist nicht zu Haus und doch nicht an der frischen Luft.“ oder „Später ist zu spät“. „Ich bin heute ausnahmslos für Niemanden zu sprechen.“ hat es auf eine Magnettafel geschafft, die in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten verkauft wird, so kann sichs nun jeder an die Tür kleben, wie schon seinerzeit Altenberg. „Wehe der Nachkommenschaft, die Dich verkennt!“, mit diesen drohenden Worten beendete Karl Kraus seine Grabrede. Davon kann nun wirklich keine Rede sein, wenn sogar auf einem Kochblog ein Nachruf erscheint.
Ausgerechnet mit seinem Deutschaufsatz ist Peter Altenberg bei der Matura durchgefallen. Thema war „Der Einfluss der Neuen Welt (Amerika) auf die alte“. Altenberg schrieb ein einziges Wort hin, „Kartoffel“, womit offenbar alles Wesentliche gesagt war. Altenberg hat die Matura im zweiten Anlauf geschafft. Alleine diese Episode aus jungen Jahren ist so typisch Altenberg. Der prägnante Stil blieb ihm erhalten, alles Ausufernde lag ihm fern, und nur ja keine Kompromisse eingehen. Ein Bohemien, ein Dichter, ein Schnorrer. Altenberg, würde er heute leben und seine Exzerpte im Internet absondern, hätte wohl ein ähnliches Schicksal ereilt. Er wäre bei den Suchmaschinen durchgerasselt, zu kurz sind seine Texte. Von den Vorschriften der SEO hätte er sich nicht verbiegen lassen.
„Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein. Aber noch viel trauriger ist es, keine zu sein.“ (Peter Altenberg)
Quellen
Champagnerkraut, Gnocchi und Forelle
Und dann noch dazu Grammeln, wie geht das zusammen, edel und rustikal? Der Sekt gibt dem Kraut etwas Feines, die Forelle ist von Haus aus schon etwas Zartes, und die Grammeln schmelzen, so zart sind sie. Handgemachte Gnocchi dazu und fertig ist das Neujahrs-Dinner für 2 Gourmets.
Hereinspaziert ins Neue Jahr
So hat es schon vor 50 Jahren in einer Fernsehsendung geheißen, mit Heinz Conrads. Und so heißt es heute noch, denn am Neujahrstag wird das Neujahrskonzert aus dem Großen Saal des Musikvereins geschaut wie immer, mit 50 Millionen anderen.
Vierter Adventsonntag
Als Auftakt beginnen wir mit einem Sektfrühstück. Heute ist der vierte Adventsonntag, ein beschaulicher Tag. Ein Gläschen geht sich alleweil aus.
Ein Kurzbesuch im Hotel Sacher in Wien
Hier ist die Welt noch in Ordnung. Das war mein erster Gedanke, als wir das Sacher betraten. Man läßt den Trubel der Straße hinter sich, begibt sich in das Innere eines kleinen Universums. Man wird angesprochen, höflich und zuvorkommend.
Fisolen, Erbsen, Karfiol, Kipfler
Mischgemüse in einer Einmach, gebratene mit Knoblauch aromatisierte Kipfler. Dazu ein kleines Steak.
Besuch beim Christkindlmarkt am Belvedere
Auf dem Heimweg von einer Geburtstagsfeier in der Inneren Stadt machten wir einen kurzen Abstecher zum Christkindlmarkt am Belvedere in Wien, Österreich.
Visit to the Christkindlmarkt at the Belvedere Palace
On our way home coming from a birthday party in the city, we took a short detour to the Christkindlmarkt at the Belvedere Palace in Vienna, Austria.


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