Die letzten Krümel der Feiertage sind beseitigt, selbst die Christbäume sind verschmaust. Wie alle Jahre wurde der Christbaum, der vor dem Schloss Schönbrunn die Weihnachtszeit verschönert hat, in den Tiergarten Schönbrunn transportiert. Die Elefantendamen haben sich über die Abwechslung vom Speiseplan, Salzburger Fichte, gefreut und nur den Stamm übrig gelassen.
Kategorie: Food
Wurzelgemüse mit Rind
Und als Beilage Apfelmus! Nachdem ich bei der Lovntolerin gelesen habe, dass man früher Apfelmus als Beilage gegessen hat, in Ermangelung von Salat in der Winterzeit, nahmen wir das als Anregung gerne auf. Und ich muss sagen, es schmeckt.
Gemüse mit Linsen-Hörnchen und Bummerlsalat
Das ist kein Ratatouille, aber mit Zucchini, Aubergine und Tomaten kommt es dem ganz nah.
Aufgelockerter Fisolensalat
Grüne Fisolen, weiße Champignons und rote getrocknete Tomaten, mit Salatherzen. Dazu ein saftiges Steak vom Rind wer mag.
Dieser Fisolensalat mit Farbklecksen hebt die Stimmung an einem trüben Wintertag. Knackige Salatherzen lockern ihn auf, eine Weiterentwicklung der Rahmfisolen. Man kann auch normale Salatblätter nehmen, am knackigsten sind aber die Salatherzen, man braucht ja nicht viel. Mit Kefir statt Rahm wird er noch frischer. Wer keine weißen Champignons bekommt, nimmt andere und macht es so wie wir, schält sie. Innen sind die bräunlichsten Champignons ganz weiß. Die Champignons werden roh gegessen, aber nur in kleinen Portiönchen, weil sie aufgeschnitten werden.
Das hätte Peter Altenberg auch im Kaffehaus geschmeckt, Milchprodukte liebte er ja. Wenn dieser Fisolensalat in einem Bistro serviert wird, im „Allard“ in Paris, dann ist er auch in einem Wiener Kaffeehaus denkbar.
Gefüllte Paprika
Paprikaschoten gefüllt mit schwarzem Reis und Faschiertem vom Jungrind in einer Tomatensauce, dazu Petersilkartoffel.
Grammelpogatscherl
Pogatschen gibt es unter anderem mit Butter, Käse, Kartoffeln, Topfen. Das einende Prinzip aller Pogatschen scheint mir zu sein, dass es sich um kleine Häppchen aus Teig handelt, der zusammengefaltet, dem Blätterteig nicht unähnlich, gebacken wird.
Leichter Forellenschmaus
Es muss nicht immer Heringsschmaus sein, es geht auch mit geräucherter Forelle, die ist zarter im Geschmack. Traditionell ist gut, aber nicht gut genug. Dieser Forellensalat ist leichter im Vergleich zum eher deftigen Heringsschmaus, da er ohne Kartoffeln auskommt und die Mayonnaise mit Sauerrahm gestreckt ist. Dazu kommen knackige Selleriestangen, die den Salat auflockern und Tomaten: diese sorgen mit ihrem säuerlichen Geschmack für eine kleine Geschmacksexplosion im Mund. Ein knuspriges, weil getoastetes dunkles Brot, kann durchaus auch ein Buchweizenbrot sein, setzt zu dem Cremigen einen schönen Kontrast. Locker darüber gestreut wird etwas Schnittlauch. Für alle, die das neue Jahr leichtfüßig und beschwingt angehen wollen.
Champagnerkraut, Gnocchi und Forelle
Und dann noch dazu Grammeln, wie geht das zusammen, edel und rustikal? Der Sekt gibt dem Kraut etwas Feines, die Forelle ist von Haus aus schon etwas Zartes, und die Grammeln schmelzen, so zart sind sie. Handgemachte Gnocchi dazu und fertig ist das Neujahrs-Dinner für 2 Gourmets.
Hereinspaziert ins Neue Jahr
So hat es schon vor 50 Jahren in einer Fernsehsendung geheißen, mit Heinz Conrads. Und so heißt es heute noch, denn am Neujahrstag wird das Neujahrskonzert aus dem Großen Saal des Musikvereins geschaut wie immer, mit 50 Millionen anderen.
Gulliverknöpfe, Riesenausternpilze, Pilzsauce, Tomahawk-Koteletts
Das war mehr als ausreichend. Die Gulliverknöpfe sind überaus sättigend, einer genügt pro Person.

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