In dieser Zeit, in der wir in stiller Einkehr unserer teuren Verstorbenen gedenken, die uns verloren gegangen sind, kommen auch wir ein wenig der Welt abhanden. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und erinnert uns an die Vergänglichkeit des Lebens. Stille und Finsternis – die Tage werden kürzer, der Eindruck verstärkt sich durch die abrupte Sommer/Winterzeitumstellung vor wenigen Tagen – kehren in unseren Alltag zurück. Es ist diese Zeit des Jahres, in der die Bäume ihre Blätter verlieren, es ist eine Zeit des Abschieds, in der uns wieder bewusst wird, von wem wir uns schon alles in unserem Leben verabschiedet haben. Je länger man überlegt, desto mehr Verluste hat man zu beklagen und desto mehr hat man zu ertragen. Das macht uns das Herz schwer. Jedes laute Wort wird uns fern, der Trubel um uns fremd, die Einsamkeit umfängt uns. Grusliger Schabernack kann davon nicht ablenken, tröstet nicht und wirkt befremdlich. Was da hilft, ist Ruhe, ein stilles Gebet, das die Gedanken ordnet und eine erdige Mahlzeit, ein Kastanien-Pilz-Ragout etwa, um uns wieder mit der Welt zu verbinden. Keine Süßigkeiten.
Kategorie: Food
Forellen-Käfer-Salat
Mit Käferbohnen und weißen Bohnen, knackigen Radieschenscheiben, saftigen Cherry-Tomaten mit dem vollen Geschmack, einer geräucherten Forelle, abgeschmeckt mit Kürbiskernöl und Zwetschgen-Balsamessig. Dazu gereicht ein Stück dunkles Brot, kalt gegessen, mehr braucht‘s nicht für ein (kulinarisches) Gedicht.
Hühnerkeulen mit Lecsó
Wichtig ist es, das Lecsó gut zu würzen. Damit es den vollen Geschmack bekommt. Den Hühnerkeulen schadet es nicht, die Würze gut einzumassieren.
Schweinsbratl mit Kraut und Knödel / Gluten- und laktosefreie Lasagne
Was isst Österreich am Nationalfeiertag? Schweinsbratl mit Kraut und Knödel. Resch wie ein Kaisersemmerl muss die Kruste sein, saftig das Fleisch. Das Saftige kommt vom mit wenig Fett durchzogenen Schweinsbrüstl und vom sanften Garen, obendrein ergibt das eine geschmackvolle Sauce. Dazu kommen gschmackige Knödel mit Petersilie und ein Sauerkraut, das sich gewaschen hat! Das macht kräftig und stark wie Bergbauernbuam. Jodeldipüh! Gluten- und laktosefreie Lasagne wer mag.
Steak & Wald
Noch ist nichts zu spüren vom „Atem des Herbstes, der die Fahrbahn zu vereisen beginnt“, an den sich die IMF-Chefin erinnert fühlte, als sie in ihrer Rede bei der Jahresversammlung des IMF in Washington die Worte ihres russischen Lieblingspoeten Puschkin aus dem Jahr 1833 auf die Abkühlung der Weltwirtschaft münzte. Noch ist es heiß, auch in den Niederungen am Nachmittag, wenn die Sonne durch den Nebel bricht. Und so haben wir uns den Herbst in die Küche geholt. Es gibt Steinpilze, braune Champignons und Pfifferlinge, wie man sie nach feucht-kühlem Wetter im Wald findet. Damit sollte es hoffentlich nicht bald vorbei sein, eine Kaltfront steht für nächste Woche an. Dazu ein kleines Steak und Patatas.
Hirsesalate zum Mitnehmen
Für zwei Tage Hirsesalate, weil Hirse so gesund ist. Einmal mit Bohnen und einmal mit Ziegenkäse. Zum Mitnehmen in einen Korb gepackt mit Tischtuch, Servietten und Besteck.
Surf & Turf – Garnelen und Rind
Mit Tomaten-Mayonnaise und Grünkohl- und Süßkartoffel-Chips. Dazu Salat mit Stangensellerie, Gurken und Salatherzen. Das Jalapeno-Ketchup wurde nicht selbst gemacht, sondern ausnahmsweise gekauft, war aber beeindruckend gut. Aus St. Pölten von Fireland Foods. Mit Garnelen aus Hall in Tirol, Rindfleisch aus dem Tullnerfeld in Niederösterreich, gekauft in Wien.
Hühnerbrust mit Lauch und Kohlsprossen-Salat
mit einem knackigen Chinakohl als Basis, der leicht geröstet wurde. Birnen und etwas Petersilwurzel mit Haselnussöl machen den Salat erdig, wie wir das im Herbst so wollen. Mit Rosapfeffer und schwarzem Knoblauch. Die Hühnerbrust wird mit Gorgonzola überbacken.
Ossobuco
Wir haben sie nicht abgewogen. Aber wir staunten nicht schlecht, als wir die Kalbshachsenscheiben sahen: groß und saftig, da reicht auch eine pro Person. Dafür braucht man Zeit, 2 Stunden, um sie ordentlich durchzugaren, Zeit, die sich lohnt. Nach dem Schmoren fallen sie fast vom Knochen, einfach ein Genuss! Dazu gibt es ein Kartoffel-Sellerie-Püree mit Tomatenstücken und frittierter Petersilie und Basilikum.
Bretonisches Alpen-Garnelen-Muschel-Laksa
Tirolerische Garnelen und bretonische Pfahlmuscheln in einer südost-asiatisch abgeschmeckten Suppe. Aufbauend auf ihren selbst gewonnenen Erfahrungen – und damit herkömmliche Zuchtmethoden verwerfend, an den Lebensbedingungen ihrer Zuchttiere orientiert, das heißt dem Rhythmus der Natur folgend – haben diese Lebensmittel-Pioniere Muscheln bzw. Garnelen so gezüchtet, wie sie sein sollen: unverfälscht, geschmacklich einwandfrei. Der behutsame Umgang in der Produktion sollte selbstverständlich sein und ist doch einzigartig. Was der Natur zugutekommt, kommt auch uns zugute.

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